Mittwoch, 13. Juni 2012

Unterschied zu Transgender und Transsexualität

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!

Unterschied zu Transgender und Transsexualität

Abzugrenzen ist die Definition von Intersexualität von Transgender und Transsexualität: Transgender sind Menschen, die sich mit ihrem zugewiesenen Geschlecht falsch oder unzureichend beschrieben fühlen oder auch jede Form der Geschlechtszuweisung- bzw. -kategorisierung grundsätzlich ablehnen. Manche, aber keineswegs alle, intersexuellen Menschen sind Transgender. Während in einigen Organisationen und Bündnissen Transgender und intersexuelle Menschen zusammenarbeiten, da viele Gemeinsamkeiten gesehen werden, lehnen andere intersexuelle Menschen jede Zusammenarbeit mit Transgendern ab.

Für die medizinische Diagnose „Transsexualität“ hingegen ist Intersexualität formal ein Ausschlusskriterium. Die Diagnose „Intersexualität“ kann nur durch Chromosomenanalyse erfolgen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass intersexuelle Menschen, welche die Geschlechtsrolle wechseln, gar nicht erfahren, dass sie eigentlich intersexuell sind, und daher medizinisch und auch juristisch (Transsexuellengesetz, kurz TSG) wie transsexuelle Menschen behandelt werden.



Kastration

Der Begriff Entmannung ist einerseits eine Einengung des Begriffs Kastration, danach aber in einem umfassenderen Sinn als dieser selbst zu verstehen. Manchmal bezeichnet Entmannung eine Kastration, die mit einer Penektomie einher geht.
Während „Entmannung“ als veralteter medizinischer Begriff für die Kastration des Mannes mit der Entfernung der männlichen Keimdrüsen steht, stellt die Kastration selbst einen geschlechtsneutralen Begriff dar und ist somit bei Entfernung der weiblichen Keimdrüsen auch auf Frauen anwendbar.
Andererseits ist die Entmannung des Mannes mehr als eine Kastration, zumal darunter oft die gewaltsame Entfernung des Penis – wie bei Uranos und Agdistis in der griechischen und phrygischen Mythologie – als mehr oder weniger umfassende Entmachtung – oder im Falle von Agdistis, auch als Wandlung – zu verstehen ist.
In tiefenpsychologischem Sinn muss der Mann mit der Entmannung auf alles verzichten, was sein „Vermögen“ und seine Herrschaftsansprüche anbelangt
Unter einer Kastration (lat.: castrao, castratus für schwächen, berauben, entnehmen, entkräften) wird üblicherweise die operative Entfernung der Geschlechtsdrüsen verstanden.
Als Kastration wird auch die Zerstörung der Hoden, zum Beispiel durch ionisierende Strahlung (benötigt wird eine Gesamtdosis von ca. 10-12 Gray), oder die Unterdrückung der Hormonproduktion durch Pharmaka („chemische Kastration“ beispielsweise durch Cyproteronacetat) bezeichnet.
Bei Menschen ist die Verwendung des Begriffes „Kastration“ bei Frauen nur umgangssprachlich üblich. In der Medizin ist darunter eine Entfernung der Eierstöcke zu verstehen (Ovariektomie). In der Tiermedizin ist der Ausdruck auch für weibliche Tiere üblich.

 Folgen
Eine Kastration ist in jedem Fall ein schwerwiegender Eingriff mit weitreichenden Folgen für den Menschen oder ein Tier, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes.
  • In allen Fällen (bei beiden Geschlechtern) führt die Kastration zu Unfruchtbarkeit.
Am schwerwiegendsten ist der Eingriff, wenn er vor der Pubertät vorgenommen wurde. Die Folgen bei einem Knaben sind beispielsweise:
Bei Kastration im Erwachsenenalter bleiben diese Wirkungen aus, aber es kann kommen zu
Die Kastration von Frauen (Ovariektomie) durch operative oder radiologische Ausschaltung der Eierstöcke beziehungsweise ihrer Funktion wirkt sich genauso stark aus, allerdings mit anderer Ausprägung.
[Möglicherweise erwünschte Folgen einer Kastration
Medizinische Anwendung beim Prostatakrebs
Die operative oder chemische Kastration kann in der Behandlung des Prostatakarzinoms angewendet werden. Da Prostatakarzinome in vielen Fällen testosteronabhängig sind, kommt es nach der Entfernung der Hoden (Orchiektomie) oder der chemischen Kastration mit LHRH-Analoga meist zu einem deutlichen Rückgang bzw. Stillstand der Krankheit, so dass der Patient meist über Jahre vor der Krankheit wieder Ruhe hat. Als „unerwünschte Effekte“ können die oben genannten Folgen auftreten, die nur teilweise medizinisch behandelt werden können.
Historisches
Die Kastration an Männern wurde in der gesamten Geschichte und vielen Kulturen durchgeführt: an Feinden zur Demütigung und um ihnen leichter ihre Frauen nehmen zu können und an Sklaven – besonders solchen, die einen Harem bewachen sollten (siehe Eunuch).
Erwachsene Kriegsgefangene oder Sklaven wurden überdies kastriert, um sie nicht nur zu erniedrigen, sondern auch fügsamer zu machen, da durch die starke Reduzierung des Testosterons die Aggressionsbereitschaft nachlässt.
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden auch Knaben zur Erhaltung ihrer hohen Stimme kastriert, eine Praktik, die noch bis vor 150 Jahren regelmäßig in Italien angewandt wurde. Ein berühmtes Beispiel ist Carlo Broschi, genannt Farinelli, der italienische Kastratensänger.
Laut verschiedener Quellen soll die mythische assyrische Königin Semiramis eine der ersten Herrscherinnen gewesen sein, die die Kastration von gefangenen Feinden befahl.
Die Priester der antiken Göttin Kybele (Galli, auch Galloi) waren Eunuchen. Der Kult hatte sich aus Kleinasien über das gesamte Römische Reich verbreitet. Jedes Jahr zur Zeit des Frühlingsfestes fanden rauschhafte Feste statt, bei denen sich Anhänger des Kultes selbst verstümmelten. Sie schnitten sich mit einem Zeremonienschwert oder auch einem scharfkantigen Gegenstand die Genitalien ab und warfen diese in die Menge der Zuschauer. Der Betreffende musste den Eunuchen-Neuling mit Frauenkleidern versorgen. Viele Eunuchen-Priester litten infolge der stümperhaft durchgeführten Kastration unter Infektionen der Harnröhre und unter dauerhafter Blasenschwäche.
Im Kaiserreich China wurden noch bis zur Gründung der Republik 1912 Knaben von ihren Eltern als Palasteunuchen an den Kaiserhof verkauft und in einer lebensgefährlichen Prozedur von dafür ausgebildeten Leuten kastriert.
Jedoch gibt es von jeher auch Kulturen, welche die Kastration strikt ablehnen, als Beispiel sei das Judentum genannt; orthodoxe Juden kastrieren auch keine Tiere.
Der frühchristliche Theologe Origenes hatte sich selbst entmannt, um ideal ehelos zu leben (Matthäus 19, 11 f.), scheint das aber später als Irrweg angesehen zu haben. Die Kirche missbilligte eine solche Verstümmelung, aber erst Papst Sixtus V. sprach ein klares Verbot aus (7. Juni 1587), (siehe auch: Eunuchen für das Himmelreich).
Der irreversible Eingriff der chirurgischen Kastration wurde oft bei wiederholt rückfälligen und anders nicht beeinflussbaren Sexualstraftätern vorgenommen. Die (reversible) hormonelle Kastration durch Antiandrogene wird in einzelnen Bundesstaaten der USA weiterhin bei Sexualstraftätern (mit deren Einwilligung) vorgenommen. Jedoch ist diese Therapie wesentlich weniger wirksam, als vielfach in der Öffentlichkeit angenommen wird: Es hat eine ganze Reihe von Fällen gegeben, wo chemisch oder körperlich Kastrierte dennoch weiterhin Sexualstraftaten begingen.
Recht
Eine ohne Einwilligung am Menschen vorgenommene Kastration ist strafbar als schwere Körperverletzung. Die Einwilligung kann bei Körperverletzung jedoch gegen die guten Sitten verstoßen und daher für die Rechtswidrigkeit der Tat bedeutungslos sein. Die Kastration Minderjähriger ist verboten (§ 1631 c BGB) wird jedoch bei intersexuellen Menschen mit der Begründung einer Heilbehandlung auch an Kleinkindern und Jugendlichen durchgeführt.
Die Kastration kann dazu führen, dass ein Sexualstraftäter, gegen den Unterbringung in Sicherungsverwahrung angeordnet ist, nicht mehr als gefährlich anzusehen ist. Gemäß § 67 d Abs. 2 StGB kann dann eine Aussetzung zur Bewährung in Betracht kommen.
In Österreich ist die Kastration – außer bei medizinischer Indikation – verboten. In sie kann auch nicht eingewilligt werden (§ 90 Abs 3 StGB).
Entfernt ein Arzt seiner Patientin bei einer Operation den Eierstock ohne ihre Einwilligung und noch dazu ohne Notwendigkeit die Gebärmutter, steht der Geschädigten ein Schmerzensgeld zu. Angemessen sind dafür 10.000 Euro (Az.: 9 O 12563/02, LG München).
Kastration in heutiger Zeit
In der heutigen Zeit wird die Kastration in den meisten Kulturen grundsätzlich und einhellig abgelehnt. Eine Kastration Minderjähriger zur Bewahrung der Stimme ist – wie oben beschrieben – verboten.
Eine freiwillige Kastration Erwachsener (über 25 Jahre) ist in Deutschland durch das Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden (KastrG[1]) vom 15. August 1969 geregelt. Bei Einwilligungsunfähigen ist jedoch die Kastration auch durch Einwilligung des Betreuers und Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes im Rahmen dieses Gesetzes möglich. Das andere Gesetz nachdem „freiwillige Kastrationen“ durchgeführt werden ist das TSG nach dem transsexuelle Menschen ihr Geschlechtswechsel ermöglicht werden soll. In Deutschland muss sich z. B. ein verheirateter Mensch, der sich einer „Geschlechtsanpassung“ unterziehen will, scheiden und kastrieren lassen, um die volle rechtliche Gleichstellung im anderen Geschlecht zu erhalten. Auch bei intersexuellen Menschen ist eine Kastration möglich.
Auf Antrag kann nach Prüfung durch eine Gutachterstelle ein Mann straffrei kastriert werden, wenn er unter einem abnormen Geschlechtstrieb leidet und entweder straffällig war oder dies zu werden droht. Eine Änderung an der „sexuellen Orientierung“ wird nicht erwartet, sondern der verminderte Drang (bzw. Leidensdruck) diese „sexuelle Orientierung“ in die Tat umzusetzen. Eine Alternative ist eine medikamentöse Kastration mit Antiandrogenen
Mfg eure Moderatorin
Nikita Noemi

Transsexualität und Strafvollzug

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!


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Transsexualität und Strafvollzug
Anja Schammler: Transsexualität und Strafvollzug. Die Störung der geschlechtlichen Identität von Strafgefangenen als strafvollzugsrechtliches Problem. Berlin: BWV 2008, XI + 209 Seiten, € 39,00.

Menschen, die physisch weiblich sind, aber ein männliches Identitätsgeschlecht haben, werden in der Regel als Frau-zu-Mann-Transsexuelle oder Transmänner bezeichnet; Menschen, die physisch männlich sind, aber ein weibliches Identitätsgeschlecht haben, bezeichnet man entsprechend als Mann-zu-Frau-Transsexuelle oder Transfrauen (Wikipedia). Dazu gibt es seit etwa 40 Jahren eine beträchtliche Fülle an Literatur, neuerdings natürlich auch Web-Seiten.

Ein Sonderproblem stellt die diskriminierende Behandlung von Transsexuellen durch Polizei, Strafgerichte und Strafvollzug dar. Insbesondere in jeder Art von Inhaftierung stellen sich Fragen der Behandlung, Betreuung und Versorgung entsprechend dem Identitätsgeschlecht. Ein für die Behörden fast unlösbares Problem ergibt sich aus dem Gebot, Frauen und Männer in Haft zu trennen. Dennoch gab es dazu bisher so gut wie keine Literatur (wenn man von meinem kleinen Artikel im PrisonPortal absieht: http://prisonportal.informatik.uni-bremen.de/prisonportal/index.php/Transsexuelle). Die vorliegende Doktorarbeit von Anja Schammler, betreut von Prof. Klaus Marxen (HU Berlin) ist daher mehr als willkommen. Sie stellt nicht nur die erste, sondern zugleich eine sehr gründliche Untersuchung der angesprochenen Probleme dar.

Das Buch besteht aus drei große Teilen: zum Phänomen der Transsexualität, zum rechtlichen Umgang mit Transsexuellen in der Gesellschaft und zum rechtlichen Umgang mit ihnen im Strafvollzug. Im hiesigen Kontext interessiert vor allem der letztgenannte Abschnitt des Buches. Nicht zufällig sieht die Autorin als zentrales Problem den „Wunsch nach endgültiger Verlegung in den gegengeschlechtlichen Vollzug“ (81). Ausgangspunkt ihrer Arbeit bildete nämlich eine Entscheidung des KG Berlin, welche die Verlegung einer Transfrau aus einer Männeranstalt in eine Frauenanstalt ablehnte. Nach eingehender juristischer Analyse kommt auch Anja Schammler zum Ergebnis, dass sich die Verlegungsvorschriften des geltenden Strafvollzugsgesetzes „nicht als Rechtsgrundlage zur dauerhaften Unterbringung eines transsexuellen Inhaftierten im gegengeschlechtlichen Vollzug heranziehen“ lassen (128). Sehr viel günstiger stellt sich nach Meinung der Verfasserin der Anspruch transsexueller Gefangener auf einschlägige medizinische und therapeutische Behandlung dar (insbesondere Hormonbehandlung und geschlechtsangleichende Operation). Auch darüber hinaus analysiert die Verfasserin mögliche rechtliche Ansprüche transsexueller Gefangener (den Erwerb und die Verwendung gegengeschlechtlicher Körperpflegemittel; das Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung; gemeinsame Arbeit/Ausbildung, gemeinsame Freizeit). Die Verfasserin versucht hier den gegenwärtigen rechtlichen Rahmen zugunsten transsexueller Gefangener auszuschöpfen, weist jedoch auch auf die zahlreich vorhandenen Schwierigkeiten und Einschränkungen hin, die sich vor allem mit der „Aufrechterhaltung der Anstaltsordnung“ begründen lassen.

Etwas überraschend ist es, dass die Verfasserin nur ganz kurz auf § 65 Abs.2 StVollzG eingeht, wonach kranke Gefangene in ein Krankenhaus außerhalb des Vollzuges verlegt werden können, wenn die Behandlung in einem Vollzugskrankenhaus nicht möglich ist (133). Dabei dürfte es sich hier um die nach geltendem Recht einzig praktische Lösung des im Zentrum der Arbeit stehenden Verlegungsproblems handeln. Denn in Krankenhäusern gehört die strikte Trennung der Geschlechter schon lange der Vergangenheit an.

Sehr zu begrüßen ist der, bemerkenswert radikale, rechtspolitische Ausblick mit welchem die Arbeit abschließt. Als Haupthindernis für vernünftige Lösungen sieht die Verfasserin die Geschlechtertrennung, die im deutschen Strafvollzug nach wie vor herrscht. Konsequent fordert sie daher eine Auflösung dieser „Eingeschlechtlichkeit“ (Stöckle-Niklas). Groteskerweise sind die beiden Vorzeigeanstalten für das Funktionieren eines gemischten Vollzuges (das Moritz-Liepmann-Haus und die Sozialtherapie Altengamme, beides in Hamburg) vor kurzem geschlossen worden. Es steht zu hoffen, dass die schwarz-grüne Koalition den vorherigen Zustand bald wieder herstellt.

Forscher haben ein Gen für Transsexualität entdeckt!


Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Forscher haben ein Gen für Transsexualität entdeckt!

Die sexuelle Entwicklung des Menschen ist unter mindestens drei Aspekten zu sehen: dem biologischen Geschlecht, der Geschlechtsrolle und der sexuellen .Es gibt Menschen, die sich mit einer Geschlechtsrolle identifizieren, die im Widerspruch zu ihrem biologischen Geschlecht steht. Es gibt also Menschen mit einem männlichen Körper, die sich als Frauen fühlen, und solche mit einem weiblichen Körper, die sich selbst für Männer halten. Insbesondere nach der Pubertät fühlen sich solche Menschen mit ihren sekundären Geschlechtsmerkmalen sehr unwohl; sie versuchen daher mit allen Mitteln (auch denen der operativen „Geschlechtsumwandlung”), ihren Körper mit ihrer Selbsteinschätzung in Übereinstimmung zu bringen. Diesen Zustand nennt man Transsexualität.
Bisher waren die Ursachen für Transsexualität nur wenig erforscht. Man wusste, dass die Geschlechtsrolle schon sehr früh festgelegt wird und dass es nach einer gewissen Zeit keine Möglichkeit mehr gibt, die geschlechtliche Selbstidentifikation eines Menschen zu verändern.
Ddoch jetzt haben Forscher ein neues Licht auf die Untersuchung der Transsexuellen geworfen.
Australische Forscher haben eine Genvariante gefunden, die dazu führt, dass der Organismus dieser Männer schwächer auf das Sexualhormon Testosteron reagiert.
Männer, die sich im falschen Körper fühlen und das weibliche Geschlecht annehmen wollen, besitzen eine Variante eines Gens, das eine Rolle im Testosteronhaushalt des Körpers spielt. Das berichten die australischen Mediziner vom Prince Henry’s Institute in Clayton .
Die Forscher hatten bei 112 Mann-zu-Frau-Transsexuellen die Unterschiede in drei Genen untersucht, von denen vermutet wurde, dass sie eine Rolle bei der Geschlechtsidentität spielen. Dabei entdeckten die Wissenschaftler einen Unterschied bei einem Gen, das den Bauplan für einen Rezeptor auf männliche Sexualhormone enthält: Der entsprechende DNA-Abschnitt war länger als bei Vergleichspersonen.
Dieser genetische Unterschied könnte „ein schwächeres Testosteronsignal hervorrufen“, schreibt Lauren Hare im Magazin „Biological Psychiatry“.
Bei diesen Personen hat der Testosteronrezeptor eine andere Form; Körperzellen, die durch Testosteron beeinflusst werden, reagieren dadurch schwächer auf das Hormon.
Eine weitere Studie von Neurologen hatte bereits ergeben, dass bestimmte Hirnstrukturen bei genetisch männlichen Transsexuellen wie bei Frauen ausgeprägt sind. Beides bestätigt die biologische Basis der Transsexualität.
Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!

Transidentität

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Transidentität
Von wo nach wohin
?Nikita Noemi Rothenbächer

Das Bemühen der Autorin aus Sicht einer Betroffenen, Licht
auf ein weitgehend noch unbekanntes Terrain zu werfen, ist
beeindruckend. Ihr Schicksal ist bewegend und bringt dem
Leser die Problematik einer abweichenden Geschlechtsidentit
ät näher als jedes Fachbuch es zu leisten vermag.
Auch anhand dieses Berichts ist festzustellen, dass auf diesem
Gebiet . sowohl in medizinischer wie in rechtlicher Hinsicht
. noch viel Unkenntnis und Unklarheit besteht.

© 2004 agenda Verlag GmbH & Co. KG
Drubbel 4, D-48143 Münster
Tel +49-(0)251-79 96 10, Fax +49-(0)251-79 95 19
info@agenda.de, www.agenda.de
Projektleitung: Verena Euteneuer
Lektorat: Dirk Bittner/Verena Euteneuer
Satz: Frank Hättich/Sonalie Schrameyer
Umschlaggestaltung: Frank Hättich

ISBN 3-89688-222-8

Die Deutsche Bibliothek . CIP-Einheitsaufnahme
Rothenbächer, Nikita Noemi:
Transidentität . Von wo nach wohin?
Münster: agenda Verlag, 2004

Inhalt
Vorwort ...........................................................9
Einleitung .................................................... 11
Teil I............................... 17
1. Mein Leben als Mann . ein Leben im
falschen Körper....................................... 18
2. Der Aufbruch in ein neues Leben . Psychotherapie,
Alltagstest und Hormonbehandlung
............................................. 53
3. Meine Operationen . eine Sehnsucht wird
zur Realität .............................................. 71
4. Der lange Weg zum Ziel . eine Auseinandersetzung
mit der Krankenkasse........... 86
5. Entlassen wegen Krankheit? Alles, was
nicht Recht ist .......................................... 97
6. Partnerschaft und Sexualität ................ 111
Teil II............................ 121
1. Grundsätzliches .................................... 123
2. Anamnese und Anamnesen.................. 175
3. Hormonbehandlung bei Transidentität 197
4. Genitaltransformierende Operationen 224
5. Die häufigsten Nachoperationen ........ 249
Weitere Literatur ....................................... 257

Vorwort
In diesem Buch geht es um die Sehnsucht, sich selbst zu finden,
sich selbstkritisch zu beurteilen, den Unterschied zwischen richtig
und falsch, moralisch gut und schlecht zu erkennen, und vor
allem, ein Selbstwertgefühl zu erlangen.
Ich habe 46 Jahre dafür gebraucht, dieses Selbstwertgefühl
zu bekommen und schließlich auch zu verwirklichen. Obwohl
Selbstwertgefühl doch etwas so Normales sein sollte, ist die Entwicklung
dahin nicht immer einfach. Oft steht sich nicht nur die
Person selbst im Wege, sondern auch die Gesellschaft trägt ihren
Teil dazu bei. Mit der moralischen und kulturellen Norm, die
diese vorgibt, übt sie auf alles und jeden Einfluss aus – Akzeptanz
und Toleranz gegenüber dem, was nicht dieser Norm entspricht,
bleiben dabei häufig auf der Strecke. Ich spreche dabei
nicht nur von der deutschen Gesellschaft, denn das, was ich hier
erlebt habe, geschieht woanders auch.
Mit diesem Buch möchte ich Personen wie mir den Weg einfacher
gestalten, indem ich Einblick gebe in eine Realität, die
nicht wegzudrängen ist. Dadurch, dass ich von Tatsachen und
Ereignissen, die mein Leben bis heute bestimmt haben, erzähle,
ist sie vielleicht besser zu verstehen. Mit Sicherheit gibt es Schicksale,
die tragischer sind und die man nicht verstehen kann. In
meinem Fall ist das anders. Mein Schicksal wird nicht verstanden,
weil es nur solche Informationen darüber gibt, die von dem
„normalen“ Bürger dieser Gesellschaft nicht verstanden werden
können. Dieses Buch habe ich geschrieben, um genau dieser
Informationslücke entgegen zu wirken.

Ich bin eine Transidentin oder transsexuelle Frau
Was soll das heißen und was bedeutet es in der heutigen Zeit?
Was macht es für die Gesellschaft so schwierig, sich mit diesem
Phänomen auseinander zu setzen und welche Folgen hat das für
die Minderheit der Transsexuellen?
Viele Fragen tauchen auf – Fragen, mit denen auch wir Betroffene
uns beschäftigen müssen. Liegt die mangelnde Akzeptanz
in der Gesellschaft an uns selbst oder an der Art und Weise
wie wir empfinden? Sind denn nicht alle gleich in dieser Gesellschaft,
egal ob groß oder klein, intelligent oder weniger intelligent?
Es muss die Aufgabe der Intelligenten sein, zum Verständnis
beizutragen und das nicht Verstandene so zu gestalten, dass jeder
es verstehen kann. Viele Menschen, mit denen ich bislang zu tun
hatte, wussten überhaupt nicht, was Transidentität ist. Die häufigste
Antwort auf meine Frage war, dass so etwas doch keinen
interessiere, solange man selbst oder jemand aus dem engsten
Familienkreis nicht betroffen sei. Für mich ist das aber keine
Antwort, sondern nur ein Ausweichversuch. Muss man denn
immer erst betroffen sein, um sich mit einer Sache auseinander
zu setzen? Ist das die gängige Einstellung?
Vor einigen Tagen wurde in den Medien von einer Umfrage
berichtet, in der die „normalen“ Bürger befragt wurden, ob sie
heterosexuell seien. Die Antworten waren verblüffend: „Mit so
etwas habe ich nichts zu tun“, „Ich bin ganz normal“ oder „Sie
wissen schon, Frau mit Mann und Mann mit Frau, der Rest ist
pervers, unmoralisch, eigentlich nichts für die deutsche Gesellschaft,
aber heute ist ja alles erlaubt. Früher gab es so etwas
überhaupt nicht.“
Das, was ich erzählen möchte, ist wahrheitsgetreu, persönlich
und packend. Es ist teils Lebensgeschichte und Erfahrungsbericht,
teils auch eine Anklageschrift gegen die Voreingenommenheit
der Gesellschaft. Mein Bericht soll exemplarisch sein
für die Erlebnisse und Erfahrungen all derjenigen, die genau wie
ich mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Wir sind nicht anders als
andere, sondern wir sind Menschen und menschlich mit unserer
Besonderheit. Transsexualität beziehungsweise Transidentität ist
keine Mode-Erscheinung der Gesellschaft, sondern sie hat einen
Krankheitswert, den wir uns ganz bestimmt nicht ausgesucht
haben.
Nikita Noemi Rothenbächer
 

Freitag, 1. Juni 2012

40 Jahre im falschen Körper: Familienvater verlässt Krankenhaus als Frau

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!

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 40 Jahre lebte Stevie Crecelius im Körper eines Mannes, heiratete seine Jugendliebe Debbie und zeugte mit ihr sechs Kinder. Dann veränderte ein Nierenstein das Leben des Familienvaters aus Denver, Colorado, für immer. Denn bei der Ultraschalluntersuchung im Krankenhaus stellte man fest, dass „Steve“ gar kein Mann ist. Mit der Unterstützung von Ehefrau und Kindern lebt Stevie seit fünf Jahren als Frau – und fühlt ich endlich wie ein „ganzer Mensch“.



40 Jahre im falschen Körper: Familienvater verlässt Krankenhaus als Frau (Screenshot: Fox)„Huh, das sieht so aus, als wären sie eine Frau“, so die erstaunte Krankenschwester beim Ultraschall in der Notaufnahme des Krankenhauses in Denver, in die Steve vor fünf Jahren gebracht wurde. Die Untersuchung brachte ans Licht: Der damals 40-Jährige verfügt zwar äußerlich über männliche Geschlechtsorgane, die inneren Geschlechtsorgane sind aber weiblich. „Intersexualität“ nennt man dieses Phänomen, bei dem Menschen anatomisch, hormonell oder genetisch weder eindeutig dem weiblichen noch eindeutig dem männlichen Geschlecht zuzuordnen sind.

Für Steve war die späte Enthüllung seiner geschlechtlichen Identität weniger ein Schock als eine Erleichterung. „Ich erinnere mich, wie ich heimlich die Kleidung und Schminke meiner Mutter trug“, so der Fotograf gegenüber dem US-Sender „Fox“. Er habe niemandem davon erzählt, sei aber über die medizinische Erklärung für seine ambivalenten Gefühle sehr dankbar gewesen. „Als ich 17 war, hatte ich meinen ersten Job bei einem Fernsehsender. Meine Vorgesetzte sagte damals schon zu mir, ich bewege mich wie eine Frau“, so Stevie weiter. Schon damals habe sich wahrscheinlich ihre eigentliche Natur einen Weg gesucht, mutmaßt sie.
mfg Nikita Noemi

Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

Heute in den TV- Medien, die Massen - Vergewaltigung einer 15 jährigen Schülerin, angeblich "Gastarbeiter bzw. FLÜCHTLINGE auch Poliz...