Donnerstag, 21. März 2013

Ehemann erfährt nach 19 Jahren: Seine Frau war ein Mann



Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!

Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2013

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Ehemann erfährt nach 19 Jahren: Seine Frau war ein Mann

Fast zwei Jahrzehnte hat ein 64-jähriger Belgier mit seiner indonesischen Ehefrau glücklich zusammen gelebt. Beim Besuch eines Cousins der Frau kam es zu Andeutungen über ihre geschlechtliche Identität. Der Ehemann wurde misstrauisch. Wie die belgische Zeitung  „Nieuwsblad“ berichtet, stellte er sie zur Rede - und sie gestand, früher einmal ein Mann gewesen zu sein. Seitdem redet er nicht mehr mit ihr, lästert aber öffentlich über ihre Qualitäten als Hausfrau.


Nach 19 Jahren zerbrach die Ehe von Jan und Monica.
Der 64-jährige und seine Frau - in den belgischen Medien nur unter den Vornamen Jan und Monica  - bekannt - lernten sich im Jahr 1993 kennen. Monica arbeitete im Haus von Jans Schwester in Antwerpen. Die damals 27-Jährige war als Au-Pair-Mädchen aus Indonesien gekommen, sie war „sehr schön und feminin“, wie Jan trotz seiner Verbitterung gegenüber der Zeitung „Nieuwsblad“ einräumt. „Sie war ganz und gar Frau, nichts an ihr war männlich.“

Die zweite Ehe Jans lag seinerzeit in Trümmern, schnell verliebten sich der damals  44-Jährige und Monica. Sie heirateten. Die dritte Ehe Jans sollte 19 Jahre halten. Wie der britische "Telegraph" berichtet, fragte er Monica, ob sie Kinder wolle. Sie sagte nein. Jan war erleichtert, weil er schon zwei Kinder hatte.

Monica gab ihm keine Gelegenheit, misstrauisch zu werden. „All die Jahre gab sie vor, die Pille zu nehmen. Und selbst während des Sex' habe ich nie etwas bemerkt."

Die Ehe der beiden scheint glücklich gewesen zu sein. Auch jetzt noch rühmt Jan Monicas Qualitäten als Ehefrau. „Sie war immer eine gute Mutter für meine Kinder und eine fantastische Köchin“, sagte er der Zeitung „Nieuwsblad“. „Allerdings war sie nicht so gut beim Putzen und Bügeln – und jetzt weiß ich auch warum.”

Erst in den vergangenen zwei Jahren verschlechterte sich die Beziehung von Jan und Monica. Sie habe darauf bestanden, bis spät in die Nacht allein auszugehen. „Sie trug winzige Tops, die viele Haut entblößten“, schimpfte der 64-Jährige. „Und sie hatte mehr als 100 Paar Schuhe.“ Er habe sie auch dabei erwischt, wie sie im Internet Bilder von jungen Männern angestarrt hat.

Dennoch schöpfte Jan keinen Verdacht, bis ein Cousin Monicas aus Indonesien zu Besuch nach Antwerpen kam und eine Andeutung machte. „Ich erzählte es meinem Sohn, und er sagte, er habe Gerüchte gehört, dass Monica mal ein Mann gewesen sein soll.“

Jan stellte Monica zur Rede. Sie gestand schließlich, dass sie als Junge geboren wurde und eine Geschlechtsumwandlung hatte. „Meine Welt brach in Sekunden zusammen“, sagte Jan. „Ich war entsetzt. Ich fühle mich, als sei ich fast 20 Jahre lang verletzt worden.“

Das Paar lebt weiterhin zusammen in Antwerpen. Jan wollte Monica rauswerfen, doch ein Richter gestand ihm dieses Recht nicht zu. „Wir leben in verschiedenen Zimmern und sprechen kaum miteinander“, erklärte Jan der Zeitung. „Was Monica meiner Familie angetan hat, ist unverzeihlich. Ich will nur noch, dass sie aus meinem Leben verschwindet.“ Der Mann befindet sich in psychiatrischer Betreuung und hat eine Annullierung der Ehe beantragt.



Mittwoch, 20. März 2013

Wie so oft kommen viele Mail und viele Fragen, heißt einige welche den Blog lesen haben ganz konkrete Fragen gestellt!



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Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2013

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Wie so oft kommen viele Mail und viele Fragen, heißt einige welche den Blog lesen haben ganz konkrete Fragen gestellt!

Die erste Frage geht um die „ VORNAMENSÄNDERUNG“!

3 Jahre Leben im neuen Geschlecht zu leben für die Vornamensänderung ist nicht notwendig!
Die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt besagt:

„Zum anderen stellt Paragraph 1 TSG nicht darauf ab, dass der Antragsteller drei Jahre lang entsprechend der Vorstellung gelebt haben muss, sich dem anderen als dem im Geburtseintrag angegebenen Geschlecht zugehörig zu fühlen.

Vielmehr muss es sich nach Paragraph 1 TSG beim Antragsteller um eine Person handeln, die sich aufgrund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und seit mindestens drei Jahren ‚unter dem Zwang steht‘, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben.

Es wird also gerade nicht darauf abgestellt, ob die Person tatsächlich als anderen Geschlecht Zugehörige gelebt hat, bzw. ihr dies tatsächlich gelungen ist, sondern allein darauf, ob sie insoweit unter dem Zwang steht.

“ (Beschluss des Landgerichts Frankfurt vom 24.04.92, Az 2/9 T 323 und 344/92)“

Maria Sabine Augstein, Rechtsanwältin, Tutzing sagt hier zu:

Lasst Euch von Richtern nicht bluffen und einschüchtern und bezieht Euch auf diese Entscheidung des Landgerichts Frankfurt.

Das Urteil fiel im Rahmen der Verhandlung und der Rechtsaufassung des Richters „ Herr Ring“ gegen „Frau Monica Vera“ welche gegen das erste Urteil Beschwerde beim  Landgericht Frankfurt einreichte. Das Landgericht hob die Verfügung auf und setzte so ein Grundsatz-Urteil!

Zweite Frage: PERSONENSTANDSÄNDERUNG

Mit der Entscheidung vom 11. Januar 2011 – 1 BvR 3295/07 – hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass die Voraussetzungen für die rechtliche Anerkennung des Geschlechtswechsels nach § 8 Absatz 1 Nummer 3 und Nummer 4 des Transsexuellengesetzes (TSG) mit dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung aus Artikel 2 Absatz 1 und Absatz 2 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes nicht vereinbar sind.

Die Vorschriften sind bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung nicht anwendbar.
Gleichwohl bedarf es auch weiterhin für den personenstandsrechtlichen Geschlechtswechsel nach § 8 Absatz 1 TSG der Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit durch das zuständige Gericht.

Diese Feststellung ist jedoch derzeit nicht davon abhängig, dass die transsexuelle Person dauernd fortpflanzungsunfähig ist oder sich einem operativen Eingriff zur Veränderung ihrer äußeren Geschlechtsorgane unterzogen hat, wie dies § 8 Abs. 1 Nummer 3 und Nummer 4 TSG bisher voraussetzten.

Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Januar 2011 ist unanfechtbar; die Entscheidungsformel des Beschlusses hat gemäß § 31 Absatz 2 Bundesverfassungsgerichtsgesetz Gesetzeskraft.


Dritte Frage: Transsexuellen Ehe:

Auch hier ein Bericht von der Süddeutschen Zeitung.

Das gefühlte Geschlecht

Die Karlsruher Richter haben das Transsexuellengesetz für verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber darf Betroffene nicht mehr zwingen, dass diese sich vor einer Änderung des Rechtsstatus einer operativen Geschlechtsumwandlung unterziehen.

Von Heribert Prantl
Das Bundesverfassungsgericht hat die wesentlichen Bestimmungen des Transsexuellengesetzes für verfassungswidrig erklärt. Eine Frau oder ein Mann muss sich künftig nicht mehr die Geschlechtsteile entfernen oder umformen lassen, "um die personenstandsrechtliche Anerkennung im empfundenen Geschlecht zu erhalten".

Es sei, so sagten die höchsten deutschen Richter, unzumutbar, von einem Transsexuellen zu verlangen, "dass er sich derartigen risikoreichen, mit möglicherweise dauerhaften gesundheitlichen Schädigungen und Beeinträchtigungen verbundenen Operationen unterzieht, wenn sie medizinisch nicht indiziert sind, um damit die Ernsthaftigkeit und Dauerhaftigkeit seiner Transsexualität unter Beweis zu stellen".

Transsexualität wird als "Leiden am falschen Körper" definiert. Das deutsche Transsexuellengesetz (TSG) gilt seit 1. Januar 1981. Sein voller Titel lautet: "Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen". Es soll Frauen, die sich als Mann und Männern, die sich als Frau empfinden, die Möglichkeit geben, in der zu ihnen passenden Geschlechtsrolle leben zu können.

Kleine und große Lösungen

Das Gesetz sieht eine so genannte kleine Lösung vor, die es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, den oder die Vornamen zu ändern. Die so genannte große Lösung ändert nicht nur die Vornamen, sondern auch die Eintragung im Personenstandsregister. Nach der kleinen Lösung wird zwar beispielsweise aus "Erich" "Ingrid" - aber dahinter bleibt vermerkt "männlichen Geschlechts". Dieser Eintrag wird erst durch die große Lösung verändert, also nach einer operativen Geschlechtsumwandlung.

Dieser Eintrag ist aber allein ausschlaggebend für die die Ehe oder die nichteheliche Partnerschaft. Voraussetzung einer Eheschließung ist die Verschiedengeschlechtlichkeit der Ehegatten. Voraussetzung für die Lebenspartnerschaft ist, dass die Lebenspartner dem gleichen Geschlecht angehören.

Die große Lösung, also die Änderung der Eintragung "männlich" oder "weiblich" im Personenstandsregister, setzte bisher voraus, dass die Person, die die Änderung beantragt "dauernd fortpflanzungsunfähig" ist und "sich einem ihre äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat, durch den eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist". Der operative Eingriff gilt als nicht ungefährlich; nach den Operationen muss lebenslang eine Hormontherapie durchgeführt werden.

Diese Vorschriften der "großen Lösung" hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts in einem jetzt veröffentlichten und sorgfältig begründeten Urteil vom 11. Januar für unvereinbar mit der Menschenwürde und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit erklärt. Die entsprechenden Passagen des Transsexuellengesetzes wurden mit sofortiger Wirkung aufgehoben; sie sind bis zum Inkrafttreten eines neuen Gesetzes nicht mehr anwendbar. Das Urteil erging mit sechs zu zwei Stimmen, zwei Richter haben also dagegen gestimmt.

Gesetz folgt nicht den Erkenntnissen der Wissenschaft

Das Urteil verweist darauf, dass das Bundesverfassungsgericht schon in seiner Entscheidung vom 6. Dezember 2005 festgestellt habe, dass das Transsexuellengesetz nicht dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand entspricht. Es könne "nicht mehr davon ausgegangen werden, dass das Vorliegen ernsthaft und unumstößlich empfundener Transsexualität allein daran festgestellt werden kann, dass der Betroffene mit allen Mitteln bestrebt ist, seine Geschlechtsorgane und -merkmale als Irrtum der Natur durch operative Geschlechtsumwandlung zu korrigieren".

Die Dauerhaftigkeit und Irreversibilität des empfundenen Geschlechts eines Transsexuellen lasse sich nicht am Grad einer operativen Anpassung der Geschlechtsmerkmale messen, sondern daran, "wie konsequent der Transsexuelle in seinem empfundenen Geschlecht lebt und sich in ihm angekommen fühlt". Operationen könnten nur ein Indiz sein, aber nicht mehr. Das Verlangen des Gesetzgebers nach einer Operation sei eine "übermäßige Anforderung".

Die höchstrichterliche Entscheidung hat eine 62-jährige Frau erwirkt, die als Mann geboren worden ist, einen männlichen Vornamen erhalten hat, sich aber als Angehörige des weiblichen Geschlechts empfindet.

Sie ist homosexuell orientiert und lebt in Partnerschaft mit einer Frau. Sie hat nach den Vorschriften des Transsexuellengesetzes ihre männlichen Vornamen in weibliche Vornamen geändert (so genannte kleine Lösung). Eine Änderung des Personenstandes (große Lösung) wurde aber nicht vorgenommen; sie wird jedoch hormonell behandelt.

In der Geburtsurkunde steht, trotz Änderung der männlichen Vornamen in weibliche, weiterhin "männlichen Geschlechts". Als die Frau daher die Eintragung einer Lebenspartnerschaft begehrte, lehnte das Standesamt Berlin dies ab - weil eine Lebenspartnerschaft nur für zwei Beteiligte des gleichen Geschlechts eingetragen werden könne. Rechtlich sei aber die Antragstellerin noch immer ein Mann.

Dieses Recht wurde nun vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber muss die rechtlichen Anforderungen an eine Veränderung des Geschlechts in den amtlichen Registern neu definieren.


Richter öffnen Lebenspartnerschaft für Transsexuelle

Transsexuelle können künftig eine Homo-Ehe eingehen, auch wenn sie sich keiner Geschlechtsumwandlung unterzogen haben. Damit steht das gesamte Transsexuellengesetz infrage.
Bislang unterlag die Beschwerdeführerin mit ihren Klagen in allen Instanzen: Nun fand sie vor dem Bundesverfassungsgericht Gehör. Die Richter urteilten, dass Transsexuelle in Zukunft auch ohne Geschlechtsumwandlung eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft eingehen können.

Geklagt hatte eine 62 Jahre alte Frau, die als Mann geboren wurde. Sie wollte ihre Lebensgefährtin mit einer Lebenspartnerschaft absichern. Der Standesbeamte lehnte das Ansinnen jedoch mit dem Verweis ab, dass nur gleichgeschlechtliche Personen den Weg der Homo-Ehe gehen könnten. Da die heute 62-Jährige biologisch noch ein Mann sei, müsse sie ihre Partnerin heiraten.

Genau dadurch fühlte sich die Frau, die vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hatte, diskriminiert. In einer Ehe werde sie offiziell weiterhin als Mann geführt. Zudem müsse sie sich für diesen Akt auch in der Öffentlichkeit als Transsexuelle outen.

Bisher mussten sich Transsexuelle – Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen – laut Gesetz operieren lassen. Erst dann durften sie als biologisch Gleichgeschlechtliche eine Lebenspartnerschaft schließen. Sonst galten solche Paare als getrenntgeschlechtlich und ihnen stand nur die Ehe offen. In den Augen der obersten Richter ist diese Regelung aus dem Jahr 1980 jedoch diskriminierend und verfassungswidrig.

Die Richter stellten zudem klar, dass die Forderung des Gesetzgebers nach einer Geschlechtsumwandlung zu weit geht. Ob Menschen transsexuell sind, lasse "sich nicht am Grad der operativen Anpassung ihrer äußeren Geschlechtsmerkmale messen, sondern vielmehr daran, wie konsequent sie in ihrem empfundenen Geschlecht leben", heißt es in der Entscheidung.

Mit der Vorbedingung der Geschlechtsumwandlung und damit der Zeugungsunfähigkeit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass rechtlich als Männer anerkannte Frauen keine Kinder bekommen können. Dies hätte weitreichende Folgen für die Rechtsordnung. Dieses Problem sehen auch die Verfassungsrichter, schätzen jedoch das Recht der Transsexuellen auf sexuelle Selbstbestimmung unter Wahrung ihrer körperlichen Unversehrtheit höher ein. Zudem verweisen sie darauf, dass bereits jetzt das Verhältnis rechtlich anerkannter Transsexueller zu ihren Kindern unberührt bleibt, sprich: die Betroffenen sind für ihre Kinder Mutter oder Vater, auch wenn sie ihr Geschlecht geändert haben.

Manfred Bruns vom Lesben- und Schwulenverband begrüßte die Klarstellung, "dass die Grundrechte nicht vom biologischen Geschlecht abhängig gemacht werden". Das Bundesverfassungsgericht habe nun zum sechsten Mal die Bestimmungen des Transsexuellengesetzes kritisiert. Deshalb sei es an der Zeit für "ein modernes Gesetz, das die Rechte transsexueller Menschen sichert, anstatt diese einzuengen". Das forderte auch der Bundestagsabgeordnete Volker Beck. Der Grünen-Politiker sprach von einer Ohrfeige für die Bundesregierung, die das Gesetz noch immer nicht reformiert habe.

Derzeit lässt das Transsexuellengesetz für die Betroffenen zwei Wege offen, ihr Geschlecht zu ändern. Die sogenannte "kleine Lösung" besteht in dem Nachweis, dass sie sich dem anderen Geschlecht auf Dauer zugehörig fühlen. Dies muss durch zwei unabhängige Gutachter bescheinigt werden. Dann dürfen die Betroffenen auch ihren Vornamen entsprechend ändern.

Die "große Lösung" ist eine Geschlechtsumwandlung, bei der bei Männern Penis und Hoden amputiert und ein weibliches Geschlechtsorgan nachgebildet wird. Bei Frauen werden Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter entfernt sowie häufig die Brust verkleinert. Diese Operationen sind mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden.


URTEIL
Karlsruhe stärkt Rechte Transsexueller

Das Bundesverfassungsgericht hat die rechtliche Position Transsexueller verbessert. Sie kippten damit die bisherige gesetzliche Bestimmung, wonach eine Lebenspartnerschaft nur nach einer Geschlechtsumwandlung eingetragen werden konnte.

Die Karlsruher Richter erklärten in einem am Freitag veröffentlichten Grundsatzbeschluss die bislang geltenden rechtlichen Voraussetzungen, unter denen Transsexuelle eine homosexuelle Lebenspartnerschaft eingehen können, für verfassungswidrig.

Nach dem Transsexuellengesetz können Transsexuelle nur dann eine eingetragene Lebenspartnerschaft begründen, wenn sie sich zuvor einer geschlechtsändernden Operation unterzogen haben und dauerhaft fortpflanzungsunfähig sind. Diese ausnahmslose Regelung sei mit dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit nicht vereinbar, entschieden die Karlsruher Richter. Sie dürfe bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung nicht mehr angewendet werden.

Klägerin hatte sich nur umbenannt, nicht umwandeln lassen

Transsexuelle empfinden, dass sie "im falschen Körper" leben und ihr angeborenes Geschlecht nicht ihrem seelisch-psychischen Zustand entspricht. Nicht alle lassen sich jedoch deswegen operieren, manche ändern lediglich ihren Vornamen. Dies tat auch die 62-jährige Klägerin, die als Mann geboren wurde und sich als Frau empfindet. Sie ist homosexuell orientiert und lebt in Berlin mit einer Frau zusammen.

Die Klägerin hat zwar ihren männlichen Vornamen in einen weiblichen geändert - auch ihren Adelstitel hat sie in die weibliche Form "Freifrau" umgewandelt. Rechtlich gilt sie aber noch als Mann. Denn eine Änderung ihres "Personenstandes" hin zur Frau erfolgte deshalb nicht, weil sie die gesetzlich dafür notwendige geschlechtsändernde Operation nicht vornehmen ließ - vor allem wegen der gesundheitlichen Risiken in ihrem Alter. Sie wird jedoch hormonell behandelt.

Den zusammen mit ihrer Partnerin gestellten Antrag auf Eintragung einer Lebenspartnerschaft lehnte der Berliner Standesbeamte ab, weil diese nur für zwei Beteiligte des gleichen Geschlechts eröffnet sei. Das Amtsgericht Schöneberg, das Landgericht Berlin und das Kammergericht bestätigten die Entscheidung. Daraufhin legte die 62-Jährige Verfassungsbeschwerde ein.

(AZ: 1 BvR 3295/07 - Beschluss vom 11. Januar 2011)



Freitag, 15. März 2013

Ist das der lange gesuchte Beweis dafür, daß Transsexualität eine biologische Basis hat?



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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2013

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Ist das der lange gesuchte Beweis dafür, daß Transsexualität eine biologische Basis hat?

Neuen Zündstoff liefert Dick Swaab, Neurobiologe am niederländischen Institut für Hirnforschung in Amsterdam. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ beschreibt Swaab eine anatomische Besonderheit, die er in den Gehirnen sechs verstorbener Transsexueller gefunden hat:

Nach der Größe bestimmter, kaum stecknadelkopfgroßer Nervenknötchen zu urteilen, stammten alle sechs Gehirne von Frauen. Allerdings waren alle sechs mit einem männlichen Körper zur Welt gekommen. Erst später hatten sie eine Geschlechtsumwandlung durchführen lassen, weil sie sich selbst als Frau erlebten.

Nun meine Damen und Herren, das war ein Ausschnitt eines Berichtes in Fokus Mitte der 90iger Jahre. Vieles hat Medizin und Wissenschaft mehr herausgefunden, jedoch die genaue Ursache, nun nein man weiß es bis heute nicht!
Auch hier in diesem Blog wurde über Sensationelles des Öfteren Berichtet, aber letztendlich sind alles Spekulationen und sehr viel Hoffnung eine Antwort wohl auf die meist gestellte Frage unter Transidentischen Wesen deren Verwandten Bekannten und Familie!

Momentan bleibt einfach,  ja Abzuwarten und diese Wesen nein Menschen so zu nehmen wie Sie sind, letztendlich fällt es keinem leicht sich einzugestehen hey etwas stimmt nicht mit mir!
Da selbst Betroffen ist nicht einmal die Behandlung am Anfang das schlimmste, sondern zum einen die Selbsterkenntnis zum anderen dieses so oft gehörte offenbaren gegenüber diesen Familie und Bekannten wie Verwandten, die Angst welche auf kommt zu dem zu stehen was man Empfindet und Verspürt!
Denke eines der größten Probleme dabei ist man Erfährt sehr viel in der heutigen Zeit auch über das Inter-Net, jedoch was ist richtig was ist dabei Falsch oder was sind Vermutungen und Spekulationen!
Die Angst und diese wenn auch Bedauerlich über die Problematiken welche im Alltäglichen Leben also mit der Gesellschaft und im Sozialen Umfeld auftauchen wie Arbeitsplatz oder einfach mit einer wo möglichen Partnerin oder Partner!

Tja selbst meine Wenigkeit kann da sehr schlecht einen Rat geben, da jeder Mensch in seiner Art und Weise Einzigartig ist, die Natur lässt keine Kopie oder ein Duplikat zu, somit sind jede Lösungsansätze Individuelle und sehr Kompliziert!
Selbst der Oberbegriff Transgender bereitet oftmals Probleme, da die unterschiedlichen Gruppen untereinander sehr zerstritten erscheinen, da die Übergänge in vielen Fällen so fließend erscheinen, das ein Außenstehender kaum unterscheiden kann zwischen diesen!
Dazu kommt das diese oftmals Benannten SHG kaum zusammen arbeiten, sondern meist von denselben Betroffen betrieben werden, der Austausch ist natürlich Wichtig, jedoch meines Erachtens, viel Wichtiger erscheint das alles einmal Koordiniert wird.

Von diesem Fluss von Informationen welche auch ich Verbreite, für mich Subjektiv kann etwas total Einleuchtend sein, für andere kann dasselbe total Absurd erscheinen!
Und mit Kritik umzugehen ist dann auch nicht immer einfach, obwohl jede Kritik gut ist, da man dadurch Bemerkt dass einiges womöglich Besser gemacht werden könnte!
Wir versuchen aber so viel wie möglich Informationen zu vermitteln, um aus der Vielzahl von Information jeder das findet was Ihn womöglich einen Schritt weiter bringt!

Ist das der lange gesuchte Beweis dafür, daß Transsexualität eine biologische Basis hat?

Bislang verlief die Fahndung nach genetischen, hormonellen oder biochemischen Besonderheiten nämlich ebenso unbefriedigend wie das Studium der Familien von Transsexuellen, um etwa typische soziale Faktoren aufzuspüren.
„Es kann jeden treffen“, glaubt Louis Gooren. Gooren, Hormonspezialist an der Freien Universität Amsterdam, gilt als einer der weltweit erfahrensten Transsexuellen-Ärzte.

Zusammen mit einem Team von Psychotherapeuten und Chirurgen hat er mehr als 1500 holländische Transsexuelle während der Geschlechtsumwandlung betreut. Auch die sechs, deren Gehirne Swaab jetzt untersucht hat, waren zu Lebzeiten Goorens Patientinnen gewesen.

In der Tat haben Forscher in den letzten Jahren eine Reihe kleiner Nervenknötchen im Gehirn entdeckt, die sich bei Männern und Frauen in Größe und Aufbau deutlich unterscheiden (siehe FOCUS 14/95). Über die Funktionen dieser Kerne wissen die Forscher kaum etwas. Allerdings liegen die meisten im Hypothalamus, einer Region von der Größe einer Walnuß, der unter anderem eine entscheidende Rolle in der Steuerung des Sexualverhaltens zugeschrieben wird (siehe Grafik unten).

Im Hypothalamus befindet sich auch der von Swaab untersuchte dreiteilige BST-Kern: Dessen mittlerer Teil, BSTc, ist bei Männern im Durchschnitt mehr als doppelt so groß wie bei Frauen. Auch für Gooren ließ der Vergleich des BSTc der sechs Transsexuellen-Gehirne mit denen von zwölf heterosexuellen Männern und elf Frauen „keinen Zweifel zu“: Die Größe der Kerne entspreche eindeutig dem Geschlecht ihrer (weiblichen) Identität, nicht dem des (männlichen) Körpers.

Transsexualität, eine Laune der Natur, eine „Krankheit“? Stephan Hirschauer, Soziologe an der Universität Bielefeld, ist da ganz anderer Ansicht. Auf dem „14. Harry Benjamin International Gender Dysphoria Symposium“ im Kloster Irsee provozierte er Internisten, Chirurgen und Psychotherapeuten mit der These, Transsexualität sei keine Krankheit, sondern ein kulturelles Phänomen. Daß man die Lösung der Probleme Transsexueller in die Hände von Hormonspezialisten und Chirurgen lege, sei etwa so, als würde „man Hautärzten die Lösung des Rassenproblems übertragen“.

Hirschauers Schlag gegen das ärztliche Selbstverständnis ist eine moderne Variante des uralten Streits, inwieweit der Unterschied der Geschlechter biologisch oder sozial begründet ist. Für die eine Seite ist „Geschlecht“ das Resultat eines bereits in der Gebärmutter beginnenden genetisch festgelegten Entwicklungsprozesses, für die andere das Ergebnis eines permanenten sozialen Einordnungsprozesses.

Auch Gooren ist sehr zurückhaltend bei der Interpretation seiner Befunde. „Bevor in der Wissenschaft etwas als bewiesen gilt, müssen andere es wiederholt haben“, sagt er. Daß man diesen Leitsatz ernst nehmen sollte, zeigen die Untersuchungen, auf deren Basis Simon LeVay vom Salk-Institut in San Diego vor vier Jahren behauptet hatte, in den Gehirnen von Homosexuellen gäbe es „weibliche Strukturen“. Seine umstrittenen Schlußfolgerungen konnten nie bestätigt werden. Auch Swaab hat homosexuelle Männer untersucht, jedoch keinerlei Unterschied zu heterosexuellen Männern gefunden.

Die Aussagekraft solcher Studien ist wegen der kleinen Fallzahlen extrem von der Auswahl der Vergleichsgruppen abhängig: Verschärft wird das Problem bei den untersuchten Mann-zu-Frau-Transsexuellen noch dadurch, daß sie jahrelang hochdosierte weibliche Sexualhormone erhalten. Zwar versucht Swaab dies zu berücksichtigen, indem er in die Vergleichsgruppen Männer und Frauen eingeschlossen hat, die wegen anderer Krankheiten unter Hormonbehandlung standen. Dennoch kann die Möglichkeit, daß auch die massive Hormontherapie die Größe der Hirnkerne beeinflusst haben könnte, nicht völlig ausgeschlossen werden.

Selbst wenn der in Verdacht geratene Nervenknoten tatsächlich eine Rolle in der Festlegung der Geschlechtsidentität spielen sollte, ist damit die Diskussion über Biologie oder Umwelt längst nicht entschieden. Die nächste Frage liegt auf der Hand: Wann entwickelt sich der Größenunterschied des Kerns – vor oder nach der Geburt?

Tatsächlich gibt es Hinweise, daß Teile des menschlichen Gehirns ihre geschlechtstypische Differenzierung erst Jahre nach der Geburt abschließen. Belegt ist das durch einen weiteren Kern im Hypothalamus, dem „sexually-dimorphic-nucleus“: Dieser Zellhaufen ist bei Jugendlichen und Männern mittleren Alters im Durchschnitt doppelt so groß wie bei gleich alten Frauen.

Das Verblüffende: Bei neugeborenen Mädchen und Jungen ist das winzige Nervenknötchen noch gleich groß entwickelt, erst zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensjahr stirbt bei den Mädchen die Hälfte dieser Nervenzellen. Möglicherweise bestimmen also nicht nur chemische Signale wie Sexualhormone die Ausprägung von Geschlechtsunterschieden im Gehirn. Auch soziale Erfahrungen in den ersten Lebensjahren könnten eine Rolle spielen.

Internationale Vergleiche belegen den kulturellen Einfluss auf das Phänomen der Transsexualität. Bemerkenswert ist besonders das Geschlechterverhältnis: In vielen westlichen Ländern sind Männer, die sich als Frau empfinden, zwei- bis dreimal häufiger als der umgekehrte Fall der Frau-zu-Mann-Transsexuellen.

In der Türkei aber, wo völlig andere Begriffe von Mann und Frau herrschen, ist dieses Geschlechterverhältnis genau umgekehrt: Die im Westen selteneren Frau-zu-Mann-Transsexuellen sind dort sogar achtmal häufiger als die andere Geschlechtsvariante. Auch in den osteuropäischen Ländern überwiegen Frau-zu-Mann-Transsexuelle.

„In diesen Ländern findet sich damit ein Geschlechterverhältnis“, sagt Hirschauer, „wie es auch bei uns im letzten Jahrhundert typisch war.“ Ein starkes Argument für die Vermutung, daß erst das soziale Geschlechtsverständnis der westlichen Gesellschaften einen Großteil des Psychodrucks erzeugt, der viele Transsexuelle zur Geschlechtsumwandlung treibt.

Von Geburt an erfahren Kinder die herrschende Einteilung der Geschlechter: Und die sieht in westlichen Gesellschaften eben nur zwei fest an den Körper gebundene Kategorien vor. „Der Raum zwischen den Geschlechtern“, sagt Hirschauer, „ist kaum bewohnbar.“

Dieses krasse „Entweder-Oder“ wird für Transsexuelle gleich zweifach zur Falle. Zum einen ist es die Quelle der Intoleranz, der Transsexuelle meist in der Öffentlichkeit begegnen, weil sie nicht in das zweigeschlechtliche Schema passen. Da sie zum anderen aber auch selbst dieses Klischee von den eindeutig definierten Geschlechtern verinnerlicht haben, können die Betroffenen nicht einmal ihren eigenen Normen entsprechen.

Die Spaltung reicht tief: Leben sie der sozialen Bedeutung ihres Körpers entsprechend, empfinden sie eine tiefe innere Unzufriedenheit, leben sie nach ihrer inneren Identität, setzen sie sich dem Angriff der Umgebung aus. Die meisten brauchen Jahre, bis sie den Mut finden, aus dem Dilemma auszubrechen. Erst als „die innere Not größer war als die Angst vor den Folgen“, sagt Nicole, „habe ich mich als Frau in die Öffentlichkeit getraut.“

Das Experiment zur Hypothese, daß Toleranz Transsexuellen das Skalpell ersparen könnte, ist bereits im Gang. Allein der öffentliche Diskurs über sie hat das Klima verändert. Noch vor 30 Jahren als Perverse oder Verrückte geächtet, hat eine Vielzahl von Porträts und Reportagen die Öffentlichkeit mit dem Phänomen der Transsexualität und den damit verbundenen Schicksalen bekanntgemacht. Zeichen des wachsenden Selbstbewusstseins sind auch die Selbsthilfegruppen wie die Offenbacher „Transidentitas“, die sich mittlerweile in fast jeder Großstadt etabliert haben. Transsexualität erfahre eine gewisse Verbürgerlichung, sagt Gooren: „Es wird zu etwas, woran man leiden kann.“

Auch die Ärzte spüren, daß sich der Raum zwischen den Geschlechtern zu öffnen beginnt. „Die Behandlung“, beobachtet der Psychotherapeut Walter Bockting von der University of Minnesota, „ist nicht länger darauf beschränkt, den Betroffenen bei der Rollenfindung zu helfen. Jetzt haben wir auch die Möglichkeit, Transsexuelle in ihrer eigenen Identität zu bestätigen.“ Ein drittes Geschlecht als Lösung aller Probleme? Trotz der wachsenden Toleranz ist Nicole sicher: „Ich will als Frau unter Frauen leben, nicht als Transsexuelle unter Transsexuellen.“
...
Quelltext: TRANSSEXUALITÄT: Der Raum zwischen den Geschlechtern http://www.focus.de/wissen/natur/transsexualitaet-der-raum-zwischen-den-geschlechtern_aid_154559.html

Freitag, 8. März 2013

" [transgender], a new term which transcends the restricting and extant categories of gender identity, is more neutral regarding etiology, and encompasses the vast complexity of gender manifestations and identities".



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Mann oder Frau - lebenslänglich?

Geschlecht IST unveränderbar. Genitalien das. Sind wesentliche merkmal von Geschlecht.
Jedwede Ausnahme Zu den Zwei Geschlechtern Seite ist nicht ernst zu nehmen.

Es GIBT keine Übergänge von Einem zum Anderen Geschlecht Ausser zeremoniellen (Maskeraden).
 JEDER Mensch Muss ALS das. Eine oder Das andere Geschlecht klassifiziert Werden.

Die Dichotomie männlich / weiblich IST Natürlich.

Die Zugehörigkeit zu DM DM einen oder Anderen Geschlecht IST Natürlich.

This teil impliziten, teils expliziten REGELN bestimmen sterben vorherrschende wahrnehmung von Geschlecht im Alltag und in der Wissenschaft und so grundlegend Sindh, dass. Selbst abweichende Phänomene Wie ZB Eine hohe Stimme bei Einer ALS Mann identifizierten Person oder Leichter Bartwuchs Markt auf der Oberlippe bei Einer Frau SIE Nicht in Frage stellen (vgl. Kessler / McKenna 1978) 4.

Vielmehr Werden Abweichungen DURCH Corresponding Differenzierungen oder Ergänzungen so gedeutet und klassifiziert, dass. SIE sterben Grundannahmen aufrechterhalten und sogar Confirm.
Die Zweigeschlechtlichkeit IST-Fest in Unserer alltäglichen wahrnehmung verankert.
Alle Menschen ordnen Sich in der Begegnung wechselseitig ALS entweder Männer oder Frauen Nach diesen REGELN Ein.

Zu den Abweichungen Auf der Ebene des Alltags gehören körper und Lebenspraxen von Menschen, sterben Sich im übergang von Einem ins switch Geschlecht Befinden, uneindeutiger körperliche Geschlechtsmerkmale Haben oder bei Denen Geschlechtsrolle und körperliches Geschlecht Nicht Miteinander übereinstimmen - auch körper und Lebenspraxen von Transsexuellen, Hermaphroditen, Auch Transvestiten oder schwul-lesbische bestimmte Selbstinszenierungen.

Das Ist in der heutigen Zeit überholt Wirklich, sterben WENN Mann Dann Politiker VOR Allem der CSU Über this Thematik Fragt, bemerkt man sehr Schnell das. this einen sehr veralteten STRUKTUREN fest Halten!
Ansonsten könnten SIE Nicht Gegen Eine Gleichstellung der Partnerschaft Gleichgeschlechtlichen Stimmen!

"[Transgender], ein neuer Begriff, der die Begrenzungs und vorhandenen Kategorien von Gender-Identität transzendiert, ist neutral in Bezug auf Ätiologie und umfasst die große Komplexität der Erscheinungsformen der Geschlechter und Identitäten".

Seit Anfang der 90er Jahre Kämpfen VOR Allem in Den USA Transsexuelle, Transvestiten, Zwitter, Schwule, Lesben und switch leute mit abweichenden Körpern und Geschlechtsidentitäten Unter dem Etikett "Transgender" Gegen Diskriminierung und für geschlechtliche Selbstbestimmung.

Die Bewegung der Transgenderisten Zeichnet Sich DURCH Eine Reihe von Besonderheiten aus:
Zum einen WIRD ALS Geschlecht Nicht Länger Natürlich und determiniert verstanden, Sondern (konstruktivistisch) als Lebenspraxis, sterben veränderbar IST.

Die auflösung der Ordnung und zweigeschlechtlichen Eine Vervielfältigung der denk-und lebbaren Geschlechtsidentitäten Jenseits der gängigen Vorstellungen von (heterosexuellen) Frauen und MÄNNERN IST Politisches ziel der Transgenderbewegung.

Zum Anderen Betreiben Transgenderisten Zwar Durchaus Identitätspolitik, DOCH sterben jeweiligen Identitäten beruhen Nicht Länger Markt auf Einer feststehenden Essenz, Sondern im Gegenteil GERADE Auf dem "trans", auch Auf dem Überschreiten bestehender Grenzen. So Werden Differenz, veränderung und Grenzüberschreitung gelebt und mitgedacht.

Der Begriff "Transgender" WIRD Nicht-Nur in der Subkultur, Sondern Auch in der Fachliteratur seit Anfang der 90er Jahre ALS Sammelbegriff Benutzt, wobei sterben reichweite des Begriffs variiert (vgl. Ekins / King 1998: 98ff).

In der Einleitung zu DM seit 1997 erscheinenden Das International Journal of Transgenderism WIRD der ausdruck folgendermaßen definiert:

"[Transgender], ist ein neuer Begriff, der die Begrenzungs und vorhandenen Kategorien von Gender-Identität transzendiert, mehr neutral in Bezug auf Ätiologie und umfasst die große Komplexität der Erscheinungsformen der Geschlechter und Identitäten" (Pfäfflin / Cole 1997).

Wie Begriffe Transsexualität, Transvestismus, Hermaphrodismus oder Geschlechtsidentitätsstörung Werden Versand Aufgrund der meist mit IHNEN einhergehenden Pathologisierung Abgelehnt.
Im weitesten sinne beinhaltet alle Transgender Lebensweisen von Geschlechtlichkeit, sterben Nicht Eindeutig in Würfel Kategorien von Mann oder Frau einzuordnen Sind.

Zu den Personenkreisen, sterben Sich in diesem sinne ALS Transgender bezeichnen, gehören zum beispiel prä-, Post-und überhaupt Nicht operierte Transsexuelle, und sowohl Zwar Mann-zu-Frau Als Auch Frau-zu-Mann, Transvestiten, Crossdresser (Drag Queens genauso Wie Drag Kings), MIT Personen Uneindeutigen Genitalien, Personen, sterben Sich von Dazu Entschieden Haben, Uneindeutige Geschlechtsidentitäten im Alltag zu leben und Personen, sterben Sich entschlossen Haben, überhaupt kein Geschlecht darzustellen (Stone 1999).

Der ausdruck Transgender bezieht Sich so verstanden auch Markt auf JEDE Art von Verhalten oder Lebenspraxis, sterben bestehende Geschlechtsrollen überschreitet.

Dementsprechend ZÄHLEN Sich Auch einige butches oder Stein-butches, dh sehr maskulin auftretende lesbische Frauen, zur Transgendergemeinschaft.
Auch Intersexuelle / Hermaphroditen / Zwitter identifizieren Sich zum Teil mit der Transgenderbewegung.
 In Einem zweiten, Etwas Engeren sinne WIRD der ausdruck Transgender in der Subkultur ALS Oberbegriff für Transsexuelle und Transvestiten Verwandt.

Die Aufhebung of this Grenzziehung IST insofern bemerkenswert ALS sterben Definition von Transsexualität Hauptsächlich in Abgrenzung zur Travestie erfolgte:
In der Klassischen, Markt auf Harry Benjamin (1966) zurückgehenden Definition WIRD Bereich zwischen "Echten" Transsexuellen und "falschen" Transsexuellen, dh Transvestiten, unterschieden.

In Einer dritten Bedeutung Bedeutung, der am engsten gefassten, Meint der Begriff Transgender Transsexuelle sterben Zwar Vollständig in der "Anderen" Geschlechtsrolle leben, Sich Aber Nicht operieren Lassen Woll.
DAMIT SIE Sich Bewusst grenzen von der gängigen Definition und DM gängigen Verlauf des Geschlechtswechsels ab.

Lost Man Sich von DM biologistisch fundierten Alltagsverständnis von Zweigeschlechtlichkeit, WIRD erkennbar, dass. sterben Standardgeschichte vom "falschen Körper", in DEM Transsexuelle Sind gefangen und von DM es Sich Auf Jeden Fall zu befreien vergoldet, Nur Eine von Vielen möglichkeiten IST, einen Geschlechtswechsel zu leben (vgl. Hubbard 1998).

Im Weiteren wird der prächtigste Weber ausdruck hier im weitesten sinne verwendet.
Es Geht ähm alle Formen, Druck geschlechtlicher Eindeutigkeit Identifikation aufzugeben und anstelle eines zweigeschlechtlichen Systeme mit klar zuzuordnenden Geschlechtskörpern und Geschlechtsrollen sterben Gesamte Bandbreite von möglichkeiten, Geschlecht und körper zu leben, anzuerkennen.

Als Kleinster Gemeinsamer Nenner der verschiedenen, auch available Engeren, Verwendungen Kann der politische anspruch bezeichnet Werden, der mit DM Begriff verbunden Ist.

Immer Geht es darum-, potentiell Das Recht Markt auf abweichende und DAMIT subversive types, Geschlecht und körper zu leben, durchzusetzen.

Unterschiedlich IST Nur, in wessen Namur of this Recht in anspruch Genommen WIRD.

Lebensweisen und Körperpraxen, Pays Welche sterben naturalisierte hegemoniale Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit mit heterosexuellen anzeigen Ihren Kategorien Mann und Frau zu überwinden suchen, Werden DURCH sterben Transgenderbewegung unterstützt und ermöglicht.

Erste Ergebnisse of this Bewegung Werden im Folgenden Trotz des Verständnisses Weiten von Transgender allerdings am beispiel aufgezeigt Transsexualität.

Genauer:

An der regulierung des Geschlechtswechsels DURCH Verschiedene medizinische Standards, in Denen Verschiedene Grundauffassungen von Geschlecht - essentiell gegen konstruiert - zum ausdruck Kommen.
Hier WIRD sterben veränderung des Bezugs Markt auf sterben zweigeschlechtliche Ordnung Objektes besonders deutlich. Im umgang Mit Dem Wunsch Nach Einem Leben im Anderen Geschlecht Zeichnet Sich nämlich Ein grundlegender Wandel ab:
Vereine während der Geschlechtswechsel bislang sowohl von Vielen Betroffenen Als Auch von der Medizin so behandelt wurde, dass. sterben zweigeschlechtliche Ordnung weiterhin ALS Natürliche Ordnung erscheinen konnte, Stellen seit Beginn der 90er Eine zunehmende Anzahl von Transsexuellen Höhle anspruch, Geschlecht Jenseits gängiger REGELN des Mann-oder Frauseins zu leben.

Weit fortgeschritten Objektes besonders IST of this Bewusstseinswandel bislang in Den USA (und Großbritannien), und, Dort Hut sterben veränderung in der Selbstwahrnehmung Transsexueller inzwischen Eingang available in Den Medizinischen Diskurs gefunden - in zumindest sterben Überarbeitung der Standards of Care für Transsexuelle, Auch Benjamin-Standards genannt.

Bei Höhle ETWA ZEITGLEICH entstandenen deutschen Standards hingegen Kann Einer von abnehmenden Reglementierung im umgang mit Transsexualität und DAMIT von Einer Öffnung des binären Gegenüber Infragestellungen Geschlechtersystems keine Rede seins.

 Am beispiel of this Beiden unterschiedlichen Regulierungen des Geschlechtswechsels Transsexueller Lässt sich Abbildung zeigen, Wie Abweichungen von der hegemonialen Ordnung zweigeschlechtlichen entweder in this reintegriert oder Aber in ihrem subversiven, sterben Natürlichkeit of this Ordnung in Frage stellendem Potenzial anerkannt Werden Konnen.

mfg Nikita Noemi

Gender Mainstreaming Einige Schlaglichter auf ein schillerndes Phänomen:


Gender Mainstreaming
Einige Schlaglichter auf ein schillerndes Phänomen:

I.

“Der Begriff ‘Gender’ stammt aus der Sexualpsychologie. Er entsprang dem Bemühen, sprachlich mit der Transsexualität umzugehen: mit der leidvollen Selbstwahrnehmung mancher Menschen, dem anderen Geschlecht anzugehören, in einem falschen Körper zu stecken. Daraus entwickelte sich die Vorstellung eines vom biologischen Geschlecht (im Englischen: sex) abgelösten emotionalen oder metaphysischen Geschlechts (gender). Diese Grundidee wurde von der Homosexuellenbewegung übernommen. Gender wurde zur Sammelbezeichnung für das ‘soziale Geschlecht’ weiterentwickelt, das den Menschen ihre ‘Zwangsheterosexualität’ zuweise. Geschlecht ist demnach sowohl eine ideologische Hypothese als auch eine gesellschaftspolitische Konstruktion. Die Theorie wurde hauptsächlich von Feministinnen erarbeitet und erweitert."

Volker Zastrow in der FAZ vom 19. Juni 2006 Politische Geschlechtsumwandlung

II.

Während für Feministinnen grundsätzlich und von Beginn an männliche Lebens- und Karrieremuster wie ein ungeschriebenes Gesetz als erstrebenswertes Ziel gelten, ist dies seit Peking 1995 [seit der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking] nun für alle schriftlich verankert: Die Frauenförderung orientiert sich an dem Wesen der Männer. Es wird nämlich seitdem fälschlicherweise angenommen, dass Frauen und Männer in ihren Bedürfnislagen gleich sind, ohne angeborene Unterschiede, und grundsätzlich über gleiche Verarbeitungsmuster verfügen. Die Ursachen für geschlechtsspezifische Unterschiede werden ausschließlich in gesellschaftlich und institutionell vermittelten Lernprozessen gesehen, Biologie oder Schöpfungsursprung spielen also keine Rolle mehr.”

Aus Maria Steuer, Zeit zum Widerstand! Warum Gender-Mainstreaming die Gesellschaft zwangsverändert, in: Komma 50-51/2008, S. 62.

III.

Seit den 90-er Jahren behauptet eine neue These, dass auch Sexualität nicht mehr gegeben, sondern konstruiert sei. Als Wortführerin dieser Theorie kann Judith Butler aus Berkeley gelten mit dem Werk „Gender Trouble“ (1991, dt. Das Unbehagen der Geschlechter 1992). Sie glaubt, einen Widerspruch in der bisherigen feministischen Argumentation zu erkennen: auf der einen Seite sei das Geschlecht ein Ergebnis sozialer Festlegung (und somit durch kritischen Diskurs auflöslich), auf der anderen Seite aber biologisch unhintergehbar (und somit unauflöslich). Der Widerspruch lasse sich jedoch beheben: Es gebe überhaupt keinen „natürlichen“ Körper „vor“ der Sprache und kulturellen Deutung. Körperliche Geschlechtsunterschiede seien allesamt sprachlich bearbeitet. Radikalisiert bedeutet es, dass der Unterschied zwischen sex und gender pure Interpretation sei. Schlichter: Auch „Biologie“ sei Kultur. Um emanzipatorisch weiterzukommen, sei daher ein subjektives und offen pluralistisches Geschlecht zu „inszenieren“.

Aus: Bindungslose Selbstbestimmmung: Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir, Begründerin der Gendertheorie, von Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, erschienen in der Tagespost vom 8. Januar 2008

IV.

Gender Mainstreaming, kurz GM, heißt das Zauberwort der jüngsten Stufe des Feminismus - von dem bis heute kein Mensch weiß, was das genau ist. Alice Schwarzer postulierte schon vor dreißig Jahren: Du wirst nicht als Frau oder Mann geboren, sondern als "Mensch“ und entscheidest dich später selbst, was du sein willst. Jeder soll ein neues so genanntes kulturelles, "soziales Geschlecht“ bekommen, ein Gender, das er selbst bestimmen kann und dies völlig unabhängig von seinem biologischen Geschlecht. GM ist, wie es vielerorts in den Leitpapieren und Eckdaten der Gender Mainstreamer heißt, "Abschied vom Verständnis einer geschlechtsneutralen Politik.“ Was hier als Gleichberechtigung daher kommt, ist jedoch tatsächlich Frauenbevorzugung und Männerbenachteiligung mit zweifelhaftem Nutzen für Frauen und zweifellosem Schaden für Männer.

Aus: Bettina Röhl (Tochter von Ulrike Meinhof und Klaus Rainer Röhl), Die Gender Mainstreaming-Strategie, in: Cicero, Magazin für politische Kultur

V.

Die Rede von Gender im aktuellen Wissenschaftsdiskurs markiert demgegenüber die Haltung, die vorherrschende Geschlechterdualität nicht zu affirmieren, sondern nach deren sozialen Herstellungsprozessen und Funktionsweisen in geschlechtshierarchischen Strukturen zu fragen: Wie wird "Geschlecht" immer wieder neu als bipolares Muster sozialer Zuschreibung in einer monotonen Weise reproduziert, die Männer und Frauen komplementär aufeinander bezieht und in hierarchische Verhältnisse bringt? In Frage gestellt wird so die gesellschaftliche Norm der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit und die ihr inhärente kausale Verbindung von sex als biologischem Geschlecht mit gender als soziokulturellem Geschlecht und mit Begehren: Die vorherrschende Geschlechterordnung, die beispielsweise einen als weiblich klassifizierten Körper mit als weiblich klassifizierten Persönlichkeitsmerkmalen und Verhaltensmustern sowie einem notwendig auf Männer gerichteten Begehren verknüpft, erfährt hier eine grundlegende Kritik. Diese fußt auf der Beobachtung, dass eine Vielzahl sozialer Geschlechter sowie verschiedenste Begehrensweisen unterschieden werden können und auch das „biologische Geschlecht“ Produkt sozio-kultureller Konstruktionen ist.

Aus dem Gender-Manifest. Plädoyer für eine kritisch reflektierende Praxis in der genderorientierten Bildung und Beratung.
Das Gender-Manifest stammt von Dr. Regina Frey (Leiterin des genderbüros in Berlin), Dr. Jutta Hartmann (Gender-Trainerin im GenderForum Berlin), Andreas Heilmann (dito), Thomas Kugler (dito), Stephanie Nordt (dito), Sandra Smykalla (wissenschaftliche Mitarbeiterin im GenderKompetenzZentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin). Es wird von 96 Personen und 20 Institutionen unterstützt.

VI.

"Gender-Studies haben nachgewiesen, dass es kein vorgefertigtes Geschlecht gibt – es ist ein Konstrukt, abhängig von historischen und kulturellen Kontexten", sagt Thorsten Voß, Dozent für den Studiengang Gender-Studies an der Universität Bielefeld. Das ist die ideologische Grundlage, das Mantra dieser Disziplin. Sie beruht auf einer Theorie des Psychologen John Money, die in den 70er-Jahren von Feministinnen begeistert aufgenommen wurde.
Moneys Versuch, seine Theorie der erlernten Geschlechtsrollen durch "Geschlechtsneuzuweisung" am lebenden Objekt zu belegen, endete tragisch mit dem Selbstmord seines Patienten. Moneys Auffassungen sind durch die Naturwissenschaften, vor allem die Hirnforschung, längst widerlegt. Seine "Gender Identity Clinic'"am John-Hopkins-Krankenhaus in Baltimore wurde 1979 geschlossen.

Aus: Ferdinand Knauß, Gender-Studies. Feministinnen erforschen sich selbst, erschienen am 19. Juli 2007 im Handelsblatt.

VII.

Dass Männer und Frauen nicht aus demselben Holz geschnitzt sind, bestätigt also auch die molekulare Biologie. Leider verführt fast jede neue Entdeckung geschlechtsspezifischer Denk- und Verhaltensmuster zu vorschnellen und oberflächlichen Schlüssen über «Stärken» und «Schwächen» – oder aber zur «politisch korrekten» Leugnung jeglicher Unterschiede. Solche Reaktionen verletzen mein Menschenbild, weil sie nicht wahrhaben wollen, wie entscheidend biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau unser Leben und unsere Kultur bereichern.

Aus: Gottfried Schatz, Das grosse Würfelspiel. Wie sexuelle Fortpflanzung uns Individualität schenkt, erschienen am 10. November 2008 in der NZZ. Prof. Dr. Gottfried Schatz ist vielfach ausgezeichneter Biochemiker.

VIII

“Gender Mainstreaming” ist die offizielle Grundlage der Politik der Europäischen Union und zahlreicher EU-Länder, darunter auch Deutschland. Mit “Gender” ist das so genannte “soziale Geschlecht” gemeint, dem die Idee zu Grunde liegt, dass die Rolle von Männern und Frauen in Familie, Beruf und Gesellschaft nicht von Natur aus gegeben, sondern erlernt sei. Männer und Frauen würden nicht als Männer und Frauen geboren, sondern zu Männern und Frauen “gemacht”. Etwa durch öffentlich geprägte Rollen oder natürlich die Erziehung in Elternhäusern und Kindergärten.
Welch fatale Folgen dieses Konzept hat, schilderte im vergangenen Jahr etwa das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. In einem Beitrag berichtete der Autor von Umerziehungsmaßnahmen, die in Vereinen praktiziert würden. Jungen werde fortwährend eingeredet, eigentlich keine Jungen zu sein - sondern nur entsprechend erzogen. Solche tatsächlich praktizierte Umerziehung geschehe in Einrichtungen, die selbstverständlich mit EU-Geldern für ihre Arbeit unter Jugendlichen und Kindern gefördert würden, so der “Spiegel”.

Aus: Andreas Dippel, Europa im Gender-Wahn, in: Pro. Christliches Medienmagazin, 5/2008, S. 17.

IX

Innerhalb der Frauenforschung und Gender-Studies gehört die These, dass das Geschlecht eine soziale und kulturelle Konstruktion sei, zu den inzwischen „unangefochtenen Grundüberzeugungen“ [Trettin K., Neuer Ärger mit dem Geschlecht. Kritische Bemerkungen zum Konstruktivismus und Antirealismus in der feministischen Philosophie, in: Waniek E., Stoller S. (Hrsg.), Verhandlungen des Geschlechts: zur Konstruktivismusdebatte der Gendertheorie, Turia + Kant, Wien (2001), S. 1734]. Von biologisch feststellbaren Unterschieden, so heißt es, lassen sich keine essenziellen Eigenschaften, die das Wesen von Mann bzw. Frau charakterisieren, ableiten. Allerdings regt sich innerfeministisch inzwischen auch Kritik am Gender-Begriff, an seinen konstruktivistischen Grundlagen und daran, dass die Kategorie gender zu einlinig und monokausal eingesetzt wird, um die Wirklichkeit sinnvoll und human zu verändern. Am Ende der Sackgasse der leibfernen Theorie stehen reale Frauen und Männer, die es gender-theoretisch gar nicht geben dürfte.

Aus: Susanne Kummer, Das Unbehagen in der Gleichheit. Auswege aus der Gender-Sackgasse, in: Imago Hominis (Quartalschrift des Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik), Band 13 (2006), Heft 2, S. 105-122.

X.

Spätestens auf der Weltfrauenkonferenz der UNO 1995 in Peking wurde ein synthetisches Menschenbild geweiht, das seitdem zum Herzstück einer neuen globalen Zivilreligion geworden ist. Nicht mehr Penis und Vagina oder Bart und Brüste bestimmen demnach das wahre Geschlecht eines Menschen, sondern allein dessen Empfindung und freie Wahl.
Der Kernbegriff dieser Weltanschauung heißt Gleichstellung. Sie gilt als Wunderwerkzeug, mit der jeder ungerechten Behandlung der Frau (und jener Männer, die wie Frauen fühlen) de facto und de iure entgegen getreten werden kann. Weil Mann und Frau aber - siehe oben – traditionell als nicht identisch, schlimmer noch, als „nicht gleich“ galten, soll seit damals nicht mehr eine objektive Unterscheidung Kriterium des eigenen Geschlechts sein, sondern nur noch die subjektive und freie Entscheidung.
Zu den fundamentalen Rechten des Menschen soll demnach also auch seine Freiheit gehören, das eigene Geschlecht ebenso wie die eigene sexuelle Orientierung zu wählen und selbst zu entscheiden, ob er/sie/es Mann oder Frau sein will, oder ob schwul, bi- oder transsexuell. Der Begriff „Gender“ unterscheidet seitdem das soziale Geschlecht von dem biologischen Geschlecht einer Person. Tatsächliche Unterschiede müssen dabei selbstverständlich empfindlich stören.

Aus: Paul Badde, Der Papst und der Vorwurf der Homophobie, in: Welt-Online vom 23. Dezember 2008

XI.

Der amerikanische Mediziner John Money war einer der Ersten, die wissenschaftlich zu beweisen versuchten, dass Geschlecht nur erlernt ist, er war einer der Pioniere der Gender-Theorie. Money ging bei seiner Forschung nicht zimperlich vor: Im Jahr 1967 unterzog er den knapp zwei Jahre alten Jungen Bruce Reimer einer Geschlechtsumwandlung; dessen Penis war zuvor bei einer Beschneidung verstümmelt worden. Schon bald zeigte sich, dass sich die Realität nicht Moneys Theorie beugen wollte. Schon als kleines Kind riss sich Brenda, wie Bruce nun hieß, die Kleider vom Leib, um Mädchenspielzeug machte sie einen weiten Bogen. Als Brenda mit 14 erfuhr, dass sie als Junge auf die Welt gekommen war, ließ sie die Geschlechtsumwandlung rückgängig machen. Im Frühjahr 2004 erschoss sich Bruce Reimer mit einer Schrotflinte.

René Pfister in seinem Artikel über Gender Mainstreaming Der neue Mensch, erschienen am 30. Dezember 2006 im Spiegel.

XII.

Der Machtkampf zwischen den Geschlechtern und die offensichtliche Vorherrschaft der Männer soll mit der Neuformulierung der Genderidentitäten beendet werden. Der Schmerz der Ungleichheit der Geschlechter gebiert den Wahn der Gleichheit der Geschlechter. Die Gleichheit, die hier gemeint wird, ist aber nicht mehr geschöpflich komplementär, polar und ergänzend, sondern gewissermaßen abstakt geschlechtslos. Wer genauer hinsieht, erkennt darin weniger einen beherzten Kampf für die Rechte der Frau als vielmehr eine tiefe Ablehnung des Weiblichen und alles Mütterlich-Empfangenden. Denn gerade dieser Aspekt des Weiblichen integriert auch Bedürftigkeit und Angewiesensein ins Menschsein. Darum ist es mit den männlichen „Herrschaftstugenden“ Stärke, Macht und Unabhängigkeit nicht vereinbar. Nach dieser Ideologie darf nicht gebären, wer stark und unabhängig sein will – „Mutter“ ist zum Unwort geworden.
Ein völlig fehlendes Verständnis von Leib und Leiblichkeit macht es den sprachlichen Konstrukteuren der Gender-Perspektive einfach, gedanklich „aus der Haut zu fahren“ und auf dieser Basis als freie Geister im geschlechtslosen Körper und mit wechselnden Identitäten weiterzuleben. Die trügerisch weite Palette von Geschlechtsentwürfen nährt geheime Wünsche, Träume und die Illusion, dass die Einschränkungen des eigenen Daseins leicht zu überwinden seien. Doch Entgrenzung, Beliebigkeit und willkürliche Selbstentwürfe sind keine Garanten für Freiheit – sie entziehen vielmehr den Boden für eine Identität, die wachsen, reifen und fruchtbar werden kann.

Aus: Dr. Dominik Klenk, Die lautlose Revolution. Das Gender-Mainstreaming: Wie die "Ideologie der Vielgeschlechtlichkeit“ in Europa von den Parlamenten bis in die Kindergärten sickert.

XIII.

Im Gender Mainstreaming wird intendiert, dass jeder Mensch, ganz unabhängig vom biologischen Geschlecht, sein soziales Geschlecht frei wählen kann. Damit aber nicht genug; wer auch sein biologisches Geschlecht verändern möchte, kann dies ebenfalls (z.B. durch chirurgische Eingriffe) versuchen. Die Gesellschaft wird darauf verpflichtet, diese individuelle Wahl nicht nur anzuerkennen, sondern darüber hinaus zu fördern. Kindern soll möglichst früh nahegebracht werden, dass es eigentlich keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt und dass sie ihr Geschlecht beliebig bestimmen können, männlich, weiblich, bisexuell, homosexuell: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Selbstverwirklichung in beliebiger Weise soll ermöglicht werden. Das gilt als „Geschlechtergerechtigkeit“. Die Gemeinschaft / die Gesellschaft / der Staat kommt in den Blick ausschließlich als Adressat von Ansprüchen individueller Optionen.

Aus: Prof. Dr. Dr. habil. Rainer Mayer, Wer oder was ist gerecht? “Geschlechtergerechtigkeit” im Gender-Mainstreaming-Konzept, (PDF-Dokument) erschienen im Bulletin. Nachrichten aus dem Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft, Herbst 2008, Supplement. Rainer Mayer war bis zu seinem Ruhestand 2006 Professor für Systematische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Mannheim und kooptiert zur Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.

XIV.

Nicht nur Sprache und Personalführung müssen durch den Gender-Check - auch handfeste Vorhaben wie der Bau von Wohnungen. Denn: "Wohnen hat auch ein Geschlecht", fanden die Forscher des Gender-KompentenzZentrums an der Berliner Humboldt-Universität heraus. Die Einrichtung soll der Bundesregierung bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming helfen. Die Gelehrten sind überzeugt: Schon ein Grundriss kann diskriminieren. "An Lage und Größe von Küche, Kinderzimmern und Waschräumen lässt sich der Stellenwert ablesen, der Kindererziehung oder Pflege im Wohnraum zugemessen wurde." Deshalb ist "schon in der Vorplanungsphase die versteckte Abwertung von Hausarbeitsräumen zu vermeiden". Frauenfreundlichkeit misst sich somit an reichlich Bügelraum.

Kerstin Schneider über die Verschwendung von Steuergeldern für GM im Stern vom 22. März 2005.

XV.

In den 1970er und 80er Jahren hatten radikalfeministische Theoretiker (Frauen und Männer) dem Gender-Begriff eine neue Bedeutung gegeben. Danach hat Gender keine Anbindung mehr an das biologische Geschlecht („sex“), sondern ist frei von biologischen Vorgaben, nur „sozial konstruiert“. Gender ist deshalb jederzeit frei wählbar und veränderbar. Jede „Zuordnung“ zu einem „Geschlecht“ ist sinnlos, denn das Wort „Geschlecht“ selbst ist bedeutungslos geworden. Es zählen nicht mehr Mann und Frau in ihrer biologischen und sozialen Gestalt als die beiden aufeinanderzugeordneten Geschlechter; es zählen nur noch zahlreiche, frei wählbare Gender.
Die Delegierten der Dritten Welt wollten sich allerdings nicht damit abfinden, dass im Resolutionstext das Wort Gender schon so ideologisch besetzt, so eindeutig nur in der neuen Bedeutung festgelegt war. Sie kämpften darum, dass die Tagungsleitung eine klare Definition von Gender vorlegen würde, der alle Delegierten zustimmen könnten.
(...) Marta Casco, Leiterin der honduranischen Delegation und eine der engagiertesten Familienbefürworterinnen, warf dem UN-Apparat vor, eine „versteckte Agenda“ zu haben und „manipulierte Euphemismen“ zu benutzen, „um einen Text zu erstellen, für den nur sie [die UN-Angestellten] das richtige Wörterbuch hätten“.
Einige Delegierte schlugen vor, das Wort Gender im Text solange in eckige Klammern zu setzen, bis man zu einer einvernehmlichen Definition gekommen sei. Die Reaktion darauf war so unerwartet heftig und aggressiv, dass einige Delegierte jetzt sehr hellhörig wurden. Offensichtlich hatten sie es hier doch mit einer ideologischen Front zu tun, die um keinen Preis eine echte Hinterfragung des Gender-Begriffs zulassen würde.

Dale O’Leary in ihrem Buch The Gender Agenda – Redefining Equality, Vital Issues Press, Lafayette, 1997, über die Methoden, mit denen die Ideologie des Gender Mainstreaming auf der 4. Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking durchgesetzt wurde. Christl Ruth Vonholdt hat eine deutschsprachige Zusammenfassung veröffentlicht.

XVI.

Der Aufschrei ist so laut wie erwartbar. Der Pisa-Bericht zu den Unterschieden von Jungen und Mädchen beim Bildungserfolg belegt das, was Lehrer und Eltern tagtäglich beobachten: Den Buben fällt das Rechnen leichter, die Mädels lesen besser. Für Gleichstellungspolitiker ist dieses Ergebnis ein Skandal. Schließlich verkünden sie uns seit Jahren die Botschaft, Rollenbilder seien lediglich antrainiert und ein Ergebnis von Erziehung und gesellschaftlichem Druck.
Interessanterweise stehen auch die Vorreiter des Gender Mainstreaming, der Einebnung aller Geschlechterunterschiede, im Norden Europas nicht anders da als wir. Auch in Ländern wie Schweden oder Norwegen studieren die Frauen lieber Soziologie als Physik und werden lieber Krankenschwester als Fliesenlegerin.

Dorothea Siems in der Welt vom 27. Mai 2009. In ihrem Artikel “Es lebe der Unterschied” kommentiert sie die Widerlegung der GM-Ideologie durch die OECD-Studie.

XVII.

Eine Zuspitzung erfuhr die Gender-Debatte 1990 nach dem Erscheinen des Buches Gender Trouble (dt.: Das Unbehagen der Geschlechter) von Judith Butler, Professorin für Rhetorik und Literaturwissenschaft in den USA. Sie geht darin der Frage nach, „wie man am besten die Geschlechter-Kategorien stören kann, die die Geschlechter-Hierarchie und die Zwangsheterosexualität stützen“. Ihre Antwort: die Sprache neu besetzen. Denn, so Butler, unser Zugang zur Materie, so auch zum anatomischen Körper, liege in der Sprache. Das bedeute im Umkehrschluss: durch die Sprache formen wir die Wirklichkeit. Politisches Ziel muss also sein, Sprache und Begriffe neu zu besetzen und damit den Zugang zur Wirklichkeit neu zu bestimmen.

Aus: Konstantin Mascher (Diplomsoziologe), Geschlechtslos in die Zukunft? Von der Polarität der Geschlechter zu fließenden Identitäten, in: Salzkorn 5/2006

XVIII.

Mit G-M wird die Frauenpolitik ganz offiziell aus dem für die Demokratie lebenswichtigen Pluralismus der Interessenartikulation und der politischen Willensbildung ausgenommen. Nicht nur alles staatliche Handeln, sondern auch die Freiräume der privaten Selbstverwirklichung und der gesellschaftlichen Betätigung, in denen man in freien Gesellschaften immer die Entstehung von Verschiedenheit ausdrücklich als positiv angesehen hatte, als Reichtum und Buntheit des Lebens und menschlicher Ausdrucksmöglichkeiten, soll nun unter die Diktatur des Gender-Aspekts gezwungen werden. Überall, auf allen Feldern der Politik, in allen Bereichen und Sektoren der Gesellschaft soll die G-Frage die erste und beherrschende sein. Gut ist, was den Frauen nützt. Und die Männer, förmlich platzend vor Scham und Schuldgefühlen, sind die Kälber, die ihre Metzger selber wählen.

Aus: Prof. Dr. Dr. Michael Bock, Kriminologe an der Universität Mainz, Gender Mainstreaming. Gender-Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik, veröffentlicht auf der Website der religionskritischen Kellmann-Stiftung Humanismus und Aufklärung.

XIX.

Den Durchbruch der „Gender-Perspektive“ erkämpften die feministisch/lesbischen Nicht-Regierungs-Organisationen auf der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995. Sie wussten, dass gesellschaftliche Veränderung nicht ohne Veränderung der Sprache zu erreichen ist. Mit staunenswerter strategischer Weitsicht gelang es ihnen, das Wort „sex“, welches für die Zweigeschlechtlichkeit steht, in den amtlichen Dokumenten durch den Begriff „gender“ zu ersetzen.
Dagegen versuchte die „Familienkoalition“ vergeblich, Widerstand zu leisten. Sie protestierte gegen das Abschlussdokument: „Die Pekinger Aktionsplattform ist ein direkter Angriff auf die Werte, Kulturen, Traditionen und religiösen Überzeugungen der großen Mehrheit der Weltbevölkerung sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den Industrienationen… Das Dokument zeigt keinerlei Respekt für die Würde des Menschen, versucht, die Familie zu zerstören, ignoriert die Ehe, wertet die Bedeutung der Mutterschaft ab, fördert abweichende sexuelle Praktiken, sexuelle Promiskuität und Sex für Jugendliche.“
Die Pekinger Aktionsplattform wurde sukzessive in verbindliches Recht umgesetzt. Durch den Vertrag von Amsterdam (1999) und die Grundrechtscharta der Europäischen Union von Nizza (2000) wurde Gender Mainstreaming zur verbindlichen Vorgabe, ausgestattet mit riesigen Finanzmitteln.
Dass die Abtreibung eine globale Forderung des Gender Mainstreaming ist, folgt mit Notwendigkeit. Unbeeindruckt vom demographischen Epochenwandel beschloss die Parlamentarische Versammlung des Europarates am 16. April 2008, dass es in den 47 Mitgliedsstaaten de jure und de facto ein Recht auf Abtreibung geben solle.

Aus: Gabriele Kuby, Ein Gespenst geht um. Gender Mainstreaming: die (un)heimliche Revolution, in: Vatican-Magazin November 2008, S. 27 - 36. Als pdf-Dokument auf der Website der Zeitschrift erreichbar.

XX.

Rheinischer Merkur: Wie würde eine konsequent nach Gender-Maßstäben gestaltete Welt aussehen?

Doris Lucke: Erst wenn das Geschlecht keine Rolle mehr spielt und eine Unterscheidung ist, die keinen Unterschied macht, ist Gleichheit zwischen den Geschlechtern erreicht. Das Fernziel ist, dass sich die Kategorie Geschlecht auflöst. So sieht es zum Beispiel auch die Feministin Judith Butler. Sie nimmt, was ihr häufig vorgeworfen wird, der Frauenbewegung das politische Subjekt, wenn sie sagt, Frau und Mann an sich existierten nicht. Ihr Ansatz ist deshalb nicht unumstritten. Ich halte ihn für intellektuell anspruchsvoll. Es ist reizvoll, sich damit auf einer theoretischen Ebene wissenschaftlich auseinanderzusetzen.

Aus einem Interview, das Wolfgang Thielmann und Rudolf Zewell mit Doris Lucke führten, erschienen im Rheinischen Merkur am 15. Oktober 2009. Doris Lucke, Katholikin und Befürworterin von Gender Mainstreaming, ist Professorin für Soziologie in Bonn.

XXI.

Über den Einfluss eines gewissen Feminismus und der einseitigen Praxis von "Gender Mainstreaming" ist solches nun allerdings weithin auch offizielle Politik geworden. Den Jungen sollen Eigenschaften abtrainiert werden, die, wie Bewegungsdrang, Wettbewerb, Leistungsstreben oder Autonomie, traditionelle Qualitäten von Männlichkeit sind. Eine Frauen- und Gleichstellungsministerin ihres Landes hat vor einigen Jahren vom "Ausmerzen" dieser männlichen Eigenschaften gesprochen. Jungen müssten sich halt heute einfach in ihrem Verhalten an den Mädchen ausrichten, die Mädchen würden jetzt vorgeben, was richtig ist und was falsch.
Zur plastischen Einordnung solcher Politik ein Wort der amerikanischen Philosophin Christiana Hoff Sommers, die sich selber auch als kritische Feministin bezeichnet: “Wenn Tom Sawyer und Huckleberry Finn heute leben würden, würde man bei ihnen ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom diagnostizieren und sie mit Ritalin ruhigstellen.“
Nun wird man solches noch etwas verallgemeinern müssen: Mir ist unlängst ein Buch aufgefallen, 2003 erschienen, von der amerikanischen Psychologin, Michele Weiner-Davis, mit dem Titel “Jetzt ändere ich meinen Mann“, Untertitel :“Wie Sie ihn umkrempeln, ohne dass er es merkt“. Das ist ja an sich schon wenig nett. Aber das Makabere daran ist, dass diese Psychologin allen ernstes dieses Umerziehungsprogramm konzipiert anhand des klassischen amerikanischen Hundetrainings. Im Klartext: Männer werden wie Hunde dressiert werden.

Aus: Prof. Dr. Walter Hollstein, Was vom Manne übrig blieb - Das Problem der männlichen Identität.

XXII.

Der Feminismus ist eine Ideologie und eine mit ihr einhergehende politische Praxis. Sein Ziel ist es, politische Macht zu erlangen. Die vom Feminismus forcierte Politik/Frauenpolitik ist in Deutschland unter dem Namen Gleichstellungspolitik, in der neuesten Zeit auch als das Programm des Gender-Mainstreaming bekannt.
Das erklärte Anliegen der Gleichstellungspolitik ist es, Ungleichheiten im Verhältnis der Geschlechter aufzuspüren und aufzuheben. Dabei ist jedoch nicht Ungleichheit im Sinne einer Differenz im Denken, Fühlen und Handeln gemeint. Ungleichheit bedeutet hauptsächlich statistische Ungleichheit, also den Umstand, dass es in bestimmten Bereichen weniger Frauen als Männer gibt, dass Frauen in diesen Bereichen unterrepräsentiert sind. Diese Unterrepräsentanz muss beseitigt werden. (...)
Es sei schon hier angemerkt, dass die Gleichstellungspolitik die Aufhebung der Qualifikation als des zentralen Faktors bei der Stellenvergabe zur Folge hat. (...)
Qualifikation sollte daher zur zentralen Kategorie der bildungstheoretischen und -politischen Debatte avancieren. Zusätzliche Mittel sollten für die Qualifikationsforschung, die noch in ihren Anfängen steht, ausgegeben werden. Würde man der Qualifikationsforschung nur einen Bruchteil der Gelder gewähren, die für das Programm des Gender-Mainstreaming vergeben werden (jährlich mehr als eine Milliarde Euro), wäre wir einem gerechteren System viel näher.

Aus: Dr. Alexander Ulfig, Qualifikation statt Gleichstellung. Schritte zu einer gerechteren Praxis der Stellenvergabe, veröffentlicht auf streitbar.eu, Forum für unabhängiges Denken.

XXIII.

Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die tradierten Geschlechterrollen aufzubrechen. Unter dem Schlagwort des „Gender Mainstreaming“ solle die Gleichberechtigung auf allen Ebenen erreicht werden, heißt es auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums. Die Regierung folgt damit einer Vorgabe der Europäischen Union. Der „Girls' Day“ ist dabei nur ein Baustein. Etliche Maßnahmen der Familienpolitik wie die Krippenoffensive oder das Elterngeld zielen darauf ab, die Erwerbsneigung der Frauen zu erhöhen.

Aus: Dorothea Siems, Trotz “Girl’s Day” - Mädchen wollen Sekretärin sein, in: Die Welt vom 21. April 2010.

XXIV.

Die Initiative Pinkstinks warnt vor rosaroten Geschenken für Mädchen, weil sie sexistisch seien: “Rosa sei ‘passiv und nett, um angeschaut zu werden’, also karrierehemmend. Mit dem typischen Mädchenspielzeug würden Mädchen auf Ziele wie Prinzessin und Krankenschwester fixiert, während Buben (vor allem mit der ‘kraftvollen und herausfordernden’ Farbe Blau) die ganze Breite großer Karrieren offenstünde: Arzt, Polizist, Feuerwehrmann, Pirat, Autorennfahrer, Actionheld. Von solch schwergewichtigen Argumenten beeindruckt, warnte nun auch die britische Staatssekretärin im Justizministerium, Bridget Prentice, davor, Mädchen zu viel Rosafarbenes zu kaufen. Gleichzeitig schloss sie sich dem Boykottaufruf gegen einen großen britischen Spielzeughersteller an. Der nächste Schritt dürfte sein, dass mit ein paar Millionen Pfund beziehungsweise Euro aus Steuergeldern Aufklärungskampagnen in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen (wegen der schenkenden Großeltern) durchgeführt werden. Und am Ende werden vermutlich Eltern, die bei der Geschenkwahl zwischen Buben- und Mädchenwünschen unterscheiden, zwangsweise psychiatriert. Wer das für eine Satire hält, hat von ‘Gender Mainstreaming’ wenig verstanden.”

Aus: Stephan Baier, Vaterlose, kinderlose Gesellschaft, in der Tagespost vom 12. Dezember 2009

XXV.

Noch lange nachdem David [David Reimer, der mit knapp zwei Jahren von Dr. John Money einer Geschlechtsumwandlung unterworfen worden war] wieder zu seiner männlichen Identität zurückgekehrt war, behauptete Dr. Money, sein Experiment mit den Zwillingen sei gelungen. Er wollte seine Theorie nicht von der Realität korrigieren lassen. Erst 1997 erfuhr die Fachöffentlichkeit durch eine Veröffentlichung in einer medizinischen Fachzeitschrift, daß sich David von Anfang an gegen die aufgezwungene Identität zur Wehr gesetzt hatte. Einer der Autoren des Aufsatzes war Milton Diamond, der Moneys Thesen immer wieder widerlegt hatte. Er und sein Mitautor Keith Sigmundson machten deutlich, daß Davids Fall das Gegenteil dessen belegt, was von Money behauptet worden war. Sie schlossen daraus, daß Geschlechtsidentität weitgehend angeboren und ein Ergebnis pränataler Hormonaussschüttungen und anderer genetischer Einflüsse auf Gehirn und Nervensystem sei. Sie warnten vor einer Geschlechtsneuzuweisung auch bei intersexuellen Kindern. Wegen ihrer Brisanz fand die Studie lange keinen Herausgeber – denn Moneys Theorien waren im medizinischen Establishment anerkannt. Auch eine Langzeitstudie des Kinderurologen Bill Reiner fand wenig Gehör: Reiner hatte lange selbst Gentitaloperationen an intersexuellen Kindern vorgenommen und war zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen wie Diamond/Sigmundson. Die auf Moneys Arbeit gegründete klinische Praxis wurde erst erschüttert, als David dem Schriftsteller John Colapinto erlaubte, seine Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen.
John Money mußte als Wissenschaftler noch einige Niederlagen einstecken, an seinem Institut in Baltimore hatte er am Ende seiner Laufbahn einen schlechten Stand. Von den Medien wurde er dennoch bis zu seinem Tod (7. Juli 2006 ) hofiert. Er hatte sich den Ruf eines der einflußreichsten Sexualwissenschaftler des 20. Jahrhunderts erworben. Durch Tabubrüche brachte er sich immer wieder ins Gespräch. Mitte der 70er trat er als Befürworter der offenen Ehe, des Nudismus, des bisexuellen Gruppensex und kindlicher Sexualspiele auf. Die New York Times nannte ihn einen „agent provocateur der sexuellen Revolution“ (Colapinto, S. 43). In den 80ern setzte er sich öffentlich für die Enttabuisierung u.a. von Sadomasochismus, Pädophilie und Selbststrangulierung ein.

Auszug aus Benitas hochinteressanter Schilderung der gespenstischen Anfänge der Gender-Theorie: über das verbrecherische Experiment Moneys, den ideologischen Widerstand gegen die Wahrheit und das Versagen der Medien.

XXVI.

In meinem Buch [“Frau - Männin - Menschin, Butzon und Bercker 2009] versuche ich zu zeigen, dass gerade “Gender” in seinem harten Kern ein ideologischer Irrläufer ist. Für viele bleibt die Theorie schwer durchschaubar, weil sie darunter nur die “weiche Version” vn Geschlechtergerechtigkeit verstehen, die auch das Familienministerium und die katholischen Frauenbünde auf ihre Fahnen geschrieben haben. Aber das ist nicht ungefährlich: Bei den führenden Theoretikerinnen wie Judith Butler handelt es sich um ein Durchstreichen des Leibes: Er soll nur noch geschlechtsloser “Körper” sein, dem “ich selbst” dann ein Geschlecht zuweise. Männer und Frauen sollen nur noch “persons” sein, die sich selbst definieren und ihre Geschlechtlichkeit homo-, hetero-, bi- und transsexuell ausleben. Übrigens haben Kinder in dieser Theorie keine Stelle mehr. Das kann man Leibvergessenheit im großen Stil nennen. Bei Johannes Paul II. wird gerade die leibliche Fähigkeit hervorgehoben, in meinem eigenen Geschlecht dem anderen zu begegnen, fruchtbar zu sein, bräutlich-hingegeben zu sein.

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz im Interview Die gewaltige Botschaft des Christentums freigelegt mit Hanns-Gregor Nissing, Tagespost vom 5. Oktober 2010.

XXVII.

Sogar vor den Kleinsten macht Gender Main Streaming nicht Halt: Im Wiener „Fun&Care-Kindergarten“ sollen Buben warten und zurückstecken, dafür dürfen sie mit Puppen spielen, sich die Nägel lackieren und Prinzessinnenkleider anprobieren. Mädchen sollen sich wehren und Hochhäuser bauen lernen. Am weitesten fortgeschritten ist die Gender-Revolution an der Universität: In Linz müssen alle Studenten Lehrveranstaltungen aus Gender Studies absolvieren, auch wenn sie etwa Technische Chemie studieren. Das Referat Genderforschung der Uni Wien bekennt sich dazu, Misstrauen gegenüber Autoritäten zu vermitteln und die Heteronormativität (Heterosexualität als Norm) kritisch zu hinterfragen. Es führte ein Projekt an drei Wiener Schulen durch, das die Schüler darüber „aufklärte“, dass es viel mehr als zwei Geschlechter gebe, die verschieden variiert werden könnten.

Michael Koder in Vision2000, 2/2012, Artikel Abschaffung von Mann und Frau.

XXVIII.

Eia [Harald Eia, norwegischer Komiker] organisierte ein Kamerateam und stellte bekannten norwegischen Wissenschaftlern kritische Fragen zur Gendertheorie und stellte deren Antworten jene von international anerkannten Wissenschaftlern anderer Disziplinen gegenüber. Es waren Fragen über sexuelle Orientierung, Geschlechtsrollen, Gewalt, Rasse und Erziehung. Er tat dies mit fundierten Wissen und einer naiven, aber humorvollen Fragetechnik. Solche Fragen waren die Genderwissenschaftler nicht gewohnt. Schon gar nicht kritische Fragen zur Gendertheorie. Viele Interviewte merkten erst danach, was da eigentlich abgelaufen war. Ehe sie sich beschweren konnten, was sie später nachholten, gingen seine Interviews beim staatlichen TV-Sender NRK in der Sendereihe „Gehirnwäsche“ auf Sendung. Die Öffentlichkeit war schockiert und die Wissenschaft entsetzt.

Aus einem Bericht von Agens e.V. über das Desaster der norwegischen Genderforschung und die Gründe der Schließung des Nordic Gender Institutes NIKK am 31. Dezember 2011. Bezeichnend ist auch die Totschweigetaktik der deutschen Presse gegenüber dem für GM so blamablen Vorgang.

XXIX.

Paradoxerweise entscheiden sich in den freizügigen Ländern Nordeuropas Frauen sogar seltener dafür, Technikwissenschaften zu studieren als in „traditionelleren" Ländern wie Indien. Dieses „Gender-Paradox" lässt sich aus den Präferenzen der Frauen erklären: In armen Ländern wie Indien bestimmen wirtschaftlich Zwänge die Berufswahl, weshalb aufstiegsorientierte Frauen oft lukrative Berufe wie Informatikerin ergreifen. In wohlhabenden Ländern wie Norwegen haben Frauen mehr Möglichkeiten, in der Berufswahl ihren eigenen Wünschen zu folgen. Statt für die Programmierung von Maschinen entscheiden sie sich für den Umgang mit Menschen als Lehrerin oder Ärztin. Freiheit bekommt dem „Gender Mainstreaming" eher schlecht, weshalb seine Advokaten zum Dirigismus neigen. Die geschlechtsspezifischen Berufspräferenzen junger Menschen wollen sie nicht hinnehmen, sondern verändern.

aus: Stefan Fuchs, Hilflose Genderisten: Bei der Berufswahl versiegt der Mainstream, veröffentlicht auf der Website des Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V.

XXX.

Frauenförderung nötig zu haben klingt Ende 2012 immer ein wenig nach Entwicklungshilfe. Das nenne ich dekadent: die exzessive Beschäftigung mit einer als stark ungerecht empfundenen Situation aus einer privilegierten Lage heraus. Nur eine satte Gesellschaft kann es sich leisten, Gender Mainstreaming als Staatsaufgabe festzuschreiben. Trotzdem bleibt es für mich, nun – einfach ein Wort. Es ist nicht emotional aufgeladen. Ich weiß nur, dass dahinter viele gute Absichten stehen, die auch als politisch korrekt gelten. In diesem Sinn ist bereits die politische Korrektheit dekadent. Was für ein Luxus, das gute Leben zu einem noch perfekteren trimmen zu wollen.

Birgit Schmid in der Presse vom 8. Dezember 2012, Schluss mit dem Gequengel


Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

Heute in den TV- Medien, die Massen - Vergewaltigung einer 15 jährigen Schülerin, angeblich "Gastarbeiter bzw. FLÜCHTLINGE auch Poliz...