Freitag, 9. Juli 2021

POLEN: Bildungsminister will Ungarns Anti-LGBTI+ Gesetz übernehmen



POLEN: Bildungsminister will Ungarns

Anti-LGBTI+ Gesetz übernehmen

Geht es um LGBTI+ feindliche Politik, dann spannen Ungarn und Polen gerne zusammen. Und so überrascht es kaum, dass sich der polnische Bildungsminister nun dafür ausgesprochen hat, das umstrittene ungarische Gesetz gleich vollständig zu übernehmen, welches unter anderem Themen rund um die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität von den Schulen verbannt.

Eine Person, welche sich obszön und vulgär verhalte, solle nicht die selben Rechte haben, sich in einer Stadt zu bewegen, wie eine Person, welche sich normal verhalte und mit einem Kind spaziert. Wenn jemand die geltende Ordnung stört, Skandale verursacht, andere demoralisiert, der entzieht sich dieses Recht selber, so der polnische Bildungsminister Przemyslaw Czarnek in Bezug auf queere Personen und deren Rechte. Das ungarische Gesetz besage, dass Schulstunden rund um Fragen zur Sexualität, keine Geschlechtsanpassungen und Homosexualität bewerben dürfen. Diese Gesetzgebung sollte Polen vollständig kopieren, so der Bildungsminister weiter.


Erst in der vergangenen Woche sorgte Czarnek bereits für einen Skandal, als er die LGBT Parade in Warschau als eine Beleidigung der öffentlichen Moral beschrieb. Diese Menschen würden auf die Strasse gehen, Katholiken mit ihrer vulgären Art beleidigen, obszöne Botschaften skandieren, sich obszön verhalten, und dann soll dies auch noch okay sein?, so Czarnek. Die politische Opposition verurteilte diese Aussagen umgehend, und machte darauf aufmerksam, dass genau diese Rhetorik dafür verantwortlich sei, dass so viele queere Jugendliche auf diese Weise gemobbt und bis in den Selbstmord getrieben würden.


Der Bildungsminister hat vor kurzem eine ganze Reihe an Reformen vorgestellt. So sollen Schüler:innen und Studierende künftig mehr patriotische Texte an den Schulen lesen, und auch Arbeiten des verstorbenen polnischen Papstes Johannes Paul II. Damit zeigen sich einmal mehr Paralellen zum Vorgehen Ungarns: Beide Länder scheinen ihre Politik weiter nach rechtsaussen abzustimmen und driften damit immer weiter weg vom Rest der Europäischen Union. Ungarns umstrittenes Gesetz wurde bereits von weiten Teilen der EU verurteilt und könnte demnächst durch Richter beurteilt werden.

Auch in der Vergangenheit hat Przemyslaw Czarnek immer wieder mit extrem LGBTI+ feindlichen Äusserungen für Empörung gesorgt. 2018 verurteilte er die Lublin Pride als Werbung für Pädophilie. Für diese Aussage musste sich Czarnek nach einem Gerichtsurteil zwar öffentlich entschuldigen, doch er wiederholte die Aussage kurz darauf wieder. Zwei Jahre später, im August 2020, erklärte er zudem, dass die LGBTI+ Ideologie vom Neomarximus abgeleitet worden sei und die gleichen Wurzeln habe wie Deutschlands Nationalsozialismus unter Hitler.


Während dem Wahlkampf kurz vorher erklärte er zudem in einem Fernsehinterview, dass man endlich aufhören solle auf diesen Nonsens von Menschenrechten und Gleichstellung zu hören. Diese LGBTs seien nicht gleich wie normale Menschen. Eine Untersuchung des polnischen Staatsfernsehen hat damals ergeben, dass diese öffentlichen Aussagen von Czarnek nicht gegen polnisches Recht verstossen.


Quelltext: https://gay.ch/news/polen-bildungsminister-will-ungarns-anti-lgbti-gesetz-uebernehmen


 

UNGARN: Viktor Orban & Co. teilen erneut gegen LGBTI+ aus ! HUNGARY: Viktor Orban & Co. deal again against LGBT people!


 UNGARN: Viktor Orban & Co.

teilen erneut gegen LGBTI+ aus !

HUNGARY: Viktor Orban & Co. deal again against LGBT people!

Auslöser für die jüngste Attacke des ungarischen Premierministers Viktor Orban ist ein Kinderbuch mit LGBTI+ Charakteren. Er fordert, dass Homosexuelle die Kinder in Ruhe lassen sollen. Eine entsprechende Petition will nun erreichen, dass das betreffende Buch aus den Buchhandlungen entfernt wird, und eine Politikerin liess das Buch schon mal medienwirksam durch einen Schredder...

Dass sich Viktor Orban auf die Seite der LGBTI+ feindlichen Initianten stellt, welche das Kinderbuch "Storyland is for Everyone" aus den Buchhandlungen und Bibliotheken Ungarns verbannen wollen, überraschte wohl niemand. So erklärte er in einem Interview, dass Ungarn Gesetze rund um Homosexualität habe, welche sehr tolerant und freundlich gesinnt seien, doch es gebe eine rote Linie, welche nicht überschritten werden dürfe. Dieses Buch sei ein äusserst provokativer Schritt von der Gay Community. Lasst unsere Kinder in Ruhe, fordert er darauf weiter.


Bei "Storyland is for Everyone" handelt es sich um ein Kinderbuch, welches von der Labrisz Lesbian Association veröffentlicht wurde. Darin werden traditionelle Geschichten mit neuen Charakteren gezeigt, welche ganz verschieden sind: Von Leuten mit Behinderungen, über Senioren, Arme bis hin zu Personen von ethischen Minderheiten. Die meisten Geschichten haben dabei keinen queeren Inhalt, bis auf Cinderella, welche als lesbische Liebesgeschichte erzählt wird.


Genau diese Geschichte war es auch, welche die konservative und LGBTI+ feindliche Gruppierung CitizenGO zum Anlass nahm um eine Petition zu lancieren um damit zu erreichen, dass das Kinderbuch aus den Regalen genommen werden muss. Mittlerweile haben bereits gegen 90'000 Personen unterzeichnet. Doch dies ist längst nicht der einzige Gegenwind, welchen das Buch erfährt: Die Abgeordnete Dóra Dúró von der Rechtsaussenbewegung Unser Heimatland, lud gar zu einer Pressekonferenz, bei der sie medienwirksam jede Seite des Buchs einzeln herausriss und durch einen Schredder laufen liess.

Doch es gibt auch Unterstützung für die Herausgeber des Kinderbuchs: So verglich die ungarische Vereinigung der Verlage und Buchhändler die Attacke gegen das Buch als Akt der Zensur, wie er zur Nazi-Zeit oder unter den Kommunisten jeweils passiert sei. Die Zerstörung von Büchern aus politischen Zwecken sei eine der schändlichsten, historischen Erinnerungen, welche Ungarn und ganz Europa habe.


HUNGARY: Viktor Orban & Co. deal again against LGBT people

The trigger for the latest attack by the Hungarian Prime Minister Viktor Orban is a children's book with LGBTI + characters. He demands that homosexuals leave the children alone. A corresponding petition now wants to have the book in question removed from the bookstores, and a politician let the book be media-effective through a shredder ...

The fact that Viktor Orban is on the side of the LGBTI + hostile initiators who want to ban the children's book "Storyland is for Everyone" from bookshops and libraries in Hungary came as no surprise. In an interview he explained that Hungary has laws around homosexuality, which are very tolerant and friendly, but there is a red line that must not be crossed. This book is an extremely provocative step by the gay community. Leave our children alone, he continues.


"Storyland is for Everyone" is a children's book published by the Labrisz Lesbian Association. It shows traditional stories with new characters that are very different: from people with disabilities, to the elderly, the poor and people from ethical minorities. Most of the stories have no queer content, except for Cinderella, which is told as a lesbian love story.


It was precisely this story that the conservative and LGBTI + hostile group CitizenGO took as an opportunity to launch a petition to get the children's book off the shelves. Around 90,000 people have now signed. But this is by no means the only headwind that the book has encountered: MEP Dóra Dúró from the far-right movement Our Homeland even invited to a press conference at which she tore out each page of the book individually and ran it through a shredder.

But there is also support for the editors of the children's book: The Hungarian association of publishers and booksellers compared the attack against the book as an act of censorship, as it happened during the Nazi era or under the communists. The destruction of books for political purposes is one of the most shameful historical memories that Hungary and all of Europe have.


Quelltext: https://gay.ch/news/ungarn-viktor-orban-co-teilen-erneut-gegen-lgbti-aus


Konversionstherapie-Praxis musste 3,5 Millionen US-Dollar zahlen, nachdem sie die Berufung in einem historischen Prozess verloren hatte


 Konversionstherapie-Praxis musste 3,5 Millionen US-Dollar zahlen, nachdem sie die Berufung in einem historischen Prozess verloren hatte

Die Organisation forderte Schwule und Bi-Männer auf, sich nackt auszuziehen, sich gegenseitig als schwulenfeindliche Beleidigungen zu bezeichnen und mit älteren Männern zu kuscheln, um "Golden Father Energy" zu erhalten. Die Jury sagte, das sei keine Therapie.

Ein Berufungsgericht in New Jersey bestätigte ein Urteil in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar gegen eine Konversionstherapie, die Klienten dazu zwang, sich nackt auszuziehen, mit älteren Männern zu kuscheln, sich gegenseitig als schwulenfeindliche Beleidigungen zu bezeichnen und Kissen-Bildnisse ihrer Mütter zu schlagen, um sie in Ordnung zu bringen oder cisgender. Überlebende und Praktiker der Konversionstherapie stehen seit fast einem Jahrzehnt vor Gericht in dem historischen Fall, in dem Verbraucherschutzgesetze verwendet wurden, um eine Konversionstherapie-Praxis zu beenden.


„Die heutige Entscheidung sendet die Botschaft, dass die Konversionstherapie genauso gefährlich, schädlich und illegal ist wie zu dem Zeitpunkt, als wir unser Juryurteil gewannen“, sagte Rechtsanwalt Thomas Kessler, der die Kläger neben dem Southern Poverty Law Center in Ferguson v. JONAH vertrat .

Die Klage begann im Jahr 2012 , als mehrere ehemalige Klienten und deren Eltern Juden, die neue Alternativen zur Homosexualität anbieten (JONAH) des Betrugs beschuldigten, weil sie eine Dienstleistung verkauften, die es nicht gibt: die Änderung der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität einer Person.


Mit der Wissenschaft auf ihrer Seite gewannen die Kläger 2015 ein Urteil in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar. In einer privaten Vereinbarung wurde diese Zahl reduziert und JONAH stimmte zu, sich aufzulösen und die Konversionstherapie einzustellen.


Aber ein paar Jahre später stellte sich heraus, dass sich die Gründer von JONAH unter dem Namen „Jewish Institute for Global Awareness“ niedergelassen hatten und immer noch Konversionstherapie praktizierten. Ein Gericht im Jahr 2019 stellte das 3,5-Millionen-Dollar-Urteil wieder her, da JONAH seinen Teil der Abmachung nicht einhielt.


JONAH legte Berufung gegen das Urteil ein, aber das Berufungsgericht entschied gerade erneut gegen sie.


Michael Laffey, der JONAH und seine Eigentümer vertrat, sagte, dass das Urteil dieser Woche „Fehler“ enthielt und seine Mandanten „ihre Optionen in Betracht ziehen“, wenn es um eine mögliche Berufung geht.


Seit Beginn der Klage 2013 hat New Jersey ein Verbot der Konversionstherapie erlassen. Aber Ferguson v. JONAH zeigt, dass das Verbot von Konversionstherapien nicht ausreicht, um die schädliche Praxis zu stoppen.


Wie alle Konversionstherapie-Verbote in den USA gilt auch das Verbot von New Jersey nur für Minderjährige, und viele der Klienten von JONAH waren Erwachsene. Darüber hinaus waren ihre Mitarbeiter keine lizenzierten Therapeuten oder Fachleute für psychische Gesundheit; Sie nannten sich „Life Coaches“ und setzten sie außerhalb der Befugnisse der staatlichen Zulassungsbehörden.


Dennoch zeigt die Klage, dass es für die durch die Konversionstherapie Geschädigten einen Rechtsweg gibt.


Im Prozess 2015 sagten ehemalige Mandanten wie der Kläger Chaim Levin über die bizarren Praktiken von JONAH aus. Levin sagte, dass Männer gezwungen wurden, sich vor Spiegeln nackt auszuziehen, ihren eigenen Körper zu beleidigen und Kissen mit Tennisschlägern zu schlagen, während ihnen gesagt wurde, dass die Kissen ihre Mütter darstellten.


Er und andere sagten, dass sie gemeinsam nackt duschen und sich dann an Aktivitäten wie dem Anlegen einer Augenbinde beteiligen müssten, während andere ihnen Beleidigungen wie „Schwuchtel“, „Homo“, „Pussy“ und „Schwul“ anbrüllten. Er sagte, dass ihnen gesagt wurde, dass sie ihre eigenen Geburten nachstellen sollten, indem sie sich wieder nackt aus den Decken wackeln.


Die Kunden wurden auch dazu gebracht, mit anderen Männern zu kuscheln, um etwas über „gesunde Berührung“ zu lernen, während langsame Musik gespielt wurde. Manchmal wurden sie ermutigt, mit älteren männlichen Freiwilligen zu kuscheln, um „Golden Father Energy“ zu erhalten.


„Im Hintergrund lief wirklich, wirklich, sehr langsame Musik und [JONAH-Trainer] Alan Downing saß in der Mitte, als würde er über uns aufpassen und die Kuschel-Gesund-Touch-Gruppensitzung leiten“, sagte ein anderer Kläger, Benjamin Unger .


Die Jury beriet nur drei Stunden und entschied, dass die Leistungen von JONAH nicht als „Therapie“ gelten und gegen die Verbraucherschutzgesetze des Landes verstoßen. Der Richter sagte, dass JONAHs Praktiken auf „veralteten und diskreditierten wissenschaftlichen Theorien“ über Homosexualität beruhten und zitierte den Widerstand von Organisationen für psychische Gesundheit gegen die Konversionstherapie.


Aber selbst jetzt, im Jahr 2021, kämpft JONAH immer noch gegen das Urteil und versucht, weiterhin Konversionstherapie zu praktizieren, weil sie glauben, dass Homosexualität eine „sexuelle Abweichung“ ist.


„Die Konversionstherapie funktioniert weitgehend unterirdisch“, sagt Kessler. „Es ist extrem wichtig, dass es einen Rechtsstreit wie unseren gibt, um diese gefährliche Praxis auszurotten.“


„Die Ressourcen und Unternehmen, die es gibt, um die Konversionstherapie zu bekämpfen, sind immer noch im Einsatz, und wir werden diese Kämpfe weiterhin führen, um diesen unglaublich verletzlichen Opfern noch mehr Schaden zuzufügen.“


Quelltext: https://www.lgbtqnation.com/2021/07/conversion-therapy-practice-forced-pay-3-5-million-losing-appeal-historic-lawsuit/?fbclid=IwAR02sP7-LA8IWMX3CMa2ofIKA9OXXYVFycTrHqKzx1B0tVp2gIKiQIIvdUw


The Inter-American Court of Human Rights has condemned Honduras to investigate and statistically record hate crimes against queer people in the future.


 HONDURAS: Nach Gerichtsurteil

- LGBTI+ Feindlichkeiten müssen

statistisch erfasst werden

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat Honduras dazu verurteilt, Hassverbrechen gegen queere Menschen künftig zu untersuchen und statistisch zu erfassen. In einem weiteren Urteil wurde das Land zudem angewiesen, dass es trans Menschen die Möglichkeit geben muss, ihr Geschlecht, sowie ihren Namen in den offiziellen Dokumenten anzupassen.

Eine offizielle Statistik gibt es nicht, doch laut der lokalen LGBTI+ Organisation Las Cattrachas wurden in Honduras allein seit 2009 rund 300 queere Menschen ermordet. Mit Bezug auf die Bevölkerungszahl gehört das Land für LGBTI+ somit zu den gefährlichsten der Welt.


Nachdem Vicky Hernandez, eine trans Frau und Prostituierte, im Jahr 2009 von Sicherheitskräften erschossen wurde, hat die Organisation den Fall vor Gericht gezogen. Damals gab es nach einem Militärputsch politische Unruhen und der Staat hat deshalb eine Ausgangssperre verhängt. Nach dem Tod von Hernandez warf die Familie den Ermittlungsbehörden vor, dass weder gerichtsmedizinische, nach andere Untersuchungen in diesem Fall vorgenommen wurden. Nun hat der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte, kurz IACHR, schliesslich den Staat für den Tod der 26-Jährigen verantwortlich gemacht.


Die Richter veröffentlichten nun mit dem Urteil eine ganze Reihe von Massnahmen, welche die Regierung in Honduras nun umzusetzen hat. So muss das Land der Familie von Hernandez eine Entschädigung zahlen, trans Personen muss es zudem künftig ermöglicht werden, ihr Geschlecht und ihren Namen in den offiziellen Dokumenten anzupassen, und Hassverbrechen gegen LGBTI+ müssen fortan aufgeklärt und statistisch erfasst werden.

Der IACHR mit Sitz in San José in Costa Rica hat zwar die Möglichkeit bindende Urteile zu fällen, doch hat er keine Macht, auch deren Durchsetzung zu erzwingen. Nun liegt es unter anderem am Parlament des Landes, dass etwa die Rechtssprechung für trans Menschen entsprechend angepasst wird, damit sie ihr Geschlecht und ihren Namen in den offiziellen Dokumenten anpassen können.


Die Regierung von Honduras hat bislang noch nicht auf das Urteil reagiert, auch nicht darauf, welche Schritte man einleiten wird um die angeordneten Massnahmen umzusetzen.


The Inter-American Court of Human Rights has condemned Honduras to investigate and statistically record hate crimes against queer people in the future.

In a further ruling, the country was also instructed that it must give trans people the opportunity to change their gender and their names in the official documents.

There are no official statistics, but according to the local LGBTI + organization Las Cattrachas, around 300 queer people have been murdered in Honduras since 2009 alone. In terms of population, the country is one of the most dangerous in the world for LGBTI + people.


After Vicky Hernandez, a trans woman and prostitute, was shot dead by security forces in 2009, the organization took the case to court. At that time there was political unrest after a military coup and the state has therefore imposed a curfew. After Hernandez's death, the family accused the investigative authorities of the fact that no forensic medical examinations were carried out after other investigations into the case. Now the Inter-American Court of Human Rights, IACHR for short, has finally made the state responsible for the death of the 26-year-old.


With the judgment, the judges have now published a whole series of measures that the government in Honduras now has to implement. For example, the country must pay compensation to the von Hernandez family, trans people must also be able to change their gender and name in the official documents in future, and hate crimes against LGBTI + must henceforth be investigated and statistically recorded.

The IACHR, based in San José in Costa Rica, has the ability to make binding judgments, but it has no power to enforce them. Now, among other things, it is up to the country's parliament to adapt the case law for trans people accordingly so that they can adapt their gender and name in the official documents.


The government of Honduras has not yet reacted to the judgment, nor to what steps will be taken to implement the measures ordered.


Quelltext: https://gay.ch/news/honduras-nach-gerichtsurteil-lgbti-feindlichkeiten-muessen-statistisch-erfasst-werden?fbclid=IwAR03fu_jtpqRubSlrzMVj_mvT-ZJEkRuYuzitlZTpvLSyFbeESYziTu0ov4


Mittwoch, 7. Juli 2021

10 revolutionäre Gesetze, die den Lauf der Geschichte für LGBT+-Rechte verändert haben!


 Die Gesellschaft ist so gleichgültig geworden, dass die Wahrheit als Belästigung empfunden wird!


10 revolutionäre Gesetze, die den Lauf der Geschichte für LGBT+-Rechte verändert haben!

Es ist fast 54 Jahre her, dass die Entkriminalisierung der Homosexualität begann und den jahrzehntelangen Kampf um die Gleichstellung von LGBT+ nach britischem Recht auslöste.

Alles begann am 21. Juli 1967 mit dem Sexualstraftatengesetz (dem Gesetz, das die Rechte von LGBT+ anerkennt). Seit diesem monumentalen Schritt haben wir einige phänomenale Schritte nach vorne gemacht.


Lassen Sie uns im Lichte dieses bevorstehenden Jubiläums einige der bahnbrechendsten Gesetze feiern, die das Leben der Community bis heute verändert haben.


LGBT+ Briten haben das Recht, nicht diskriminiert zu werden 

Der Human Rights Act von 1998, eines der wichtigsten Gesetze in Großbritannien, ermöglichte grundlegende Menschenrechte – das Recht, gleich behandelt zu werden, mit Fairness, Würde und Respekt.


Dazu gehört vor allem das Recht, nicht wegen der sexuellen Orientierung diskriminiert zu werden.


Später wurde es verwendet, um auch die Rechte von LGBT+-Personen auf Rechtsschutz in einer Beziehung zu fördern.


Gleichgeschlechtliche Paare können legal adoptieren

Der Adoption and Children Act 2002 ebnete queeren Paaren den Weg, eine Familie zu gründen, und bedeutete, dass erstmals gleichgeschlechtliche Paare legal adoptieren konnten.


Dies gab vielen auch das Recht, nicht nur als eine Person angesehen zu werden, die sich um das Kind ihres Partners kümmerte, sondern auch als ihr eigentlicher gesetzlicher Elternteil.


Das Gesetz, das der Lebenspartnerschaft die Tür öffnete 

Der Civil Partnership Act von 2004 war ein Sprungbrett in Richtung Ehequalität und ein großer Sprung in die Rechte von LGBT+ in Großbritannien.


LGBT+-Paare könnten sich nun als rechtliche Partner registrieren lassen , ihr Eigentum teilen und beim Familiengericht eine faire Trennungslösung beantragen.


Transsexuelle können zum ersten Mal legal ihr Geschlecht ändern 

Der Gender Recognition Act von 2004 war das Ergebnis des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zugunsten der Transfrau Christine Goodwin, der im Vereinigten Königreich das Recht auf Heirat verweigert wurde.


Es hat zum ersten Mal einen Mechanismus geschaffen, der es Trans-Personen ermöglicht, rechtlich durch etwas anderes als ihr bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht anerkannt zu werden – dazu gehört auch, dass die richtige Geschlechtsmarkierung in ihrer Geburtsurkunde aufgeführt wird.


Zum ersten Mal konnten queere Familien Leihmutterschaft nutzen, um eine Familie zu gründen

Obwohl die Leihmutterschaft zuvor zulässig war, war das elterliche Anordnungsverfahren, das den oder die Wunscheltern zu den rechtlichen Eltern und nicht zur Leihmutter macht, für gleichgeschlechtliche männliche Paare nicht verfügbar.


Aber der Human Fertilization and Embryology Act 2008 hat dies korrigiert und sogar die Möglichkeit eingeführt, dass gleichgeschlechtliche weibliche Paare nach der Verwendung eines bekannten Spenders beide auf der Geburtsurkunde als die rechtlichen Eltern eines Kindes genannt werden.


Ein einziger Akt, der allen LGBT+-Personen einen stärkeren Schutz gewährleistet

Der wegweisende Equality Act 2010 fügte die Geschlechtsumwandlung als „geschütztes Merkmal“ hinzu und bot ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung und Förderung des Schutzes gegen LGBT+-Belästigung, ungünstige Behandlung und Diskriminierung.


Die Rechtsprechung entwickelte sich nach diesem Schwerpunktakt gegen Diskriminierung, wahrgenommene sexuelle Orientierung und HIV- und AIDS-Diagnose weiter.


Es war ein drastischer Schritt, die Lücke zwischen den getrennten Gesetzen zu schließen, um stattdessen echte Gleichberechtigung für die LGBT+-Gemeinschaft und viele andere Minderheitengruppen gemeinsam zu fördern.


Nach steiniger Reise wird die Gleichberechtigung der Ehe endlich Realität 

Der Weg zur Gleichstellung der Ehe in Großbritannien war für unermüdliche Aktivisten ein jahrelanger Aufstieg, aber 2013 wurde das erste gleichgeschlechtliche Paar, das in England legal heiratete, Realität.


Das Heiratsgesetz (Gleichgeschlechtliche Paare) ermöglichte nicht nur die namentliche Gleichstellung der Ehe, sondern erlaubte auch gleichgeschlechtlichen Paaren, sowohl bei zivilen als auch bei religiösen Zeremonien zu heiraten , wenn die religiöse Organisation sich für die Durchführung solcher Zeremonien entschieden hat und der Religionsminister zustimmt .


Tausende queere Männer, benannt nach Alan Turing, begnadigt

Das „Alan Turing Law“, Teil des Policing and Crime Act 2017, dient als Amnestiegesetz, das strafrechtliche Verurteilungen von Männern begnadigt, die nach historischen Gesetzen, die homosexuelle Handlungen verboten, verwarnt oder verurteilt wurden.


Benannt nach Alan Turing , dem Kryptografen, der beim Entschlüsseln des deutschen Enigma-Codes half, der zuvor wegen „grober Unanständigkeit“ verurteilt und chemisch kastriert wurde, dem eine königliche Begnadigung gewährt wurde.


Der Verband britischer Versicherer Leitfaden für Mindeststandards 2018

Die HIV-Diskriminierung wurde aus dem vorherigen Wortlaut gestrichen, einschließlich der Vereinigung des British Insurers Guide zu Mindeststandards im Jahr 2018, da  sie sehr verurteilend und stigmatisierend ist.


Die neuen Leitlinien des aus Hunderten von Versicherern bestehenden Berufsverbandes spiegeln die beachtlichen Fortschritte wider, die in den letzten dreißig Jahren für Menschen mit HIV erzielt wurden.


2019 könnten Alleinerziehende nach der Leihmutterschaft das Elternrecht beantragen

Es trat eine Gesetzesanpassung in Kraft, die sowohl Alleinerziehenden als auch Paaren elterliche Anordnungen (die den Wunscheltern nach der Geburt die Elternschaft verleihen und den Status der Leihmutter erlöschen) zur Verfügung stellt.

All diese Veränderungen haben dazu beigetragen, dass LGBT+-Familien wirklich gedeihen, indem sie das Recht auf alternative Familienstrukturen, von der Gleichstellung der Ehe bis zur Adoption und Leihmutterschaft für gleichgeschlechtliche Paare, ermöglichten. Schutz vor Diskriminierung innerhalb und außerhalb des Arbeitsplatzes, gegenüber Nachbarn oder Anbietern und verändert die Art und Weise, wie sie mit Mitgliedern der LGBT+-Community umgehen.


Wir können uns auch in Zukunft auf weitere Änderungen freuen, wie beispielsweise  die Lockerung der Blutspenderegeln für schwule und bisexuelle Männer in ganz Großbritannien (Änderungen sollten bis Juli 2021 umgesetzt werden).


Obwohl wir feiern sollten, wie weit die Rechte von LGBT+ fortgeschritten sind, gibt es immer noch Dinge, die nicht angesprochen werden und Vorurteile, die echte Gleichberechtigung einschränken.


Hier sind nur einige der Änderungen, die für mehr Gleichberechtigung erforderlich sind:


Umfragen und eine sanfte Aufsicht durch die EU werden in Bezug auf LGBT+-Gesetze und -Rechte verloren gehen, daher muss das Vereinigte Königreich seine eigenen Schutzmaßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass wir uns kontinuierlich in die richtige Richtung bewegen.

Vorschläge zur Reform des Gender Recognition Act wurden praktisch fallen gelassen , so dass Transgender-Personen nach wie vor eine medizinische Diagnose benötigen, um das Geschlecht legal zu ändern. Das ist archaisch und unfair. Wir hoffen, dass diese Reformvorschläge bald zurückgebracht werden.

Obwohl die Bildung von LGBT+ in Schulen obligatorisch wurde, gibt es weiterhin Widerstand von einigen Eltern und religiösen Kampagnengruppen. Das heißt, wie diese Ausbildung umgesetzt werden soll, bleibt ungewiss. Entsprechende Gesetze, die einen Rahmen für diesen umstrittenen Bereich schaffen, wären wünschenswert.

Machen Sie die Leihmutterschaft in Großbritannien mit automatischen Elternrechten reibungsloser.

Wir haben einen sehr langen Weg zurückgelegt und die Dinge entwickeln sich langsam weiter, aber es gibt noch mehr zu tun und Denkweisen zu ändern.


Quelltext: https://www.pinknews.co.uk/2021/07/04/lgbt-rights-law-uk/


Die allererste russische Anti-Homophobie- Kampagne wurde mutig am Jahrestag einer Verfassungsänderung gestartet, die die gleichgeschlechtliche Ehe in Russland formell verbot.

Die Gesellschaft ist so gleichgültig geworden, dass die Wahrheit als Belästigung empfunden wird!



Die allererste russische Anti-Homophobie- Kampagne wurde mutig am Jahrestag einer Verfassungsänderung gestartet, die die gleichgeschlechtliche Ehe in Russland formell verbot.


Die unerschrockene Kampagne wird vom russischen LGBT-Netzwerk angeführt , das einen herzzerreißenden Film veröffentlicht hat, der die Liebe und den Kampf zweier queerer Männer durch interpretativen Tanz zeigt.

Das Video mit dem einfachen Titel "We Will Become Better" wurde unter Missachtung des berüchtigten russischen Gesetzes zur "Schwulenpropaganda" veröffentlicht , das jede positive Darstellung von LGBT+-Identitäten kriminalisiert.


„Diese Kampagne ist ein Präzedenzfall für die russische Social-Advertising-Branche. Es ist das allererste Projekt, das von einer LGBT+-Organisation und einer Marketingagentur ins Leben gerufen wurde“, sagte Alla Chikinda vom Jekaterinburg Resource Center for LGBT people.


„Das Video wurde von einer der erfolgreichsten Werbeagenturen des Landes produziert und enthält einen beliebten Song. Es ist also ein großer Schritt, um die Bedeutung einer LGBT-orientierten Agenda zu erkennen.“


Der ergreifende Film folgt zwei Männern, gespielt von Nikita Orlov und Maxim Avdeev, wie sie die üblichen Prüfungen der Liebe meistern – erschwert durch die Angst vor Feindseligkeiten außerhalb der Mauern ihrer entfernten Wohnungen in Moskau.


Der sechsminütige Film ist fachmännisch und sensibel dargeboten, inszeniert, gestylt und geschnitten und zeigt mit Splitscreen-Bildern, wie die Tänzer scheinbar kollidieren und interagieren und die Höhen und Tiefen ihrer leidenschaftlichen Beziehung malen.


„Dies sind zwei Menschen, die sich lieben und zusammen sein wollen, sich aber wegen gesellschaftlicher Urteile verbieten, wegen bestimmter Mauern, die um diese Beziehung herum errichtet werden, und so kann es leider nicht passieren“, erklärt der Schriftsteller Evgeny Primachenko.


Der schöne Film wurde von Russlands homophoben Wahlkampfanzeigen inspiriert

Primatschenko wurde veranlasst, den Film als Reaktion auf die  homophobe Kampagne zu drehen, die die Verfassungsreformen des letzten Jahres vorangetrieben hatte , ein Paket von Änderungen, das eine Änderung beinhaltete, die die Ehe als „eine Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau“ definiert.


Eine Flut staatlich unterstützter Anti-Schwulen-Werbung präsentierte „die [LGBT+]-Community auf unglaublich klischeehafte, beleidigende Weise – in einem äußerst negativen Licht“, erinnert sich Primachenko.


Ein manipulatives Video zeigte ein schwules Paar, das ein Kind adoptiert, während eine extravagante Camp-„Mutter“ versucht, die kauernde Waise in ein glitzerndes Kleid zu kleiden. „Das wird passieren, wenn Sie nicht für die Verfassungsänderung stimmen“, droht die Anzeige.

Die dämonisierende Kampagne sah die Medien von einer bösartigen Anti-LGBT+-Rhetorik dominiert, mit der Kritiker behaupteten, Putin lenke die Wähler von seinem wahren Ziel ab: einer finsteren Verfassungsänderung, die es ihm ermöglichen würde, bis zu seinem 83. Lebensjahr an der Macht zu bleiben .

Für Primachenko war es „der letzte Strohhalm“ – und so beschloss er ein Jahr später, einen eigenen Film zu veröffentlichen, der die offensiven, engstirnigen Darstellungen gleichgeschlechtlicher Beziehungen durch die russischen Medien herausforderte.


„Schritt für Schritt, nach und nach stellen wir die Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten vor und hoffentlich fühlt das Publikum am Ende mit dem Paar. Und wenn sie Mitgefühl für das Paar haben, können sie ihre Meinung hoffentlich ändern“, sagte er.


Der Autor ist „zu 100 Prozent zuversichtlich“, dass sich die Landschaft der LGBT+-Rechte in Russland bald verbessern wird, und verspricht: „Wenn uns die Geschichte etwas über dieses Thema lehrt, dann gewinnt die Gleichberechtigung immer. Toleranz gewinnt immer.“


Der Regisseur des Films, Andzej Gavriss, ist in seiner Hoffnung jedoch vorsichtiger. „Man kann die Welt nicht einfach so verändern“, sagte er. "Man muss einen Schritt nach dem anderen gehen."


Quelltext: https://www.pinknews.co.uk/2021/07/02/russia-homophobia-campaign-video/?fbclid=IwAR0ufKHUnyd6UyaBMAh6vd8FLzI0uLacBjh5vjpuzN6O1Yy6Q97m6YxTzrU

Nagezida Duroy, die erste Transgender-Offizierin in Kaiser Russland

 Die Gesellschaft ist so gleichgültig geworden, dass die Wahrheit als Belästigung empfunden wird!

Nagezida Duroy, die erste Transgender-Offizierin in Kaiser Russland

Ihre Geschichte war im Russland des frühen 19. Jahrhunderts einzigartig. Sie war eine Kriegsheldin und diente der Kavallerie, und der russische Kaiser erlaubte ihr sogar, im Namen eines Mannes der Armee zu dienen.

"Die Reiterin der Soldaten", "Der Held des Vaterländischen Krieges von 1812", "Russische Amazonen" und die erste weibliche Offizierin in Russland. So kennt man in Russland Nagezida Durois, genauer gesagt Alexander Wassiljewitsch, der im Militär und im Alltag berufen wurde.


Hollywood ist eine beneidenswerte Kindheit

Napoleon Bonaparte hat in ihrer Autobiografie The Horse Soldiers Maiden: The Diary of a Russian Officer in the Napoleonic Wars die Geschichte ihres Lebens farbenfroh dargestellt. Sie wurde 1790 (1783, einigen Quellen zufolge) in Malolossia (heute Ukraine, damals Teil des Russischen Reiches) geboren. Ihre Mutter ist entgegen dem Willen ihrer Eltern mit einem Hasser-Hauptmann namens Durov durchgebrannt und hat ihn heimlich geheiratet. Sie träumte davon, einen Jungen zu bekommen, aber zu ihrer großen Enttäuschung brachte sie ein Mädchen zur Welt, das auch ein sehr lautes Kleinkind war.

Eines Tages, als das Regiment in Bewegung war, schrie die vier Monate alte Nadigida, und ihre „völlig verärgerte“ Mutter warf ihr Baby einfach aus dem Kutschenfenster. Wie durch ein Wunder blieb das Mädchen unverletzt und wurde von Hasser abgeholt. Der Vater war wütend und beschloss, seiner verantwortungslosen Mutter seine Tochter wegzunehmen und sich als Kamerad um Nadigida zu kümmern.

„Der Mann, der mich großgezogen hat, Astahof, hielt mich den ganzen Tag in den Armen, führte mich in den Stall des Geschwaders, setzte ihn auf ein Pferd, spielte mit einer Pistole, schwang einen Säbel, und ich applaudierte und spuckte Funken und Glanz. Ich brach in Gelächter aus, als ich den Stahl sah “, sagte Durova in dem Buch.


Gemeinfrei


Ein paar Jahre später hatte Durov ein weiteres Kind und sein Vater hatte zwei Kinder, also beschloss er, die Armee zu verlassen, um über Wasser zu bleiben. Nadigida wurde zu ihrer Mutter zurückgebracht, aber ihre Beziehung lief nicht gut - die Mutter versuchte, ihr eine angemessene Erziehung zu geben, um ihr das Sticken beizubringen, aber ihre Tochter bat um eine Pistole und ein Pferd. .. Der Vater war süßer und tröstete die Mutter, indem er sagte, dass diese Kindheit „nur eine Übergangsphase“ sei.


Als Nadigida 12 Jahre alt war, kaufte ihr Vater ein Pferd namens Alkyd. Jeden Morgen ging sie heimlich in den Stall und träumte davon, ihn zu zähmen. Sie sprach mit Alkyd, gab ihr Zucker und rannte ohne Angst durch den Hof. Es war einmal der Stall, der die Szene miterlebte – der Hengst stand auf und begann wie verrückt zu sprinten. Nadigida beruhigte das Pferd liebevoll und der Stall musste zugeben, dass sie Alkyd viel besser beherrschte als er. Tagsüber war Nadigida also unglücklich, weil sie "mädchenhafte" Aktivitäten wie Stickereien ausführte, aber nachts sprintete sie heimlich von ihrer Mutter auf ihren Hengst.


Die erste Feministin und ihr Traum von Freiheit

„Wenn meine Mutter nicht die Rolle einer so düsteren Frau symbolisierte, hätte ich vielleicht endlich all meine verwegenen Ambitionen vergessen und eine normale junge Frau wie alle anderen geworden. Sie drückte sich in den verletzendsten Worten vor mir aus. Über viel Frauengeschlecht: Ihrer Ansicht nach sollten Frauen in Sklaverei gebären und leben und sterben“, sagte Durova. Ich schreibe im „Journal“ von.


Auch Nadigidas Vater, der sie so sehr liebte, brach ihr das Herz, als sie ihr sagte, dass es, wenn sie ein Mann wäre, vielleicht die Kraft und Unterstützung seines Alters gewesen wäre. Daher beschloss Durova unweigerlich, „von dem Geschlecht abzuschneiden, das unter dem Fluch Gottes stand, wie ich glaubte“.

Im Jahr 1806, als Nadigida 16 Jahre alt war, beschloss sie, aus ihrer Heimat zu fliehen. Eines Nachts, ihren Eltern unbekannt, schnitt sie sich die Haare, trug eine Kosakenuniform und ritt auf einem Pferd, wo das vorbeiziehende Kosakenregiment für die Nacht Unterschlupf suchte. Der Oberst ahnte nicht, dass der Fremde ein Mädchen war und erlag Durovas Überredung, sie vorläufig beim Regiment zu registrieren, bis sie sich der regulären Armee anschlossen. So wurde aus Nadeschda Alexander.


Aber es dauerte nicht lange, bis Durova erkannte, dass er nicht wie einer der großen schnurrbarttragenden Kosaken aussah. Und die Kavallerie-Jungfrau beschloss, ihre Wanderung fortzusetzen. Ganz allein genoss sie ihre Freiheit – und gelangte schließlich zum Ulanen-Regiment in Polen (Polen gehörte damals zum Russischen Reich).


Durova nahm an mehreren russischen Schlachten mit Napoleons Armee teil. Ihr „Journal“ beschreibt die erste Schlacht bei Gutstadt, bei der das Regiment nicht vollständig angriff, sondern nach Schwadronen angriff und sich fälschlicherweise mit jedem Schwadron abwechselte. Im Kampf rettete er einem Offizier, der von feindlichen Truppen umgeben war, das Leben, nachdem er vom Pferd genommen worden war. Und ihr Pferd Alkyd war immer und überall bei ihr.


Zustimmung des Kaisers

Die Legende von Nadigida wurde durch einen Brief, den sie an ihren Vater schrieb, fast zerstört. Sie bat ihn um Vergebung für ihre Flucht und sagte, sie sei dem Ulanenregiment beigetreten und in den Krieg gezogen. Dann erschrak er und schickte einen Brief an einen einflussreichen Freund in St. Petersburg, um zu sehen, ob seine Tochter noch lebte. Schließlich erreichte der Brief Kaiser Alexander I., der „Tränen vergoss“.

Nadezhda wurde eingeladen, vom Kaiser empfangen zu werden. Er erzählte ihr, dass ihr Kommandant von ihrem außergewöhnlichen Mut im Kampf berichtet hatte, und fragte, ob die Gerüchte, dass sie kein Mann sei, wahr seien. Sie sammelte ihre Gedanken und antwortete ehrlich. Der Kaiser dankte ihr für ihren Mut und bot ihr an, nach Hause zu gehen, aber sie warf sich ihm zu Füßen und bat ihn um die Ehre, für ihre Heimat und seinen Namen zu kämpfen. Er erfüllte ihren Wunsch, gab ihr seinen Namen, und Najezida Duroy wurde Alexander Alexandrov und verlieh das St.-Georgs-Kreuz für die Rettung des Offiziers.


Einsiedelei


Auch in der legendären Schlacht mit Napoleon in Borodino im Jahr 1812 bewies Duroy Mut, erlitt jedoch Erfrierungen und Explosionsverletzungen. Sie verließ das Schlachtfeld, um die Schwere ihrer Verletzung zu verbergen. Danach hatte Durova ein Gespräch mit seinem Chef. Sie machte sich auf die Suche nach ihrem Pferd und war weg von den ihr anvertrauten Männern. Ihr Kommandant drohte, sie zu erschießen. Nadigida fühlte sich beleidigt und beschloss, sich direkt an Oberbefehlshaber Kutusow zu wenden. Sie bettelte darum, seine ordentliche Person zu sein – und stellte fest, dass er ihren Mut von früheren Militäroperationen gehört hatte, und er freute sich, dass sie seinen Adjutanten diente. Ich habe es mitgenommen.

Ein paar Wochen später erkannte Kutusow jedoch, dass Nadigidas Verletzung ernst war und schickte sie zur Behandlung. Als sie sich erholte, gab es die Nachricht, dass der General gestorben war. Trotzdem durfte sie nach einer Verletzung wieder zum Militärdienst zurückkehren.


Schriftsteller Durova

Nadigida wurde 1816 von seinem Vater überredet, sich aus der Armee zurückzuziehen. Er benutzte dann den Namen Alexander Alexandrov, deutete in Form von Muskeln auf sich selbst und verbrachte den Rest seines Lebens in Männern gekleidet. Sie war außergewöhnlich geradlinig, in Militärlagern geboren und aufgewachsen und wiederholte häufig, dass sie an solche Reden gewöhnt war.


Sie schrieb Memoiren, und ihr Bruder, der mit Russlands führendem Dichter Alexander Puschkin vertraut war, zeigte ihm das Manuskript. Puschkin lobte Alexanders Thema, Stil und literarisches Talent und bat ihn, das Manuskript zu kaufen. „Das Leben des Autors ist so neugierig, bekannt und mysteriös, dass die Rätsellösung einen starken und universellen Eindruck hinterlassen muss“, schrieb Puschkin an seinen Bruder Nadigida.

Puschkin druckte unter der Überschrift „Erinnerungen von NA Duroy“ eine Memoiren seiner Zeitschrift Sobremennik („Zeitgenössisch“). Im Vorwort gab er der Autorin auch eine leidenschaftliche Kritik und nannte sie Najezida Duroy. „Wir haben diese Geständnisse einer so außergewöhnlichen Frau mit einem unbeschreiblichen Engagement gelesen. Wie schnell die weichen Finger, die einst den blutigen Griff des Ulan-Schwerts hielten, Ein heller und feuriger Stift. “


Duroy war furchtbar empört, von dem Dichter rausgeschmissen zu werden. Die Korrespondenz zwischen ihnen wird fortgesetzt, also verlangt Durova, dass die Auflage mit dem Namen, der sie zusammenzucken ließ, vernichtet wird. Aber Puschkin blieb stecken. „Seien Sie mutig – gehen Sie so mutig auf den literarischen Weg, wie Sie den Weg betreten haben, der Ihnen Ruhm gebracht hat“, schloss Puschkin.


Duroy schrieb weiter und schrieb mehrere weitere Prosawerke, in denen sie den Status der Frau in der Gesellschaft thematisierte. Sie starb 1866 im Alter von 82 Jahren.


Nagezida Duroy, die erste Transgender-Offizierin in Kaiser Russland

https://illinoisnewstoday.com/nagezida-duroy-the-first-transgender-officer-in-emperor-russia/272412/

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