Freitag, 24. Februar 2017

Hyprogresie or really stupidity could also be a folly of what many politicians of this world show so here! Hyprogresie oder doch wirklich Dummheit, könnte auch eine Volksverarschung sein was viele Politiker dieser Welt hier so zeigen!

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2016
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Hyprogresie or really stupidity could also be a folly of what many politicians of this world show so here!

Hyprogresie oder doch wirklich Dummheit, könnte auch eine Volksverarschung sein was viele Politiker dieser Welt hier so zeigen!
Es ist schon von Bedeutung in jeder Lage des Lebens für jeden Menschen dieser Erde was dieser neue Präsident Herr Donald Trump so von sich hören lässt!

Nein es ist viel mehr, es schürt sich immer mehr der Verdacht das dieser Präsident zwar ein sehr guter Mensch zum Polarisieren ist, das wahr Er schon immer!

Das dieser Präsident für Polemiken sorgen würde, war allen klar, lange bevor dieser Überhaupt gewählt wurde, kann man dazu sagen „Er“ wäre ein Populist, denn wo ist die Mehrheit, dieser welche sich heute so fürchterlich Aufregen gewesen, vor der Wahl!

In Deutschland haben wir in 7 Monaten auch eine äußerst wichtige Wahl, das Fernsehen ist voll davon!
Voll von Versprechungen um die Bevölkerung mit leeren Worten welche gut getarnt mit Umschreibungen welcher der Bürger kaum versteht, Sie dann trotz allem Wählen, meist diese welche Sie dann als nicht repräsentativ betrachten, es geht nur um Zahlenspiele der Macht, wer wird in die Lage versetzt Deutschland zu Verändern!

Es betrifft immer das ganze Volk!

Eine Demokratie angeblich die beste der Welt, so sagen Politiker aus allen Parteien, unsere Gesetze sind für alle Bürger von Deutschland!

Dass dieses eine Lüge ist, ist vor und mit Bestimmtheit jeder Minderheit in Deutschland bekannt!
Minderheiten wie Schwerbehinderte, welche zwar ein „Neues Gesetz“ bekommen haben, jedoch fast jeden Behinderten in Deutschland schlechter behandelt, warum?

Das Gesetz wurde von Politikern gemacht in Zusammenarbeit mit der Farmalobby, nicht mit Behinderten, Schwer-Körperlich-Eingeschränkten, Pfleger oder den selbigen Betroffenen.

Auch wenn nun ein neuer Wind aufkommen soll durch „Herrn Schulz von der SPD“, welcher zumindest die Courage hatte zu zugeben dass die Hartz 4 Gesetze unbedingt verändert werden müssen, plötzlich steigen die Umfragewerte?

Dazu sagt man Volksnähe im Volksmund, leider ist die Erfahrung der letzten 20 Jahre so, dass dieses Versprochene schnell vergessen wird!

Wie Herr Heiko Maas (Minister) welcher im Jahr 2016 eine große Ankündigung machte was den § 175 StGB betrifft, es ging durch alle Medien, was wurde, nichts?

Oder auch Herr Hermann Gröhe (Minister) welcher es als Diskriminierung empfand als ein Schwuler fragte warum dürfen Schwule kein Blutspenden!

Es gab keine Erklärung, denn darauf gibt es keine Erklärung!

Wir warten Zeit Jahren von dieser Bundesregierung ein „Neues TSG- Gesetz“, doch das wäre zu schön um wahr zu sein!

Das Abschlachten besser gesagt das Verstümmeln von Intersexuellen Kindern geht in Deutschland weiter mit der Erlaubnis der Bundesregierung, dazu kann man nur sagen schrecklich!

Kriminalität und Politik sind wie Brüder, zusammen werden Menschen verachtet ausgebeutet und vernichtet,  gewollt oder ungewollt!  Fakt ist am Ende ist weder Kriminalität noch Politik der Schlüssel zur Wahrheit, sondern der Marktfleck der Mächtigen.

Würde jeder vor der eigenen Tür sauber machen, so hätte man keine Zeit für den Dreck der anderen!

Nikita Noemi Rothenbächer

Montag, 30. Januar 2017

Model breaks silence about intersexuality // Model bricht Schweigen über Intersexualität

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"Man muss darüber sprechen können!"
Model bricht Schweigen über Intersexualität
Hanne Gaby Odiele ist eins der gefragtesten Gesichter der Modewelt. Sie gehört zu den Lieblingen der Street-Style-Fotografen, tanzt auf den heißesten Szene-Partys und sie ist intersexuell. Mutig erzählt sie ihre eigene Geschichte, um anderen zu helfen.
"Es ist keine große Sache, ein intersexueller Mensch zu sein", findet Hanne Gaby Odiele - eigentlich. Schließlich hat das 28-jährige Model selbst erfahren, was es bedeutet, wenn man in einem Körper geboren wird, dessen geschlechtliches Erscheinungsbild genetisch, anatomisch und/oder hormonell scheinbar eine Mischung aus weiblich und männlich darstellt.
Nachdem Odiele als Model nahezu alles erreicht hat, was man sich so erträumen kann - derzeit ziert sie an der Seite ihres Ehemannes etwa die Kampagne von Designer Alexander Wang, nutzt sie ihre Reichweite nun, um auf das Thema Intersexualität aufmerksam zu machen.
"Es ist mir sehr wichtig an diesem Punkt in meinem Leben das Tabu zu brechen", erzählte Odiele dem Portal "USA Today" von ihrer Zusammenarbeit mit der Organisation interACT. "Heutzutage sollte man darüber sprechen können."
Unnötige Operationen
Laut eines Informationsblattes der Vereinten Nationen werden bis zu 1,7 Prozent der Weltbevölkerung mit intergeschlechtlichen Merkmalen geboren. Das entspricht ungefähr dem Anteil von Menschen mit roten Haaren. Intersexualität beschreibt dabei lediglich die biologischen Aspekte von Geschlechtlichkeit und hat nichts mit sexueller Identität zu tun.
Aus dem Papier geht ebenfalls hervor, dass intersexuelle Personen bis heute unnötige medizinische Behandlungen und Operationen ertragen müssen, um dem binären Modell von Geschlecht zu entsprechen. Insbesondere dagegen macht sich auch Odiele stark.
Odiele wurde mit einer sogenannten Androgenresistenz geboren. Dabei können sich bei einem Fötus mit XY-Chromosomen Hoden entwickeln, die im Körper verbleiben. Da Rezeptoren für Testosteron fehlen, entwickelt sich ein "weiblich aussehendes" äußeres Genital - die inneren weiblichen Organe fehlen.
"Ich wusste, etwas ist falsch mit mir"
Odiele berichtet nun, ihren Eltern wurde geraten, das Kind operieren zu lassen. Bei dem Eingriff war sie erst 10 Jahre alt. "Irgendwann wusste ich, dass ich keine Kinder haben würde", so Odiele. "Ich habe meine Tage nicht bekommen. Ich wusste, etwas ist falsch mit mir."
Sie habe ein Trauma davon getragen, sagte Odiele "USA Today". Die Vereinten Nationen geben ihr Recht: Die medizinischen Eingriffe sind demnach oft nicht rückgängig zu machen und können "Unfruchtbarkeit, Schmerzen, Inkontinenz, Verlust sexueller Empfindung und lebenslange psychische Schäden wie Depressionen" hervorrufen. Deswegen lautet Odieles Appell: "Lasst intersexuelle Kinder selbst über ihre Körper entscheiden!"

Freitag, 20. Januar 2017

Hormonbehandlung bei MzF-TS

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Hormonbehandlung bei MzF-TS

Die gewünschte Wirkung der Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen (MzF-TS, Transfrauen) ist die Verweiblichung (Feminisierung) des Körpers. Wie ausgeprägt die Veränderungen sind, hängt neben der Hormongabe auch von individuellen Voraussetzungen wie Veranlagung, Konstitution und Alter der Person ab. Wie schnell die Veränderungen eintreten, ist ebenfalls von Person zu Person unterschiedlich. Generell verläuft die Verweiblichung über einen Zeitraum etwa von drei Jahren. Die ersten Veränderungen treten in der Regel nach ein paar Wochen ein.

Wirkungen der Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen sind unter anderem:

Brustwachstum: In den ersten Wochen nach Beginn der Hormonbehandlung beginnen die Brustwarzen sich zu vergrößern, später nimmt auch das Brustdrüsengewebe zu. Die Brustwarzen können anfangs berührungsempfindlich sein und ggf. etwas schmerzen. Wie groß die Brüste werden, ist individuell unterschiedlich. In den meisten Fällen ist aber eine operative Brustvergrößerung notwendig, um die Größe einer weiblichen Brust zu erreichen.
Umverteilung des Fettgewebes zu einer weiblichen Fettverteilung (z.B. vermehrte Fetteinlagerung an Bauch, Beinen und Po)
Veränderung der Gesichtszüge („runder“, weniger „kantig“)
Veränderung der Haut (zarter, berührungsempfindlicher)
Verringerung der Körperbehaarung: Um den Bartwuchs zu stoppen, reicht die Hormonbehandlung allerdings in der Regel nicht aus, sodass eine Epilation notwendig ist.
Abnahme der Muskelmasse
Abnahme der Libido
Abnahme der Spontanerektionen
Abnahme der sexuellen Potenz
Schrumpfung der Hoden (Hodenatrophie)
Abnahme der Spermaproduktion bis hin zur (bleibenden) Unfruchtbarkeit
Im Gegensatz zu den Wirkungen der Hormonbehandlung bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen verändert sich die Stimme bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen nicht. Für eine weibliche Stimme sind daher Stimmübungen (Logopädie) empfehlenswert.

Zur Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen werden in der Regel Antiandrogene und Östrogene als Medikament gegeben. Sie dürfen nicht zu schnell und zu hoch dosiert werden, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden. So beginnt die Verabreichung von Östrogen relativ vorsichtig, mit etwa 2 mg Östradiol pro Tag und wird dann langsam gesteigert.

Zu den Antiandrogenen, also Arzneimitteln, welche die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone (wie Testosteron) hemmen, zählen zum Beispiel die Wirkstoffe:

Cyproteron-Acetat (ein Testosteron-Rezeptor-Blocker, z.B. Androcur®, Virilit®)
Spironolacton (eigentlich ein Entwässerungsmittel und Blutdrucksenker, mit antiandrogener Wirkung)
Antiandrogene werden eingesetzt, um den körpereigenen Testosteron-Wert zu senken – idealerweise auf Werte, die bei biologischen Frauen vorkommen – und um zu ermöglichen, dass die zusätzliche Behandlung mit Östrogenen ihre bestmögliche Wirkung entfalten kann.

Alternativ zu den Antiandrogenen kommen sogenannte GnRH-Analoga (z.B. Decapeptyl® / Triptorelin oder Trenantone® / Leuprorelin) zur Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen in Betracht.

Östrogen (auch Östradiol oder Estradiol) ist das wichtigste weibliche Geschlechtshormon. Es kann im Rahmen der gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen in verschiedenen Darreichungsformen verabreicht werden, zum Beispiel als:

Östradiol-Tabletten (z.B. Estrifam®, Estradiol Jenapharm®) zum Einnehmen (oral)
Östradiol in den Muskel gespritzt (intramuskulär, i.m.)
Östrogen-Gel (z.B. Gynokadin®-Gel, Estreva®-Gel) zum Auftragen auf die Haut (topisch)
Östrogen-Pflaster (transdermal)
Ethinyl-Östradiol (Ethinyl-Estradiol) ist ein synthetisches Östrogen, welches stark feminisierend wirkt. Es ist in geringer Dosierung in einigen Ovulationshemmern (Anti-Baby-Pillen) enthalten und wird in höherer Dosierung auch zur Hormonbehandlung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen angewendet. In hoher Dosierung hat Ethinyl-Östradiol allerdings einige starke Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Thrombose-Risiko, Leberbelastung) und sollte daher nicht zur Langzeitbehandlung eingesetzt werden.




Montag, 3. Oktober 2016

In Dänemark gelten Transgender bald nicht mehr als geisteskrank

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Neuregelung ab 2017
In Dänemark gelten Transgender bald nicht mehr als geisteskrank
Dänemark wird im kommenden Jahr die offizielle Einstufung von Transgender-Menschen als geisteskrank abschaffen. Das Land gilt damit als Vorreiter.
Dies entschied der Gesundheitsausschuss des Parlaments am Dienstag in Kopenhagen. "Es ist vollkommen unangemessen, es eine Krankheit zu nennen", sagte der Vizevorsitzende des Ausschusses, Flemming Moller Mortensen, der Nachrichtenagentur AFP. Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden.
Mit dem Schritt, der am 1. Januar in Kraft treten soll, will Dänemark auch die Weltgesundheitsorganisation WHO zum Umdenken zwingen. Diese stuft Transgender ebenfalls als geisteskrank ein und will erst später in diesem Jahr über eine Änderung beraten.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüßte die dänische Entscheidung. Damit werde das Land zu einem Vorbild für die Rechte von Transgender.
Quelltext: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/daenemark-schafft-einstufung-von-transgender-als-geisteskrank-ab-aid-1.6013771

Transgender-Klage wurde abgewiesen!


10.10.2016 



Jetzt ist es amtlich: Transgender ist kein eigenes Geschlecht. Eine transsexuelle Person brachte eine Beschwerde ein, da es die Stadt Steyr verweigerte in das Personenregister, wo die Person bisher als männlich geführt wurde, X“, unbestimmt“ oder inter“ einzutragen.
Der Kläger sah sich in diesem Punkt sexuell diskiriminiert. Das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich hat diese Klage jetzt als unbegründet abgewiesen.

Nur männlich oder weiblich sind zugelassen!

Die Rechtsprechung ist ein Schlag ins Gesicht der Transgender-Community. In der Begründung des Urteils heißt es wörtlich „Die Eintragung einer anderen Geschlechtsbezeichnung als „männlich“ oder „weiblich“ in das ZPR und somit auch die Eintragung der Geschlechtsbezeichnung „inter“„anders“„X“„unbestimmt“ oder einen mit diesen Begriffen sinngleichen Begriff ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Die österreichische Gesamtrechtsordnung geht vom Prinzip aus, dass jeder Mensch entweder weiblichen oder männlichen Geschlechts ist.“

Urteil ist verfassungskonform

Nach eingehender Prüfung kam das Landesverwaltungsgericht auch zu dem Schluss, dass dieses Urteil nicht verfassungswidrig sei. Eine Revision vor dem Obersten Gerichtshof ist aber ausdrücklich noch möglich, da es in diesem Fall noch keine Rechtssprechung vom OGH gibt.

Quelltext: https://www.wochenblick.at/transgender-klage-wurde-abgewiesen/



Jessica Purkhardt will in den Bundestag
Die Frankfurter Grünen haben die transsexuelle Stadtverordnete als Direktkandidatin aufgestellt.

Im Bundestagswahlkampf 2017 tritt die Queer-Aktivistin Jessica Purkhardt als Direktkandidatin der Grünen im Frankfurter Wahlkreis 182 an, der die westlichen Stadtteile umfasst. Die 35-Jährige wurde am Mittwoch von ihrer Partei mit 66 Prozent der Stimmen nominiert. Purkhardt bezeichnet sich selbst als Frau mit einer transsexuellen Biografie.

Die gelernte Maurerin, die im zweiten Bildungsweg Journalismus studiert hat und drei Jahre in Südostasien lebte, ist seit 2011 Stadtverordnete und sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen im Römer. Zu ihrer Bewerbung habe sie sich laut einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" nach dem CSD entschlossen. Gerade aus der LGBTI-Community sei sie zu einer Kandidatur aufgefordert worden. "Frankfurt ist eine queere Stadt", sagte Purkhardt, die auch eine Kolumne im schwul-lesbischen Regionalmagazin "Gab" hat. Im März hatte sie Polizeikontrollen im Frankfurter Homo-Viertel kritisiert (queer.de berichtete).

Um den Wahlkreis 182 zu gewinnen, müssten die Grünen allerdings deutlich zulegen. 2013 erzielte die Ökopartei in Frankfurt-West nur 9,9 Prozent der Erststimmen – den Wahlkreis gewann CDU-Kandidat Matthias Zimmer mit 40,2 Prozent. Die hessische Landesliste der Grünen zur Bundestagswahl wird erst am 26. November aufgestellt.

 Die HP von Jessica Purkhard: http://www.jessica-purkhardt.de/


Diese Schönheitsköniginnen kämpfen für Transgender-Rechte auf den Philippinen
Geena Rocero erinnert sich lebhaft an den Moment, als sie ihren neuen kalifornischen Führerschein in der Hand hielt. Sie war 19 und „es war wunderschön, es war stark, es gab mir Wert”. Für Rocero, die von den Philippinen stammt und auf der ganzen Welt als Model tätig ist, war dieser Ausweis sehr viel mehr als eine Fahrerlaubnis oder ein Beweis dafür, dass sie nun in Kalifornien zu Hause war. Für Rocero lag die Bedeutung des Ausweises in dem aufgeführten Geschlecht: weiblich.

„Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass ich alles erreichen könnte, was ich wollte. Ich könnte überall auf der ganzen Welt hingehen und der Welt mitteilen: 'Dort bin ich. Schau meinen Ausweis an.' Es spiegelte wider, was ich bin”, sagt Rocero, ein Transgender. Jetzt ist Rocero eine der Anführerinnen einer Kampagne für Gleichberechtigung und rechtliche Anerkennung von Transgendern in ihrem Heimatland.

In mancher Hinsicht hat die Gemeinschaft der Transgender in der philippinischen Kultur einen besonders sichtbaren Platz. Schönheitswettbewerbe haben auf den Philippinen eine reiche Tradition und anders als in den USA, wo Transgender-Models für ihre Inklusion kämpfen mussten und müssen, wird die Schönheit von Transgenders dort schon lange gefeiert. Ganze Familien besuchen gemeinsam die beliebten Schönheitswettbewerbe, die oft gleichzeitig mit Festivals stattfinden. Manche werden landesweit im Fernsehen übertragen.
 
 „Auf den Philippinen feiern sogar die kleinsten Dörfer Fiesta”, sagt Maki Gingoyon, Aktivistin und ehemalige Teilnehmerin an Schönheitswettbewerben. „Und bei jeder Fiesta gibt es einen Schönheitswettbewerb für Transgender-Frauen.”

Aber umfassendere kulturelle und politische Barrieren behindern weiter den Kampf um Akzeptanz und Gleichberechtigung, sagen Juristen.

Auf den vorwiegend katholischen Philippinen können Transgender-Frauen und -Männer ihr Geschlecht nicht offiziell ändern. Viele Menschen kennen den Unterschied zwischen Genderidentität und sexueller Orientierung nicht, auch deshalb, weil der Begriff „bakla” sowohl für schwule Männer als auch für Transgender-Frauen gebraucht wird.

Ohne volle Anerkennung und rechtlichen Schutz sind Transgender Diskriminierung sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Gesellschaft überhaupt ausgesetzt. Und wie der Mord an der Transgender-Frau Jennifer Laude von 2014 zeigt, sind sie akut gefährdet, Opfer von Hassverbrechen zu werden. Dem internationalen Trans Murder Monitoring-Projekt zufolge war die Mordrate an Transgendern in den Philippinen zwischen 2008 und 2014 die höchste in ganz Asien.

ES GIBT UNS BEREITS. SIE WISSEN NUR NICHT, WER WIR WIRKLICH SIND UND WIE WIR GESELLSCHAFTLICH AKZEPTIERT UND WAHRGENOMMEN WERDEN WOLLEN.

MAKI GINGOYON, TRANSGENDER-AKTIVISTIN

Diese beunruhigenden Fakten waren 2012 der Grund für die Society of Transsexual Women of the Philippines, dem UN-Menschenrechtsrat mitzuteilen, dass die Gemeinschaft der Transgender “einer der marginalisiertesten und vernachlässigsten Sektoren der Philippinen im Hinblick auf den Schutz, die Beförderung und Umsetzung der Menschenrechte” ist.

Rocero und andere Aktivisten vor Ort und in anderen Ländern versuchen das zu ändern. Sie kämpfen dafür, dass der Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz angenommen wird, welches die Änderung des Geschlechts in amtlichen Dokumenten erlauben würde, ein Vorschlag, der von der Regierung des Landes schon lange blockiert wird. Sie arbeiten auch gegen die Stigmatisierung an, indem sie Transgender-Frauen ermutigen, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Gingoyon sagte gegenüber Refinery29, dass ihr Ziel ist, dass man “rechtlich [als] der- oder diejenige anerkannt wird, der oder die man in Wirklichkeit ist, egal, was man zwischen den Beinen hat.” Sie sagt, dass sie selbst schon Diskriminierung erlebt hat, als sie in ihrem Fitnessstudio nicht in die Damenumkleide gelassen wurde. Sie kämpfte mit einer Social-Media-Kampagne dagegen an und sagt, dass sie viel Unterstützung erhalten habe.
 
Aktivistin Maki Gingoyon sagt, dass ihr der Zugang zur Damenumkleide in ihrem Fitnesscenter verweigert wurde. Als jemand, der früher selbst an Schönheitswettbewerben teilgenommen hat, sieht Gingoyon in den Misswahlen ein “Podium, auf dem wir unsere Botschaft verkünden können … wo wir allen sagen können, was wir erreichen wollen, wie wir wahrgenommen werden wollen … die Leute über Transgender-Frauen aufklären, ihnen sagen, dass wir keine schwulen Männer sind”, sagt Gingoyon.

Aber Missverständnisse gibt es noch immer: Manche großen Schönheitswettbewerbe werden immer noch als „Miss Gay”-Wahlen vermarktet. „Transgender” war bis in die frühen 2000er, als sich Gruppen wie die Society of Transsexual Women of the Philippines (STRAP) gründeten, nicht einmal ein Begriff.

Diese in sich widersprüchliche Behandlung wirft bei Gingoyan die Frage auf, “warum wir hier von der Gesellschaft gefeiert, aber nicht rechtlich anerkannt und geschützt werden.”

Viele Transgender-Frauen und Männer berichten, dass es ohne diesen Schutz schwer ist, Arbeit zu finden, besonders in Berufen außerhalb der Schönheits- und Unterhaltungsindustrie. Dr. Brenda Alegre, jetzt Dozentin an der Universität Hongkong und STRAP-Mitglied, sagt, dass sie sich als junge Transgender-Frau auf über 50 Stellen beworben hat, mit mäßigem Erfolg.
ICH WOLLTE ES GROSS UND LAUT, WEIL MIR AUCH KLAR WAR, DASS ICH EIN RISIKO EINGING.
 „Es war unmöglich”, erinnert sie sich. “Ich war auf einer der vier besten Universitäten. Ich zählte zu den besten 20 % meiner Abschlussklasse.”

Am Ende fand sie eine Anstellung in der Personalabteilung eines Musikhändlers; danach arbeitete sie 10 Jahre lang für ein internationales Callcenter. Dort, stellte sie fest, boten die Firmenrichtlinien ihr einen gewissen Schutz - so durfte sie zum Beispiel die Damentoilette benutzen -, auch wenn sie weiterhin von einheimischen Managern diskriminiert wurde.

„Sie haben ein globales Leitbild. Die meisten sollten Gender und Sexualität keine Beachtung schenken”, sagt Alegre.

Emmanuel David, Dozent für Frauen- und Genderforschung an der University of Colorado Boulder, hat im Rahmen seiner Studien Dutzende Transgender von den Philippinen, die in Callcentern arbeiteten, befragt. David sagte Refinery29, dass es zwar immer noch Spannungen an diesen Arbeitsplätzen gebe, die Center aber einen “sicheren Raum” für viele Transgender-Mitarbeiter geschaffen hätten.

Diese Callcenter-Stellen sind attraktiv für Personen, die “ihren Lebensunterhalt verdienen wollen, ohne auf die stereotypen Jobs für Transgender-Frauen angewiesen zu sein”, sagt David. Zu letzteren zählten Positionen in der Schönheits- oder Unterhaltungsindustrie oder Sexarbeit, fügt er hinzu. Die Positionen als Callcenter-Agent, die als “kosmopolitisch” gelten, hätten einigen Transgender-Frauen sogar zu einer höheren sozialen oder wirtschaftlichen Stellung verholfen.
 
Viele Interessengruppen vor Ort versuchen nun, die Gemeinschaft der Transgender zu ermutigen, von diesen Fortschritten zu profitieren und weiter für Gleichberechtigung und Anerkennung zu kämpfen. Das Wichtigste dabei sei, sagen die Gruppen, Transgender-Frauen dazu anzuhalten, sich öffentlich zu bekennen. Rocero verweist auf ihre eigene Erfahrung ihres weltweiten Coming-outs als Transgender-Frau im Rahmen eines TED-Talks 2014. Die Rede wurde bisher 2,7 Millionen Mal angesehen.

„Ich wollte es groß. Ich wollte es groß und laut, weil mir auch klar war, dass ich ein Risiko einging”, sagt Rocero.

Rocero benutzte ihren TED-Talk als Ausgangsbasis für ihren eigenen Einsatz als Referentin über LGBTQ-Rechte auf der ganzen Welt und als Gründerin der Organisation Gender Proud.

Zu Beginn des Jahres schloss sich Gender Proud mit anderen Organisationen zusammen und veranstaltete eine Reihe von Workshops für Transgender-Frauen und Partner in den Philippinen. Sie hielten Frauen an, ihre Erfahrungen zu teilen, um das Verständnis für die Gemeinschaft und die Probleme ihrer Mitglieder zu befördern.

„Niemand kennt unsere Geschichten so gut wie wir”, sagte Rocero zu den Teilnehmern eines Seminars zum Thema Medienarbeit. Und den Mut zu finden, diese Geschichten zu erzählen, könnte zu jenem Wandel für die Transgender-Frauen des Landes führen, den Rocero und Andere anstreben, und ihnen die Anerkennung und die Rechte bringen, die ihnen zustehen.

„Es gibt uns bereits”, sagt Gingoyon. „Sie wissen nur nicht, wer wir wirklich sind und wie wir gesellschaftlich akzeptiert und wahrgenommen werden wollen.”


Dienstag, 27. September 2016

The arrogance even more the ignorance and these alleged good intentions of politicians and their representatives in the world! Hyprogresie /// Die Überheblichkeit mehr noch die Ignoranz und diese angeblichen guten Vorsätze von Politik und deren Repräsentanten dieser Welt! Hyprogresie

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Die Überheblichkeit mehr noch die Ignoranz und diese angeblichen guten Vorsätze von Politik und deren Repräsentanten dieser Welt!

Hyprogresie


Nun Zeit dem 13.05.2012 gibt es diesen Blog http://trans-weib.blogspot.de/ ob dieser eine Berichtigung hat oder nicht, ist nicht die Fragestellung sondern über was wird berichtet!

Transgender ist keine Modeerscheinung nein im Gegenteil, diese große unglaublich große Minderheit ist egal wie immer ein Teil der Gesellschaft, das wäre der erste und reduziert auf das Verständnis der Menschen schon Grund genug diese mehr zu beachten und nicht zu diskriminieren!

Homosexuelle wie Lesben Bi Menschen oder Transvestiten oder Transsexuelle ins besondere Intersexuelle gehören zum alltäglichen Leben, es wäre schlimm nicht darüber nach zu denken, denn das wäre die purre Ignoranz.

Wenn wir von  http://trans-weib.blogspot.de/ „Intersexuelle“ dann mit insbesondere betrachten liegt die einzige und richtige Erklärung darin, dass diese Menschen nicht mal auf der Welt waren, als diese eine Intersexuelleentwiklung im Mutterleib durch lebten.
Doch das Absurde von Geburt an werden diese Menschen mit einem Stigma belegt, welche unter jeglicher Würde Ehre wie Menschlichkeit zu begreifen ist, das ist Objektiv das ist ein Fakt!

Jedoch auch Fakt ist, das unglaublich viele von anderen Menschen welche sich im geringsten mit den Unterschiedlichen Thematiken beschäftigt haben, denken Sie wären die Götter dieses Universums und könnten oder müssten etwas Einordnen wo für weder Medizin noch Forschung oder Wissenschaft eine eindeutige Erklärung abgeben können!

Hauptsache alles in diese in vielen Fällen veraltete Schublade stecken was man als „Normalität“ bezeichnet!
Was dann nichts anderes ist als die Verletzung der Charta der Menschenrechte, welche ja auch erneut angeblich Welt weit Gültig sein sollte, die Wahrheit ein Scheiß ist das alles Wert!

In diesen Tagen in welchen der neue Präsident der USA gewählt werden soll, sehen wir den Betrug des Wählerstimmenfanges ganz deutlich, es ist Erschreckend wie sich plötzlich die Kandidaten darum Bemühen auch diese Minderheit der Transgender für sich zu gewinnen, es ist schrecklich wie viel Honig um den Mund geschmiert wird, um Sie dann zu vergessen, was nicht vergessen ist, sondern der reine Betrug am Wähler!
Die schlimmsten Angriffe hat die USA verzeichnen müssen was Homosexuelle oder Transsexuelle betrifft unzählige Morde und Straftaten werden gar nicht bearbeitet, eine Schande für ein Land wie gerade die USA.
Schlimmer noch all diese welche etwas Menschlich waren wurden Ermordet, dieses Beispiel ist nicht nur auf Transgender bezogen, nein jegliche Minderheit wie diese der Afroamerikaner, die Frage welche sich sofort stellt, ist denn ein  Afroamerikanischer Mensch heißt Mann, Frau, Kind einer Minderheit angehörig?
Wir sind der Meinung klar und deutlich „nein“!

Das wird jedoch allzu gerne Ignoriert oder ist es einfach Dummheit einiger von diesen Repräsentanten der jeweiligen Politik-Riege?



Wie könnte eine  Hillary Clinton  oder ein Donald  Trump überhaupt sich einsetzen für jegliche Minderheiten, ob nun für Transgender oder andere Minderheiten wie diese der Afroamerikaner?
Schaut euch das doch mal an:



Wenn ehrlich alles Lug und Betrug, denn mit welchem Konzept oder welchem Enthusiasmus gehen diese an die Aufgabe heran?

Täglich Gewalttaten gegen diese Menschen welchen Sie heute Sand in die Augen streuen um Ihre Stimme zu ergattern, frage ist dann warum ist bis Dato diese große Ungerechtigkeit an der Tagesordnung von Minderheiten, schon mal darüber nachgedacht?

Diese mächtigen Kontinente oder Nationen bzw. Länder welche angeblich die Weltordnung aufrechterhalten sollen, das angebliche Gleichgewicht halten für die Weltbevölkerung?

In Russland unter dem Feldherrscher Herrn  Wladimir Wladimirowitsch Putin haben Minderheiten überhaupt keine Rechte, da wird die Evolution total und gerne Ignoriert, Aktivisten werden mit „Fadenscheinlichen“ Begründungen für Jahre ins Gefängnis gesteckt!

Alles wird von der Politischen Herrschaft bestimmt, das Fernsehen die Presse das öffentliche Leben, überall lauern die Spitze der Regierung, sich zu outen egal als was in dieser großen Minderheit von Transgendern steht gleich Diskriminierung Unterdrückung Haft und Mord.


Viele Wissen es alle Schweigen!


Hier in Deutschland soll das neue Gesetz zur Wiedergutmachung des § 175 StGB im Oktober in den Bundestag, angeblich mit Entschädigungen für die Betroffen?
Schon erhebt sich der Wiederstand einiger Parteien, welche in der Realität sich erst damit Befassen da Herr Heiko Maas er erwähnt hat, aber sofort der Wiederstand schon ein schauriges Märchen, denn Urteile aufheben naja das machen wir, aber Entschädigen nein warum denn, wir haben ja nicht die Gesetze gemacht!
Würde es keine Transgender geben meine Damen und Herren würden wir uns nicht an den schönsten Kleidungsstücken erfreuen, nicht von Weltstars der Musik vergnügen große der Literatur erfreuen können usw.

Schon Komisch oder nicht, heißt für Mode, Musik Literatur auch Forschung und Wissenschaft sind Transgender gut, aber nicht mit Ihrer Lebensform mit Ihrer Eigeneinstellung der Persönlichkeit Ihrer Sexualität!

Die Beschneidung der Persönlichkeitsrechte diese gibt es Welt weit, das Problem ist Welt weit, die Inkompetenz ist Welt weit!

 Die Würde des Menschen ist antastbar

In fast allen bioethischen Debatten wird auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde verwiesen. Ein genauerer Blick zeigt, dass der Begriff viel zu beliebig verwendet werden kann. Am besten sollte man sich überhaupt nicht auf ihn berufen, argumentiert Edgar Dahl.
 Ob das Klonen von Lebewesen, die Erzeugung genetischer Chimären oder neuerdings gar das so genannte Neurodoping (die Verstärkung von Hirnleistungen per Pille) - nahezu alle neuen biomedizinischen Technologien werden zumeist mit dem Hinweis auf die "Menschenwürde" abgelehnt. Der Appell an die vermeintlich unantastbare Würde des Menschen ist inzwischen so inflationär geworden, dass es höchste Zeit wird, ihn etwas genauer zu betrachten.


Wohl nirgends sieht man die Notwendigkeit einer solchen Analyse deutlicher als in der Debatte um die Sterbehilfe. Denn hier berufen sich bekanntlich sowohl Verächter als auch Verfechter gern auf die Menschenwürde. Für die einen verbietet es die Würde des Menschen, dass man das Leben eines unter schrecklichen Qualen leidenden Patienten auf dessen Wunsch hin einfach beendet. Für die anderen dagegen gebietet sie es, dass man den selbstbestimmten Wunsch eines Sterbenden gefälligst zu respektieren habe.
Angesichts der Beliebigkeit, mit der man die Idee der Menschenwürde also verwenden kann, wird er denn auch immer häufiger als eine bloße Leerformel abgetan. So hat etwa Wolfgang Wickler kürzlich die Frage "Was ist Würde?" bissig beantwortet: "Würde ist ein Konjunktiv!"

Spätestens seit der Veröffentlichung von Charles Darwins "Die Entstehung der Arten" hat diese Begründung der Menschenwürde erheblich an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Möglicherweise hilft ja ein kurzer Blick in die Geschichte, um zu entscheiden, ob die Verwendung des Begriffs Menschenwürde in der heutigen Zeit noch sinnvoll ist. Obgleich das Konzept bereits den Griechen und Römern bekannt war, war es in erster Linie das Christentum, das der Menschenwürde eine so zentrale Bedeutung einräumte. Nach christlicher Vorstellung beruht die Würde des Menschen auf seiner Rolle als "Ebenbild Gottes": Im Unterschied zu allen anderen Wesen habe der Schöpfer nur ihn nach seinem Bild geformt.

Spätestens seit der Veröffentlichung von Charles Darwins "Die Entstehung der Arten" hat diese Begründung der Menschenwürde erheblich an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Doch auch ohne religionskritische Argumente zu bemühen, dürfte es offenkundig sein, dass eine explizit christliche Begründung der Menschenwürde für eine säkulare und pluralistische Gesellschaft wie der unseren denkbar ungeeignet ist.

Bereits der deutsche Idealismus hatte daher versucht, die Menschenwürde ohne Rückgriff auf eine Religion zu begründen. Statt der christlichen Gottesebenbildlichkeit rückte er die so genannte Vernunftnatur des Menschen in den Blick. So heißt es beispielsweise bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 - 1831): "Der Mensch, da er Geist ist, darf und soll sich selbst des Höchsten würdig achten; von der Größe und Macht seines Geistes kann er nicht groß genug denken."

Hegels Zeitgenosse Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814) zeigte sich ähnlich betört vom Mirakel der menschlichen Vernunft und stellte die rhetorische Frage: "Sollte der Mensch nicht eine heilige Ehrfurcht vor sich selbst tragen, und schaudern und erbeben vor seiner eigenen Majestät?" Wir müssen den Menschen mit Michel de Montaigne (1533 - 1592) nicht unbedingt als "das unglückseligste und gebrechlichste aller Geschöpfe" betrachten, um ihm darin Recht zu geben, dass "die Anmaßung unsere natürliche Erbkrankheit" ist. Es sei, wie der Politiker und Philosoph in seinen "Essais" notiert, offenbar wohl in der Tat ein Ausdruck "des Hochmuts des Menschen, dass er sich dem Schöpfer gleichstellt, sich göttliche Eigenschaften beimisst und sich vom großen Haufen der übrigen Kreatur auserlesen dünkt".

Der bedeutendste und einflussreichste Advokat der Menschenwürde war zweifellos Immanuel Kant.

Anders als der deutsche Idealismus betrachtet der moderne Naturalismus den Menschen denn auch als ein bloßes Tier unter Tieren, dessen geistige Fähigkeiten sich von denen anderer Lebewesen nicht prinzipiell, sondern höchstens graduell unterscheiden. Statt der Unvergleichlichkeit der Vernunft ist es heute eher die Fehlbarkeit der Vernunft, die ins Auge sticht. Sicher ist es eine bemerkenswerte Fähigkeit, zu wissen, dass wir nichts wissen. Doch ließe sich daraus kaum die vermeintlich unantastbare Würde aller Menschen ableiten.
Der bedeutendste und einflussreichste Advokat der Menschenwürde war zweifellos Immanuel Kant (1724 - 1804). Nach Ansicht des Königsberger Philosophen beruht die Würde des Menschen auf dessen "sittlicher Autonomie". Anders als alle anderen Lebewesen vermag sich der Mensch nämlich über seine natürlichen Triebe zu erheben und von moralischen Normen leiten zu lassen. Diese Fähigkeit zum "Gehorsam gegenüber dem Sittengesetz" mache den Menschen zum "Gegenstand höchster Bewunderung, die ihn gleichsam einen heiligen Schauer über die Größe und Erhabenheit seiner wahren Bestimmung fühlen" lasse.

Da Adel bekanntermaßen verpflichtet, nötigt uns die Menschenwürde nicht nur Respekt vor anderen, sondern auch vor uns selbst ab. Sie erlegt dem Menschen laut Kant die Pflicht auf, die Würde, "die ihn vor allen Geschöpfen auszeichnet, auch in seiner eigenen Person niemals zu beleidigen". Hierzu gehöre, dass wir niemals vor unseren Mitmenschen kriechen sollen. "Wer sich zum Wurme mache, darf nicht darüber klagen, mit Füßen getreten zu werden."
Wer sich von Kants Begriff der Menschenwürde ein auch heute noch gültiges Kriterium für Moral und Recht erhofft, wird sich aber bald enttäuscht sehen. Denn nach seiner Auffassung ist beispielsweise die Todesstrafe durchaus mit der Menschenwürde vereinbar; die Selbsttötung dagegen sei der Menschenwürde zuwider. Insbesondere die Homosexualität ist nach Kant ein verabscheuungswürdiges Verbrechen, "da sie die Menschheit unter die Tierheit" erniedrige und "den Menschen der Menschheit unwürdig" mache.


Aber bereits Kants Schüler Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) ist sauer aufgestoßen, dass man mit diesem Begriff der Menschenwürde allerlei Schindluder treiben und nahezu jedes beliebige Verhalten ächten kann. Nicht zu Unrecht beklagte der Danziger sich über die Leerheit des Ausdrucks "Würde des Menschen", der durch seinen "erhabenen Klang" dermaßen imponiere, dass "nicht leicht einer sich untersteht, heranzutreten, um ihn in der Nähe zu untersuchen, wo er dann finden würde, dass er nur eine bloße Hyperbel " sei.
Entsprechend Kants zweiter Formulierung des kategorischen Imperativs versucht man die Menschenwürde denn auch konkreter zu fassen. Danach legt uns die Würde des Menschen folgendes Gebot auf: "Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst." Mit anderen Worten: Wir dürfen einen Menschen niemals als bloßes Mittel zu unserem Zweck gebrauchen.

Um diese umständliche Formulierung zu umgehen, spricht man heute lieber einfach von dem Verbot der Instrumentalisierung. Wenn ich einen Taxifahrer als Mittel zum Zweck meiner Beförderung gebrauche, instrumentalisiere ich ihn nicht, sofern er in die Fahrt einwilligt und ich ihn entsprechend entlohne. Wenn ich ihn dagegen unter Androhung von Gewalt und ohne jede Bezahlung zu einer Fahrt zwinge, habe ich ihn instrumentalisiert.

Na dann freundliche Grüße von


Nikita Noemi Rothenbächer


Montag, 26. September 2016

NENN MICH NICHT LARS, ICH BIN LISA


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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2016
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          NENN MICH NICHT LARS, ICH BIN LISA

Kinder und Jugendliche machen im Laufe ihres Lebens viele kleinere und auch größere Veränderungen durch. Genauso und doch ganz anders trans* Kinder und -Jugendliche.

Junge Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht dem entspricht, was sie an Zuschreibung erfahren, brauchen Unterstützung auf ihrem Weg und Möglichkeiten, sich mit anderen darüber auszutauschen. Das Projekt TRANS*-JA UND?! hilft, aber auch Pädagog_innen sind gefragt, einen Beitrag zu leisten.
Kindern und Jugendlichen gegenüber wird ihr Trans*-sein häufig angezweifelt, als Krankheit deklariert und mit psychiatrischen Diagnosen belegt. Ihre Identität bleibt oft unsichtbar, wird ignoriert oder abfällig kommentiert. Es fehlt an kompetenter, unterstützender Beratung und speziellen Angeboten für trans* Kinder, -Jugendliche und deren Angehörige. Die höheren Raten von trans* Schulabgänger_innen ohne Abschluss, die vielen Probleme in Familie, Schule und Ausbildung sind Ausdruck vielfacher Diskriminierungen, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt und im Gesundheitssektor.
Diese halten Jugendliche und junge Erwachsene Trans* oft davon ab, ein selbstbewusstes Selbstbild zu entwickeln und eine gleichberechtigte demokratische Teilhabe zu realisieren. Auch die »Expertise zur Benachteiligung von Trans*-Personen insbesondere im Arbeitsleben« der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt dies auf.

Du bist ein Junge und damit basta

Junge Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht dem entspricht, was sie an Zuschreibung erfahren, brauchen Unterstützung auf ihrem Weg und Möglichkeiten, sich mit anderen darüber auszutauschen. Gerade Pädagoginnen haben hier eine besondere Verantwortung, aber auch eine besondere Chance ihnen beizustehen.
Was kann ein Pädagog_in im Alltag für Trans* tun?

•             Sprich trans* idente Menschen mit den Vornamen ihrer Wahl an und benutze beim Sprechen über sie deren bevorzugte Pronomen – auch falls das deiner eigenen Wahrnehmung nicht entspricht und es keine offizielle Namensänderung gibt.

•             Schreibe trans* Kinder und Jugendliche – auch im Klassenbuch und in Zeugnissen – ihrer Identität entsprechend. Das ist äußerst sinnvoll und rechtlich auch zulässig.

•             Biete vertrauliche Gespräche an. Stelle aber nur Fragen, die für die Nähe eurer Beziehung auch angemessen sind. Behandele vertrauliche Informationen unbedingt als solche. Oute keine_n gegen seinen_ihren Willen!

•             Prüfe deine Einrichtung – beispielsweise auf geeignete Materialien und genderneutrale Toiletten und mach auf Bedarfe aufmerksam – beispielsweise für eine Schulung des Kollegiums.

•             Mach dich vertraut mit der Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen und benenne Trans* und Inter*Geschlechtlichkeit als normale Varianten.

•             Hole dir selbst Rat, sofern du es benötigst.

•             Setz dich für die Wahrung von Grund- und Menschenrechten und gegen Homo-, Trans* und Inter*Feindlichkeit ein.

Internet ist oft der erste Schritt

Unterstützung für junge Trans* gibt es auch durch das Projekt TRANS*-JA UND?!. Das ist ein Projekt mit dem vorrangigen Ziel, ihnen aus der Isolation heraus und zu einem stärkeren Selbstbewusstsein in Auseinandersetzung mit der eigenen Identität zu helfen.
Oftmals ist das Internet die einzige Möglichkeit oder der erste Schritt, um sich auszutauschen und zu informieren, ohne sich selbst zu outen. Der nächste Schritt kann die Teilnahme an einem Projekt, einer Gruppe oder einem Treffen in einem geschützten Rahmen speziell für junge Trans* sein. Für sie ist es wichtig, dass die richtigen Pronomen verwendet werden und sie mit dem für sie stimmigen Namen angesprochen werden. Einige Trans* benutzen für sich Begriffe wie transsexuell, transgender, trans* oder transident, hinterfragen Kategorien wie »männlich« und »weiblich«, »Frauen« und »Männer« und suchen für sich selbst nach einem stimmigen Weg innerhalb oder außerhalb gewöhnlicher Zuordnungen.
Sie wollen sich nicht erklären müssen, sondern angenommen werden, wie sie sind. Und das ist für sie im Alltag, in der Schule, in anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leider nicht selbstverständlich gegeben. Sie brauchen Räume, in denen sie sich treffen können, sich informieren, austauschen oder einfach mal entspannen und gemeinsam Spaß haben.

Ich bin nicht alleine

Solche Angebote und Gruppen sind rar, aber im Rahmen von TRANS*-JA UND?! gibt es Angebote, um bestehende Trans*-Jugendgruppen und einzelne junge Trans* zu stärken. Unter anderem gibt es bundesweit in vier verschiedenen Städten Medien- und Empowerment-Workshops für junge Trans*. Viele Teilnehmer_innen tauen während eines TRANS*- JA UND?!-Workshops förmlich auf. Sie bekommen Mut zu erzählen, fühlen sich «das erste Mal normal«, begegnen anderen jungen Trans* und erleben, dass sie nicht allein sind. Sie haben von der Leitung ihrer Trans* Jugendgruppe vom Workshop erfahren, oder sind beim Surfen im Internet auf die Projektwebseite gestoßen, haben eine Postkarte zur Bewerbung des Projekts gefunden oder von Freund_innen davon gehört.
Die 14- bis 26-jährigen Teilnehmenden erzählen hier ihre eigenen Geschichten. Spielerische Übungen und gemeinsame Essenspausen sorgen für eine lockere, entspannte Atmosphäre und genügend Zeit zum Austauschen und Kennenlernen. Ein Warm Up mit kreativem Schreiben bringt auch ungeübte Schreiber_innen dazu, ihre Kreativität zu nutzen und Texte entstehen zu lassen. Mit professioneller Unterstützung entstehen aus den Texten je nach Workshop-Schwerpunkt Trickfilme oder Aufzeichnungen von Spoken Word Performances. Dabei entscheiden die Teilnehmenden immer selbst, ob und wie sie zu sehen sind.

Fragen, die ich nicht mehr hören will

Die entstandenen Videos sind sehr vielseitig. In »Fragen, die ich nicht mehr hören will« sind solche aufgezählt, die als nicht respektvoll, unangemessen oder verletzend empfunden werden. In einem anderen Film erzählt der Autor vom Gefühl, nicht Aufstehen zu wollen bei dem Gedanken an all das, was ihn an diesem Tag wieder erwarten wird. Das Video »Personal Space« besteht aus Collagen und Bildern, die mit Ton unterlegt sind. Es handelt vom Wunsch nach Freiheit und Raum, von fehlendem Freiraum und den Beklemmungen durch unpassende Zuschreibungen. Das absurde Glücksmoment im Film zeigt eine Person, die in der engen Bahn stürzt und trotz der schmerzlichen Erfahrung lächelt, weil sie in diesem Moment eine für sich stimmige Geschlechtszuschreibung bekommt.
Sofern sie es wollen, können die Teilnehmenden der Empowerment-Workshops ihre digitalen Produkte zur Veröffentlichung freigeben. Einige der Videos aus den Workshops sind nun auf der Projektwebseite zu sehen und stehen dadurch einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie können als Beispiele gezeigt werden, um einen Eindruck von Lebensrealitäten von jungen Trans* zu vermitteln.

Sichtbar werden für Veränderungen

Bislang gibt es kaum Forschung über die Lebenssituation von Trans*Jugendlichen. Im Projekt TRANS*- JA UND?! fanden deshalb 2015 im Anschluss an die Workshops auch Forschungsgespräche statt, an denen sich viele Workshop-Teilnehmer_innen engagiert beteiligten. Die Ergebnisse werden vermutlich im Sommer 2016 veröffentlicht. Mit den Forschungsergebnissen sollen Politik und andere Entscheidungsträger_innen über Lebenssituationen und mögliche Bedürfnisse von trans* Jugendlichen informiert werden. Die Beteiligten wollen dazu beitragen, dass sich für sie und andere etwas ändert. Hoffen wir, dass es klappt.


Sonntag, 25. September 2016

I thought I am the only monster in the world! /// Ich dachte, ich bin das einzige Monster der Welt!


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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2016
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Ich habe Ihn, Du auch? Organspenden können andere zum Leben verhelfen, sei stolz auf dich selbst mache Ihn Dir den Organspende Ausweis!

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«Ich dachte, ich bin das einzige Monster der Welt»

Elisabeth Müller sieht aus wie eine Frau. Aber wer sie so nennt, wird gleich gerügt. Denn sie ist ein Hermaphrodit, im Volksmund schlicht Zwitter, und kämpft dafür, dass Menschen wie sie nicht operativ zu Frau oder Mann manipuliert werden.

«Ich bin nicht Frau.» Wer Elisabeth Müller mit «Frau Müller» anspricht, wird umgehend zurechtgewiesen. Wie dann? «Entweder Elisabeth Müller, ich mache das auch gerne, dass ich Leute mit ihrem vollen Namen anspreche. Oder Hermaphrodit Müller.»

Gut. Aber ist Müller nun Organistin oder Organist, leitet sie oder er einen Chor in der Schenefelder Stephansgemeinde? «Ich bevorzuge Kirchenmusiker, die neutrale Form. ‹Sie› und ‹Ihr› ist in Ordnung, man kann ja auch nicht von ‹es› reden. Aber Frau geht nicht. Ich bin ein weiblicher Hermaphrodit, aber noch lange keine Frau», betont sie.

In ihrem Ausweis steht eines der beiden Geschlechter, «welches, können sie sich denken.» Das geht in Deutschland nicht anders. Elisabeth Müller sieht auch aus wie eine Frau. Aber sie hat xy-Chromosomen wie ein Mann, und bis zu einer Operation hatte sie auch kleine Hoden. Es gibt zwar einen Scheideneingang, aber weder Gebärmutter noch Eierstöcke. «Erst, wenn die Verstümmelungen und Menschenrechtsverletzungen an uns aufhören und wir eine menschliche Würde anerkannt bekommen, ist mir das egal. Dann kann man gerne Frau zu mir sagen.»

Im Umgang mit Hermaphroditen sind wir nicht geübt. Das liegt schon daran, dass viele gar nicht wissen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die weder Mann noch Frau sind. Und dass das kein Fehler ist. Schuld daran sind, da gibt es für Elisabeth Müller keinen Zweifel, die «Medizyner, so nenne ich sie, weil sie zynisch sind». Rund 100.000 Menschen in Deutschland werden weder als Frau noch als Mann geboren. «Es gibt unendlich viele Varianten, manche reden von 4000. Xy-Frauen wie ich sehen wie Frauen aus, haben aber einen männlichen Chromosomensatz.»

Andere haben weibliche Chromosomen und innere weibliche Geschlechtsorgane, sehen aber männlich aus. «Das ist das sogenannte Adrenogenitale Syndrom, die werden von Medizinern meist ziemlich brachial verweichlicht: das Genital abgeschnitten, eine künstliche Scheide angelegt, die Harnröhren, wie sie es für richtig halten. Sie wollen offenbar an der heiligen Kuh festhalten, dass der Mensch nur ein Mensch ist, wenn er Mann oder Frau ist.»

Dagegen wehrt sich Hermaphrodit Müller mit Händen und Füßen. Seit 1997 kämpft sie mit der Selbsthilfegruppe xy-Frauen gegen die Bevormundung durch die Medizin. Sie selbst war 24, als ein Arzt ihr die Hoden abnahm – angeblich wäre das Krebsrisiko sonst extrem hoch gewesen. «Erwiesenermaßen völlig falsch.» Durch die Behandlung sei sie erst krank geworden, betont sie, zumal sie zusätzlich noch mit Östrogenen behandelt wurde, also mit weiblichen Hormonen. «Die haben meinen Körper ganz kaputt gemacht. Er war ja Testosteron gewohnt.»
Krank bedeutete Depressionen, Veränderungen im Gehirnstoffwechsel, ein Gefühl wie weichgespült, Blutarmut. «Das Gehirn verlangte nach sehr viel Süßem und ich habe stark zugenommen.» Jetzt nimmt sie männliche Hormone, um die fehlende Produktion der Hoden auszugleichen. Das hilft.

Ungut hatte sich Elisabeth Müller immer gefühlt. Schlimmer: «Ich dachte, ich bin das einzige Monster auf der Welt.» Die ersten Erinnerungen an ihr Anderssein, das sind ständige Besuche in der Hamburger Uniklinik. «Ein unwürdiges Treiben, keiner hat richtig was dazu gesagt, aber ich habe gespürt, dass etwas abartig ist.» Das einzige, was ihre Mutter ihr sagte war, dass es Frauen gebe, die keine Kinder bekommen können. «Ich habe gespürt, dass ich dazugehöre, und dass ich meine Tage nicht bekommen werde.»

Mit 16 Jahren gab ihr ein Psychologe ein Buch über Zwitter und sagte die Schlagworte: «Männliche Keimdrüsen». Seitdem las sie viel und sprach mit niemandem darüber. Aber ihr schwante, dass sie doch nicht die einzige sein könnte, wenn es ein Buch über sie gab. «Ich konnte das logisch nicht fassen, war gefangen im tabuisierten, unlogischen Bereich. Das war völlig irre, hat mich moralisch kaputtgemacht», erzählt sie heute.

Hermaphrodit Müller ist heute hochdramatischer Sopran, spielt Orgel bei Hochzeiten und Beerdigungen und leitet Chöre. «Ich habe sehr hart gearbeitet, psychologische Schwerstarbeit», schildert sie ihren Weg dahin. «Als klassischer Sänger muss man offensiv mit dem Körper arbeiten, das geht auch psychisch ans Eingemachte, man muss sehr bei sich sein, sich sehr annehmen», beschreibt sie.

Nach der verhängnisvollen Operation begann sie sich zu öffnen, sprach mit Freunden, ihrer Mutter und mit ihrem Partner, mit dem sie damals zusammenlebte. Der hatte sich bis dahin nur darüber gewundert, wie sie so zuverlässig ihre Menstruation vor ihm verstecken konnte. Elisabeth Müller lacht schallend, als sie das erzählt. Sie lacht auch über die Nachbarin, die sie im Fernsehen gesehen hat und sich nicht so recht traut, das Wort «Zwitter» auszusprechen, oder über die Gerüchte, sie sei «lesbisch».

Wenn sie den Leuten heute sagt, «ich bin nicht Frau», staunen fast alle. Aber die meisten kapieren es, nur einige beharren auf dem weiblichen Vornamen. «Ich habe nie ernsthaft darüber nachgedacht, ihn zu ändern. Ich möchte mir jetzt nicht auch noch meine ganze Herkunft kaputtmachen, weil Mediziner sie kaputtmachen und Politiker das noch unterstützen», sagt sie.
Irgendwann hat ein Arzt damals einen anderen Betroffenen rausgerückt, wie Müller es nennt. Das war der Anfang der Selbsthilfe. Heute bieten die xy-Frauen telefonischen Erstkontakt für Menschen an, die verunsichert sind, sich vielleicht auch als einziges Monster auf der Welt fühlen.

So hat Elisabeth Müller auch Luzi Veit geholfen: Den Hermaphroditen, der jetzt den Schattenbericht über zwischengeschlechtliche Menschen an die Uno verfasst hat, im Rahmen des Cedaw-Berichtes, der regelmäßig die Gleichstellung von Frauen dokumentieren soll. Ein großer Erfolg für Hermaphrodit Müller und die Intersexuellen-Bewegung. Denn die Uno hat Deutschland nun aufgefordert, innerhalb von zwei Jahren offenzulegen, was sie gegen die Menschenrechtsverletzungen gegen Zwitter unternommen hat.

Die meisten Hermaphroditen leben völlig versteckt und isoliert. Die Selbstmordrate wird bei 20 bis 30 Prozent vermutet. Ein großer Teil der Hermaphroditen werde als Transsexueller behandelt, erklärt Müller. Dabei gebe es etwa zehnmal so viele Zwitter wie Transsexuelle. «Es ist sowas von erbärmlich, was da mit den Menschen gemacht wird», sagt sie. Und: «Es ist schon Gnade, dass ich so weit gekommen bin, wie ich bin. Ich hatte ein vergleichsweise leichtes Leben.»


Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

Heute in den TV- Medien, die Massen - Vergewaltigung einer 15 jährigen Schülerin, angeblich "Gastarbeiter bzw. FLÜCHTLINGE auch Poliz...