Freitag, 5. Oktober 2018

Das Schweigen der Transsexuellen und viel mehr! /// The silence of the transsexuals and much more!

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2018
Es wird immer schwerer, Hass und Unwahrheiten wie Diskriminierung  zu entgehen. In Zeiten von Fake News, Social Bots und Hate-Speech glauben wir mehr denn je daran, dass Seiten wie https://trans-weib.blogspot.com/eine wichtige Rolle spielen.

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Das Schweigen der Transsexuellen und viel mehr!

Es ist Zeit für ein Selbstbestimmungsgesetz. Das TSG gehört in den Papierkorb. Schluss mit Gutachteritis und Schikanen gegen Trans*. Statt Wahlkampfversprechen hätten Union und SPD das längst haben können, denn wir Grüne haben ein neues Gesetz vorgelegt: Das Selbstbestimmungsgesetz. Auf ihre Wahlversprechen müssen die Parteien nach der Wahl festgenagelt werden. Das TSG braucht aber mehr als nur ein bisschen Herumgedoktore und gehört auf den Müllhaufen der Gesetzesgeschichte.

Das Europäische Parlament hat die andauernde Pathologisierung transsexueller Menschen auch in der EU scharf verurteilt, aber darüber spricht man nicht

Geneigte Leserin, geneigter Leser, stellen Sie sich bitte vor, wildfremde Menschen sprechen Sie auf Beschaffenheit und Zustand Ihrer Genitalien an. Stellen Sie sich bitte vor, Sie wären der Gegenstand einer zotigen Geschwätzigkeit, die Sie auf ein sexuelles Begehren reduziert, das Sie nicht einmal empfinden.

Stellen Sie sich bitte vor, dass eine Gruppe von Menschen, der Sie angehören, ständig von anderen – zum Beispiel den Medien - definiert und charakterisiert wird, Sie nicht einmal zu Wort kommen, und das ewige Thema des verbalen Bombardements wäre Sex.
Geneigte Leserin, geneigter Leser, stellen Sie sich bitte vor, es Betrifft Sie, was wäre Ihr Empfinden, schwer nicht wahr?

Das sind nur kurze Zeilen aus einem Bericht aus dem Jahre 09. Oktober 2011, bis dato hat sich nichts oder kaum etwas Verändert!
Ist es schlimm?

Das heute Oktober 2018 man sollte annehmen das man die Vorwürfe von 2011 welche das Europäische Parlament machte, schlicht einfach behoben wären, tolle Sache, doch Leider und zum Bedauern vieler ist es nicht so!

Nun meine Damen und Herren es ist nicht nur schlimm, es grenzt an Wahnsinn, ich könnte Unglaublich viele Gründe dafür angeben, denn was andere nicht verstehen, hier wird auch mit dem Leben von Betroffen schlicht einfach gespielt, man lese Statistiken über Selbstmordrate bei Transgendern!

Alle Transgender sind Menschen, egal wo diese auch Leben „Sie“ sind Teil der Gesellschaft, ob man es möchte oder nicht! Menschen welche das Recht auf Selbstverwirklichung das Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit wahrnehmen und dafür von Gesellschaft und Politik nicht Gleichwertig - Behandelt werden!

Denken „Sie“ das ist Demokratie?

Transsexuellengesetz: Bundesregierung will weiter mit Reform warten, keine Eile, das in großen Teilen völlig veraltete Transsexuellengesetz zu reformieren.
Bundesregierung verschleppt Reform des Transsexuellengesetzes, heißt diese Minderheit ist zweitrangig, die können warten!

"1851 entdeckte der Psychiater Cartwright in den Südstaaten eine Geisteskrankheit, die nur unter Menschen mit schwarzer Hautfarbe auftrat, die Drapetomanie. Diese Geisteskrankheit – entsprechend zur Epoche eine Manie – bestand aus dem irrationalen Wunsch, frei zu sein, und der Tendenz, davonlaufen zu wollen. Cartwright, sich auf das göttlich verkündete natürliche Verhältnis zwischen Menschen weißer und schwarzer Hautfarbe berufend, empfahl wirksame Abhilfe. Sie bestand darin, keinesfalls Sklaven wie gleichwertige Menschen zu behandeln, und sie von Zeit zu Zeit gründlich auszupeitschen. "

"Das deutsche Transsexuellengesetz beruht auf der Einordnung von Transsexualität als psychische Störung. Das Gesetz erzwingt eine mehrstufige psychologisch-psychiatrische Gutachtensprozedur, während welcher die Betroffenen den Gutachtern völlig ausgeliefert sind. Von Betroffenen erstellte Menschenrechtsberichte legen dar, wie man sich den Verlauf dieser Prozedur vorzustellen hat.

2009 erklärte Prof. Silvia Pimentel, Angehörige des CEDAW-Komitees der UNO (Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women) anlässlich der Anhörung Deutschlands, es sei ein Paradoxon, dass transsexuelle Frauen zu geistesgestörten Männern erklärt werden, um als Frauen akzeptiert zu werden. Sie forderte die Beendigung des Gutachterverfahrens nach dem deutschen TSG. "

Gutachten fordern Reform des Transsexuellengesetzes

Bei einer Tagung des Bundesfamilienministeriums wurden konkrete und massive Gesetzesänderungen gefordert.

Im Rahmen eines "Fachaustauschs zu geschlechtlicher Vielfalt" hat das Bundesfamilienministerum am Donnerstag zwei Gutachten vorgestellt, die dringende Reformen der Politik im gesetzlichen und medizinischen Umgang mit Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen einfordern.

Das von der Humboldt-Universität zu Berlin erstellte Gutachten "Regelungs- und Reformbedarf für transgeschlechtliche Menschen" (PDF) untersucht die Notwendigkeit, das inzwischen vom Bundesverfassungsgericht ins sechs verschiedenen Bereichen für verfassungswidrig erklärte Transsexuellengesetz zu reformieren beziehungsweise durch ein modernes Gesetz zu ersetzen.

Das Gutachten evaluiert die Anwendung des Gesetzes in der Praxis, führt einen internationalen Rechtsvergleich durch und unterbreitet rechtliche Regelungsvorschläge. Nach Jahrzehnten des Stillstands der Politik sind diese so umfangreich, dass sie sich hier kaum zusammenfassen lassen – ein Studium des PDFs lohnt.

Massive Kritik an unpassendem Gesetz

Wie veraltet das Gesetz inzwischen ist, zeige bereits, dass Bedingungen wie Operationszwang und Ehelosigkeit für eine Personenstandsänderung im historischen Zusammenhang mit dem Paragrafen 175 zu sehen seien, so das Gutachten der Humboldt-Universität.

Selbst die heute noch verbleibenden Bedingungen, etwa ein Zwang zu einer oft schikanösen bis übergriffigen Begutachtung, verstießen gegen Grund und Menschenrechte. Das Gutachten fordert zudem u.a. eine bessere Aufklärung an Schulen und im Gesundheitssystem.
Auch das vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) erstellte Gutachten "Geschlechtervielfalt im Recht: Status Quo und Entwicklung von Regelungsmodellen zur Anerkennung und zum Schutz von Geschlechtervielfalt" (PDF) kommt zu ähnlichen Schlüssen und befasst sich u.a. näher mit der Rechtsanwendung des im Personenstandsgesetz (§ 22 PStG) geregelten offenen Geschlechtseintrages: Kann ein Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstand ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen. Außerdem stellt das Gutachten im internationalen Rechtsvergleich die Frage, ob ein drittes festgelegtes Geschlecht im Personenstandsgesetz benötigt wird.

Breite Debatte ohne Folgen?

Der Fachaustausch war der letzte von insgesamt vieren in dieser Legislaturperiode, an denen Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Recht, Verbänden der Community und internationalen Organisationen teilnahmen. Eine Dokumentation der Debatte über die Gutachten soll im zweiten Quartal 2017 veröffentlicht werden, heißt es auf der Webseite des Bundesfamilienministeriums.

Das lässt vermuten, dass mit einem gesetzgeberischen Handeln wohl bis zur Wahl nicht mehr zu rechnen ist – der Ministeriumsbericht vom Donnerstag enthält keinerlei Festlegung auf eine Gesetzesiniative. Immerhin gibt es mit den Gutachten eine Grundlage und für die Betroffenen und Verbände ein Druckmittel.

"Geschlechtliche Vielfalt ist eine gesellschaftliche Tatsache und eine gesellschaftspolitische Querschnittsaufgabe", sagte Caren Marks (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, zur Vorstellung der Gutachten. "Beide kommen zu der Empfehlung, dass unser Recht geändert werden muss, um die geschlechtliche Vielfalt unserer Gesellschaft und das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen zu schützen. Es ist notwendig, die Freiheit der Geschlechtsidentität als Menschenrecht zu schützen, Stigmatisierungen abzubauen und starre Rollenbilder aufzubrechen."

Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck forderte in einer Pressemitteilung noch ein Handeln in dieser Legislaturperiode: "Anerkennung selbstbestimmter Geschlechtsidentität ist ein Menschenrecht. Wenn der Staat darauf besteht, das Geschlecht seiner Bürger*innen zu registrieren, dann sollen sie frei und unkompliziert darüber bestimmen dürfen. Das muss endlich auch in ein vernünftiges Gesetz gegossen werden." Andere Länder in Europa seien längst weiter, so Beck, der einen eigenen Gesetzesentwurf seiner Fraktion noch vor der Wahl ankündigte.

Derweil geht bei Aktivisten und Betroffenen die Debatte weiter: Während weitgehend Einigkeit über den Reformbedarf und viele Änderungsvorschläge vorhanden ist, gibt es dennoch teils sehr unterschiedliche Ansichten über konkrete Maßnahmen und speziell über Bezeichnungen. Manche empfinden bestimmte Begriffe, Diagnosen und ihre Auswirkungen als fremdbestimmt, diskriminierend und stigmatisierend, manche wiederum die Gegenvorschläge. Auch der von den Gutachten verwendete Überbegriff 

"Transgeschlechtlich(keit)" findet nicht bei allen Zustimmung.

UN-Generalsekretär: Einsatz für LGBTI-Rechte "verdoppeln"

In einer Videobotschaft beklagte Antonio Guterres staatliche Verfolgungen von Homo- und Transsexuellen und Vorurteile, Hass und Gewalt gegen sie.

Am 26. September 2018 lautete es die Spitze der Vereinten Nationen hat am Dienstag ihren Einsatz für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen bekräftigt. "Die Vereinten Nationen kämpfen für die Rechte der LGBTI-Community", betonte Generalsekretär Antonio Guterres in einer Video-Botschaft. "Viele ihrer Mitglieder sitzen im Gefängnis, sehen sich Beschimpfungen und Gewalt ausgesetzt und werden sogar getötet, nur weil sie das sind, was sie sind, und lieben, wen sie lieben."

Der Portugiese verwies auf "Fortschritte in den letzten Jahren", darunter in diesem Monat die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Indiens, Homosexualität straffrei zu stellen. "Aber solange Menschen Kriminalisierung, Vorurteilen und Gewalt wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt sind, wegen ihrer Geschlechtsidentität oder ihren Geschlechtsmerkmalen, müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, diese Menschenrechtsverletzungen zu beenden."

Zum Abschluss der kurzen Botschaft betonte Guterres: "Jetzt, wo wir den 70. Jahrestag der Unterzeichung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern, will ich unterstreichen, dass die Vereinten Nationen nie den Kampf aufgeben werden, bis jede Person frei und gleichberechtigt in Würde und Rechten leben kann."

LGBTI-Gipfel am Rande der Vollversammlung

Am Rande der UN-Vollversammlung in New York hatte es am Dienstag einen Gipfel zu LGBTI-Rechten und speziell zur Gewalt gegen diese Personengruppen gegeben. Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, lobte dabei in einer Ansprache ebenfalls Fortschritte wie das Gerichtsurteil aus Indien. Dennoch gebe es noch immer über 70 Staaten, die einvernehmliche homosexuelle Kontakte unter Strafe stellen oder Transpersonen verfolgen, beklagte die Chilenin.

"Diese Gesetze setzen LGBT-Personen langen Gefängnisstrafen aus und in einigen Fällen körperlicher Bestrafung. Sie fördern implizit auch Vorurteile, Hass und Gewalt. Aber Gesetze können sich ändern", so Bachelet. Regierungen müssten aber auch ihre Haltungen überdenken und die Gleichheit aller Menschen betonen, um das Bewusstsein der Menschen zu ändern: Morde und Gewalt basierten im Kern auf Vorurteilen und Hass. "Wir werden diese Verbrechen nur verhindern, wenn wir mutig genug sind, diese Faktoren in der Gesellschaft anzugehen."
An der Konferenz nahmen rund 500 Gesandte aus 30 Ländern teil. Teile der Reden lassen sich unter dem Hashtag #SupportLGBTILives verfolgen. Der Fotograf Robin Hammond stellte Bilder seiner mehrfach ausgezeichneten Reihe "Where love is illegal" vor und schätzte, dass "noch 1,8 Milliarden Menschen in einem Land leben, in dem einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen noch als Verbrechen angesehen werden". 730 Millionen leben in Ländern, in denen LGBTI-Leben geschützt werden.

Bundesregierung verschleppt Reform des Transsexuellengesetzes

Transsexualität als psychische Krankheit? Darauf basiert in Deutschland die Rechtslage, noch. Doch nach SPIEGEL-Informationen lässt sich die Große Koalition sehr viel Zeit bei der Änderung - Deutschland hinkt international hinterher.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Transsexualität aus dem Katalog der psychischen Krankheiten gestrichen. Es wird nun in einem neu geschaffenen Kapitel zu sexueller Gesundheit zu finden sein und unter dem Stichwort "Geschlechts-Inkongruenz" aufgeführt.
Alle Parteien dafür: Die Reform des Transsexuellengesetzes wird kommen
Nun sind auch CDU/CSU für eine Reform des veralteten Gesetzes. Das ergibt eine Umfrage des Lesben- und Schwulenverbandes. Die AfD äußert sich als einzige Partei nicht.
Dem Bundesverbandes Trans* zufolge haben alle Parteien außer der CDU und AfD die Reform des Transsexuellengesetzes ins Wahlprogramm aufgenommen. Nun aber spricht sich auch die Union für eine Reform aus. In den Antworten auf die Wahlprüfsteine des LSVD heißt es, im Ergebnis unterstützten CDU und CSU das Vorhaben, das Transsexuellengesetz auf eine neue und zeitgemäße Grundlage zu stellen.

Zentrale Punkte der Kritik am Transsexuellengesetz (TSG) sind etwa, dass für eine Personenstandsänderung „Transsexualismus“ als Krankheit diagnostiziert werden muss. Außerdem müssen Trans*Personen für eine Änderung des Vornamens und die Änderung des Geschlechtseintrags im Personalausweis zwei langwierige psychologische Gutachten durchlaufen und sind von einer gerichtliche Entscheidung abhängig. Mehrere Teile des TSG wurden vom Bundesverfassungsgericht bereits in der Vergangenheit für rechtswidrig erklärt, etwa Zwangsoperationen für die Anerkennung des Geschlechts.

In vielen europäischen Ländern wurden bereits Gesetze verabschiedet, so dass Trans*Personen ihren Namen und Passeintrag ohne umfangreiche Verfahren rechtlich anerkennen lassen können, etwa in Schweden, Dänemark, Malta, Irland oder Norwegen.

Die Grünen legten bereits im Mai 2017 einen Gesetzentwurf für ein sogenanntes Selbstbestimmungsrecht vor, der das Transsexuellengesetz ersetzen soll. Renate Künast bestätigte gegenüber BuzzFeed News auf dem Lesbisch-Schwulen Straßenfest in Berlin Mitte Juli, dass ihre Partei den Gesetzentwurf in der neuen Legislaturperiode wieder einbringen wird.

CDU/CSU

Das geltende Transsexuellengesetz ist in seinen wesentlichen Grundzügen inzwischen fast dreißig Jahre alt. Es entspricht nicht mehr in jeder Hinsicht aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen. Deshalb wurde im September 2014 eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Situation von trans- und intersexuellen Menschen eingerichtet. Diese hat zu den Themenfeldern zwei Gutachten in Auftrag gegeben [...]. Der Abschlussbericht ist für den Sommer 2017 vorgesehen.
Nach der Überzeugung von CDU und CSU sollte das Ergebnis des noch ausstehenden Abschlussberichtes abgewartet werden, zumal sich ggf. personenstandsrechtliche Folgefragen ergeben werden. Im Ergebnis unterstützen CDU und CSU jedoch das Vorhaben, das Transsexuellengesetz, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes, auf eine neue zeitgemäße Grundlage zu stellen.

SPD

Wir werden die Lage von trans- und intergeschlechtlichen Menschen verbessern und gewährleisten, dass sie selbst über ihr Leben bestimmen können. Das betrifft medizinische, gesundheitliche, soziale und rechtliche Aspekte. Wir werden daher das Transsexuellengesetz und weitere Gesetze reformieren.
Eine punktuelle Änderung des aktuell gültigen Transsexuellengesetzes ist angesichts des bestehenden dringenden Reformbedarfes bei weitem nicht ausreichend. Wir wollen eine grundsätzliche Novellierung des Gesetzes. [...] Dabei ist insbesondere die teure und unnötige Begutachtungsplicht vor einer Vornamens- bzw. Personenstandsänderung abzuschaffen und durch ein unbürokratisches Verfahren zur Anerkennung der Geschlechtsidentität zu ersetzen.

Linke

Die Linke strebt an, dass alle Menschen frei ihren Vornamen und ihr Geschlecht ohne jegliche Form von Begutachtung rechtlich wählen können. Neben den Kategorien männlich und weiblich sind mit den Betroffenenverbänden weitere Kategorien zu entwickeln. Das bisherige Transsexuellengesetz wird überflüssig, wenn umfassende gesetzliche Regelungen in den bestehenden Gesetzen geschaffen werden.

Grüne

Seit Jahren fordern wir eine Abschaffung des veralteten Transsexuellengesetzes, das nach über 30 Jahren nicht dem Stand der Wissenschaft entspricht und die Menschenrecht von Trans*Personen mit Füßen tritt. Daher haben wir ein modernes Selbstbestimmungsrecht vorgeschlagen, dessen Leitbild die persönliche Freiheit und nicht irgendwelche Ordnungsvorstellungen über die Geschlechter ist. Es ist höchste Zeit, dass die tatsächliche Vielfalt von Identitäten akzeptiert wird, anstatt Trans*Menschen in vorgegebene Raster zu pressen und ihnen das Leben schwerzumachen.

FDP

Wir Freie Demokraten setzen uns für eine Fortentwicklung des Transsexuellen-Gesetzes ein. Die Personenstands- und Namensänderung sind heute gutachterpflichtig und langwierig. Diese Verfahren halten wir für überflüssig. [...]. Einen Zwang zu medizinischen Maßnahmen lehnen wir ab. Daneben treten wir aber dafür ein, dass Krankenkassen einheitlich die Kosten für alle geschlechtsangleichenden Behandlungen bei Transsexualität übernehmen.

Neben allen großen Parteien, ausgenommen der AfD, sprachen sich bereits der Deutsche Bundesrat sowie der Europarat für eine Reform des Transsexuellenrechts aus.

Der Bundesrat forderte von der Bundesregierung am 2. Juni 2017 mit einem Antrag die Abschaffung des Transsexuellengesetzes.

Eine Resolution des Europarates vom April 2015 fordert alle europäischen Länder dazu auf, eine Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags „schnell, transparent und leicht zugänglich“ zu gestalten.

Auch der Bundesverband Trans* setzt sich für eine Reform beziehungsweise Ablösung des Transsexuellengesetzes ein. Dazu hat der Verband zusammen mit Trans*Personen sogenannte Policy Papers erarbeitet, in denen Forderungen aus der Community gebündelt als politische Forderungen formuliert wurden.

Und nun meine Damen und Herren
Viele tolle schöne Worte, welche bis Dato nur Worte geblieben sind, nichts wird für diese Minderheit getan noch im Ansatz voran getrieben, man verliert den Glauben an Gleichheit an das Gesetz, wir sind alle gleich vor dem Gesetzt!

Das schlimmste keiner sagt wie es ist; Scheiß Regierung welche glauben lässt und immer wieder nichts als Endtäuschung, wissend das all dieses auch Lebensbedrohlich ist für die Betroffen!




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Donnerstag, 4. Oktober 2018

No investigation against anti-immigrant AFD politicians /// Keine Ermittlungen gegen transfeindlichen AfD-Politiker


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Hetze von rechts
Der Landtagsabgeordnete Thomas Rudy findet, dass "Tunten, Homosexuelle oder Transen" die Bundeswehr "ruinieren" – die Staatsanwaltschaft Gera sieht darin weder Volksverhetzung noch Beleidigung.
Transfeindliche Hetze bleibt in Deutschland noch immer ohne Konsequenzen: Die Staatsanwaltschaft Gera hat es abgelehnt, gegen den thüringischen AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Rudy ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung oder Beleidigung einzuleiten. Dies teilte Staatsanwalt Andreas Petzel am 28. September der queer.de-Leserin Manuela Schneider mit, die nach unserer Berichterstattung über transfeindliche Äußerungen Rudys Anzeige gegen den Politiker erstattet hatte.

Im vergangenen Monat hatte sich der Abgeordnete aus Gößnitz auf Facebook, zusammen mit anderen AfD-Politikern, über eine transsexuelle Soldatin der Bundeswehr lustig gemacht und diese öffentlich vorgeführt.  "Früher hat die Welt vor deutschen Soldaten gezittert, ich denke, dass die Bundeswehr nun unseren Nachbarn keine Angst mehr machen", sondern "eher Mitleid erzeugen" werde, schrieb der 59-Jährige in dem sozialen Netzwerk.
Mehrfach beklagte er, dass transsexuelle Menschen dem Ansehen der Bundeswehr schaden würden: "Wer unserer potentiellen Gegner hätte noch Achtung vor unserer Armee, wenn die (männlichen) Kommandeure mit Lippenstift schön geschminkt, mit Rock, Stöckelschuhen und Pferdeschwanz die Truppenparade abnehmen?" Offen rief Rudy zum Widerstand auf: "Warum macht ihr denn nicht den Mund auf gegen diese unfähige Verteidigungsministerin, die die Truppe ruiniert und islamisiert?" Er selbst habe aber gar nichts gegen "Tunten, Homosexuelle oder Transen", behauptete Rudy auf Facebook.

Staatsanwalt: Hetze durch Meinungsfreiheit gedeckt

Dem AfD-Politiker sei "kein strafbares Verhalten vorzuwerfen" und seine Äußerung von der Meinungsfreiheit gedeckt, befand die Staatsanwaltschaft Gera. "Der Beanzeigte hat in erster Linie Kritik an der Bundeswehr und deren Ansehen im Ausland geübt", heißt es in dem Schreiben (PDF) an die queer.de-Leserin zum Vorwurf der Volksverhetzung. "Ein tatbestandsgemäßer Angriff auf die Menschenwürde durch Beschimpfung, böswilliges verächtlich machen bzw. Verleumdung ist insoweit nicht ersichtlich."

Zwar räumte Staatsanwalt Petzel ein, dass eine "Abwertung der betroffenen Personen bzw. Personengruppe erkennbar" sei, dennoch sei auch der Straftatbestand der Kollektivbeleidigung nicht erfüllt: "Indes bezieht sich diese Kritik offenkundig in erster Linie auf die politisch Verantwortliche für das Ansehen der Bundeswehr durch z.B. männliche Soldaten in Röcken und erst in zweiter Linie auf die insoweit betroffenen Menschen."

Ein Teil der Soldaten als "Tunten" oder "Transen" zu bezeichnen, sei nur "auf den ersten Blick für die Betroffenen herabwürdigend", meinte der Staatsanwalt in seinem Gedankenspagat. "Indes beziehen sich die Werturteile nicht auf die Menschen und deren Sexualität als solche, sondern lediglich in deren beruflicher Funktion als Soldaten in Uniform und damit als 'Bild des Bundeswehrsoldaten' im In- und Ausland."




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Der Hungerstreik der 17 Transaktivisten wurde entlarvt, weil Podemos sich verpflichtet hatte, ihr Gesetz zu bearbeiten /// The hunger strike of the 17 transactivists was exposed because Podemos was committed to working on its law


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Gesetz // Übersetzung von Spanisch auf Deutsch!

Der Hungerstreik der 17 Transaktivisten wurde entlarvt, weil Podemos sich verpflichtet hatte, ihr Gesetz zu bearbeiten

Die Konföderale Fraktion hat diesen Vorschlag auch in die bilaterale Tabelle der Haushaltsverhandlungen mit der Regierung von Pedro Sánchez aufgenommen.
Die Trans-Plattform hat den Hungerstreik beendet, an dem heute Morgen 17 ihrer Aktivisten beteiligt waren, nachdem sie von Podemos ihre Zusage erhalten hatten, das Trans-State-Gesetz vor August 2019 dem gesamten Kongress vorzulegen und es in die Tabelle der Budgetverhandlungen aufzunehmen mit der Regierung.

Dies wurde dem Präsidenten der Efe-Plattform, Mar Cambrollé, mitgeteilt, der seine Zufriedenheit gezeigt hat, da seine Forderung nach einem Termin für die Initiative, die Unidos Podemos im Februar für seine parlamentarische Reise angemeldet hat, in so kurzer Zeit erfüllt wurde .
„Es war eine symbolische Maßnahme, es gab Leute bereit, es zu ihrem logischen Ende zu nehmen“, Cambrollé im Hungerstreik gegeben, mit denen wir wollten anhalten zu müssen „entführt ihre Rechte in einer Schublade.“

Die Konföderale Fraktion United We Can-In Comú Podem-En Marea hat diesen Vorschlag auch in der bilateralen Tabelle offen mit der Regierung von Pedro Sanchez Haushaltsverhandlungen einbezogen, wie IE in einer Pressemitteilung berichtet, seine „volle Bekräftigung Engagement "mit der Initiative.

Dabei verfolgt die sozialistische Regierung „die volle Kongress bringen helfen und somit dazu beitragen, sich selbst zu machen“ zusammen „die Forderungen einer Gruppe, die auch nur für diejenigen Gerechtigkeit und Wiedergutmachung sucht, die Make-up“.

Die IU ist der Ansicht, dass "alles Mögliche getan werden sollte, um diesen Prozess zu beschleunigen", trotz der "reduzierten" Fähigkeit der Gruppe, Legislativinitiativen zu registrieren, was dazu führt, dass einige bereits etwa zwei Jahre warten, bis ihre Entscheidung bearbeitet ist. in Erwägung. "

Seiner Meinung nach kann der Hungerstreik, der von 17 Aktivisten der Plattform, darunter Mütter und junge Transsexuelle, initiiert wurde, dazu beitragen, dieser Initiative einen Schub zu geben und dazu beitragen, die sozialen, moralischen Schulden und die Verletzung von Rechten zu lösen es existiert in diesem Moment mit diesem Kollektiv ".
„Es war eine symbolische Maßnahme, es gab Leute bereit, es zu ihrem logischen Ende zu nehmen“, Cambrollé im Hungerstreik gegeben, mit denen wir wollten anhalten zu müssen „entführt ihre Rechte in einer Schublade.“

Die Konföderale Fraktion United We Can-In Comú Podem-En Marea hat diesen Vorschlag auch in der bilateralen Tabelle offen mit der Regierung von Pedro Sanchez Haushaltsverhandlungen einbezogen, wie IE in einer Pressemitteilung berichtet, seine „volle Bekräftigung Engagement "mit der Initiative.

Dabei verfolgt die sozialistische Regierung „die volle Kongress bringen helfen und somit dazu beitragen, sich selbst zu machen“ zusammen „die Forderungen einer Gruppe, die auch nur für diejenigen Gerechtigkeit und Wiedergutmachung sucht, die Make-up“.

Die IU ist der Ansicht, dass "alles Mögliche getan werden sollte, um diesen Prozess zu beschleunigen", trotz der "reduzierten" Fähigkeit der Gruppe, Legislativinitiativen zu registrieren, was dazu führt, dass einige bereits etwa zwei Jahre warten, bis ihre Entscheidung bearbeitet ist. in Erwägung. "

Seiner Meinung nach kann der Hungerstreik, der von 17 Aktivisten der Plattform, darunter Mütter und junge Transsexuelle, initiiert wurde, dazu beitragen, dieser Initiative einen Schub zu geben und dazu beitragen, die sozialen, moralischen Schulden und die Verletzung von Rechten zu lösen es existiert in diesem Moment mit diesem Kollektiv ".

Der Text, Ergebnis des Konsens von Transgender-Organisationen und unterstützt von mehr als 150 sozialen Gruppen, entpathologisiert die trans-Identität in allen Bereichen, ob Gesundheit, Bildung, Arbeit oder Sport, und berücksichtigt Minderjährige, Senioren oder Einwanderer .

Auf diese Weise wird vorgeschlagen, dass transsexuelle Personen bis zu 16 Jahren ohne die Erlaubnis ihrer Eltern auf Hormontherapien zugreifen können und dass ein Justizverteidiger für jene Minderjährigen dieses Alters ernannt wird, die nicht die Zustimmung eines ihrer Eltern haben.

Es sieht auch die gleiche Formel für Minderjährige vor, die ihren Namen und ihr Geschlecht im Register ändern möchten, die männlich, weiblich oder nicht-binär sein können, oder dass das Nationale Gesundheitssystem Behandlungen wie Hormon- und Tonmodulation abdecken wird und Stimmtimbre, unter anderem.



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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Bis­he­rige Lösung, ent­wür­di­gend und unzu­mutbar!

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Bis­he­rige Lösung "ent­wür­di­gend" und "unzu­mutbar"

Juristen und Vertreter von Interessensorganisationen kritisieren das Gesetz der Bundesregierung zum dritten Geschlecht. Trans- und intersexuelle Menschen würden als Kranke stigmatisiert. Ein Antrag im Bundesrat soll das ändern.

Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg wollen das geschlechtliche Selbstbestimmungsrecht von trans- und intersexuellen Menschen stärken und einen Gesetzentwurf der Bundesregierung vom August ändern. Diese hatte zwar ein drittes Geschlecht im Geburtenregister beschlossen, Opposition und Betroffene kritisierten den Entwurf aus dem Hause von Bundesinnenminister Seehofer jedoch als zu kurz gesprungen. Außerdem setze er die Diskriminierung von trans- und intersexuellen Menschen fort.

Als das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Oktober 2017 in einer spektakulären Entscheidung die Einführung einer weiteren Geschlechtskategorie im Personenstandsrecht neben "männlich" und "weiblich" bis zum Ende dieses Jahres gefordert hatte, war der Jubel bei nicht-binären Menschen – also Personen, die sich selbst nicht als Mann oder Frau beziehungsweise als Mädchen oder Junge wahrnehmen – über ein historisches Urteil groß. Deutschlands höchstes Gericht hatte ein starkes Signal für die Anerkennung der geschlechtlichen Vielfalt und Selbstbestimmung gesetzt und entschieden, dass die Angabe "Mann" und "Frau" als Angabe im Personenstand nicht ausreiche, der Gesetzgeber müsse vielmehr eine weitere Option zulassen – und zwar bis Ende 2018.

Der Senat machte in seiner Entscheidung deutlich, dass der geschlechtlichen Zuordnung gerade im Hinblick auf die individuelle Identität eine "herausragende Bedeutung" zukomme und eine Schlüsselposition im Selbstverständnis einer Person einnehme. Dabei sei auch die geschlechtliche Identität jener Personen geschützt, die weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen seien. Und sogar für eine weitgehende Lösung zeigte sich Karlsruhe offen: Statt eines dritten positiven Geschlechtseintrags könne der Geschlechtseintrag im Personenstand alternativ auch ganz gestrichen werden.

Regierungsentwurf "Klatsche" für intergeschlechtliche Menschen

Doch während es Rechtsordnungen gibt, die überhaupt kein Personenstandsrecht kennen oder das Geschlecht nicht als personenstandsrechtlich relevant einstufen, wie etwa das kanadische, englische oder indische Recht*, entschied sich die Bundesregierung am Ende für eine Schmalspurlösung. Im federführend im BMI ausgearbeiteten Gesetzentwurf wird auf eine Eintragung des Geschlechts im Geburtenregister nicht verzichtet; vielmehr soll fortan neben "männlich" und "weiblich" auch der Eintrag "divers" möglich sein.
Aber nicht allein das ist es, was Juristen und Vertreter von Interessensverbänden kritisieren: Wie auf einer Tagung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Freitag deutlich wurde, stört sie vor allem, dass Betroffene bei der Änderung des Personenstandes zu "divers" ihre Intersexualität durch ein ärztliches Gutachten belegen müssen. Diese "Zwangsbegutachtung" wiederspreche dem geschlechtlichen Selbstbestimmungsrecht, monierte etwa die Frankfurter Verfassungsrechtlerin Anna Katharina Mangold. Die Bonner Familienrechtlerin Susanne Lilian Gössl, die sich mit dem Thema auch rechtsvergleichend befasst, wies darauf hin, dass bereits Länder wie Dänemark, Belgien oder Portugal bei der Geschlechtsänderung auf ein derartiges Gutachten verzichten würden.* 

Lucie Veith vom Verein intersexueller Menschen e.V. bezeichnete die von der Bundesregierung geforderte Einschaltung von Medizinern gar als "Klatsche" und für die Betroffenen "entwürdigend". Die Leiterin der Abteilung Menschenrechtspolitik vom Deutschen Institut für Menschenrechte, Petra Follmar-Otto, kritisierte die Voraussetzung medizinischer Nachweise als eine "unzumutbare Barriere für intergeschlechtliche Menschen". Familienrechtlerin Gössl hält diese auch nicht für erforderlich, sprach sich aber für gesonderte Schutzbestimmungen für Minderjährige aus. Gegenüber LTO forderte sie außerdem ein Ende von Zwangsoperationen an Kindern, bevor sich diese selbst entscheiden können.

Politiker der Grünen warfen der Bundesregierung vor, die Diskriminierung von Trans- und Intersexuellen mit der Neuregelung fortzuschreiben. Die Bundestagsabgeordneten Sven Lehmann und Monika Lazar forderten, die Eintragung als "divers" müsse eine "selbstbestimmte Entscheidung werden, die allen offen steht".

Eintrag "divers" auch für Transsexuelle gefordert

Dieser Aspekt ist gleichzeitig ein weiterer Kritikpunkt, der von Vertretern der Queer-Szene am Gesetzentwurf der Bundesregierung geübt wird. Er umfasse nur einen engen Personenkreis, indem er etwa transsexuelle Menschen ausschließe. So soll laut Gesetzentwurf der Bundesregierung die Option "divers" nur für Menschen mit "Varianten der Geschlechtsentwicklung" offenstehen. Damit ist allein eine Gruppe von intergeschlechtlichen Menschen gemeint:  Bei ihnen sind die Geschlechtsmerkmale, also zum Beispiel Chromosomen, Hormone und Genitalien, nicht eindeutig ausgeprägt. Intersexuelle verfügen über männliche und weibliche Merkmale, etwa weibliche Geschlechtsteile und männliche Chromosomen. Transsexuelle hingegen haben zwar eindeutige Geschlechtsmerkmale, fühlen sich aber dem anderen Geschlecht zugehörig und somit als Mensch im falschen Körper.
Der Antrag der vier Bundesländer, der am Dienstag im Familienausschuss des Bundesrates behandelt wird, könnte nun die Weichen dafür stellen, dass ein größerer Kreis von nicht-binären Menschen von der Änderung des Personenstandsrechts umfasst wird: Der Eintrag "divers" im Personenstandsregister soll künftig allen Personen offenstehen, "die sich einem anderen als dem eingetragenen Geschlecht oder keinem Geschlecht zugehörig fühlen", wie es der Entwurf formuliert. Die Länder kritisieren die Bundesregierung explizit dafür, dass sie in ihrem Gesetzentwurf "einen Teil der intersexuellen Menschen sowie alle weiteren Menschen, die sich nicht der binären Geschlechterkonstellation zuordnen (z.B. transgeschlechtliche Menschen), von der Möglichkeit des neuen Geschlechtseintrags 'divers' ausschließt".

Schriftliche Erklärung statt Arztbesuch

Weiter wenden sich Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg gegen die bislang vorgesehene Pflicht, bei einer Änderung ihres Personenstandes einen Arzt aufsuchen zu müssen. Ausreichend solle vielmehr eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Standesamt sein. So stellen die Weltgesundheitsorganisation und die Bundesärztekammer fest, dass Trans- und Intergeschlechtlichkeit keine Krankheiten sind. Durch das Erfordernis eines medizinischen Attestes bestehe jedoch die Gefahr, "dass Trans- und Intergeschlechtlichkeit fälschlicherweise als Krankheiten wahrgenommen werden", heißt es im Entwurf. Durch die Nachweispflicht werde die betroffene Person zudem gezwungen, ihre körperliche Konstitution zu offenbaren, was einen erheblichen Eingriff in die geschlechtliche Intimsphäre und damit in das allgemeine Persönlichkeitsrecht darstellt.
Ob der Änderungsantrag am Ende auch eine Mehrheit in der Länderkammer bekommt, bleibt abzuwarten. Um jedenfalls der von Karlsruhe geforderten Umsetzungsfrist bis Ende des Jahres zu genügen, soll die Änderung im Personenstandsrecht noch im November im Bundestag beschlossen werden. Und wohl erst danach wird sich die Bundesregierung dann einer Verbesserung der Rechte von Transsexuellen annehmen. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hatte angekündigt, "in einem nächsten Schritt rasch" weitere unzeitgemäße Regelungen für Transsexuelle zu beseitigen.





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Ab heute Tag der Deutschen-Einheit, kämpfen Transgender in Spanien für ein Gesetz was zu oft Ignoriert wurde! /// As of today German Unity Day, transgender people in Spain are fighting for a law that has been ignored too often! /// Transexuales de distintas ciudades hacen huelga de hambre para presionar a Podemos

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Solidarität ein Wort mit großer Bedeutung, doch man Merkt wenig!
Spanien im Hungerstreik für Gerechtigkeit!

Ab heute Tag der Deutschen-Einheit kämpfen Transgender in Spanien für ein Gesetz was zu oft Ignoriert wurde!

Espana im Ausnahme- Zustand der Hungerstreik ist was diesen Menschen geblieben ist!

Solidarität mit dem Streik der Transfrauen!

Durch ein Trans Gesetz schon würdig!

Wir wollen sein, was wir sind!

Transgender werden In einen Hungerstreik zu treten, falls bis dahin die bereits mehrfach versprochene, aber nie eingehaltene Verabschiedung des Ley de la Identidad (Gesetz zur Geschlechtsidentität) durch die spanische Regierung nicht erfolgt ist.

Auch Transgender in Deutschland müssen die bittere Erfahrung machen, dass wichtige und notwendige Reformen zur Gesetzgebung im Transgender-Bereich trotz Anmahnung durch das Bundesverfassungsgericht und Ankündigungen seitens der Regierenden mehrfach aufgeschoben wurden.

Wir haben daher großes Verständnis für die in Spanien aktiven Transgender und schließen uns den Appellen und Forderungen des Steering Committee of the European TransGender Network (Koordinationsausschuss des Europäischen Transgender Netzwerk) an und fordern die spanische Regierung auf das Ley de la Identidad (Gesetz zur Geschlechtsidentität) unverzüglich zu verabschieden.

Weiterhin appellieren wir an die nationalen und internationalen LSBT- (Lesben-Schwule-Bisexuelle-Transgender) und Menschenrechts-Gruppen diese Forderung zu unterstützen. An die nationale und internationale Presse appellieren wir über den Hungerstreik der spanischen Transgender-Aktivistinnen und die spanische Situation zu berichten.
Trans-Menschen mussten seit dem Fall der Diktatur fast vierzig Jahre warten, um die geringste legale Geste zu haben, die ihre Rechte im spanischen Staat widerspiegelt. Im Jahr 2007 wurde das Zivilregistrierungsgesetz genehmigt, um seinen Namen und sein Geschlecht in offiziellen Akten ändern zu können, ein Verwaltungsgesetz, das völlig unzureichend und veraltet ist. Obwohl es in Andalusien, Madrid, Valencia und Aragonien spezielle Gesetze gibt, ist ein staatliches Gesetz notwendig, um die Kollektivrechte zu garantieren.

Das Trans-Kollektiv ist eines der am stärksten von diesem sexistischen, patriarchalischen und kapitalistischen System betroffenen Menschen. Im spanischen Staat denken mehr als 80% der Trans-Jugendlichen über Selbstmord und 40% versuchen es. Aber das ist noch nicht alles, die Zahl der Angriffe ist immer noch skandalös und wird auch vom Gesundheitssystem selbst als psychisch krank angesehen, das ihre Identität nicht respektiert oder anerkennt.

Am 23. Februar registrierte Unidos Podemos im Kongress ein Transgesetz, das Monate des Kampfes gekostet hatte. Die PP konnte aufgrund des Drucks der Mobilisierungen dieses Kurses und der PSOE, als sie bei der Regierung ankamen, kein Veto einlegen, dass es eines der Gesetze im sozialen Bereich sei, die es zu unterstützen versuche. Das Gesetz bleibt jedoch eingefroren und unverarbeitet. Es ist eine Schande! Vereinigtes müssen wir die Seite des Kampfes der trans kollektiven nehmen und beginnen, dieses Gesetz zu verarbeiten und die Regierung von Pedro Sanchez auf Druck von Versprechen Taten folgen passieren und nach vorn herausgenommen.


Von Libres y Combativas sind wir total solidarisch mit diesem Kampf und wir fordern von Unidos Podemos, dass sie dieses Gesetz sofort umsetzen. Wir fordern auch, dass die PSOE-Regierung zusammen mit United Wir alle Gesetze und Maßnahmen, die notwendig sind, um Sexismus und Transphobie zu beenden, unterstützen, genehmigen und verarbeiten können. Aber wir wissen sehr wohl, dass uns niemand jemals etwas gegeben hat, so dass zusätzlich zu erfordern einen Zustand trans Gesetz unsere Rechte auf dem Papier garantiert werden Kämpfe in den Straßen weiter, sie umzusetzen, wie wir in diesem Jahr haben erholt sich kritisch und kämpferisch Stolz Andalusien Wir werden mit dem Kampf fortfahren, bis wir das cis, patriarchalische, sexistische und kapitalistische System beenden, das uns unterdrückt und uns nicht sein lässt, was wir sind.


Transexuales de distintas ciudades hacen huelga de hambre para presionar a Podemos
"Hemos sido las más maltratadas de la dictadura y no podemos ser las más olvidadas de la democracia", ha manifestado la presidenta de la Plataforma Trans

"Trans-Wut". Das ist die Drohung des transsexuellen Kollektivs an Podemos, Partei, auf die sie die Verarbeitung des im Februar registrierten Trans-Staatsgesetzes fordern. Gegenwärtig sind am Mittwoch insgesamt 17 Transsexuelle aus verschiedenen Gemeinschaften in Spanien in einen Hungerstreik getreten, um Druck auf die von Pablo Iglesias geführte Formation auszuüben.
„Wenn es keinen Termin für die Trans Gesetz ist, wird trans Wut sein“ hat die Fraktion Präsident der Plattform Trans, Mar Cambrollé, gegenüber den Stufen des Kongresses bedroht, die diese „extreme Druckmessung“, kündigte zunächst gehen um 17 Aktivisten aus verschiedenen autonomen Gemeinschaften zu gründen.

Seiner Ansicht nach ist es jetzt die Zeit der Bearbeitung dieses politischen Moment zu beginnen, weil der Satz umfassendes Gesetz über transsexuality 8 Monate verzeichneten wir öffentliche Unterstützung haben, sagte er, Bürger, ERC und PSOE. Da die Bildung führte sie den Streik gut und dass „die Regierung die Möglichkeit hat, den Prozess, durch eine Rechnung zu beschleunigen, wir schon haben wir in der bilateralen Tabelle angehoben.“ Von Pablo Iglesias Einfluss sehen Das Gesetz ist jetzt im Parlamentskanal, zusammen mit anderen seit 2017 laufenden Initiativen.

"Uns zu sagen, dass sie parlamentarische Arbeit machen, verstößt gegen die Intelligenz selbst eines Jugendlichen", sagte Cambroll, der hinzufügte, dass "es nicht an der Zeit ist, das Trans einem Akt politischer Gewalt auszusetzen, der diese Partei als das Schlimmste darstellen würde weniger Sensibilität bei diesen Menschen. "

Der Text der Initiative, das Ergebnis des Konsens von Transgender-Organisationen und unterstützt von mehr als 150 sozialen Gruppen, entpathologisiert die Identität in allen Bereichen, ob Gesundheit, Bildung, Beschäftigung oder Sport, und berücksichtigt Minderjährige, Ältere oder Einwanderer.

Es schlägt daher vor, dass transsexuelle Personen bis zu 16 Jahren ohne die Erlaubnis ihrer Eltern auf Hormontherapien zugreifen können und dass ein Justizverteidiger für Minderjährige dieses Alters ernannt wird, die nicht die Zustimmung eines Elternteils haben.
Es sieht auch die gleiche Formel für Minderjährige vor, die ihren Namen und ihr Geschlecht im Register ändern möchten, die männlich, weiblich oder nicht-binär sein können, oder dass das Nationale Gesundheitssystem Behandlungen wie Hormon- und Tonusmodulation umfasst. und Stimmtimbre, unter anderem.

"Wir wurden von der Diktatur am meisten missbraucht und wir können nicht die am meisten vergessene Demokratie sein", sagte der Präsident der Trans-Plattform, um zu warnen, dass "ein junger Trans-Spieler sich jeden Tag töten kann", wie sie es bereits getan haben gemacht "drei in den letzten zwei Jahren".





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Donnerstag, 27. September 2018

Die Schweiz rückt dem LGBTIQ-Diskriminierungsschutz einen Schritt näher /// Deutschland muss Trans- und Homophobie wirksamer bekämpfen


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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2018
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Die Schweiz rückt dem LGBTIQ-Diskriminierungsschutz einen Schritt näher
Deutschland muss Trans- und Homophobie wirksamer bekämpfen

Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu diskriminieren soll strafbar werden. Der Nationalrat befürwortete heute Dienstag einen entsprechenden Gesetzesentwurf mit 118 zu 60 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Die SVP stimmte dagegen, ebenso einzelne Verteter*innen der FDP. Nun muss der Ständerat über den Gesetzesentwurf befinden.

SP-Nationalrat Mathias Reynard hatte die Erweiterung der Anti-Rassismusstrafnorm 2013 auf die sexuelle Orientierung mit einer parlamentarischen Initiative gefordert. Homophobie sei besonders unter jungen Menschen verbreitet und werde oft kleingeredet. Mit der Anpassung des Strafgesetzbuches setze das Parlament ein Zeichen, dass Homophobie in der Schweiz nicht toleriert werde. BDP-Nationalrat Bernhard Guhl fügte hinzu, dass eine Diskriminierung umso mehr belastend sei, wenn rechtlich nicht gegen sie vorgegangen werden könne

Wie die Nachrichtenagentur sda berichtet, sei die Erweiterung um die Geschlechtsidentität nicht unumstritten gewesen. Geschlechtsidentität sei ein verschwommener Begriff und hänge vom subjektiven Befinden einer einzelnen Person ab, so FDP-Nationalrat Philippe Bauer. Eine Aufnahme in die Anti-Rassismusstrafnorm würde das Strafrecht unvorhersehbar machen.

Auch der Bundesrat unterstützte lediglich die Erweiterung des Diskriminierungsschutzes um die sexuelle Orientierung. Im Schweizerischen Recht sei der Begriff Geschlechtsidentität bisher unbekannt und relativ unbestimmt, sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga heute Dienstag. Geschlechtsidentität entspreche einem individuellen und zutiefst intimen Gefühl. Der Nationalrat ging mit seinem Votum also einen Schritt weiter als der Bundesrat und sprach sich nicht nur für einen Schutz von Homo- und Bisexuellen, sondern auch von trans Menschen aus.

Die Schweizer LGBTIQ-Dachverbände zeigen sich in einer Medienmitteilung «hocherfreut» über dieses Ergebnis. Eine Erweiterung der Bestimmung im Strafgesetzbuch würde es dem Schweizer Staat ermöglichen, homo-, bi-, inter- und transphobe Hassverbrechen effizienter zu verfolgen und damit aktiv gegen Diskriminierung einzustehen, schreiben sie. «Der Entscheid des Nationalrates ist seit Langem fällig», sagt auch Audrey Aegerter, Präsidentin InterAction (Association Suisse pour les Intersexes). «Ein angemessener Schutz vor trans-, inter-, bi- und homophoben Hassverbrechen ist dringend nötig.»

«Der nächste nötige Schritt ist die polizeiliche Erfassung von Diskriminierung und Hassrede gegen LGBTIQ», so Anna Rosenwasser, Geschäftsleiterin LOS. «Die Meldestelle für LGBTIQ-phobe Vorfälle, die LGBT-Helpline, erfasst diese bereits partiell, doch ist dieses Angebot bei Weitem kein Ersatz für die notwendige staatliche Erfassung.»

Deutschland muss Trans- und Homophobie wirksamer bekämpfen

Am Dienstag überprüfen die Vereinten Nationen, inwieweit Deutschland den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) umgesetzt hat. Fest steht: Das Thema Kampf gegen Homo- und Transphobie wird zu stiefmütterlich behandelt. Im Parallelbericht des Forums Menschenrechte, zu dem auch der LSVD gehört, wird u. a. gefordert, Deutschland müsse die Verfolgung von Hassverbrechen verbessern.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert die Entwicklung eines wirksamen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie und Transfeindlichkeit, sowie eine bessere Gesetzgebung zur Ahndung von Hasskriminalität. Diese beiden Forderungen habe der LSVD als Mitgliedsorganisation in den Parallelbericht des „Forum Menschenrechte“ zur Umsetzung des UN-Sozialpakts eingebracht. (Immer werden Schwule und Lesben etwa in Berlin Opfer von homophober Gewalt)

Worten müssen Taten folgen

Henny Engels, Mitglied im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), weist daraufhin, dass sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag zu einem konsequenten Einsatz gegen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit verpflichtet habe und verspreche, dass alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität frei und sicher leben können sollen. Diesen Absichtserklärungen müssten nun auch Taten folgen. (Auch beim Schutz queerer Flüchtlinge in deutschen AnkER-Zentrum besteht Nachholbedarf.)

„2017 hat es die letzte Große Koalition verpasst, den Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus ausreichend um die Themenfelder Homosexuellen- und Transfeindlichkeit zu erweitern. Die nun versprochene Weiterführung und Fortentwicklung des Nationalen Aktionsplans bietet die Chance für einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen, überprüfbaren Zielvorgaben und verbindlichen Selbstverpflichtungen“, so Engels.
Die Hasskriminalitätsgesetzgebung muss nachgebessert werden!

Nachgebessert werden müsse auch die Hasskriminalitätsgesetzgebung. „In den Bestimmungen zur Hasskriminalität im Strafgesetzbuch (§ 46 (2) StGB) müssen ausdrücklich auch homosexuellen- und transfeindliche Motive benannt werden. Das wurde bei der Reform 2015 ignoriert. Doch wenn homosexuellen- und transfeindliche Hasskriminalität nicht ausdrücklich im Gesetz benannt ist, fallen diese Motive in der Praxis der polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungen und damit auch bei der Strafzumessung in der Regel unter den Tisch“, kritisierte das LSVD-Mitglied.








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Montag, 24. September 2018

Das ist kein Spleen /// This is not a whim

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Das ist kein Spleen

Viel häufiger als früher wollen Kinder und Jugendliche ihr Geschlecht wechseln. Besonders bei Mädchen steigen die Zahlen rapide. Ist es richtig, schon vor der Pubertät in die körperliche Entwicklung einzugreifen?

Manchmal hört er den Namen noch zufällig, wenn er unterwegs ist. Oder bei einem Freund aus der Basketballmannschaft, dessen Schwester so heißt: Leonie. Früher ist er zusammengezuckt, wenn er die drei Silben hörte: Le-o-nie! Aber das ist vorbei. Heute berührt ihn das nicht mehr. "Ist einfach nur irgendein Name", sagt Mark*.

Dabei hieß er die meiste Zeit seines Lebens selbst so. Bis zu dem Tag, an dem Leonie Grabow vor ihre Schulklasse trat und verkündete: "Ich bin ein Junge und heiße ab heute Mark Grabow." Das war nach den Osterferien 2014. Heute erinnert nichts mehr an Marks altes Leben. Der Junge trägt die Haare an den Seiten raspelkurz, über dem Körper schlackert ein T-Shirt. So wie bei den Basketballern auf den Postern in seinem Zimmer.

Und eigentlich will Mark über die Sache nicht mehr reden. So oft hat er es schon erklärt – den Medizinern, den Psychologen und Gutachtern. Dann erzählt er doch: von den Rollenspielen in der Kita, wo Leonie immer den Vater spielte; von der Angst vor dem Schulschwimmen und von dem Basketballstar Marc Gasol, der ihm die Idee für seinen neuen Namen gab. Das alles berichtet der Junge so ruhig und abgeklärt, als sei es eine Ewigkeit her – und so ein Identitätswechsel das Normalste der Welt.

Das ist es natürlich nicht. Wer aber die Geschichte von Mark hört, wer mit Ärzten, Wissenschaftlern und Eltern spricht, der kommt ins Staunen. Über die von Jahr zu Jahr steigenden Zahlen solcher Fälle, über die Toleranz, die das Thema mittlerweile umgibt. Und über die relativ wenigen Probleme, auf die die Kinder und Jugendlichen stoßen.

Doch ist es verantwortbar, wenn Mediziner immer mehr Jugendliche immer früher mit Sexualhormonen zu einer Geschlechtsumwandlungverhelfen? Ab wann sind junge Menschen alt genug, zu wissen, wer sie wirklich sind? Und was ist der Grund dafür, dass in die Spezialambulanzen seit ein paar Jahren besonders viele Mädchen kommen, die mit ihrem Geschlecht unglücklich sind?

Leonie hat sich "anders" gefühlt, solange Mark zurückdenken kann. Schon in der Kita hielt sie sich an die Jungs: Wurden die Mädchen aufgerufen, blieb sie sitzen. Ein Büchlein mit Fotos und Sprüchen, das Leonie zum Andenken an ihre Zeit im Kindergarten bekam, dokumentiert die frühe Verwandlung: Von Jahr zu Jahr wird Leonies Haarschnitt kürzer und die Kleidung jungenhafter. Auf einem der letzten Bilder trägt das Kind einen Polizeihelm. Da lächelt es das erste Mal.
In der Grundschule gab Leonie sich dann überhaupt nicht mehr mit Mädchen ab. Sie entdeckte erst denFußball, dann das Basketballspielen, ging heimlich aufs andere Klo. Den Mitschülern fiel es kaum auf, die meisten hielten Leonie ohnehin für einen Jungen mit einem etwas seltsamen Namen.

Leonies Mutter tat sich mit der Erkenntnis schwerer. Die Dramen beim Friseur, Leonies Ausraster beim Schuhekaufen, wenn die Verkäuferin ein rotes Paar brachte – Tanja Grabow hielt es lange Zeit für einen Spleen. Doch irgendwann verstand auch sie. Noch gut erinnert sie sich an eine Szene vor dem Fernseher. Ein Fußballspiel war zu Ende, Leonies Lieblingsverein hatte verloren, und das Kind weinte und weinte. "Ein Mädchen, das beim Fußballgucken heult: Das hatte ich noch nie gehört."

Niemand in Deutschland kennt solche Schicksale besser als Bernd Meyenburg. Seit 30 Jahren behandelt der Psychiater an der Frankfurter Universitätsklinik Kinder und Jugendliche, die sich im falschen Körper wähnen. In den achtziger Jahren galt Transsexualität noch als Krankheit. Trat sie bei Minderjährigen auf, hieß es, man müsse die Betroffenen "heilen", indem man sie in ihrem Geburtsgeschlecht bestärke. "Davon spricht heute so gut wie niemand mehr", sagt Meyenburg.

Damals hatte der Psychiater vier oder fünf neue Fälle pro Jahr. Heute kommen genauso viele Kinder und Jugendliche im Monat zum Erstgespräch. Gerade in den vergangenen drei, vier Jahren, so der Arzt, seien die Zahlen kräftig gestiegen. Transsexualismus oder, wie es heute heißt, Transidentität bei Heranwachsenden ist zwar kein Massenphänomen. Es gibt pro Jahr vielleicht ein paar Hundert neue Fälle. Bemerkenswert sind jedoch die Steigerungsraten. Zumal sie nicht nur Bernd Meyenburg in Frankfurt verzeichnet, sondern ebenso seine Kollegen in Hamburg oder München, Amsterdam, London und Toronto. Als sich im September Hormonspezialisten zu einem Kongress in Paris trafen, berichteten sie vom weltweit gleichen Trend. "Wir werden förmlich überrannt", sagt Saskia Fahrenkrug, Psychologin am Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Der Zuwachs steht für einen grundlegenden Einstellungswandel. Traditionell waren gerade Heranwachsende auf klar definierte Geschlechterrollen fixiert: Jungen wollten richtige Männer werden, Mädchen richtige Frauen. Wich jemand von den Erwartungen ab, kannten die anderen Jugendlichen wenig Gnade. Inzwischen haben sich die starren Geschlechtsbilder immer weiter aufgelöst.

Heute wagen es viel mehr Jugendliche, sich zu offenbaren und Hilfe in Anspruch zu nehmen

Mittlerweile gehören schwule und lesbische Lebensformen zum modernen Biologieunterricht wie Pille und Präservativ. In den Medien wird die sexuelle Vielfalt geradezu gefeiert. Hübsche Frauen mit Bart gewinnen dort Gesangswettbewerbe, Serienhelden spielen transsexuelle Familienväter (Transparent). Mittlerweile gibt es nicht nur Kinderromane(George) zum Thema, sondern auch Bilderbücher (Teddy Tilly).Rechtskonservative mögen den "Genderwahn auf dem Lehrplan" geißeln, wie sie es zurzeit in Hessen tun. Die Kids haben damit aber wenig Probleme. Während mancher Erwachsener LGBT noch für einen Mobilfunkstandard hält, entziffern sie mühelos den Buchstabensalat als Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender – und ergänzen dabei noch flink ein Q für Queer.

Angesichts dieses Liberalisierungsschubs wagen es heute viel mehr Jugendliche, sich zu offenbaren und Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie mit ihrem Geschlecht hadern. Dabei erweisen sich viele von ihnen schon als überaus kundig, sagt Saskia Fahrenkrug. Früher seien die transidenten Jugendlichen nur mit ihrer Verzweiflung in die Sprechstunde gekommen. Heute würden sie zum ersten Termin schon "die Spezialnamen des Hormons mitbringen, das sie für ihre Geschlechtsanpassung bitte sofort haben möchten". Diese Patienten müsse man erst einmal bremsen, so die UKE-Psychologin.

In den vergangenen Jahren hat sich im Internet eine Szene entwickelt mit Foren und YouTube-Filmen. Im Schutz der Anonymität können Transjugendliche hier Gefühle teilen, ihre neue Rolle austesten und Spezialinformationen weitergeben. Viele von ihnen haben dann ihr Coming-outschon hinter sich, wenn sie zur ersten Beratung in der Praxis erscheinen. Vor 20 Jahren hat es das so gut wie nicht gegeben.
Tanja Grabow half ein Film aus dem Netz, Marks Lehrern die neue Identität ihres Sohnes zu erklären. Dabei hatte die Mutter gar nicht damit gerechnet, dass Mark auf der Schule bleiben konnte. Ein Sportgymnasium für Basketball, Leichtathletik und Turnen, so dachte sie, sei nicht der richtige Ort für ein Coming-out. Der Direktor aber wollte von einem Schulwechsel nichts wissen. "Das kriegen wir hin", sagte er. Auch Marks Auftritt vor seiner Klasse war leichter als befürchtet. Eine kurze Ansage, gefolgt von zwei, drei Nachfragen der Mitschüler, dann war die Sache erledigt. Wenn ein Lehrer in der Folgezeit noch einmal Leonie sagte, musste Mark ihn nicht verbessern. Das übernahmen seine Mitschüler.

Schikanen, blöde Sprüche, Mobbing? Weder Mark noch seine Mutter können sich daran erinnern. Der Einzige, der massive Zweifel äußerte, war Marks von der Familie getrennt lebender Vater. Bis vor Gericht musste die Mutter ziehen, um gegen den Vater Marks Vornamenswechsel durchzusetzen. Bis heute will der Vater nicht recht wahrhaben, dass seine Tochter ein Sohn ist. "Ansonsten läuft es bisher aber gut", sagt Tanja Grabow. "Das hat mich selbst gewundert."

Mark ist mitnichten nur ein geglückter Einzelfall. Zwar gibt es weiterhin Unsicherheit bei Lehrern, etwa ob sie auf dem Zeugnis den neuen Namen übernehmen dürfen (ist erlaubt). Mitunter kommt es auch zu Problemen bei der Frage, welche Toilette der Transjugendliche benutzen darf. "Insgesamt aber machen die meisten inzwischen positive Erfahrungen", sagt der Hamburger Hormonspezialist Achim Wüsthof. Als besonders gelungenes Beispiel erzählt er die Geschichte eines Lehrers. Er berichtet seiner Klasse, dass ein Schüler die Klasse verlassen werde, dafür aber eine neue Schülerin komme. "Das Besondere ist: Es handelt sich um denselben Menschen", sagt der Lehrer. Dann stellt er einen Begrüßungskuchen auf das Pult mit dem Wunschnamen des Mädchens.

All das bedeutet freilich nicht, dass junge Menschen wie Mark es leicht haben. Das Gefühl, dass ihr Körper nicht zu ihnen passt, verwirrt und bleibt schmerzhaft. Spätestens wenn die Pubertät naht, wächst das Unbehagen zum Grauen. Plötzlich merken sie es: Was verniedlichend "der kleine Unterschied" genannt wird, teilt in Wirklichkeit die Menschheit. Vor dem Coming-out, als Mark noch Leonie hieß, ging lange Zeit alles gut. Haarschnitt und Hosen sorgten dafür, dass er als Junge durchging. Was aber, wenn unter dem Hemd plötzlich Brüste wachsen?

Auch in der Schule wurde es komplizierter. Anders als in der Grundschule durfte das Kind auf dem Gymnasium beim Schwimmunterricht nicht mehr in Badehose erscheinen, es sollte einen Badeanzug tragen – und schämte sich, als würde es nackt schwimmen. "Da wusste ich, dass jetzt ein Schnitt notwendig war", sagt Tanja Grabow. Sie suchte Hilfe im UKE. Das Behandlungsteam dort entschloss sich, Marks körperliche Entwicklung zur Frau mithilfe von Hormonen anzuhalten.

Ärzte der Freien Universität Amsterdam waren die ersten, die Mitte der neunziger Jahre diese sogenannten Pubertätsblocker einsetzten. Die Hormone funktionieren wie ein Stoppknopf für die körperliche Entwicklung. Sie verhindern das Brustwachstum bei Mädchen und Bartwuchs sowie Stimmbruch bei Jungen – all jene Geschlechtsmerkmale also, die man später nur mit großem operativem Aufwand und niemals ohne bleibende Spuren wieder beseitigen kann. Gleichzeitig sollen die Pubertätsblocker den Heranwachsenden die Chance geben, sich eine Zeit lang in ihrem neuen Geschlecht auszuprobieren – würden sie weggelassen, ginge die Pubertät weiter. Anfangs gab es viel Kritik daran, schon Kindern Hormone zu verabreichen. Mittlerweile hat sich das Dutch protocol in vielen Behandlungszentren durchgesetzt.

Doch nicht in allen. Alexander Korte, Kinderpsychiater an der Münchner Uni-Klinik, verschreibt keine Pubertätsblocker. Transgenderaktivisten dient er deshalb als Feindbild. Kortes These: Nur wer die Pubertät erlebt hat, kann wissen, ob er sich als Mann oder Frau versteht. "Diese Zeit kann so viel ändern", sagt der Mediziner und verweist auf Untersuchungen. Diese zeigen, dass nur eine Minderheit von den Kindern (je nach Studie zwischen 10 und 27 Prozent), die Hilfe bei einem Spezialisten suchen, sich später wirklich als transsexuell erweist.

Lassen sich viele Jugendliche nur einreden, dass sie das falsche Geschlecht haben?

Tatsächlich kommt bei Kindern ein sogenanntes "geschlechtsatypisches Verhalten" nicht ganz selten vor. In den meisten Fällen geht es aber spätestens in der Grundschule zurück. Hält es an, können dahinter auch erste Anzeichen einer späteren Homosexualität stecken. "Behandelt man die Heranwachsenden zu früh, nehmen wir ihnen die Chance, das herauszufinden", sagt Korte. "Das ist dann ein Homosexualitätsverhinderungsprogramm."

Denn in der Praxis folgt dem ersten Behandlungsschritt – der Blockade der Pubertät – ein paar Jahre später so gut wie immer der zweite: die Umwandlung des Körpers mit gegengeschlechtlichen Sexualhormonen. Mark bekommt seit einem halben Jahr Testosteron. Jeden Morgen streicht er sich ein Hormon-Gel auf den Oberarm. Das Testosteron wird seine Stimme tiefer machen und in seinem Gesicht Haare sprießen lassen. Auf der pickligen Stirn sind die ersten Wirkungen des Gels schon zu sehen.
In den offiziellen Leitlinien zur Behandlung steht, dass man frühestens mit 16 Jahren die gegengeschlechtliche Therapie beginnen lassen soll. Doch daran halten sich die meisten Behandler schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Mitunter beginnen sie die hormonelle Prozedur sogar schon mit 13 Jahren, Mark war 14 Jahre alt. Alexander Korte spricht von einer "gefährlichen Einbahnstraße".

Hört man dem Münchner Psychiater länger zu, klingt die Befreiungsgeschichte immer mehr nach einer Verfallsgeschichte. Hinter mancher vermeintlichen Störung der Geschlechtsidentität wittert Korte andere psychische Probleme, verursacht durch prekäre Lebensumstände oder gestörte Beziehungen zu den Eltern. "Besonders schwer erklärbar" findet er die gestiegenen Behandlungszahlen bei Mädchen. Kamen früher meist Jungen im Grundschulalter in die Praxen, sind es heute weit überwiegend Mädchen, viele im Teeniealter. Auch das ist ein weltweites Phänomen; das Journal of Sexual Medicine schrieb kürzlich von einer regelrechten "Umkehrung der Behandlungszahlen", in einigen Zentren liege die Rate bereits bei eins zu vier.

Dass Mädchen im Schnitt später in die Praxen kommen als Jungen, muss nicht verwundern. Ein Junge in Rock oder Kleid fällt eben weit mehr auf als ein Mädchen mit Hosen. Am Ende aber sollten sich die Behandlungszahlen eigentlich angleichen. Tun sie aber bisher nicht. Kommt Transidentität also bei Mädchen von Natur aus häufiger vor? Oder reden sich viele von ihnen nur ein, im falschen Körper zu stecken? Gibt es einen von den Medien verursachten Hype? Ist Trans chic?

Auf diese Fragen hat bislang kein Experte eine rechte Antwort, auch Bernd Meyenburg nicht. Er hält die frühe Behandlung dennoch für absolut richtig. "Auch mir erschien der Ansatz anfangs zu radikal", sagt der Psychiater. "Heute weiß ich, dass wir damit viel Leid verhindern." Er sieht den Leidensdruck seiner jungen Patienten – und er weiß, wie sehr viele erwachsene Transsexuelle, denen ihr altes Geschlecht bis heute ins Gesicht geschrieben steht, ihre jungen Schicksalsgenossen um deren frühe Behandlung beneiden.
Der Hamburger Hormonspezialist Achim Wüsthof sieht es ähnlich: "Das Risiko, die Pubertät abzuwarten, ist viel größer, als sich bei der Diagnose zu irren. Das zeigen mir die Verläufe der vergangenen 15 Jahre." Der Arzt kennt aus seiner Praxis nur eine einzige Betroffene, die sich nach der Geschlechtsangleichung wieder umentschieden hat: vom Mädchen zum Jungen und später zurück zur jungen Frau, doppelte Namensänderung inklusive.

Größere Langzeitstudien, welche die Transjugendlichen später über Jahrzehnte begleiten, fehlen aber bislang. Dafür ist die Methode der frühen Intervention noch zu jung. Auch hat die Wissenschaft noch keine verlässlichen genetischen oder körperlichen Besonderheiten entdeckt, an denen man transsexuelle Menschen erkennen kann. Klar ist immerhin so viel: Je früher die Kinder meinen, dass ihr Körper nicht zu ihrem gefühlten Geschlecht passt, je bestimmter sie nicht nur sagen, dass sie gern ein Junge wären , sondern dass sie ein Junge (oder Mädchen) sind , und je länger sie in ihrer gewünschten Identität leben – desto sicherer ist die Diagnose.

Mark und seine Mutter sind sich ganz sicher. Der Junge hat viele Freunde, in der Schule kommt er gut zurecht. Die offizielle Namensänderung bei den Behörden ist jetzt durch. Wenn er volljährig ist, steht der dritte und definitive Behandlungsschritt an: die endgültige Geschlechtsangleichung durch eine Operation. Darüber will Mark sich aber heute noch keine Gedanken machen. Viel zu weit weg. Wichtiger ist, dass er mit seiner Basketballmannschaft diese Saison aufsteigen könnte. Manchmal reden sie in der Familie eine Woche oder länger gar nicht über die Sache. Tanja Grabow findet das gut: "Man muss daraus ja kein Lebensthema machen."





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Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

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