Samstag, 29. Oktober 2022

Unsere Bundesregierung gab endlich den Weg frei, Sie müssen Ihr Wort halten!

Sie wurden von den Taliban verfolgt, gefoltert und lebten monatelang versteckt. Nun dürfen 25 homosexuelle und transgeschlechtliche Afghanen doch noch nach Deutschland reisen. Bisher hatten sie kaum eine Chance auf Aufnahme.

Die Bundesregierung hat 25 homosexuellen und transgeschlechtlichen Afghanen im Rahmen des Brückenprogramms eine Aufnahmezusage erteilt. Zuvor hatten der afghanische Aktivist Ali Tawakoli zusammen mit dem queeren Verein "Rat und Tat" aus Bremen 200 Anträge auf humanitäre Visa beim Auswärtigen Amt gestellt, jedoch keine Antwort erhalten.

Vergangene Woche habe sich das Auswärtige Amt doch noch gemeldet, berichtet Jörg Hutter von "Rat und Tat": "Plötzlich hatten wir eine Mail vom Auswärtigen Amt. Wir waren sehr überrascht", sagt Hutter. Darin: die Aufnahmezusagen für 25 LGBTIQ+ -Aktivisten und Aktivistinnen (lesbisch, gay/schwul, bisexuell, transgeschlechtlich, intersexuell und queer) und auch transgeschlechtliche Personen.

Kriterien offenbar erweitert

Das ist ein Novum. Denn bisher galt für die Vergabe von humanitären Visa der Bundesregierung das Kriterium der Exponiertheit - also die Tatsache, dass Menschen von den Taliban aufgrund ihrer Tätigkeit besonders verfolgt wurden. Dazu zählten Ortskräfte der Bundeswehr und anderer Organisationen, aber auch Aktivisten wie Ali Tawakoli. Transsexuelle hatten so bisher keine Chance auf Aufnahme.

Das Auswärtige Amt bestätigt die Zusagen nicht und verweist darauf, dass es keine Meldungen zum Bearbeitungsstand von Anträgen gebe, räumt indessen aber ein: Da öffentliches Engagement als LSBTI-Verteidigerinnen und Verteidiger in Afghanistan auch schon vor der Machtübernahme der Taliban sehr schwer gewesen sei, sei der Begriff des Engagements weit ausgelegt und bereits öffentliches Auftreten als LSBTI-Person als eine Form von Engagement

Gefahr von Folter und Tod

Transgeschlechtliche Menschen mit sehr weiblichen Zügen, erzählt Ali Tawakoli, seien aufgrund ihres Aussehens besonders von den Taliban verfolgt worden. "Sie waren schnell zu erkennen", sagt Tawakoli. Ihnen drohte Folter und sogar Hinrichtung. Daher habe er sich seit Monaten eingesetzt, dass besonders diese Menschen schnell aus Afghanistan rauskommen, so der 30-Jährige.

Mit dem neuen Aufnahmeprogramm der Bundesregierung wird dies künftig für alle verfolgten queeren Afghaninnen und Afghanen gelten. Sie zählen nun wie Ortskräfte oder Aktivisten zu den gefährdeten Gruppen.

Für die 25 LGBTIQ+-Afghaninnen und -Afghanen beginnt nun eine neue riskante Etappe. Sie müssen es sicher aus Afghanistan in eines der Nachbarländer schaffen. Erst von dort aus können sie nach Deutschland geflogen werden. Das kann noch Monate dauern.


Sorgen oder Alternative-Wahrheiten wie geht es weiter, was macht die USA und NATO?

 Meine subjektive Schlagzeilen


Nach Ermittlungen zu illegalen chinesischen Polizeistationen in den Niederlanden prüfen nun auch deutsche Behörden Hinweise auf eine ähnliche Station in Frankfurt. 
Das teilte das hessische Innenministerium der SZ amFreitagnachmittag mit.
Laut einem Bericht der Menschenrechtsgruppe "Safeguard Defenders" soll China in Europa über 30 illegale Polizeistationen betreiben, die auch nicht offiziell registriert sein sollen.

Die US-Historikerin und Osteuropaexpertin Anne Applebaum wirft der deutschen Regierung vor, sie habe sich von Russland einfangen lassen und erklärt, wie es auch ohne Putins Sturz Frieden geben könnte.

Russische Armee diskutierte offenbar in abgehörter Kommunikation Nuklearschlag gegen Deutschland!
Innerhalb der russischen Armee sollen vor dem Ukraine-Krieg Szenarien eines Nuklearanschlags gegen Deutschland besprochen worden sein. Dabei wurden wohl drei Ziele genannt. Sicherheitsexperten bewerten die Funksprüche unterschiedlich.

Der Mann, der Putin die Grenzen aufzeigt, Seit 1945 trug kein US-General so viel Verantwortung: Nato-Oberbefehlshaber Christopher Cavoli kommandiert in der aktuellen Krise alle westlichen Truppen von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Der studierte Biologe spricht drei Fremdsprachen, darunter Russisch. Seine Fans sehen ihn als Intellektuellen in Uniform – und als kluge Antwort auf Wladimir Putin.
Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde keinem US-General so viel Verantwortung zugemutet wie Cavoli – einem Mann, der für die meisten Menschen in Europa ein Unbekannter geblieben ist. Das dürfte auch so bleiben. Cavoli akzeptiert seine dienende Funktion, er drängt nicht in die Medien. Schon gar nicht jetzt, in dieser Lage.

Schwere Angriffe auf Energieinfrastruktur

Militärexperten: Russland will die Ukraine zwingen, mehr in Infrastruktur als in die Gegenoffensive zu investieren!
Russland mit den systematischen Drohnen- und Raketenangriffen nicht nur die Zivilbevölkerung terrorisieren will. Es gehe auch darum, dass die Ukraine ihre Prioritäten verschiebt, heißt es in einer Analyse des US-Thinktanks ISW.
Die russischen Streitkräfte versuchen, die ukrainische Regierung zu zwingen, zusätzliche Ressourcen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Energieinfrastruktur einzusetzen, anstatt diese Ressourcen für die ukrainischen Gegenoffensiven im Osten und Süden aufzubringen“, heißt es im aktuellen ISW-Lagebericht.

Doch das größte Problem : Tote Soldaten, Teilmobilmachung, Einschränkungen in Russland: Die Folgen des Militäreinsatzes in der Ukraine sind auch in Russland immer mehr spürbar, wo der Krieg nicht benannt werden darf - die russische Bevölkerung leidet.
Nach acht Monaten ist eine große Zahl toter und verwundeter russischer Soldaten zu beklagen. Selbst konservativste Schätzungen gehen laut Samantha de Bendern, Russlandexpertin bei der Londoner Denkfabrik Chatham House, von 50.000 Toten in der Ukraine aus.
Seit Kremlchef Putin die Teilmobilmachung in Russland angeordnet hat, werden immer mehr Probleme publik. Viele der Reservisten werden ganz ohne Kampferfahrung oder Ausbildung an die Front geschickt. Manch einer hält es dort nur gut zwei Wochen aus – dann kehrt er im Sarg zurück nach Hause.

Donnerstag, 27. Oktober 2022

In Russland soll ein neues Gesetz "LGBT-Propaganda" in allen Sphären des Lebens verbieten. Menschenrechtsorganisationen sehen das mit großer Besorgnis.

 


In Russland soll ein neues Gesetz "LGBT-Propaganda" in allen Sphären des Lebens verbieten. Menschenrechtsorganisationen sehen das mit großer Besorgnis.

Vor zwei Jahren sei es schon schlimm gewesen. Jetzt aber sei es noch schlimmer. Das erzählt Tatjana Vinnichenko, die Direktorin des Moskauer Community Centers - einer russischen Organisation, die sich für die Rechte queerer Menschen einsetzt. Bei einem ersten Besuch Ende 2019 sitzt die Menschenrechtsorganisation schon versteckt in einem Moskauer Keller. Führt unter anderem ein "LGBT-Archiv", wie Vinnichenko selbst sagt. Mit Büchern und Zeitschriften noch aus der Zeit der Sowjetunion. Seitdem hat sich viel verändet.

Das Community Center wird, wie die meisten Menschenrechtsorganisationen in Russland, mittlerweile als "ausländischer Agent" geführt. Mit strengen Vorgaben und drakonischen Strafen. Vinnichenko und ihr Team sind umgezogen. Offiziell betreiben sie heute einen Co-Working Space mit angeschlossenem Café - für alle.

Es sei irgendwie leer geworden, erzählt die 49-Jährige mit einem Seufzer. Entweder wurde eine Organisation aufgelöst, oder aber sie sei ins Ausland gegangen. Das träfe gefühlt auf jede zweite zu, schätzt Vinnichenko. Schon vor zwei Jahren war die LGBTTIQ-Szene in Russland eine verborgene. Jetzt aber sei man noch verschlossener. Sogar in Metropolen wie Moskau.

Duma beschäftigt sich mit Gesetzentwurf

Eine der Organisationen, die aufgelöst wurden und damit nur noch aus dem Ausland arbeiten können, ist der "Fond Sphera". Von wo genau sie arbeiten, dürfen sie nicht verraten - aus Sicherheitsgründen. Natalya leitet dort die Kommunikationsabteilung. Sie helfen queeren Menschen, die auswandern, aber auch die, die bleiben. Mit Rechtsbeistand oder psychologischer Betreuung, ähnlich wie das Moskau Community Center.

"Zusätzlich zum Krieg", erklärt Natalyia, die sich als non-binäre Person identifiziert, brauche Russland noch einen anderen Feind. Und wie so oft in der Geschichte ihres Landes, träfe es mal wieder die LGBTTIQ-Community. Denn heute befasst sich das russische Parlament, die Duma, mit einem neuen Gesetzesentwurf in erster Lesung.

Ausweitung des bestehenden Verbots geplant

Seit 2013 ist die sogenannte "LGBT-Propaganda" gegenüber Minderjährigen verboten und unter Strafe gestellt. Jetzt soll dieses Verbot nicht nur auf Erwachsene ausgeweitet werden, sondern in so gut wie alle Sphären des öffentlichen Lebens hineinwirken: in den sozialen Netzen, im Kino, in der Werbung, auf Musik-Streaming-Plattformen, in Büchern.

Unter Strafe gestellt werden soll damit sogenannte "Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen", "Propaganda von Pädophilie", "Propaganda von Geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei Minderjährigen". Die Strafen reichen von umgerechnet bis zu 1600 Euro für Privatpersonen bis zu 160.000 Euro für Organisationen oder die Ausweisung verurteilter ausländischer Staatsbürger.

Man könnte sich fragen, warum ausgerechnet in Zeiten wie diesen ein solches Gesetz auf den Weg gebracht wird. Für den Duma-Abgeordneten Alexander Hinschtejn, der das Gesetz mit verfasst hat, muss es jetzt eben gerade wegen solcher Zeiten verabschiedet werden. LGBT sei heute ein "Werkzeug des hybriden Krieges", erklärte er in einer ersten öffentlichen Anhörung. "In diesem hybriden Krieg müssen wir unsere Werte verteidigen." Russland müsse seine Gesellschaft schützen, seine Kinder. Die "Spezialoperation" gegen die Ukraine verlaufe nicht nur auf dem Schlachtfeld, erklärte Hinschtejn, "sondern auch im Bewusstsein und in der Seele der Menschen.


Dienstag, 25. Oktober 2022

Und die Minderheit von Transsexuellen in Spanien kämpfen! Sie wollen nicht, doch müssen, Sie sind es gewohnt, denn Sie kämpfen für Recht und Gesetz zum Überleben. Politik die Ignoriert

 Für die meisten Transmenschen ist die Anerkennung ihrer Identität ein Grundbedürfnis.

Eine Anerkennung, die im Idealfall zu Hause beginnen würde.

Wie wissenschaftliche Beweise zeigen, erfreuen sich Transkinder, die von ihren Familien unterstützt werden, einer besseren psychischen Gesundheit. Auch wenn es vielleicht nicht nötig ist, wissenschaftliche Texte zu durchsuchen: Wer diese Zeilen liest, wird nicht überrascht sein zu erfahren, dass eine gepflegte und respektierte Kindheit eine glücklichere und gesündere Kindheit ist.

Logischerweise reicht das nicht. Wie jedes andere Kind entwickeln sich Trans-Minderjährige in vielen Bereichen außerhalb ihres Zuhauses: Sie lernen in der Schule oder im Institut, gehen ins Gesundheitszentrum, nehmen an außerschulischen Aktivitäten teil, benutzen öffentliche Verkehrsmittel ... In all diesen Bereichen ist es für den Staat notwendig um diese Anerkennung zu gewährleisten, die für ihr Wohlergehen und ihre Entwicklung unerlässlich ist. Schulgeld, Gesundheitskarten, Fahrkarten, Büchereiausweise... sind nur einige der vielen alltäglichen Dokumente, in denen sich eine Person mit ihrem Namen und oft auch ihrem Geschlecht widerspiegelt. Für eine trans Person ist es wichtig, dass diese Dokumente die richtigen Informationen enthalten. Nehmen wir zum Beispiel den Bildungsbereich. Wenn die Anmeldung, die Anwesenheitsliste, der Studentenausweis… die Identität einer trans Person nicht respektieren, warum sollten dann ihre Klassenkameraden? Oder deine Lehrer? Wenn sich ein Trans-Mädchen in der Schule nicht unterstützt, akzeptiert und letztendlich anerkannt fühlt, wie soll es dann weitergehen? In den letzten zehn Jahren haben die meisten autonomen Gemeinschaften Gesetze erlassen, die darauf abzielen, die Identität minderjähriger Transmenschen in vielen Bereichen ihres Lebens anzuerkennen. Sie hatten oft breite politische Unterstützung, gelegentlich auch von der PP, und wurden immer von der PSOE und den übrigen linken Parteien unterstützt. Sie haben jedoch, wie alle autonomen Gesetze, ihre Grenzen. Sie gelten von Anfang an nur für die Autonomien, die sie genehmigt haben, was diejenigen, die in Gemeinden wie Castilla y León leben, die heute von PP und Vox regiert werden, ungeschützt lässt. Darüber hinaus können sie nicht zur Berichtigung von Dokumenten verwendet werden, die in die Verantwortung des Staates fallen und für eine Person von wesentlicher Bedeutung sind, wie z. B. der Personalausweis, die Aufenthaltskarte oder der Reisepass. Der aktuelle Entwurf des Transgendergesetzes enthält eine restriktivere Version mit mehr Anforderungen als der Vorschlag von 2017 Auf staatlicher Ebene ist das geltende Gesetz von 2007 – eine soziale Errungenschaft, die wir dem unermüdlichen Kampf von Aktivisten wie Carla Antonelli verdanken – überholt. Einerseits werden missbräuchliche Anforderungen gestellt, die transsexuelle Menschen dazu zwingen, als krank diagnostiziert zu werden und sich einer Hormonbehandlung zu unterziehen, die sie nicht immer wollen oder brauchen. Andererseits verbietet es Minderjährigen, ihre amtlichen Dokumente zu verändern, eine Einschränkung, die das Verfassungsgericht 2019 abgelehnt hat und die den Empfehlungen internationaler Organisationen widerspricht. Um diese Probleme zu lösen, schlug die PSOE 2017 eine Reform vor, die es allen Personen über 16 Jahren ermöglichen würde, ihr registriertes Geschlecht ohne weitere Anforderungen als ihren Willen zu ändern, zusätzlich zu Personen unter diesem Alter, wenn sie durch ihre gesetzlichen Vertreter handeln. Dieser Vorschlag stieß auf breite Unterstützung im Kongress, scheiterte jedoch, als allgemeine Wahlen anberaumt wurden. Später wurde der PSOE-Vorschlag von Irene Monteros Gleichstellungsministerium in einer ersten Version des Trans Law-Projekts fast kopiert. Obwohl das aktuelle Trans-Law-Projekt nach den unerwarteten Diskussionen, die es innerhalb der Koalition ausgelöst hat, eine restriktivere Version mit mehr Anforderungen als der Vorschlag von 2017 enthält, erlaubt es Trans-Minderjährigen immer noch, die Informationen zu ihrem Geschlecht im Zivilstandsregister zu korrigieren. Und darum geht es beim Trans-Gesetz, das garantiert, dass offizielle Dokumente die Identität von Trans-Menschen angemessen widerspiegeln. Kurz gesagt, dass sie die Realität widerspiegeln, ohne jemanden dazu zu zwingen, sich einer medizinischen Behandlung zu unterziehen, die er nicht will oder braucht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es ist dringend erforderlich, dass sich unsere politischen Vertreter daran erinnern und das Transgesetz unverzüglich verabschieden. Das Glück und Wohlbefinden unserer Trans-Kindheit hängt davon ab.

Montag, 24. Oktober 2022

QUERDENKER-VERURTEILUNGEN DER WOCHE

 


QUERDENKER-VERURTEILUNGEN DER WOCHE (KW 42)

Da es im dritten Pandemiejahr fast täglich eine „Querdenker“-Verurteilung gibt, haben wir uns entschlossen, nicht mehr über jeden Fall einzeln zu berichten, sondern ab sofort Sammelartikel zu erstellen. Sozusagen die „Querdenker-Verurteilungen der Woche“. 

HAFTSTRAFE FÜR UNGÜLTIGE MASKENATTESTE?

Auch diese Woche wieder auffällig: der Hang mancher Mediziner:innen zu gefälschten Maskenattesten. Lars Wienand berichtete für t-online über eine Ärztin aus Bad Kohlgrub, die selbst nach einer Hausdurchsuchung im Juli 2020 noch weiter Atteste ohne erkennbare medizinische Notwendigkeit ausgestellt haben soll. Sie ist selbsterklärte Reichsbürgerin. Eine Anamnese oder Untersuchung habe nicht stattgefunden. Abgerechnet hat sie zwar eine nun eingezogene vierstellige Summe, jedoch bat sie auch um eine Spende an die lokale Corona-Protestgruppe. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen verurteilte sie wegen „Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse“ (§278 StGB) in 309 Fällen zu zwei Jahren OHNE diese auf Bewährung auszusetzen – und das obwohl sie sich zum Teil geständig zeigte. Hätte man Absatz zwei „beweisen“ können, wäre das Strafmaß sogar bis zu fünf Jahren möglich gewesen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und sie wolle dagegen angehen. Aber sollte es rechtskräftig werden, wäre dies die erste Person, die im Kontext gefälschter Maskenatteste eine Haftstrafe absitzen muss. Die bisherigen Geldstrafen in anderen Prozessen (siehe unsere Sammlungen der letzten Wochen) waren zwar teils empfindlich, aber vereinzelt noch von der „Community“ per Spende getragen worden. Die Inhaftierung könnte ihr nun niemand aus der Szene mehr abnehmen. Um eine Wiederholungsgefahr zu unterbinden, wurde ihr zudem ein dreijähriges Berufsverbot auferlegt. Aus Querdenkerkreisen gab es Lob für die mutige Ärztin und ihr Durchhaltevermögen.

t-online zitiert die Direktorin des Amtsgerichts, Christine Schäfer, wie folgt: „Der Richter habe keine Reue und Einsicht (der Angeklagten) festgestellt und damit keine günstige Prognose für die Zukunft stellen können“.

Pikantes Detail: ihr Ehemann war im Besitz einer Waffenbesitzkarte welche er allerdings wegen „Unzuverlässigkeit“ verlor. 

ÄRZTIN FRISTLOS GEKÜNDIGT: GEFÄLSCHTER IMPFPASS

Eine Ärztin aus dem Kreis Lippe war in einem Bielefelder Klinikum tätig und soll Ende November 2021 einen gefälschten Impfpass vorgelegt haben. Heraus kam dies, nachdem ihr eigener Sohn sie angezeigt hatte, im Klinikum selbst fiel die Fälschung nicht auf. Nachdem das Klinikum über das Gesundheitsamt Bielefeld von der Anzeige erfuhr, haben sie die Ärztin fristlos gekündigt. Als Begründung soll sie angegeben haben, sie habe dem „sozialen Druck“, sich impfen zu lassen, nicht länger standhalten können. Sie räumte die Fälschung zwar ein, wollte die Kündigung allerdings nicht akzeptieren und klagte vor dem Arbeitsgericht gegen die fristlose Kündigung – erfolglos. Dennoch will ihr Anwalt nun am Landesarbeitsgericht in Hamm in Berufung gehen. Parallel dazu läuft noch ein Verfahren wegen Urkundenfälschung gegen die Medizinerin.

FRAU AUFGRUND VON FUELLMICHS „RECHTSTIPPS“ VERURTEILT

„Man soll nicht alles glauben, was im Internet steht.“ schrieb schon Albert Einstein 1794 auf Twitter. Hätte die Reichsbürgerin und Querdenkerin aus Oberbayern lieber mal dieses Zitat auf Telegram gefunden statt die „Rechtstipps“ vom berühmt berüchtigten Reiner Fuellmich, Wobei das Finden das geringste Problem ist. Wir dürfen die kreativen Ergüsse aus der Querdenkerszene ja auch regelmäßig lesen und uns fragen. Fragen, ob sie das alles ernst meinen, was sie da schreiben. Die nun Verurteilte hat nichts hinterfragt, sondern für bare Münze genommen. Dabei fing alles eigentlich harmlos an: 43,50€ für zu schnelles Fahren, 230€ für den Mobilfunkanbieter waren zu zahlen. Dies wollte sie offensichtlich nicht zahlen, da ihr der Handyvertrag untergejubelt worden sei und suchte nach Tipps wie mit gerichtlichen Einsprüchen umgegangen werden soll.

Da sie laut eigener Aussage weder Zeitung liest, noch Nachrichten schaut, informierte sie sich überwiegend auf Telegram. Dort gelang sie dann über verschiedene Kanäle auf die Internetseite von Fuellmich auf welcher sich ein Video befand, welches erklärte, dass die Gesetze über Ordnungswidrigkeiten, die Zivilprozess- und die Strafprozessordnung nicht mehr gültig seien. Der Richter habe sich das Video teilweise, aber nicht bis zum Schluss angesehen, denn bereits davon sei ihm „leicht übel und schwindelig“ geworden. Sie verfasste ein Schreiben an das Gericht und forderte es u.a. auf dessen Legitimation nachzuweisen. Für den Fall, dass das nicht geschehe, machte sie ein so genanntes „Pfandrecht“ in Höhe von 700.000€ geltend.

Problem an der ganzen Sache: in Deutschland funktioniert so etwas nicht. Es wurde daraufhin ein Strafbefehl gegen sie erlassen, gegen welchen sie Einspruch wegen „versuchter Erpressung“ einlegte. Nach kurzer Verhandlung erging das Urteil: 90 Tagessätze a 40€, gesamt also 3600€. Fazit: 273,50€ wären günstiger zu bezahlen gewesen und man hätte seine Lebenszeit nicht mit den Rechtstipps von Dr. Reiner Fuellmich verschwendet. Rechtstipps, die der Frau teuer zu stehen gekommen sind.






Mittwoch, 19. Oktober 2022

Russisches Parlament will homosexuellenfeindliches Gesetz verschärfen

 


Russisches Parlament will homosexuellenfeindliches Gesetz verschärfen

Das russische Parlament spricht mit Verweis auf den Krieg in der Ukraine über eine Verschärfung des russischen Anti-Homosexuellen-Gesetzes. Geplant sind noch strengere Vorschriften.
Das russische Parlament hat angesichts der verschärften Konfrontation Russlands mit dem Westen und des Angriffskrieges gegen die Ukraine die Verschärfung eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes gefordert. Die Offensive in der Ukraine habe dem Gesetzesvorschlag „neue Bedeutung“ verliehen, sagte Alexander Chinstein, ein ranghoher Duma-Abgeordneter und Chef des Informationsausschusses. Der Einsatz finde „nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch in den Köpfen und Seelen der Menschen“.

Das Parlament beriet über Änderungen des Gesetzes von 2013, demzufolge Minderjährige keiner „Schwulenpropaganda“ ausgesetzt werden dürfen. Der neue Gesetzentwurf sieht vor, die „Verleugnung von Familienwerten“ und die „Förderung nicht-traditioneller sexueller Orientierungen“ für alle Altersgruppen zu verbieten.

Konstantin Malofejew, Milliardär und Medienmogul, sagte bei der Duma-Anhörung: „Der Krieg findet nicht nur auf dem Schlachtfeld statt“, sondern auch „auf den Smartphones unserer Kinder, in Cartoons und Filmen“.

Nach Angaben des Duma-Vorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin werden die Änderungen voraussichtlich noch im Herbst verabschiedet. Das Gesetz werde die Russen „schützen“, sagte Wolodin.

„Orbáns LGBT-Gesetz ist pure Hasspropaganda“

Die EU geht auf Konfrontation mit Viktor Orbán. Und in Ungarn gibt es erstmals einen Politiker, der ihn besiegen könnte: Gergely Karácsony. Im WELT-Interview sagt der grüne Politiker, was er unter „Kulturkrieg“ versteht und wie er diesen beenden will.

Seit zehn Jahren ist in Ungarn niemand so nah an die Macht gekommen wie Gergely Karácsony. Der Bürgermeister von Budapest aus der grünen Partei „Dialog für Ungarn“ hat es geschafft, sechs Oppositionsparteien hinter sich zu versammeln. Nach den Wahlen im Jahr 2022 will er den politischen Kurs des Landes grundlegend ändern.

Der 46-jährige Politikwissenschaftler arbeitete zuvor in der Meinungs- und Marktforschung und studierte Kampagnen und Wahlsysteme. Ihm schwebt eine neue Vision von Ungarn vor, ein Land, das zuletzt auch Kritik auf sich zog, weil es sexuelle Minderheiten an den Rand der Gesellschaft drängte.

WELT: Wie sieht Ihre Vision von Ungarn denn aus?

Gergely Karácsony: Der Hass, die Hetze gegen Minderheiten, der Kulturkrieg haben unsere Gesellschaft gespalten. Wir sind doch eine Nation und sollten uns daher nicht feindselig gegenüberstehen. Auch müssen wir die soziale Spaltung unseres Landes überwinden.

Schlag gegen Queer-Bewegung: Russland erklärt wichtigste LGBTQ-Gruppe zu „ausländischen Agenten“

Seit 2006 unterstützt das LGBT-Network Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in Russland. Nun geht die Regierung gegen sie vor.
Russland ist die wichtigste LGBTQ-Unterstützergruppe zum "ausländischen Agenten" erklärt worden. Die Vereinigung LGBT-Network, die 2006 gegründet wurde und in mehreren Regionen Russlands aktiv ist, wurde am Montag in das entsprechende Register des Justizministeriums aufgenommen.

Die Gruppe unterstützt nach eigenen Angaben Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sowie ihre Familien. Zudem setzt sie sich für Aufklärung ein und sammelte Beweise für Fälle von Diskriminierung.

Im Februar hatte LGBT-Network die Festnahme von zwei Tschetschenen bekanntgegeben, die anschließend nach Tschetschenien gebracht wurden. Menschenrechtsgruppen werfen den dortigen Behörden vor, Homosexuelle zu inhaftieren und in geheimen Gefängnissen zu foltern!

Das Kürzel LGBTQ steht im Englischen für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell und queer. In Russland ist Homophobie weit verbreitet. 2013 wurde in dem Land ein Gesetz verabschiedet, das positive Äußerungen über Homosexualität unter Strafe stellt. Seit einer Verfassungsreform 2020 ist die Homo-Ehe in Russland verboten.
In diesem Jahr wurden in Russland bereits dutzende Journalisten und einige unabhängige Medien als "ausländische Agenten" eingestuft. Damit werden sie verpflichtet, alle ihre Einnahmequellen offenzulegen und alle ihre Veröffentlichungen zu markieren. 


Dienstag, 18. Oktober 2022

Kinder und Jugendtranssexualität Aufklärung

 


Kinder- und Jugendtranssexualität
Wir sprechen über Transsexualität, wenn wir geboren werden, beobachten die Genitalien, die Zuweisung von Sex und die Realität, die Menschen erleben, die nicht mit ihrer sexuellen Identität übereinstimmen.
Mehreren Studien zufolge kann die Prävalenz dieser Realität 1/1000 betragen, sodass jeder Arbeiter, der mit Kindern oder Jugendlichen arbeitet, eine große Chance hat, einen Fall während seiner Laufbahn zu kennen. Diese Profis geben meistens an, dass sie keine Ahnung haben und nicht in der Lage sind, Freunde zu sein.
Transsexualität hat in allen historischen Kulturen und Zeiten existiert. In unserem kulturellen und historischen Kontext war die Transsexualität bis vor kurzem im Auftrag von Erwachsenen und wurde als geistige Krankheit, Laster oder Perversion verstanden. Kinder- und Jugendtranssexualität war nicht nur unsichtbar, sondern auch undenkbar.
Glücklicherweise können wir heutzutage diese Realität verstehen, verstehen und somit helfen. Außerdem lernen wir die erste Generation von Menschen in transsexueller Situation kennen, die nach ihrer sexuellen Identität lebt.
In diesem Kurs werden wir die neuesten Entwicklungen in diesem Thema aus dem theoretischen Bereich der Sexologie vorstellen. Außerdem werden wir an den Kapazitäten arbeiten und Ressourcen zur Begleitung der Transsexualität in allen Bereichen bereitstellen.
 

Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

Heute in den TV- Medien, die Massen - Vergewaltigung einer 15 jährigen Schülerin, angeblich "Gastarbeiter bzw. FLÜCHTLINGE auch Poliz...