Mittwoch, 1. August 2012

Der beschwerliche Weg vom Mann zur Frau und umgekehrt


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Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2012


Der beschwerliche Weg vom Mann zur Frau und umgekehrt

Seit dem Fall Christine Jørgensen im  Jahre 1953 hat sich die Praxis der
Geschlechtsumwandlung immer weiter entwickelt und inzwischen ist ein mehr oder weniger einheitliches Behandlungsschema für Transsexuelle anerkannt, das sich vorrangig an den in neuster Version 2001 veröffentlichten Behandlungsstandards

(„Harry Benjamin Standards of care“2 ) der Harry-Benjamin-International-GenderDysphoria-Association orientiert (Kockott 1996: 10).

 Jede Form der Transsexuellen Behandlung ist individuell auf die einzelne Person zugeschnitten.
Die Behandlungsabschnitte können unterschiedlich lange dauern, wobei jedoch jeweils
eine gewisse Mindestzeit einzuhalten ist. Im Verlaufe der Behandlung gehen die
vorzunehmendem Schritte ineinander über (Kockott 1996: 10).

Der Weg zu einer tatsächlich durchgeführten Geschlechtsanpassung ist jedoch weit.
Es gilt eine große Anzahl von Hindernissen zu überwinden. Die Patienten/innen
müssen viele Stationen durchlaufen, um ihr Ziel, endlich ganz „Mann“ bzw. „Frau“ sein
zu können, zu erreichen. Im Rahmen der Behandlung ist es notwendig sicher zu
stellen, dass der einzelne/die einzelne das Ausmaß seines/ihres Handeln mit allen
seinen Konsequenzen versteht, letzte mögliche Zweifel auszuräumen und ihnen die
Irreversibilität ihres Tuns vor Augen zu führen. Voraussetzung für den Beginn einer
solchen Behandlung ist zunächst die Diagnose der Transsexualität. In diesem Rahmen
werden die Patienten einem mindestens einjährigen diagnostischen Prozess
unterworfen, bevor sie an die anderen Stationen weitergereicht werden können, die
sich auf die getroffene Diagnose verlassen. Nach Erfüllung der Voraussetzung kann es
dann zu den erforderlichen weiteren Behandlungsschritten kommen, deren Ziel die
tatsächlich durchgeführte Geschlechtsanpassung ist. Für die Transsexuellen selbst ist das Behandlungsprogramm eine Schlussetappe zur Erreichung eines meist schon seit
Jahren angestrebten Ziels (Hirschauer 1999: 116-120).
1. Diagnose 
Auf der ersten Stufe steht wie oben erwähnt die Diagnose der Transsexualität. Dieser
kommt insbesondere deswegen große Wichtigkeit zu, weil eine hormonelle und
chirurgische Geschlechtsanpassung mit irreversiblen Folgen verbunden ist. Deshalb
müssen von vorneherein möglicherweise bestehende Zweifel sowie mögliche andere
Gründe für den Wunsch nach einer Geschlechtsanpassung ausgeräumt werden. Der
diagnostische Prozess selbst lässt sich in mehrere Schritte einteilen, an dessen Ende
eine abschließende Diagnose steht. 
Im Rahmen der Diagnose ist teilweise jedoch immer noch umstritten, wie diese
auszusehen haben soll, da die Meinungen bzgl. der „Herkunft“ der Transsexualität auseinander gehen. Theoretiker streiten darüber, ob die Ursache für ausgeprägtes
transsexuelles Verhalten, das im Ergebnis zu einer Geschlechtsanpassung führt,
psychologischer oder biologischer Natur ist. Einerseits wird hier vertreten, dass
Transsexualität eine Reaktion auf Ängste ist, die in Zusammenhang mit der eigenen
Geschlechterrolle stehen (wie bspw. Erwartungen an geschlechtsspezifisches
Verhalten). Es wird jedoch auch die These vertreten, dass die Ursache der
Transsexualität in einer „Überidentifizierung“ mit dem Elternteil ist, der dem anderen als
dem eigenen Geschlecht angehört (Burke 2004: 2 aus Devor 1997: 53).
Diese beiden Meinungen gehen unzweifelhaft davon aus, dass die Ursache der Transsexualität
psychischer Natur ist. Andererseits wird von einigen Theoretikern, maßgeblich
Endokrinologen, vertreten, dass die Ursache der Transsexualität auf biologischen
Gesichtspunkten beruht.  Nach deren Meinung handelt es sich bei der Transsexualität
um eine Störung der embryonalen Geschlechtsdifferenzierung, die sich als
Dissoziation des Phänotyps und der des Gehirns beschreiben lässt. Transsexualität gilt
danach als Neuroendokrinopathie, d.h. als Erkrankung des hypothalamischhypophysischen Systems (Hirschauer 1999: 214-215).
 
Aus verschiedenen Forschungsergebnissen lässt sich ableiten, dass sich
Geschlechtsidentität als Folge einer Wechselwirkung zwischen Heranreifen des
Gehirns und Geschlechtshormonen entwickelt (Zhou et al. 1995: 68-70 3 ).

Diese endokrinologische Hypothese stellt die Transsexualität mit der Homosexualität in eine
ätiologische Reihe. Entscheidend für eine Entwicklung zur homosexuellen bzw.
transsexuellen Person soll demnach sein, auf welchen Zeitpunkt der
Hirndifferenzierung sich die Herausbildung des genannten Verhaltens zurückführen
lässt (Hirschauer 1999: 215).
Im Unterschied zur Psychoanalyse ist die Ursache der Transsexualität für die Endokrinologie demnach physischer Natur, d.h. es wird ein Parameter gemessen, auf den die Geschlechtswechsler nicht angemessen reagieren während die Analyse einen verdrängten Konflikt verspürt. Nachteil dieser Beurteilung
ist jedoch, dass die Endokrinologie keine Diagnose der Transsexualität leisten kann,
sondern die diagnostische Leistung im Gegenteil eher darin besteht, die organische
Gesundheit des Transsexuellen zu bestätigen (Hirschauer 1999: 216-217). 

Da die Transsexualität trotz dieser unterschiedlichen Ansätze überwiegend als
psychisches Leiden eingeordnet wird, steht an erster Stelle der Diagnose zunächst
eine psychische und neurologische Untersuchung. Durch die Diagnostizierung soll die Transsexualität von solchen „Krankheiten“ abgegrenzt werden, bei denen der Wunsch
oder die Überzeugung einem anderen Geschlecht anzugehören als vorübergehendes
Symptom auftreten kann, da eine Geschlechtsumwandlung im Fall des Vorliegens
einer solchen „Krankheit“ zu massiven Schäden führen könnte

4. In diesem Zusammenhang ausgeschlossen werden müssen der (fetischistische) Transvestismus,
Geschlechtsidentitätsverkennungen als Symptome einer Psychose sowie Formen der
Intersexualität (Ulrich/Senf 1996: 4). 

Die psychotherapeutische Behandlung, die dem Transsexuellen helfen soll, die innere
Stimmigkeit und Konstanz seines transsexuellen Wunsches zu erfassen und eine
realistische Einschätzung seines Wunschziels zu erlangen (Kockott 1996: 11) stellt
einen wichtigen Faktor auf dem Weg zur Geschlechtsanpassung dar. Dem/der
Patienten/Patientin muss klar sein, welche Konsequenzen das eigene Handeln nicht
nur für ihn/sie persönlich, sondern auch für Beruf, Familie und soziales Umfeld haben
kann. Der gesamte Zeitraum der Diagnostik kann bis zu einem Jahr lang dauern,
abhängig von der Sicherheit der Diagnose Transsexualität (Kockott 1996: 12).

 Sinn der psychotherapeutische Begleitung über ein Jahr hinweg ist es außerdem, die Stabilität
des Zustands im Verlauf des Alltagstest zu kontrollieren, d.h. mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit festzustellen, dass sich die transsexuelle Entwicklung nicht mehr ändern wird. 
Es ist wichtig zu erkennen, dass die Diagnose Transsexualität mit ungewöhnlichen
praktischen Folgen einhergeht, die für die einzelne Person große Bedeutung haben.
Hirschauer (1999: 204) vertritt hierzu, dass eine solche Diagnose zum einen eine
„Stellungnahme zu einem  gewissen Geltungsanspruch“ darstellt. Des Weiteren wird
durch sie die „Aufnahmeentscheidung“ zu der Geschlechtsgemeinschaft ermöglicht,
der die Person anstrebt anzugehören. Die Diagnostiker geben durch ihre Beurteilung
einen „Schiedsspruch“ ab, der besondere Bedeutung für die sozialen Konflikte um die
transsexuelle Geschlechtszugehörigkeit hat, zum einen zwischen Transsexuellen,
ihren Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld, aber auch im Zusammenhang mit
Krankenkassen, Ärzten oder Arbeitgebern. Durch die Diagnose wird gleichzeitig eine
„irreversible Arbeitsanweisung“ abgegeben, da die indizierte Behandlung von anderen
medizinischen Disziplinen übernommen wird (Hirschauer 1999: 204). 

Alltagstest

Nächster Schritt auf dem Weg zu einer Geschlechtsanpassung ist der so genannte
Alltagstest. Durch diesen soll der/die einzelne austesten und feststellen, wie weit es
ihm/ihr möglich ist, in der angestrebten Geschlechterrolle zu leben und zu arbeiten. Als
weltweiter Standard hat sich – da diese Form des Austestens heutzutage als
wesentlicher Bestandteil der Behandlung angesehen wird – eine Zeit von ein bis zwei
Jahren durchgesetzt (Kockott 1996: 12). Hiermit verbunden ist es, die
Verhaltensweisen des zukünftigen Geschlechts zu übernehmen, sei es sich zu
schminken, sich anders zu kleiden, zu bewegen, zu sprechen usw. In dieser Zeit
kommt es sehr häufig zu großen Problemen für die Betroffenen, da insbesondere
Eltern, Geschwister, Freunde und Arbeitskollegen meist Schwierigkeiten damit haben,
mit der neuen Identität des/der einzelnen umzugehen. Dies führt sehr oft dazu, dass
Kontakte abgebrochen und Familien zerstört werden oder die Betroffenen den
Arbeitsplatz wechseln müssen. Dieser Zeit kommt andererseits jedoch große
Wichtigkeit zu, da sie dazu beiträgt heraus zu finden, ob der Geschlechtswechsel auch
tatsächlich das ist, was der/die einzelne will und um mögliche Zweifel auszuräumen.
Der/die Transsexuelle muss erproben, welche Veränderungen seines/ihres Umfeldes
ihm/ihr bevorstehen und ob und wie er/sie diese verarbeiten kann (Kockott 1996: 12). 
Häufig lässt sich zu Beginn des Alltagstests beobachten, dass der/die Transsexuelle
die spezifischen Verhaltensweisen des angestrebten Geschlechts überzeichnet
(Kockott 1996: 12). Bei Mann-zu-Frau Transsexuellen ist dies häufig sichtbarer, da
diese rein äußerlich meist mehr „Schwierigkeiten“ haben, als Frau „durchzugehen“.
Hierbei können v.a. Therapien aber auch Angehörige des anderen Geschlechts
korrigierend eingreifen. 

Gabe von Hormonen 

Hat sich die Einstellung der transsexuellen Person auch während des Alltagstest nicht
verändert, so kann der körperliche Veränderungsprozess durch die Gabe von
Hormonen begonnen werden. Die Hormonbehandlung erfolgt unter endokrinologischer
Kontrolle und kann wegen der damit verbundenen irreversiblen Folgen erst begonnen
werden wenn die bereits angesprochenen Voraussetzungen erfüllt sind (Kockott 1996:
12-13). Die Hormonbehandlung führt dazu, dass die Patienten schon vor der Operation
den postoperativen Zustand erleben können, da sie mit Veränderungen verbunden ist,
die maßgeblich für die Verwandlung von Mann zu Frau bzw. umgekehrt sind. Die
Hormonbehandlung muss das ganze Leben aufrechterhalten, da bei der Operation die Keimdrüsen entfernt werden und es bei fehlender Substitution zu hormonellen
Ausfallerscheinungen, Osteoporose und Frakturrisiko kommen kann. Weitere Effekte
der fehlenden Weiterbehandlung mit Hormonen können vorzeitige Alterung, die
Zunahme kardiovaskulärer Erkrankungen und eine verminderte Lebenserwartung sein 
(Hirschauer 1999: 224 und Eicher 1996: 54-57). 
Die Behandlung von gebürtigen Männern mit Östrogenen führt dazu, dass die
Hypophyse deaktiviert wird, die Hoden atrophisch werden und in wenigen Monaten
unfruchtbar sind. Es kommt zu einer Reduktion von Ejakulationsfähigkeit, sowie
Erektions- und Orgasmus Fähigkeit. Gleichzeitig entwickelt sich eine weibliche Brust, die
nur operativ wieder entfernt werden könnte. Auch die Fettverteilung und das Muster
der Körperbehaarung verändern sich, während jedoch Stimme und Bartwuchs
unverändert bleiben (Hirschauer 1999: 223-224 und Kockott 1996: 12-13). Die
Behandlung von gebürtigen Frauen mit Testosteron führt dazu, dass die Ovarien „ruhig
gestellt werden“ und es zu einer Amenorrhöe kommt. Teilweise vergrößert sich die
Klitoris, die Stimmbänder wachsen an und es kommt zu Heiserkeit und Stimmbruch.
Gleichzeitig verändert sich auch die Körperbehaarung. Weiterer angestrebter Effekt ist
ein vermehrtes Muskelwachstum (Hirschauer 1999: 224 und Eicher 1996: 54). 
Bevor der operative Eingriff durchgeführt werden kann, muss der Patient mindestens 6
Monate mit Hormonen behandelt worden sein, um so sicher zu gehen, dass der Eingriff 
wirklich gewollt ist. Durch die Hormonbehandlung ist ein verstärktes Erleben der neuen
Identität möglich und die transsexuelle Person wird sich im Idealfall im neuen Körper
wohl und mit ihm im Einklang fühlen (Eicher 1996: 54). Auch wenn eine
Hormonbehandlung grundsätzlich wichtig ist, da sie ein weiterer Schritt auf dem Weg
zum anatomischen Erwerb des gewünschten Geschlechts ist, darf doch nicht
vergessen werden, dass sie auch mit erheblichen Risiken verbunden ist, wie bspw.
erhöhter Leberbelastung, gesteigertem Tromboembolierisiko, Hirninfarkt oder auch
einer gesteigerten Brustkrebswahrscheinlichkeit (Eicher 1996: 57 und Hirschauer 1999:
224).

 Stimmpädagogik und kosmetische Behandlung

Zwischenstationen auf dem Weg zwischen Diagnose und Chirurgie sind
Stimmpädagogik und kosmetische Behandlung. Diese beiden Bereiche werden v.a.
von MzF-Transsexuellen in Anspruch genommen, da die Veränderung des äußeren
Erscheinungsbildes (Haarwachstum) bzw. des weiblichen Auftretens (Stimmlage) größeren Aufwand mit sich bringt und durch kosmetische Veränderungen und
Stimmtraining besonders gute Ergebnisse erzielt werden können. Die Veränderung der
Stimme kann zum einen durch eine operative Verkürzung oder Vernähung der
Stimmlippen, aber auch durch logopädische Übungen des kontinuierlichen Sprechens
auf einer höheren Spannung, um andere Obertonreihen anzuregen, erreicht werden.
Zu dieser Arbeit gehören Sprechübungen, Singen sowie die Erzeugung und
Wahrnehmung einzelner Laute. Durch die stimmbildnerische Arbeit wird ein leiblicher
Zusammenhang von Haltung, Kleidung, Atmung und Resonanz zu Bewusstsein
gebracht, wodurch die Wahrnehmung gegen die verkörperten alten Routinen
mobilisiert wird (Hirschauer 1999: 235). Dies führt im Ergebnis dazu, dass sich mit der
Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes auch das Auftreten des Transsexuellen
verändert und dem Verhalten des angenommenen Geschlechts anpasst. 
Die Arbeit an der äußeren Erscheinung wird überwiegend durch Kosmetikerinnen
durchgeführt und umfasst vorrangig die Entfernung von unerwünschten Bart- und
Beinhaaren, deren Wachstum durch die Hormonbehandlung nicht gestoppt werden
kann, sondern lediglich verlangsamt wird. Teil der Behandlung ist jedoch
beispielsweise auch das Erlernen von Schminktechniken (Hirschauer 1999: 237-241).
Der/die einzelne lernt seinen/ihren Typ zu betonen und die äußerlichen Merkmal und
Verhaltensweisen, mit denen sie als Transsexuelle „Aufmerksamkeit erregen“ könnten,
werden „abgeschliffen“ (Hirschauer 1999: 240), so dass es möglich wird, auch in der
Öffentlichkeit das empfundene Geschlecht ohne kritische und belächelnde Blicke zu
leben.

Operative Interventionen 

Letzter Schritt zur Geschlechtsanpassung ist der operative Eingriff, der häufig effektiv
mehrere Operationen umfasst, die unterschiedlich kompliziert und aufwändig sind, je
nachdem, ob es sich um eine Geschlechtsanpassung einer MzF-Transsexuellen oder
eines FzM-Transsexuellen handelt. Damit der Eingriff durchgeführt werden kann,
müssen die gleichen Voraussetzungen erfüllt sein wie für die Bejahung der
Hormonbehandlung (s.o.). In der Praxis ist es üblich, dass vor der Durchführung der
OP zwei unabhängige ausführliche Gutachten gefordert werden, aus denen sich
zweifelsfrei die Zustimmung zu einer geschlechtskorrigierenden Operation ergibt (Kokott 1996: 14). Die Durchführung der Operation kann frühestens 6-9 Monate nach
Beginn der Hormoneinnahme geplant werden

a)  Die Transformation von Frau zu Mann: Ziele sind eine Brusttransformation, die
Entfernung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter sowie gegebenenfalls
Hodenimplantate und Penoide (so genannte Phalloplastik). Die Brusttransformation
zielt darauf ab, ein männliches Brustbild mit männlichen Brustwarzen zu schaffen, was
sich insbesondere dann schwierig gestaltet, wenn eine sehr große weibliche Brust
vorhanden war. Die Entfernung von Eierstöcken, Eileiter und Gebärmutter ist mit einer
umfassenden Veränderung des weiblichen Genitalbereichs verbunden und durch die
Umformung der Klitoris zu einem so genannten Klitorispenoid wird es dem FzMTranssexuellen ermöglicht, im Stehen zu urinieren. Im Einzelfall unterziehen sich die
Betroffenen auch einer sehr komplizierten Operation zur Herstellung einer
Phalloplastik, durch welche ein Penisimitat – auch Neo-Penis genannt - geschaffen
wird. Allerdings ist diese Operation sehr langwierig und aufwändig und die Ergebnisse
lassen zu wünschen übrig. Daher wird sie nicht häufig in Anspruch genommen (Eicher
1996: 59-61). Eine veranschaulichte Darstellung einer solchen Operation zur
Konstruktion einer Phalloplastik findet sich im Anhang dieser Arbeit.
b) Die Transformation von Mann zu Frau: mit der Transformationsoperation von Mann
zu Frau werden folgende Zielsetzungen verfolgt: zum einen erfolgt eine Kastration
durch Exstirpation (Entfernung) der Hoden und Nebenhoden. Durch eine
Penisschafftresektion wird eine Neovagina geschaffen, die mit Penishaut ausgekleidet
wird. Des Weiteren wird eine weibliche Harnröhrenmündung geschaffen, eine Vulva mit
großen und kleinen Labien sowie eine Klitoris geformt. Die weibliche Brust wurde
bereits im Rahmen der Hormonbehandlung aufgebaut, allerdings kann in den Fällen, in
denen durch die Hormonbehandlung noch keine befriedigenden Ergebnisse erzielt
werden konnten, durch Brustimplantate das Ergebnis verbessert werden. Die
Geschlechtsanpassende Operation von Mann  zu Frau ist inzwischen allgemein
anerkannt und standardisiert und mit weniger „Aufwand“ verbunden als eine
Transformation von Frau zu Mann.

Literatur:

1
 http://www.transhistory.org/history/TH_NewsClip_Christine1.html (2005/06/14).
2
 http://www.hbigda.org/pdf/socv6.pdf (2005/07/11).
3
 Nature 378, gefunden unter http://www.transident.ch/Ne-Gehirn-bst.shtml (2005/06/16).
4
 Senf, Wolfgang, Merkblatt zu Transsexualität und Geschlechtsumwandlung, http://www.uniessen.de /Psychosomatik, (2005/06/17)
5
 Senf, Wolfgang, Merkblatt zu Transsexualität und Geschlechtsumwandlung, http://www.uniessen.de/psychosomatik (2005/06/17)

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