Sonntag, 1. April 2018

Genitale Korrekturen an intersexuellen Menschen /// It s easier to make a hole than to build a pole !


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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2018
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Genitale Korrekturen an intersexuellen Menschen „It’s easier to make a hole than to build a pole “

Allgemein wird angenommen, daß ausschließlich zwei biologische Geschlechter existieren, Frau und Mann. 

Diese Einstellung wird nicht näher differenziert und reflektiert, ist doch die Zuordnung nach den Geschlechtsorganen angeblich eindeutig beim jeweiligen Geschlecht angelegt: Eierstöcke oder Hoden. Genetisch werden Frauen und Männer auf die Chromosomen XX oder XY (Karyotyp) festgelegt. Dabei gab es schon immer Menschen, deren biologisches Geschlecht keine eindeutigen Merkmale trägt: seit nahezu 50 Jahren werden sie einem der beiden Geschlechter chirurgisch und hormonell zugewiesen. Eltern sollen nicht in Verlegenheit kommen, sich mit gesellschaftlich definierten Abnormalitäten auseinandersetzen zu müssen. Für die Betroffenen hingegen entstehen massive Folgeschäden.

Von Hermaphroditen zu Intersexuellen

Bereits in griechischen Sagen tauchen zweigeschlechtliche Mischwesen auf, die sogenannten Hermaphroditen (eine Mischung aus der Göttin Aphrodite und dem Götterboten Hermes). Hermaphroditen wurden in den Göttersagen bewundert. Im alten Rom jedoch wurden die menschlichen Hermaphroditen als Monster betrachtet und in einem ‚Reinigungszeremoniell‘ verbrannt.

Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich das Verständnis vom Hermaphroditen zu einem Syndromkomplex mit Krankheits- und letztendlich pränatalem Abbruchswert. Im 6. Jahrhundert hatte der Vater das Geschlecht zu bestimmen, eine spätere Umentscheidung des Erwachsenen wurde mit dem Tode bestraft. Langsam milderten sich die Strafen, eine Neuorientierung im Erwachsenenalter wurde im 17. und 18. Jahrhundert möglich. Gleichzeitig wurde die Feststellung des Geschlechts von der juristischen an die medizinische Hand abgegeben. Diese fühlte sich zunehmend berufen, das ‚wahre Geschlecht‘ herauszufinden, denn es herrschte alsbald die Meinung, Hermaphroditen kämen nur bei Pflanzen und niederen Tieren vor, bei Menschen ließe sich entweder das wahre Geschlecht erkennen oder die Geschlechtsorgane seien stark unterentwicklt. Im 19. Jahrhundert wurde die Möglichkeit einer standesamtlich unauffälligen Änderung des Geschlecht per Randvermerk eingeführt. Ab dem 20. Jahrhundert wurden seitens der Medizin bis dato existierende diagnostische Möglichkeiten durch Hormon- und Chromosomenanalysen erweitert. In diesem Rahmen wurde auch der Begriff ‚Intersexualität‘ (1) entwickelt, mit den Untergruppierungen feminine und maskuline ‚Scheinhermaphroditen‘. Als dritte Gruppe wurden die ‚echten‘ Hermaphroditen beibehalten. Doch dabei blieb es nicht: Man(n) untersuchte die Ursachen dieser medizinerseits verstandenen Abnormalitäten und kreierte etwa 13 verschiedene Syndrome, welche allesamt als behandlungsbedürftig erklärt wurden. Die bekanntesten Gruppen lauten: Turner-Syndrom, Hermaphroditismus Verus, Sweyer-Syndrom, Noonan-Syndrom, Klinefelter-Syndrom, Adrenogenitales Syndrom, Androgeninsuffizienz-Syndrom (auch testikuläre Feminisierung genannt), progestin-induzierte Intersexualität und sind u.a. aufgrund gonadaler, chromosomaler und/oder hormoneller Varianzen vorzufinden. MedizinerInnen schufen sich hier selbst einen Markt und erklärten sich zu Spezialisten.

Ab 1930 wurden zur Therapie der vielfältigen Krankheiten – Hermaphroditen als eigenständige Gruppe waren inzwischen abgeschafft – zeitgleich chirurgische und hormonelle Korrekturmöglichkeiten entwickelt. Zunächst wurden diese ‚Korrekturen‘ Erwachsenen angeboten, die jedoch oftmals dankend ablehnten. Daraufhin griff man ab Ende der 40er Jahre auf Kinder zurück. Eine geschlechtliche Zuweisung richtet sich bis heute primär nach der chirurgischen Machbarkeit, ‚it’s easier to make a hole than to build a pole‘ (es ist leichter ein Loch zu machen als einen Stab zu bauen), statt der noch im 18. Jahrhundert gültigen juristischen Richtlinie ‚in dubio pro masculo‘ (im Zweifel für die Männlichkeit).

Nur wenige erfüllen die geschlechtliche Norm

Medizinisch entspricht ein Mensch der Norm, wenn er auf dem 23. Chromosomenpaar die Chromosomen X und X – oder X und Y – trägt und bei der Geburt eine Klitoris kleiner als 1 cm oder einem Penis über 2,5 cm hat. Dabei existieren alle Längen des Lustorgans dazwischen sowie verschiedene Ausprägungen – von einer doppelten bis zu keiner Vagina; gleich verhält es sich hinsichtlich der Uterusstruktur; Gonaden (Eierstöcke oder Hoden) können sehr komplex und gemischt angelegt sein; hormonelle Werte verursachen verschiedene Behaarungsausprägungen.

Die Gesellschaft und Medizin definieren hiervon diverse Personengruppen als ‚intersexuell‘ (0,4 – 4 Prozent der Gesamtbevölkerung – Statistiken wurden bezeichnenderweise nie erhoben). Unter weiblichen Menschen werden 5-15 Prozent als genital fehl- und mißgebildet angesehen. Davon gelten 70 Prozent gelten als virilisiert, also vermännlicht. Für männliche Menschen gibt es genitale Fehl- und Mißbildungen nur in sehr geringem Umfang, etwa 1-7 Prozent, eine Verweiblichung wird z.B. körperlich bisher nicht als krank angesehen. Allen geschlechtlichen Ausprägungen zufolge existieren mindestens 4000 Geschlechter, oder sogar so viele, wie es Menschen gibt. Keinesfalls jedoch ist Intersexualität das 3. Geschlecht (dies ist ein Synonym für Lesben und Schwule aus den 20er Jahren). Oft wird Intersexualität auch mit Androgynie verwechselt. Androgyn ist eine Frau mit männlicher Ausstrahlung oder ein Mann mit weiblicher. An den Problemen, die die Gesellschaft mit Intersexuellen haben, wird klar, wie sehr sie sich einem dichotomen (zweigeteilten) Denken verpflichtet fühlt. Es fällt der Gesellschaft nichts anderes ein als die Stereotypen zweier Geschlechter.

Die Sexualmedizin unterscheidet nachfolgende sechs Definitionen von Geschlecht:

chromosomales Geschlecht: Karyotypen
Definition: weiblich 46,XX
männlich 46,XY
intersexuell 45,X0 47,XXY
Mosaik 45,X0/46,XY
u.a.

gonadales Geschlecht:
Definition: männlich 2 Hoden
weiblich 2 Ovarien
intersexuell Ovotestis oder Ovar und Testis

phänotypisches Geschlecht:
definiert durch das Erscheinungsbild des äußeren Genitale

bürgerliches Geschlecht:
definiert durch die standesamtliche Eintragung, wobei es kein intersexuelles Geschlecht gibt

praktikables Geschlecht:
Geschlechtsrolle, in der ein intersexueller Patient sexuell und sozial am ehesten ein befriedigendes Leben findet. Ausbildung von Penis und Vaginalanlage sind hier entscheidende Faktoren.

psychosexuelles Geschlecht:
Geschlechterrolle, die ein Individuum aufgrund seines Geschlechtstriebes übernimmt

(Vgl. Knorr 1982, S. 138)

Zuweisungsrichtung als medizinische Willkür

Wird eine Person mit sichtbar ambivalenten Genitalien bereits nach der Geburt erkannt, so richtet man sich nur nach dem chromosomalen Befund. Bei XX oder X0 wird fraglos feminisiert, befindet sich ein Y im Chromosomensatz, richtet sich eine Zuweisung nach der diagnoseabhängig zu erwartenden Penisgröße mit zufriedenstellender Penetrationsfähigkeit. Diese hat zwar ideellen Vorrang, setzt jedoch hohe Maßstäbe und führt daher in der Praxis eher selten zu einer Maskulinisierung. Das gonadale Geschlecht spielt hier eine untergeordnete Rolle, ein psychosexuelles Geschlecht konnte sich bei einem Baby noch nicht entwickeln. Syndromabhängig gibt es in medizinischen Fachbüchern haarsträubende Zuweisungstabellen.

Fällt ein Kind erst in späteren Jahren auf und lebte beispielsweise bereits mehrere Jahre als ‚Frau‘, so ist dies nach der Medizin beizubehalten und eine entsprechende ‚Korrektur‘, trotz u.U. gegenläufigen chromosomalen Befundes, zur Fixierung des bisher gelebten Geschlechtes einzuleiten. Sofern ein Individuum als ‚Mann‘ definiert wurde, ist wiederum die tatsächliche oder noch auszureifende Penislänge das entscheidende Kriterium und kann durchaus ein Grund zur Feminisierung des Kindes in späteren Jahren sein. In jedem Falle kann das bürgerliche Geschlecht nachträglich verändert werden.

Manchmal werden Intersexuelle unter Vorspielen eines Pornofilmes auch selbst nach ihrer genitalen Wunschrichtung befragt: „Willst du ficken oder gefickt werden?“ (2) Zusammengefaßt bedeutet dies, daß die geschlechtliche Zuordnung bei gleichem Phänotyp (äußeres Erscheinungsbild) in verschiedenen Kliniken unterschiedlich gehandhabt wird, zumal manche Ärzte Penisaufbauplastiken favorisieren und daher vermehrt Intersexuelle männlichen Geschlechtes produzieren. Generell ist jedoch eine starke und weiter steigende Feminisierungstendenz auszumachen, egal wie schlecht das chirugische Ergebnis ästhetisch und funktionell ausfällt. Es „herrscht die soziale Anschauung vor, daß es für ein weibliches Individuum mit reduzierter Genitalfunktion leichter sei ‚im Leben ihren Mann zu stehen‘ als für ein männliches Individuum mit verminderter Geschlechtsfähigkeit“ (Bolkenius 1982, S. 249).

Medizinische Intervention ohne Zustimmung

Heute werden etwa 90 Prozent aller ehemals Intersexuellen zu Frauen korrigiert und gesellschaftlich zumeist auch als solche wiedererkannt, bei etwa 30 Prozent der sogenannten genitalen Fehl- und Mißbildungen wird chirugisch interveniert. Je nach Abweichung vom ärztlicherseits definierten Geschlecht werden Hormone verabreicht, chirurgisch ein Penis vergrößert, Hodenimplantate eingesetzt oder eine Klitoris verkleinert, neue Vaginen konstruiert, Gonaden (Eierstöcke, Hoden) entfernt oder Venuslippen (auch: Schamlippen, Labien) wegoperiert. (3) Es können dutzende gynäkologische Untersuchungen folgen, in dessen Rahmen Körpergröße, Phänotyp, Gewicht, Regelmäßigkeit der Hormoneinnahmen kontrolliert und fotografische Abbildungen von Genitalregionen erstellt werden.

Da Diagnosestellungen inbesondere im Rahmen der Intersexualität oftmals bereits ab Geburt erfolgen, beginnen zu diesem Zeitpunkt auch medizinische Maßnahmen. Geschlechtliche Korrekturen sollten in den 80er Jahren vor Ende des 2. Lebensjahres vorgenommen werden, zwischenzeitlich verspricht man sich bessere Erfolge bei einem Eingriff in der 6. Lebenswoche. Hormonelle Substitutionen (‚Ersatzhormongabe‘) werden sofort eingeleitet.

Sofern sich eine Chromosomenvariation bereits pränatal feststellen ließ, wird im Rahmen der medizinischen Indikation zu einem Abort geraten. Bei bereits aufgetretenen Fällen von Intersexualität in der Familie werden der Mutter hohe Hormondosierungen während der Schwangerschaft verabreicht, um intrauterin [in der Gebärmutter, Anm.] eine Virilisierung des Embyos zu vermeiden. Diese Methode zeitigt einen ‚Erfolg‘ von 66 Prozent. Alle anderen Kinder werden dennoch zugewiesen.

Eine Erwägung, das Kind bis zum entscheidungsfähigen Alter zu belassen, wie es auf die Welt gekommen ist, findet nicht statt. Eltern werden nicht über Intersexualität informiert, sondern nur über befundene Abweichungen. So wird ausschließlich im diagnostischen Krankheitsbild und oftmals in nicht verständlicher Sprache referiert. Kontakte zu kritischen Gruppen intersexueller Erwachsener werden nicht angeboten. Eltern haben somit keine autonome Entscheidungsmöglichkeit. Auch fehlt eine Kommunikationsmöglichkeit mit unkorrigierten Intersexuellen, da unseres (organisierte Intersexuelle) Wissens nach in Europa keine belassen wurden.

Erfahrungen Zugewiesener

Niemand kontrolliert MedizinierInnen bei ihren Eingriffen. Somit kann keine repräsentative Aussage getroffen werden, ob und in welchem Ausmaß Folgeschäden aus den ‚Behandlungen‘ entstehen. Doch in zunehmendem Maße gruppieren sich ehemals Intersexuelle in Selbsthilfeorganisationen, um auch Öffentlichkeit herzustellen. Begonnen hat 1993 die Intersex Society of North America (ISNA), welche mittlerweile ca. 150 Mitglieder umfaßt und neben einem intensiven Austausch untereinander Kontakte zu WissenschaftlerInnen, Medien sowie vereinzelten, kritischen ÄrztInnen pflegt. Allen derzeit existierenden Organisationen ist gemeinsam, daß sich hieran Angeschlossene trotz korrigierter Genitalien und Körper als Intersexuelle oder HermaphroditInnen definieren.

Unserer Recherchen ergaben, daß etwa 60 Prozent der Intersexuellen Suizidversuche vorgenommen haben. Viele bewegen sich unerkannt im Rahmen des zugewiesenen Geschlechtes. Allen ist gemeinsam, daß sie am Rande des Erträglichen leben. Eine nicht unerhebliche Anzahl (ca. 20 Prozent) hat erfolgreichen Suizid begonnen. Sehr wenige arbeiten politisch zur Thematik.

Zur Pro- und Contradiskussion von Zuweisungen möchte ich folgendes Zitat zur gedanklichen Anregung nennen:

„In 70 Fallstudien Heranwachsender und Erwachsener, welche mit sichtbar anormalen Genitalien aufwuchsen … erachtete man nur eine Person der angeführten als potentiell psychotisch, und diese potentielle Krankheit war verbunden mit psychotischen Eltern und nicht mit sexueller Uneindeutigkeit. … Sogar Ärzte früherer Interventionen erkannten, daß eine Anpassung an ungewöhnliche Genitalien möglich ist.“ (Fausto-Sterling)

Organisierte Intersexuelle stellen fest: durch geschlechtliche Zwangszuweisungen an nicht einwilligungsfähigen intersexuellen Kindern entsteht ein erheblich höherer psychischer Schaden, als dies durch Ablehnung seitens der Bevölkerung jemals möglich sein wird, ganz abgesehen von physisch irreparablen Schäden. Menschen besitzen ab Geburt zwar keine ausgeprägte Identität, aber eine Integrität und ein Gefühl für Intaktheit.

Als extrem einschneidend in ihrem Leben als Erwachsene beschreiben alle sich zum Thema Äußernde die genitalen Korrekturen, welche die Möglichkeiten einer erfüllten Sexualität für alle Zeiten versagen, und zwar unabhängig davon, ob eine Reduktion oder eine Totalamputation des Lustorgans erfolgte. Weiterhin wird als äußerst belastend die erlebte Isolation sowie Unkenntnis der Umwelt und damit Unmöglichkeit, sich offen zur Thematik auszutauschen, formuliert. Nahezu alle fühlen sich im ‚falschen‘, da konstruierten Körper. Etwa 15 Prozent der Zugewiesenen wünschen sich eine Revision. Diese Personen werden zumeist fälschlicherweise als Transsexuelle deklariert.

Intersexuelle als ‚Laborratten‘

Zu den chirurgischen Eingriffen selbst sind ebenfalls äußerst kritische Stimmen bekannt, welche von ‚Schlachtfeld‘ bis ‚Totalschaden‘ zur Bewertung des OP-Bereiches reichen. Von extremen Traumatisierungen durch die Behandlungen ist die Rede, dem Gefühl, sich niemals anderen Kindern zugehörig gefühlt oder extreme Isolation während der gesamten Adoleszenz erfahren zu haben (trotz Zuweisung). Schmerzhafte Untersuchungen sind ebenso in Erinnerung wie auch als Vergewaltigung erlebte Penetrationen während gynäkologischer Untersuchungen und Bougierungen (4). Demütigend und entwürdigend sind körperliche Abtastungen jeder Art sowie Bildmaterialerstellung. Einige beschreiben ihren stationären Aufenthalt schlicht in der Funktion als ‚Laborratte‘ und auch im häuslichen Bereich fühlten sich einige als fortbestehendes ‚Krankengut‘, ohne daß ihre eigene Persönlichkeit wahrgenommen wurde. Viele wünschen sich ihre ehemaligen Genitalien zurück und einige wenige, welche nicht zugewiesen wurden, beschreiben ihre Jugend zwar nicht als besonders glücklich, sind aber froh, keine medizinische Interventionen erlebt zu haben.

Etwa 30 Prozent aller Intersexuellen leben keinerlei Beziehungen. Ein überwiegender Anteil, etwa 60 Prozent, definiert sich im Rahmen des zugewiesenen Geschlechtes als homosexuell. Dies ist insoweit von Bedeutung, als daß Eltern zur Zuweisungslegitimation auch der Wunsch nach einem erfüllten Eheleben prognostiziert und suggeriert wird.

Im Rahmen eugenischer Bestrebungen wird Intersexualität tendenziell nicht mehr existieren. Dies hat zur Folge, daß nicht nur die gesamte Bevölkerungsgruppe der Hermaphroditen systemtisch ausgelöscht wird. Auch jegliche sichtbare Vermännlichung des Weiblichen wird einer ‚lolitaorientierten‘ Sichtweise (Frauen sollen mädchenhaft erscheinen) unterworfen und angepaßt. Zunehmende Ausweitung der Kindergynäkologie auf immer jüngeres Klientel trägt hierzu ebenso bei wie die standardisierten Ultraschall-Untersuchungen, bei welchen auch der genitale Aspekt regelmäßig kontrolliert wird. PädiaterInnen (KinderärztInnen), Kinder- und ErwachsenengynäkologInnen, UrologInnen, PsychologInnen und ChriurgInnen sind in diesem Bereich tätig.

Eine MitarbeiterIn der ISNA, welcher das Geschlecht nicht angepaßt wurde, fragt: „Wenn Eltern und Mediziner schon diese ganz harmlose persönliche Besonderheit nicht akzeptieren können und unbedingt wegtherapieren müssen, was möchten sie denn dann mit offensichtlich behinderten Kindern machen, die nicht durch eine Operation scheinbar normal gemacht werden können? Sollen sie nach dieser Logik, mit der wir therapiert werden, dann umgebracht werden, nur damit die Umwelt nicht beunruhigt und die Eltern nicht in Verlegenheit gebracht werden müssen?“ Intersexuelle werden in zunehmendem Maße vernichtet, doch bereits heute findet ein ‚psychischer Genozid‘ statt, da Intersexen zwar leben dürfen, ihre Besonderheiten jedoch im OP-Saal ausgelöscht werden.

Eine gewaltätige Philosophie

Grundlage einer phantasierten geschlechtlichen Bipolarität ist das Denken in Zweier-Gegensätzen, das sogenannte dichotome Denken. Diese Philosophie ist äußerst gewalttätig, denn „sie ist ohne Zweifel die Spaltung in Geist einerseits und in Körper, Materie, Stofflichkeit andererseits; genauer die Herauslösung des Geistes aus dem Leib und der Natur, sowie deren anschließende Herabwürdigung zur geistlosen Materie. Nach dem Vorbild und Modell dieser Trennung sind alle anderen, uns nur zu bekannten und vertrauten Gegensätze wie Natur – Kultur, Leben – Tod, Rationalität – Gefühl, Kopfarbeit – Handarbeit und nicht zuletzt Männlichkeit – Weiblichkeit geformt und formuliert worden. Dabei handelt es sich aber nicht um rein deskriptive Feststellungen, da diese Form der Gegenüberstellung immer schon eine Wertung impliziert.“ (Rainer 1995, S. 14) Dichotomes Denken ist daher nicht in der Lage, das Besondere auch als solches zu akzeptieren, da das Besondere kein Gegenteil besitzt und daher keinen Wertevergleich zuläßt, sondern in seine Einheit besteht. Jede Inanspruchnahme einer Dichotomie dient meiner Meinung nach einer lebensvernichtenden Atmosphäre, der Necrosphäre. Jeder Gedanke, Andere – Menschen, Pflanzen, Tiere, Geister – für minderwertig oder untergeordnet zu erachten, dient dem Dichotomie-Leitsatz.

IGM und FGM – ein Vergleich

In westlichen Kulturen werden neben Intersexen Menschen unter weiteren vier verschiedenen Aspekten genital verstümmelt, mit unterschiedlichen Argumentationen und Auswirkungen:

Afrikanerinnen zur Aufrechterhaltung der Tradition

Frauen mit genitalen Fehl- und Mißbildungen entweder aufgrund Leidensdruck oder pathologischen Wertes

Frauen ohne medizinische Indikation gegen Bargeld zur Verschönerung ihrer Genitalien

Männer zur Vorhautentfernung aus traditionellen oder Reinlichkeitsgründen.

Verstümmelungen an Afrikanerinnen sind in Deutschland illegal, alle anderen Vorgehensweisen legal. Westliche Chirurgen und Gynäkologen sind mit genitalen Verstümmelungen seit der Sklaveneinführung in USA sehr gut vertraut.

Wir unterscheiden zwischen weiblicher Genitalverstümmelung (FGM, Female Genial Mutilation) und intersexueller Genitalverstümmelung (IGM, Intersex Genital Mutilation). Zwischen FGM und IGM existieren erhebliche Parallelen. Nicht thematisiert werden an dieser Stelle männliche Genitalverstümmelung (MGM, Male Genital Mutilation), obwohl auch sie schwere physische und psychische Folgen zeitigt.

Eine gemeinsame Historie

IGM und FGM Verstümmelungspraktiken ist gemeinsam, daß historische Aufzeichnungen kaum vorhanden sind und daher eine Rekapitulation erschwert wird.

Erste Untersuchungen zum Ursprung der FGM gehen auf das 5. Jahrhundert v. Chr. zurück und berichten aus Ägypten oder Äthiopien, da sie sowohl von Äthiopiern als auch Phöniziern und Hetitern durchgeführt wurde (Lightfood-Klein, S. 43). In etwa gleichem Zeitraum verfaßten die Pythagoreer (Pythagoras lebte um 570-500 v. Chr.) erstmalig eine Liste mit zehn Kontrasten als Prinzip zur Deutung der Wirklichkeit, so auch männlich/weiblich (Rainer, S. 33). Der Gedanke der Dichotomie war geboren – und das Ende der Hermaphroditen wurde so auch philosophisch-wissenschaftlich eingeleitet, nachdem das alte Testament bereits in Genesis I, 27-28 besagte: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ Dies führte jedoch lange nicht zu genitalen Verstümmelungen, wohl aber, wie gezeigt, zur Vernichtung durch Verbrennung in Reinigungszeremonien. (Hirschauer 1993, S. 69)

FGM (Klitoris- und Schamlippenreduktion) avancierte im römischen Reich zu einem Statussymbol und war auf diejenigen Frauen beschränkt, die einen hohen sozialen Rang einnahmen. Die Infibulation, das Zunähen der Vagina bis auf ein kleines Loch zum Abfluß des Menstruationsblutes, blieb den Sklavenmädchen reserviert, denn eine zugenähte Jungfrau erzielte auf dem Sklavenmarkt einen weit höheren Preis. Diese wurden von Sklavenhändlern durchgeführt. Es wird auch vermutet, daß diese Praktiken ursprünglich der Geburtenkontrolle in wasserarmen Gebieten dienten. Anderen Theorien zufolge sei FGM aus dem Wunsch des primitiven Mannes heraus entstanden, der die Macht über das Geheimnis der weiblichen Sexualfunktion gewinnen wollte. Streng patriarchale Systeme haben dadurch die Sexualität der Frau auf die Erhaltung der männlichen Erbfolge beschränkt (Lightfood-Klein 1992, S. 44f).

Genitale Verstümmelungen an weißen Frauen, welche der IGM vorausgingen, lassen sich auf Mitte des 19. Jahrhunderts zurückführen. In dieser Zeit wurden Hermaphroditen juristisch für nicht existent erklärt (1804 Code Civil, ca. 1895 BGB). Walker (1993, S. 165) führt aus, daß amerikanische Ärzte fasziniert waren von der afrikanischen FGM, die nackte Sklavinnen untersuchten und lernten, die ‚Prozedur‘ an anderen versklavten Frauen im Namen der Wissenschaft vorzunehmen.

Hermaphroditenphobie als Begründung für FGM und IGM

Mediziner untersuchten im 18. Jahrhundert die Sklavinnen und etablierten Genitalverstümmelungen in den eigenen Reihen zur Behandlung weiblicher Geisteskrankheiten wie etwa Hypersexualität, Hysterie und Nervosität, aber auch lesbische Neigungen und Aversion gegen Männer (Lightfood-Klein, S. 215). Auch ‚weiblichen Scheinhermaphroditen‘ wurde Tribadie unterstellt, sie wurden beschrieben als „Zwitter weiblichen Geschlechtes, die neben den durch das Ausbleiben der Menstruation entstehenden Mannweibern auch Individuen mit vergrößerter Klitoris umfassen, die die Ausschweifung der Tribadie ermöglicht“ (Hirschauer, S. 72).

Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Begründung genitaler Verstümmelungen an Intersexen und schwarzen Frauen lassen sich vor allem in einer beiden Kulturen immanenten Phobie vor Zweigeschlechtlichkeit, in einer Person vereint, wiederfinden. Aussagen wie die Folgenden mögen einen Eindruck gewähren:

„Genauso, wie man daran glaubt, daß bestimmte Götter bisexuell sind, so glaubt man, daß jede Person mit einer maskulinen und einer femininen ‚Seele‘ ausgestattet ist. Diese ‚Seelen‘ enthüllen ihre jeweiligen physiologischen Merkmale in den und durch die Fortpflanzungsorgane. Auf diese Weise ist die weibliche ‚Seele‘ eines Mannes, so wird behauptet, in der Vorhaut lokalisiert, während die männliche ‚Seele‘ der Frau in der Klitoris sitzt. Dies bedeutet: Wenn der junge Mann heranwächst und schließlich in die männliche Gesellschaft aufgenommen wird, muß er sich seiner weiblichen Merkmale entledigen. (…) Dasselbe gilt für ein junges Mädchen (…), indem man ihre Klitoris oder Klitoris und Schamlippen entfernt. Nur so beschnitten kann das Mädchen behaupten, eine vollständige Frau zu sein, und ein entsprechendes Sexualleben führen.“ (pharaonische Glaube der Ägypter; Lightfood-Klein, S. 45, Hervorhbg. d. V.)

„Wenn die Menschen auf die Welt kommen, sind sie sowohl männlich wie weiblich und besitzen Zwillingsseelen. Die ‚weibliche Seele‘ des Jungen ist die Vorhaut, dem weiblichen Element der Genitalien, lokalisiert, und die ‚männliche Seele‘ des Mädchens sitzt in der Klitoris, dem männlichen Element. Vom Moment der Geburt an wird das Bambara-Kind vom Wanzo bewohnt, einer bösen Macht, die in seinem Blut und seiner Haut wohnt und die Kraft der Unordnung im Individuum darstellt.“ (Dogon und Bambara aus Mali; Lightfood-Klein, S. 55, Hervorhbg. d. V.)

Diese Begründungen sind unlogisch, wie die Entstehungsgeschichte von Vorhaut und Klitoris/Penis zeigt. Zum einen haben beide Organe eine Vorhaut, zum anderen ist der Penis entwicklungsbedingt das gleiche Organ wie die Klitoris. Auch ist die Verstümmelungspraktik inkonsequent, denn wenn Klitoris und Schamlippen entfernt werden, dann müßte dies auch bei Penis und Hoden erfolgen, um ein Äquivalent zu erreichen.

Wir können heute davon ausgehen, daß genitale Verstümmelungen zur ‚Behandlung psychischer Auffälligkeiten‘ seit etwa 1940 nicht mehr durchgeführt werden, wir wissen aber, daß morphologische Besonderheiten an Weißen nach wie vor korrigiert werden. Auch liegt mir ein gynäkologischer Fachaufsatz aus 1959 vor, in welchem neue Methoden der FGM an Schwarzen beschrieben werden.

Verstümmelungen im ausgehenden 20. Jahrhundert

Genitale ‚Korrekturen‘ an Hermaphroditen
Die chirurgische Methodik hat sich seit ihrer Einführung unwesentlich geändert: wurde bis die 60er Jahre noch eine Exstirpation des Phallus, dies bedeutet wörtlich das Herausreißen des Organs, vorgenommen, so wurden bis etwa 1980 Dektomien favorisiert, welches eine Totalamputation impliziert. Seither reden Mediziner enthusiastisch von einer ‚Klitorisreduktion‘, bei welcher 60-70 Prozent des sensiblen Gewebes entfernt werden und die Spitze des Phallus neu verlegt und angenäht wird. Ist das Ergebnis anschließend noch immer unbefriedigend, da der verstümmelte Rest zu sehr sichtbar ist, wird nachkorrigiert. Überstehende Haut wird ebenfalls entfernt, um eine virilisierte, d.h. vermännlichte, Erscheinung zu vermeiden. Die inneren Labien werden versucht, aus der Phallushaut nachzubilden, die äußeren aus einem Hodensack, sofern dieser vorhanden war. Derlei operative Ergebnisse sind durchweg unbefriedigend. Sexuelles Lustempfinden ist nicht mehr möglich.

Genitale ‚Korrekturen‘ an genital fehl- und mißgebildeten Frauen
Die Phalluslänge von Frauen wird gleichen Normierungen wie bei Intersexen unterworfen und nach gleichen Methoden korrigiert. Man spricht auch hier von einer Hypertophie der Klitoris, wenn diese über 1 cm (USA: 0,9 cm) groß ist. Hinzu kommt eine Labiennormierung, welche auseinandergezogen 5 cm nicht übersteigen sollte. Ebenfalls pathologisch gewertet wird eine Dysproportion der Labien. Dies bedeutet, daß die inneren Schamlippen größer sind als die äußeren. Auch hier wird interveniert.
Operative Eingriffe an der Klitoris haben ebenso erheblichen Sensibilitätsverlust zur Folge, bei Labienreduzierungen werden oft Teile der Klitoris mitzerstört, wodurch Schmerzen oder Taubheit an Klitoris und Labien verursacht werden können.

Genitale ‚Korrekturen‘ an Frauen als Schönheitsmaßnahme
Pornodarstellerinnen sind oft genital reduziert. Mir selbst ist bekannt, daß eine Labienreduktion in Australien 300 australische Dollar kostet und eine halbe Stunde dauert. Derartige Angebote seien in der dortigen Frauenpresse „gang und gäbe“, wie mir mitgeteilt wurde. Wir müssen davon ausgehen, daß auch die USA diese Methoden ohne (pseudo-)medizinische Begründung kennt, zumal Krankenkassen nicht zur Kostenübernahme verpflichtet sind und daher medizinische Argumentationen zur offiziellen Anerkennung fundierter sein müssen. In Deutschland ist diese Praktik einer anderen Aussage zufolge zwischenzeitlich unter dem Vorwand der Sensibilitätssteigerung angeboten worden, vor allem die Verengung der Vagina. Es ist zu vermuten, daß diese Eingriffe künftig in Deutschland vermehrt durchgeführt werden, da Kassen bei psychologischer Legitimation (‚Leidensdruck‘) zahlen müssen.
Während bei Hermaphroditen und genital fehl- und mißgebildeten Frauen vorwiegend Kinderchirurgen verstümmeln, sind in diesem Bereich plastische (Schönheits-)Chirurgen angesprochen. Wie alle Berufsgruppen ist auch diese an einer Steigerung ihres Einkommens interessiert. Zahlen hinsichtlich der Quantität in diesem Bereich durchgeführter Verstümmelungen existieren nicht, in Australien seien es jedoch „tausende“.

Genitale ‚Korrekturen‘ an Afrikanerinnen
Es werden vier, regional unterschiedliche, Methoden angewandt:

Milde sunna: Einstechen, Ritzen oder Entfernung der Klitorisvorhaut

Modifizierte sunna: teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris

Clitoridectomie/Beschneidung: Entfernung eines Teils oder der ganzen Klitoris sowie eines Teils oder der gesamten inneren Schamlippen

Infibulation/pharaonische Beschneidung: Entfernung der Klitoris und der inneren Schamlippen sowie der inneren Schichten der äußeren Labien. Diese werden, bis auf eine kleine Öffnung zum Harn- und Menstruationsblutabfluß, zusammengenäht. (Vgl. Lightfood-Klein, S. 49f)

Gerade bei letzterer Methode ist mit erheblichen gesundheitlichen Folgeschäden zu rechnen, da Entzündungen entstehen und die Frau zum Geschlechtsverkehr und zur Entbindung aufgeschnitten werden muß, um anschließend zumeist wieder zugenäht zu werden.

Daher wird zur Abhilfe des ‚FGM-Problems‘ mit diesen direkten Konsequenzen oftmals lediglich die Hinzuziehung eines Arztes empfohlen, welcher mit sterilen Instrumenten arbeiten kann, ohne jedoch die Praktiken selbst in Frage zu stellen.

Familien, die Verstümmelungen derart durchführen können, gelten als privilegiert, da sie für die Unkosten aufkommen können. Quantitative Angaben zur Durchführung in Deutschland existieren auch hier nicht, afrikaweit wird von 80 – 110 Mio. verstümmelten Frauen ausgegangen.

Zusammenarbeit zwischen Anti-FGM- und Anti-IGM-AktivistInnen

Um es in Kürze zu benennen: sie existiert nicht. „Die Zusammenarbeit mit Anti-FGM-Aktivisten ist schlechter als mit allen anderen Gruppen, sogar schlechter als mit Ärzten.“ (pers. Mitteilung Chase vom 13.1.97, GründerIn der Intersex Society of North America (ISNA))

Weltweit wurden Anti-FGM-Organisationen, Einzelkämpferinnen und Menschenrechtsverbände angeschrieben, informiert und um Mitarbeit bzw. Kooperation gebeten. Keines dieser Schreiben hatte den gewünschten Erfolg. So schreibt z.B. Fran Hosken, durch den ‚Hosken Report‘ bekannt geworden, daß sich ihr Interesse in der Beendigung von FGM nicht auf ‚biologische Ausnahmen‘ erstreckt (10/93, Holmes 1995, S. 4). Forward International, eine wichtige Anti-FGM-Organisation, betont, daß der ihnen zugesandte Brief zwar ’sehr interessant‘ sei, aber sie können nicht helfen, da ihre Arbeit nur FGM beleuchtet, welche als schädliche kulturelle oder traditionelle Praktik an jungen Mädchen durchgeführt wird (Chase 1997, S. 11). Terre des Femmes entzieht sich seit März 1996 einer Stellungnahme, intern wurde argumentiert, Betroffene hätten keine Kompetenz. Amnesty International, Sektion Deutschland, meinte im Oktober 1996, die AGGPG solle die Geschehnisse hinsichtlich einer Beurteilung als Folter stärker differenzieren und wünschte uns „alles Gute und viel Kraft auf einem äußerst schwierigen Weg“. Diese Reaktionen, sofern überhaupt Antworten erfolgen, wiederholen sich stereotyp.

Afrikanische Verstümmelungen gelten als ‚barbarisch und rituell‘ durchgeführt, es wird ihnen ein besonderer kultureller Wert zugeschrieben. Eine solche Sichtweise verhindert die Anerkennung gleicher Wertungen für die eigene Kultur und läßt somit eine grundsätzliche Problematisierung weltweit nach gleichem Schemata funktionierenden Sexismen und Biologismen nicht zu. Auch können so Hermaphroditenphobien und Homophobien, welche in engem geschlichtlichen Kontext stehen, nicht artikuliert werden. Plausibel als tatsächliche Motivation weißer Anti-FGM-AktivistInnen scheint mir daher Rassismus zu sein. Dieser ermöglicht es, die eigene Kultur als ‚zivilisiert‘ und ‚aufgeklärt‘ darzustellen. Mit Kenntnisnahme der Verstümmelungen auch in der eigenen, ‚zivilisierten‘ Kultur würde diese Motivation entfallen.

Anti-FGM-Gruppierungen kämpfen für die Befreiung der weiblichen Sexualität, Anti-IGM-Gruppierungen kämpfen für die Anerkennung und Gleichstellung intersexueller Menschen, welches selbstverständlich auch Sexualität impliziert, jedoch vor allem Geschlechter- und Körperbilder hinterfragt. Sie mögen somit in vielerlei Hinsicht der Behinderten-, Antirassismus- und Transsex-/genderbewegung näher stehen, als jene GeschlechterbefreiungskämpferInnen, welche sich in streng dichotomen und separatistischen Mustern bewegen.

Fazit

Schwarze Frauen, weiße Frauen mit genitalen Fehl- und Mißbildungen sowie Hermaphroditen werden in allen westlichen Kulturen in unterschiedlicher Quantität genital verstümmelt. Während Verstümmelungen an ausländischen Frauen unter Strafe gestellt ist sowie vielerorts, insbesondere von gynäkologischen Verbänden, scharf verurteilt sowie international als schwere Menschenrechtsverletzung geächtet wurde, wird im eigenen Land weiterhin praktiziert. Für ausländische Frauen werden zumeist Ärzte aus dem Geburtsland eingeflogen, doch auch westliche Ärzte bieten diesen Dienst illegal gegen Bargeld an. Für deutsche Frauen hingegen gilt, ebenso wie für Hermaphroditen, daß die Eingriffe nicht nur legal praktiziert und von der Krankenkasse bezahlt werden, sondern auch umfangreiche wissenschaftliche Erhebungen mittels Analysen zur Kategorisierung, Gruppierung und Katalogisierung durchgeführt werden. In diverser Literatur, insbesondere zur Kindergynäkologie, sind diese Vorgehensweisen seit über 50 Jahren dokumentiert. Hermaphroditen sowie genital fehl- und mißgebildete Frauen stellen die direkte Nachfolgegruppe zu früheren Verstümmelungen aufgrund psychischer Auffälligkeiten dar (welche wiederum auf FGM an afrikanischen Sklavinnen gegründet war).

Zahlenmaterial zu den Vorgehensweisen ist konsequenterweise, analog zur gesamtgesellschaftlichen Tabuisierung, offiziell nicht erhältlich. Die AGGPG schätzt in Relation zur USA die Anzahl genitaler Eingriffe an weißen Babys und Kindern bundesweit mindestens auf 1800 jährlich, davon 600 Intersexuelle und 1200 Frauen mit Fehl- und Mißbildungen. Dies bedeutet täglich rund fünf Verstümmelungen. Zwischenzeitlich müßten somit vorsichtig geschätzt 90.000 genital verstümmelte Menschen in Deutschland leben.


Mittwoch, 14. Februar 2018

US-Erziehungsbehörde will Beschwerden von Transgendern ignorieren /// US Department of Education wants to ignore complaints from transgender people


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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2017
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Chaos nun das kennt jeder, das daraus viel mehr werden kann, ist auch fast jedem Bekannt oder?
Aber es gibt auch die Chaostheorie, welche man geschickt anwenden kann, wenn man die Theorie versteht, darüber gab es sogar tolle Filme!
In diesem Deutschland besteht momentan ein großes Politisches-Chaos egal welche Partei man näher betrachtet. Jedoch dieses Chaos ist meist selbst gemacht, man nehme zB. diese SPD, wir alle bekommen es täglich über die Medien mit.
Wer kann schon denken, das ein Volk jemand folgt, wenn dieser ständig seine Ansichten wechselt plötzlich widerruft, das geschenkte Vertrauen seiner Wähler für persönliche Machtkämpfe missbraucht?
Chaos zwischen CDU-CSU, auch hier ein Chaos, denn diese Wähler welche für Sie wählten, lieben das Konservative naja diese alten Werte, vergessen dabei, die Modernezeit oder diese Clobarisierung, welche man dann mit Religiösen-Gedankengut in Übereinstimmung bringen muss! Ein grasen Beispiel die "Ehe für alle", denn genau diese haben Sie über 5 Jahre blockiert! Es ist eine Gewissensfrage besser eine Religiöse wo man sich fragt was hat Religion in der Politik zu suchen?
Glaubt mir Leute solche Tatsachen könnte ich von jeder Partei in Deutschland bringen, ohne Ausnahmen, denn Fakten sind nun mal keine Alternativen- Wahrheiten!
Viel schlimmer jedoch ist das geplante "Chaos", verursacht vom angeblich "Mächtigsten-Mann der Welt", Herrn Präsident D. Trump, welcher diese Chaostheorie meisterlich von seinem nun abgesetzten Berater Bannon erlernte, welcher bei weitem Intelligenter als Er selbst ist!
Erstaunlich das meine Wenigkeit das hier noch so schreiben kann, denn bei Google so auch auf meinem Block "Trans-Weib" bei Google gibt es mehr als 1000 Berichte! In diesen wo Herr Präsident D.Trump beschrieben wird, sind im Großteil gesperrt worden, erstaunlich denke ich?
Nun ja wenn man sich nicht nur Oberflächlich mit Thematiken beschäftigt, wo möglich auch viele Fehler in der Rechtschreibung hat, aber den Sinn und die dahinter steckenden Absichten begreift, kann man auch mächtigen in die Suppe spucken!
 Mfg Nikita Noemi Rothenbächer



US-Erziehungsbehörde will Beschwerden von Transgendern ignorieren
Ein Transgender-Schüler fühlt sich als Mädchen, muss in seiner Schule aber auf die Jungentoilette: Um solche Fälle will sich das US-Erziehungsministerium nicht mehr kümmern.
Das US-Erziehungsministerium hat klargestellt, dass es Beschwerden von Transgender-Schülern, die sich an ihrer Schule bei der Toilettennutzung diskriminiert fühlen, künftig ignorieren wird.

Wie das Nachrichtenportal "Buzzfeed" zuerst berichtete, könne es laut Ministerium gesetzlich nicht als Diskriminierung gelten, wenn Kinder auf die Toilette gehen müssten, die ihrem angeborenen Geschlecht entspreche.

In den USA ist die Wahlfreiheit bei der Toilettennutzung schon lange ein Streitthema. Im Mai 2016 hatte der damalige US-Präsident Barack Obama alle öffentlichen Schulen des Landes angewiesen, dass Transgender-Schüler die Toilette nutzen dürfen, die ihrer geschlechtlichen Identität entspricht. Mehrere Bundesstaaten hatten dagegen geklagt.

Vor einem Jahr nahm Obamas Nachfolger Donald Trump die Anweisung dann zurück. Danach war monatelang unklar gewesen, wie sich das Ministerium in dieser Frage verhalten würde.
Schüler können sich ansOffice of Civil Rights wenden, wenn sie sich in US-Bildungsstätten benachteiligt fühlen. Die Beschwerdestelle ist beim Erziehungsministerium angesiedelt. Wie viele Klagen dort eingehen, ist nicht bekannt.

Vor einigen Tagen hatte jedoch die "Huffington Post" berichtet, dass das Office of Civil Rights in den vergangenen Monaten mehrere Beschwerden in Bezug auf die Nutzung von Schultoiletten zurückgewiesen habe, weil es dafür nicht zuständig sei.

Kritiker warnen, dass die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen unter der Regierung von Donald Trump beschränkt werden. So wollte der Präsident Transgender zuletzt aus dem Militär verbannen.

In Bildungsfragen sind die US-Bundesstaaten jedoch weitgehend autonom. Im Januar stimmte eine Schulbehörde in Wisconsin nach zwei Gerichtsprozessen einem Vergleich zu: Sie zahlt einem ehemaligen Transgender-Schüler 800.000 Dollar und erlaubt ihm rückwirkend, jederzeit die Männertoilette seiner Schule zu benutzen.


Ein eigenes Pronomen, Toiletten-Gesetze und "Herm Alex"
Das Bundesverfassungsgericht hat gerade ein drittes Geschlecht anerkannt, jetzt ist die Gesellschaft am Zug. Wie gehen andere Länder mit Menschen um, die nicht nur weiblich oder männlich sind?
Gerade hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die deutsche Rechtsordnung ein drittes, unbestimmtes Geschlecht anerkennen muss. Schon seit 2013 bietet das Geburtenregister neben "männlich" und "weiblich" die Option, den Eintrag des Geschlechts offen zu lassen. Das geht vielen Intersexuellen - und wie sich nun zeigte auch den Richtern in Karlsruhe - nicht weit genug. Der Gesetzgeber muss bis Ende 2018 eine Neuregelung schaffen, in die als drittes Geschlecht etwa "inter", "divers" oder eine andere "positive Bezeichnung des Geschlechts" aufgenommen wird. Zur Begründung verwies das Gericht auf das im Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht.
Intersexuellen-Verbände fordern nun, dass die Gesellschaft nachzieht. Dass etwa ein eigenes Personalpronomen eingeführt wird, wie in Schweden. Oder dass es bei der Angabe persönlicher Daten etwa bei Bankgeschäften nicht allein die Wahlmöglichkeiten "Mann" und "Frau" gibt. Wie wird das in anderen Ländern geregelt? Wie steht es anderswo um die Geschlechterdebatte? SZ-Korrespondenten berichten:
Schweden: "Scheiß aufs Geschlecht" und das Pronomen "hen"
In Schweden kann man das Geschlecht eines Menschen an dessen Personennummer ablesen, die das Steueramt ausgibt und die man eigentlich für alles braucht, vom Arztbesuch bis zum Handyvertrag. Ist die letzte Ziffer gerade, gehört die Nummer einer Frau, ist sie ungerade, einem Mann. So sehr sich die Schweden auch bemühen, Unterschiede zwischen den Geschlechtern abzubauen, spätestens auf dem Papier bleibt die Gesellschaft zweigeteilt. Deswegen war die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, ein drittes Geschlecht einzuführen, auch Thema in den schwedischen Medien.
Schweden war 1972 eines der ersten Länder, das es Transsexuellen erlaubt hat, ihr eingetragenes Geschlecht zu ändern. Die Bedingung: Sie mussten sich sterilisieren lassen, diese Regel galt bis 2013. Im Frühjahr hat die Regierung beschlossen, Betroffene für diesen Eingriff zu entschädigen. Sie plant eine weitere Gesetzesänderung: Demnach soll es Schweden bald möglich sein, ihr offizielles Geschlecht ganz unabhängig von medizinischen Eingriffen zu ändern. Eine Reform, die Experten begrüßen, die aber auf die Situation intersexueller Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, kaum eingeht.
Auch über ein geschlechtsneutrales Pronomen ist in Schweden lange gestritten worden. Seit 2015 steht "hen" im Wörterbuch, gebraucht wird es schon viel länger - etwa für Personen, deren Geschlecht man nicht kennt, oder in Situationen, in denen es einfach egal ist. In vielen schwedischen Kindergärten und Schulen vermeidet man ohnehin Normen, die vorgeben, was typisch männlich und typisch weiblich ist. Im geschlechtsneutralen Egalia-Kindergarten in Stockholm etwa sind "er" und "sie" unerwünscht.
Als das neue Pronomen offiziell wurde, bekam auch die Diskussion um geschlechtsneutrale Toiletten in Schweden neuen Schwung. Das Sigtuna-Museum bei Stockholm machte Schlagzeilen, als es ein neues Toiletten-Schild aufhängte: Es zeigte nicht nur die normalen Zeichen für Frau und Mann, eine Figur mit und eine ohne Kleid, sondern eine dritte Figur mit halbem Kleid. Die Kampagne "Skit i kön" ("Scheiß aufs Geschlecht") wirbt dafür, solche Zeichen ganz abzuschaffen und auf die Toilettentüren nur zu schreiben, ob man sich hier setzen muss oder stehen darf.
Kenia: Intersexuelle Babys - früher ein Fluch, heute akzeptiert
In Kenia wurde es lange als Fluch gesehen, ein Baby mit intersexuellem Geschlecht zu bekommen. Viele Neugeborene wurden einfach getötet. In der Sprache der Luo, eine der größten Volksgruppen, nannte man das dann "gebrochen von der Süßkartoffel".
Seline Okiki ist Vorsitzende der Zehn Lieben Schwestern, einer Gruppe von traditionellen Geburtshelferinnen im Westen Kenias. Sie sagte jüngst der BBC, die Situation habe sich mittlerweile etwas verbessert. Viele Intersex-Babys würden heute von ihren leiblichen Müttern akzeptiert oder von Pflegefamilien aufgezogen.

Lange war die prekäre Lage intersexueller Menschen in Kenia ein Tabuthema. Insofern war schon viel erreicht, als im vergangenen Jahr der Parlamentsabgeordnete Isaac Mwaura öffentlich ein Gesetz forderte, das die Rechte von Intersexuellen stärken, ihnen ein eigenes Geschlecht in Pass und Geburtsurkunde geben soll. Viel passiert ist seitdem jedoch noch nicht.
Intersexuelle: In Russland "Invalide", in der Ukraine unbekannt
USA: "Hermaphroditen" und Streit um Toiletten-Gesetze
Wenn es um die Normalisierung der Intersexualität geht, gehen in den USA wie so oft die Staaten der Westküste voran: Im Juli erlaubte Oregon als erster Bundesstaat seinen Bürgern, in Ausweis und Führerschein die Geschlechter-Identität mit "nicht festgelegt" anzugeben. Ab 2019 wird Kalifornien neben männlich und weiblich dort auch die Eintragung "non-binary" (also: "nichtbinär") ermöglichen.
Während die Transgender-Debatte Teil des amerikanischen Kulturkampfes ist, überschneidet sie sich in einigen Punkten mit Intersex-Fragen: Zum Beispiel wenn es um die "Toiletten-Gesetze" geht, nach denen Bürger öffentliche Toiletten nach ihrem auf der Geburtsurkunde festgelegten Geschlecht zu benutzen haben.
Dass es in der Geburtsurkunde mehr als nur zwei Geschlechter zur Auswahl geben sollte, gehört wiederum zu Kernforderungen von Intersex-Interessensgruppen. Ohio bietet seit 2012 die Option "Hermaphrodit" an, in New York ließ Ende vergangenen Jahres eine 55-Jährige ihre Geburtsurkunde nachträglich auf "non-binary" ändern, dies ist künftig auch in Kalifornien möglich.

Aktivisten wollen zudem die Abschaffung von Geschlechtsoperationen an Intersex-Kindern erreichen, wie sie in der Regel im Säuglingsalter vorgenommen werden. Statistiken zufolge ist einer von 2000 Säuglingen betroffen. Unterstützung erhalten sie dabei von Human Rights Watch, das im Sommer einen Bericht veröffentlichte, der die physischen Probleme und die Traumata betroffener US-Amerikaner beschreibt. Eine Schadenersatzklage gegen ein Krankenhaus wurde in diesem Zusammenhang außergerichtlich beigelegt.
Österreich: Softwareprobleme und die Gleichstellung von Mann und Frau
Auch Österreich blickt nach Karlsruhe. Denn die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Eintrag des dritten Geschlechts ins Geburtenregister lenkt die Aufmerksamkeit auf vergleichbare Verfahren, die im deutschen Nachbarland anhängig sind. Geklagt hat hier Alex J. aus Oberösterreich. J. kam 1976 zur Welt und wurde im Geburtenregister als männlich eingetragen, aber auf ärztliches Anraten als Mädchen erzogen. Es wurden Operationen vorgenommen und mit Hormonen weibliche Brüste aufgebaut. Die ließ sich Alex J. später wieder entfernen.

J. fühlt sich den Berichten zufolge weder als Mann noch als Frau - und wollte deshalb das Geschlecht beim Standesamt korrigieren lassen. Dort hieß es, für die Eintragung eines dritten Geschlechts fehle die geeignete Software. Beim Landesverwaltungsgericht Oberösterreich verwies man auf Artikel 7 der Bundesverfassung, in dem nur von einer Gleichstellung von Mann und Frau die Rede sei.

Alex J. rief daraufhin gleich zwei Höchstgerichte an, den Verwaltungs- und den Verfassungsgerichtshof. Dort will J. sich auf das Datenschutzgesetz berufen, das ein Recht auf Richtigstellung unrichtiger Daten erlaubt. Auf die Frage nach der richtigen Anrede schlägt J. statt Herr oder Frau "Herm Alex" vor, abgeleitet von Hermaphrodit.
Russland: Intersexuelle gelten als "Invaliden"
In Russland gelten Intersex-Menschen nicht als Menschen mit einer bestimmten Geschlechtsidentität, sondern als Invaliden. Dadurch haben sie einerseits Anspruch auf eine niedrige Invalidenrente und sind vom Wehrdienst befreit, andererseits entstehen für sie enorme Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Wird die Intersexualität eines Kindes gleich nach der Geburt erkannt, passen die meisten Ärzte die Geschlechtsorgane operativ an das männliche oder weibliche Geschlecht an.

In den meisten Fällen kommt der Befund aber erst in der Pubertät: Bei einem Arztbesuch mit 16 Jahren habe ihn die Ärztin aus dem Behandlungszimmer geschickt und seiner Mutter in verschämtem Ton gesagt: "Bei ihrem Sohn entwickelt sich da etwas nicht richtig", erinnert sich der russische Intersex-Aktivist Alexander Bereskin. Ihm selbst habe die Ärztin gesagt, er müsse sich zwar nicht schämen, aber lieber niemandem etwas davon erzählen, dass er das Klinefelter-Syndrom - also das chromosomale Geschlecht XXY - habe. Andere Ärzte hätten ihn nach seinem Sexualleben befragt und ihm ungefragt mit auf den Weg gegeben, wie man sich als "richtiger Mann" zu verhalten habe.
Ukraine: Das System aus Mann und Frau wird nicht hinterfragt
In der Ukraine sind Intersex-Menschen unbekannt. Das Gesetz sieht nur zwei Geschlechter vor, die meisten Menschen wissen mit dem Begriff nichts anzufangen. Wird in Talkshows das Thema Intersexualität besprochen, wird der Eindruck erweckt, die Betroffenen seien eine Art Ungeheuer.

Einige wenige Aktivisten arbeiten daran, Informationsmaterial über Intersexualität auf Ukrainisch und Russisch zusammenzustellen und zu verbreiten. Denn die meisten Ärzte sind mit Intersexuellen vollkommen überfordert: "Ich konnte fast keine medizinische Hilfe bekommen, jedenfalls keine, die nicht Zähne, Hände oder Beine betrifft", umschreibt es die Aktivistin Julia Pustowit. Die Mehrheit der Ärzte habe es nicht interessiert, wie man ihr helfen könne, sondern warum sie so aussehe, wie sie aussehe.

Auch in der LGBT-Community, die in der Ukraine noch stark stigmatisiert und marginalisiert lebt, finden Intersexuelle meist keine Hilfe, weil viele dort das binäre System aus Mann und Frau nicht hinterfragen, sagt Pustowit: "Bis jetzt haben noch nicht alle begriffen, was der Unterschied zwischen Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung ist. Wenn man da noch die chromosomalen Varianten des Menschen hinzufügt, dann platzt der Gesellschaft der Kopf."





Sonntag, 11. Februar 2018

Jedes Jahr landen in Deutschland intersexuelle Kinder auf dem OP-Tisch. Viele leiden ein Leben lang unter den Folgen der Behandlung, die vor allem ein Ziel hat: die Operierten in eine Gesellschaft einzupassen, die nur männlich und weiblich kennt. /// Every year in Germany, intersex children land on the operating table. Many suffer the consequences of treatment for a lifetime, which has one main goal: to fit the operated into a society that knows only male and female.


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Möin möin, auch wenn man gar nicht aus dem Bett möchte, Eiskalt und Schneegestöber, wie in der Politik!
Eiskalt weil immer deutlicher wird, was Wähler für einen Wert für diese von uns gewählten Politiker haben.

Für viele Minderheiten geht so langsam ein Licht auf, ruhig schlafen etwas wenn man empathisch ist sehr schwer.
Die Erkenntnis die Minderheiten nur dazu dienen auf Kosten von faulen Versprechen und Lügen die Stimme zu ergattern!

Der Widerspruch, von jedem wird "Loyalität, Flexibilität, Verantwortungsgefühl verlangt, im Sozialen-Bereichen wie auf dem Arbeitsmarkt oder Gesellschaftlichen-Kulturen, das sind die Bestrebungen welche Politik vermitteln möchte oder will!
Unsere Regierung mit deren Politiker, zeigt uns gerade wie so was gemacht wird, ABSCHEULICHE-ERFAHRUNG", denkt Ihr nicht auch?

Volksparteien waren einmal ein Begriff, heute geht es einzig und alleine um Macht, Einigkeit erscheint wie ein Fremdwort.

Wenn ein Teil der Bevölkerung bzw dem geeinten Deutschen -Volk schon demonstrieren, es möchte auch Politiker aus dem "Osten", fragt man sich, findet hier noch immer eine Diskriminierung von Seiten des Staates statt?

Es ist schlicht weg peinlich!
Frage welche man sich auch stellt, wie kann es sein, das nun 430000-460000 Mitglieder einer Partei über die Bildung einer Regierung abstimmen können, ist es überhaupt Verfassungs gemäß?
Persönlich bekam ich einen Bericht vor Tagen zu lesen, in diesem Verfassungsrechtler der Meinung sind, es ist nicht Verfassungskonform?

Aber es würde mich nicht wundern, obwohl dieses kaum in den Medien angesprochen wurde oder wird!
Für mich auf jeden Fall steht heute fest, unsere Regierung ist eine Kriminelle-Vereinigung, man müsste die Beauftragte des BKA "Frau Sabine Vogt" darauf aufmerksam machen, denn die Struktur ist dieselbe!

Wenn eine Regierung wie unsere, ganze Menschen-Gruppen als nicht Existent erklärt, wie diese "Minderheit" von Intersexuellen, welche heute noch immer Zwangs-Operationen erleiden müssen, heißt der Staat fördert Genitalverstümlungen, muss man sich die Frage stellen, steckt da nicht Kriminelle-Energie dahinter?

Berechtigt ist die Frage, wie soll dieses denn gehen?

Nun die Regierung um zu Regieren braucht seine Sponsoren und deren Spenden!
Die Pharmalobbyisten sind große Sponsoren und Spender, dahinter steckt ein Markt von Medikamenten, Gutachten, Ideologien und die Rückendeckung der Regierung!
Ein Beispiel "Contergan ", ein ehrlicher Prozess hat nie stattgefunden, die Devise mit kleinem Geld die Betroffen abspeisen, mit Nachrichten Sperre! 

Der Skandal der Jugendlichen in Heimen, versklavt in Zwangsarbeit heißt "Kinderarbeit", wer nicht mit zog, nun Unmenschliche-Strafen wie Isolationshaft, dieses sind Tatsachen welche auch auf persönliche Erfahrungen beruhen!

Die Regierung, man lässt eine Stiftung entstehen, reklamiert einer, abspeisen mit geringer Entschädigung und Nachrichten sperre!
Eine kaputte Gesellschaft, promovierte durch die Regierung, es kommt nicht darauf an wer "Recht oder Unrecht" hat, sondern ist es Förderlich oder nicht!

In der jetzigen Situation, könnte eine "Minderheitsregierung " die beste Lösung sein, lassen wir uns nicht weiter vorschreiben was Demokratie ist oder bedeutet, sondern leben wir alle Demokratie im Bundestag!

Frau Dr. A. Merkel wäre sofort weg, denn diese gelebte Demokratie kennt Sie nicht, woher auch?
Nun ja, sind ja nur Gedanken!
Für Minderheiten in der ganzen Welt, kommt immer mehr der Gedanke eigene Parteien zugrunde siehe England!

Jedes Jahr landen in Deutschland intersexuelle Kinder auf dem OP-Tisch. Viele leiden ein Leben lang unter den Folgen der Behandlung, die vor allem ein Ziel hat: die Operierten in eine Gesellschaft einzupassen, die nur männlich und weiblich kennt.

"Man kann ein Kind nicht fragen: Hättest du lieber eine Scheide oder einen ­Penis? Es hat ja noch gar kein Begehren!" Oder: "Wir betonen immer, dass Deutschland so ein liberales Land ist. Trotzdem ­zerschneiden wir Kindern die Genitalien." Die beiden Amnesty-Researcher Marco Perolini und Laura Carter hören zu, nicken, machen sich Notizen. Gelegentlich stellen sie eine Frage, aber vor allem lassen sie die 60-Jährige erzählen.

Carter und Perolini sind extra aus London angereist, um solchen Klartext zu hören. Ihr Ziel: Informationen über die Lebenssituation von Menschen in Deutschland zu sammeln, die weder völlig männlich, noch durch und durch weiblich sind – so wie Lucie Veith. In ihrem bunt gemusterten Kleid, mit ihrer Hochsteckfrisur und den langen Ohrringen geht die Vorsitzende des Vereins Intersexuelle Menschen e.V. klar als Frau durch. Aber ihre DNA enthält ein männliches XY-Chromosom, und anstelle von Gebärmutter und Eierstöcken befanden sich einmal Hoden in ihrem Körper.
Die hat sie allerdings nicht mehr – womöglich würde sie sonst heute gar nicht hier sitzen, weil ihr Leben dann völlig ­anders verlaufen wäre. Die Operation, die Ärzte ihr mit Mitte zwanzig aufnötigten, war der Auftakt zu einem langen Leidensweg, der schließlich im Kampf für die Rechte intergeschlechtlicher Menschen mündete. Heute ist Veith eine der bekanntesten Aktivistinnen für dere Rechte.

"Ach, hat man Ihnen das nicht gesagt? Sie sind gar keine Frau." Dass sie selbst ein intergeschlechtlicher Mensch ist, hat Veith häppchenweise erfahren. Mit 13 teilte ihr ein Frauenarzt mit, sie könne keine Kinder bekommen, weil sich ihre Eierstöcke und Gebärmutter nicht richtig entwickelt hätten. Mit 23, inzwischen glücklich verheiratet, erfuhr sie weitere Details, dieses Mail bei einem Krankenhausaufenthalt. "Mehr als 25 Leute haben mich tagelang wieder und wieder untersucht, anal, rektal, das war wie eine Vergewaltigung", erzählt sie. Schließlich eröffnete ihr der Stationsarzt, die Hand auf ihrer nackten Brust: "Sie haben ja Glück gehabt! Nicht alle Zwitter haben so schöne Brüste", sagte der Mann. "Ach, hat man Ihnen das gar nicht gesagt? Sie sind gar keine Frau. Sie sind ein Mann. Sie haben ein XY-Chromosom."

Die Aussage des Arztes wühlt Veith auf, ihrem Mann stellt sie frei, sie zu verlassen. Aber der lässt sich nicht beirren: "Du bist immer noch die Person, die ich liebe. Du hast dich doch nicht verändert und nichts falsch gemacht." Im Rückblick sagt Veith: "Bis dahin hatte ich Glück." Mit dem dritten Häppchen Aufklärung sollte sich das ändern. Als man sie erneut ins Krankenhaus zitiert, erfährt sie, dass sie Hoden in ihrem Körper trägt. Und deren Krebsrisiko sei sehr hoch, warnen die Ärzte. Womöglich seien die Zellen schon entartet, man müsse sofort operieren.

Überzeugt, dass sie nur so dem Krebstod entgehen kann, willigt Veith in eine Gonadektomie ein – die operative Entfernung der Hoden. Da ihr Körper danach kein Testosteron mehr herstellen kann, erhält sie fortan Hormone – allerdings kein Testosteron, sondern Östrogene, also weibliche Geschlechtshormone. Operation und Hormone lösen eine tiefe Lebenskrise aus. Veith fällt in Depressionen, nimmt zu, verliert jede Lebenslust. "Ich hatte gar kein Körperempfinden mehr, ich war nur noch ein Klumpen Fleisch", sagt Veith.

Ein Licht am Ende des Tunnels erscheint, als sie, inzwischen Mitte vierzig und schwer depressiv, ihren ersten Internetanschluss bekommt. Mit Staunen liest sie im Netz, dass sie kein Einzelfall ist – und schließt sich der Selbsthilfegruppe "XY-Frauen" an. Der nächste Durchbruch: Veith findet einen Arzt, der ihr Testosteron verschreibt – das Hormon, das ihr Körper nicht mehr produzieren kann. "Am dritten Tag nach der Umstellung ging eine warme Welle durch meinen Körper", beschreibt Veith. "Ich empfand wieder Lust, meine Depressionen wurden weniger." Veith gewinnt ihre alte Kraft und Lebenslust zurück.

Damit es anderen intersexuellen Menschen nicht so ergeht wie ihr, weitet sie ihr Engagement aus und setzt sich schließlich hauptamtlich für die Rechte von Menschen mit "biologischen Besonderheiten bei der Geschlechterdifferenzierung" ein. Und auch ihrer eigenen Geschichte geht sie nach. Als sie Jahre nach ihrer Operation ihre Befunde einfordert, trifft sie den Arzt wieder, der ihre Hoden entfernt hat. Erst jetzt erfährt sie, dass die Organe kerngesund gewesen waren. Warum der Arzt sie denn trotzdem entfernt habe, möchte sie wissen. "Aber Frau Veith, in Ihren weiblichen Körper gehören doch keine Hoden!", behauptet der Mediziner.

Viele sind ein Leben lang traumatisiert Einer Haltung wie dieser begegnet Veith in ihrer Arbeit immer wieder. Die Folge: Kinder, die mit uneindeutigem Geschlecht zur Welt kommen, landen häufig auf dem OP-Tisch. Viele sind noch nicht einmal drei Jahre alt, wenn Mediziner deren Genitalien auf Durchschnittsmaß zurechtschneiden oder gar eigenmächtig über deren Geschlecht entscheiden. Der Grund für die frühen, medizinisch meist nicht notwendigen Eingriffe: Es könnte die Kinder traumatisieren, wenn zum Beispiel im Kindergarten auffällt, dass sie "anders" aussehen – so die Lehrmeinung. Deshalb informierten Mediziner Patientinnen und deren Angehörige jahrzehntelang gar nicht erst über ihre Operationsabsichten.

Die Denkweise besteht bis heute fort. So empfiehlt etwa ein 2013 neu aufgelegtes Fachbuch für Kinderärzte: "Die operative Korrektur soll so früh durchgeführt werden, dass die Mädchen sich später ihrer Intersexualität nicht erinnern, also im Säuglingsalter, spätestens im 2. bis 3. Lebensjahr." Die Folge der komplizierten Operation: Nicht selten bleibt die verkleinerte Klitoris taub.

Der Versuch, intersexuelle Kinder zu Jungen oder Mädchen umzuoperieren, geht auf die "Optimal Gender Policy" des Psychologen John Money zurück. Der hatte in den 1950er Jahren die These aufgestellt, dass intersexuelle Kinder nach Wahl zu Männern oder Frauen heranwachsen könnten – vorausgesetzt, ihre körperlichen Besonderheiten würden vor dem zweiten Lebensjahr einem der beiden Geschlechter angeglichen, die Eltern erzögen ihr Kind konsequent im Sinne des gewählten Geschlechts und verschwiegen ihm ein Leben lang, dass es intersexuell zur Welt gekommen sei.

Da weibliche Genitalien leichter zu modellieren sind als männliche, wurden nach Moneys Vorstellungen bis weit in dieses Jahrhundert hinein fast alle Kinder mit uneindeutigem Geschlecht zu Mädchen umoperiert. Man schnitt Kleinkindern die Keimdrüsen heraus und sterilisierte sie damit, stutzte Genitalien zurecht, dehnte Gewebe auf schmerzhafte Weise zu "kohabitationsfähigen" Scheiden und verschrieb Hormone. Aber Moneys Ansatz ging nicht auf: Zahlreiche Operierte konnten sich später mit dem zugewiesenen Geschlecht nicht identifizieren, viele sind ein Leben lang traumatisiert und gehen keine Partnerschaften ein.

Juristische Hürden Seit einigen Jahren scheint sich die Lage zu bessern. Aktivistinnen wie Veith ist es gelungen, eine Diskussion in Gang bringen, die Genital-OPs hinterfragt und die Bedürfnisse intersexueller Menschen stärker in die Öffentlichkeit trägt. Sie fordern, kosmetische Genitaloperationen an Säuglingen zu verbieten. Wer mit 16 Jahren selbst eine Operation wünscht, soll sie aber bekommen. Rückendeckung erhält die Bewegung von den Vereinten Nationen. "Deutschland ist wiederholt von UNO-Menschenrechtsgremien wie dem Kinderrechtsausschuss, dem Antifolterausschuss und dem Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufgefordert worden, den Schutz und die Achtung der Menschenrechte intergeschlechtlicher Menschen in Deutschland zu verbessern", sagt Petra Follmar-Otto vom Deutschen Institut für Menschenrechte. "Insbesondere soll Deutschland sicherstellen, dass keine unzulässigen geschlechtszuweisenden Operationen an Säuglingen und Kindern stattfinden."

In der Praxis stoßen Betroffene aber auf juristische Hürden, zum Beispiel zu kurze Verjährungsfristen und unklare Zuständigkeiten. Selbst Verstöße gegen die Antifolterkonvention bleiben ungeahndet: "Obwohl der Antifolterausschuss deutlich gemacht habt, dass Opfer menschenrechtswidriger Operationen ein Recht auf Entschädigung haben, ist dies in Deutschland auf dem Rechtsweg im Einzelfall kaum durchsetzbar", so Follmar-Otto. Immerhin aber sei es gelungen, das Thema auf die politische Agenda zu setzen: So müssen Eltern seit 2013 kein Geschlecht mehr für ihr Neugeborenes angeben. Eine interministerielle Arbeitsgruppe überprüft, ob weitere Gesetzesänderungen nötig sind. Und eine neue ärztliche Leitlinie empfiehlt, mit nicht überlebenswichtigen Genital-OPs zu warten, bis die Kinder selbst darüber entscheiden können. Verbindlich ist sie allerdings nicht.

Mitunter geht es aber nur um ganz einfache Alltagsfragen – etwa einen Tipp, was man dem Chef sagen könne, wenn der wissen will, warum seine Auszubildende regelmäßig zum Arzt muss. Andere suchen gute Ärzte, manche Unterstützung beim Outing. Von der jahrelang von Medizinern heraufbeschworenen Ablehnung, die dieses hervorrufe, hören Beraterinnen eher wenig. Im Gegenteil: "Häufig beziehen Familien die Lehrkräfte ein", sagt Gerda Janssen-Schmidchen von der Beratungsstelle für Intersexualität in Niedersachsen. "Die Kinder in der Klasse lernen dann, dass sie alle männliche und weibliche Hormone produzieren. Das öffnet den Weg zu mehr Verständnis."

Auch Veith hat in ihrem Umfeld keine Diskriminierung erfahren, als sie sich outete: "Eine Freundin war sogar böse, weil ich nicht mehr Vertrauen zu ihr hatte." Inzwischen hat Veith ihre Geschichte oft erzählt, als Beispiel dafür, was Menschen in Deutschland widerfährt, die zwar gesund sind, deren Genitalien aber nicht ins gängige Schema passen. Vor allem ihre Courage habe ihr geholfen, das alles durchzustehen, sagt sie im Rückblick.



Angenehmen Sonntag mfg Nikita Noemi Rothenbächer


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Samstag, 10. Februar 2018

Hey na Ihr, ich weiß einige Tage ohne Bericht über Ereignisse, schon Erstaunlich. Jedoch wir lassen andere Spekulieren, denn wir möchten von Fakten schreiben aus Deutschland und der Welt!


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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2017
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Hey Du hast es und brauchst es, deswegen Spende Blut, denn es fehlt in der ganzen Welt!
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Hey you have it and need it, so donating blood, because it is missing in the world!
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 Hey na Ihr, ich weiß einige Tage ohne Bericht über Ereignisse, schon Erstaunlich.
Jedoch wir lassen andere Spekulieren, denn wir möchten von Fakten schreiben aus Deutschland und der Welt!


Eigentlich gibt es in diesem Sinn so einige Gemeinsamkeiten mit den USA!
Ihr werdet euch fragen welche, bei so unterschiedlichen Ländern wie diese beiden.
Nun im September 2017 gab es Wahlen in Deutschland zur Bildung einer Regierung, welche das Volk vertreten soll, im Guten wie schlechten.
Erste Gemeinschaftlichkeit, sowohl in den USA wie auch in Deutschland wurden jegliche Menschen von Minderheiten umworben mit Versprechen gelockt, ihre Stimmen für die entsprechende Partei ab zu geben!

Mit Bedauern stellen wir fest, eine große Enttäuschung macht sich immer mehr breit, bei diesen welche man als "Minderheit" bezeichnet!

Auch wenn einige von uns es schon Vermutet haben, am Ende des Groko- Kaliationsvertrages kommen oder werden diese Minderheiten nicht benannt, noch gibt es Lösungen für ihre Problematiken, das ist ein Fakt!!!

Fakt ist auch das Präsident D. Trump der USA das gleiche noch viel "bösartiger" zugemutet hat, nichts und keiner bringt Ihn davor ab, das Menschen jeder einzige "Einzigartig" ist, die Natur kein Duplikat zulässt!

Viele große und mächtige dieser Welt, wie Putin, Erdogan, Trump usw. usw., tragen Ihren Hass unter das Volk, widerrede unmöglich,  da man sofort von diesen "Verfolgt, Eingesperrt, Misshandelt und Dekreditiert wird", als leichte Form der Macht!

Minderheiten schreiben Verzweifelt offene Briefe, in welchen Sie darauf Aufmerksam machen, das wie im Fall von Intersexuellen Säuglingen und Kindern der Staat es ist, welche Internationale Gesetze wie Rügen schlicht einfach ignorieren!
Ist das was das Volk gewählt hat?

Es gibt unglaublich viele "Selbsthilfe-Gruppen wie Vereine, in diesem Deutschland, unglaublich viele Aktivisten für Menschen-Rechte, dieses weil der Staat zeit Jahren versagen aufzeigt!

Das sind "Fakten"!!!

Andere schreiben:

GroKo-Koalitionsvertrag

„Wir respektieren geschlechtliche Vielfalt. Wir werden die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts hierzu umsetzen. Wir werden gesetzlich klarstellen, dass geschlechtsangleichende medizinische Eingriffe an Kindern nur in unaufschiebbaren und die Lebensgefahr abwendenden Fällen zulässig sind.“

https://transallianceproject.wordpress.com/…/grokokoalitio…/

Oder auch:

GroKo: Weich formuliertes Verbot von Genitalverstümmelungen an Kindern
steht in einem Entwurf des Koalitionsvertrags, der der Rheinischen Post vorliegt.

Selbstbestimmung des rechtlichen Geschlechts? Fehlanzeige.

Die Beteiligten haben es geschafft, selbst beim Thema dritter Personenstand jeglichen Trans*Begriff und Intersexualität zu umgehen.


http://www.rp-online.de/…/entwurf-des-koalitionsvertr…/1.pdf

Dieser Beitrag ist etwas Besonderes: Journalismus zum Hören, produziert und vor wenigen Tagen zuerst veröffentlicht von unserem Partner Deutschlandfunk Kultur. Er erlaubt etwas, was wir bei KR ganz besonders schätzen, den Perspektivwechsel. Nimm dir eine knappe Stunde Zeit, setze einen Kopfhörer auf und tauche ein in diese Geschichte.
„Intersexualität? Das ist doch ein Luxusproblem.” So reagierte ein Kollege, als ich ihm von meinem aktuellen Thema erzählte. Er konnte es nicht begreifen: Seit Jahrzehnten ging ich dahin, wo es weh tut: Völkermord in Srebrenica, Flucht und Vertreibung, Zwangsarbeit, tödliche Erbkrankheiten, Leben mit Alzheimer, Sterbehilfe, Kinderhospiz. Immer geht es ums Ganze, um Leben und Tod. Und nun dieses „Luxusproblem“?
Der Kollege hatte keine Ahnung. Und ich war ihm am Anfang der Recherche nur ein paar Schritte voraus. Beide entsprechen wir der Norm und übersehen nur zu leicht, wie diese Norm andere missachtet und degradiert. Und zu welchen monströsen Mitteln Eltern überredet werden, um Abweichungen zu vertuschen oder der Norm anzugleichen.
Quelltext: https://krautreporter.de/2300-dazwischen



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