Freitag, 25. August 2017

Interessen stehen vor Menschen-Rechte, andere möchten über deine Persönliche Entfaltung entscheiden! /// Interests stand before human rights, others want to decide about your personal development!

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2017
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Einen angenehmen Tag Ihnen allen Wünsche, kommt vom Herzen denn selbst meine Feinde sind Freunde!
Nun nach fast 5 Jahren mit diesem Blog ist einiges was auffällt, der Pc funktioniert nicht richtig ständige Attacken und Viren bzw. Trojaner werden übermittelt, jedes Mittel ist dieses Recht!
Stoppen wer über Wahrheiten und Ungerechtigkeiten wie Menschen-Rechts-Verletzungen schreibt, das ist die Devise!
Meinungsfreiheit gibt es genau in diesen Ländern über welche wir hier Berichten kaum oder gar nicht!
Obwohl wenn man die letzten Entwicklungen betrachtet auch in Deutschland wo Minderheiten so viel Wert sind wie die Scheiße auf der Strasse, darf man sich nicht verwundern wenn jeglicher Bürger kein Interesse an Politik aufbringen vermag, traurig aber eine eiskalte Wahrheit! 

In einem Memo hat das Weiße Haus erstmals dargelegt, wie die umstrittene Verbannung transsexueller Soldaten aus den Streitkräften ablaufen soll.

 US-Präsident Donald Trump bei einer Kundgebung und die Flagge der Trans-Bewegung bei einem Protest am 26. Juli in San Francisco gegen seine Entscheidung, Transpersonen die Arbeit im Militär zu verbieten

Gestern, 14:56h, 4 Kommentare
Berichten des "Wall Street Journal" und der "New York Times" zufolge hat das Weiße Haus erstmals ausgeführt, wie es sich den Ausschluss von transsexuellen und transgender Soldaten aus allen Bereichen der Armee vorstellt. Ein Memo an Verteidigungsminister James Mattis kündigt demnach für die nächsten Wochen umfassende entsprechende Richtlinien an.

Ende August hatte Präsident Donald Trump via Twitter angekündet, die von der Obama-Regierung im letzten Sommer verkündete Aufhebung des bisherigen Verbots (nach der sich einige Soldaten als trans geoutet hatten!) nicht weiter zu verfolgen. "Nach Konsultationen mit meinen Generälen und Militärexperten weisen wir darauf hin, dass die US-Regierung weder akzeptieren noch zulassen wird, dass Transgender-Personen in irgendeiner Funktion in der US-Armee dienen", so Trump damals.
Das Militär müsse sich "auf den endgültigen und überwältigenden Sieg konzentrieren" und könne "sich nicht mit enormen medizinischen Kosten und Störungen befassen, die Transgender im Militär mit sich bringen würden", hatte Trump weiter geschrieben und dafür viel öffentliche Kritik von Medien, LGBTI-Organisationen, Demokraten und selbst von Parteifreunden bekommen. Wenige Wochen später meinte er: "Es war ein sehr verwirrendes Thema für das Militär, und ich denke, ich tue dem Militär einen großen Gefallen" (queer.de berichtete).

Die Top-Anführer des Streitkräfte waren von der Ankündigung Trumps allerdings Medienberichten zufolge überrascht worden – und stellten im Juli in internen Anweisungen klar, dass dazu noch keine Richtlinien vorliegen würden, man die derzeitige Praxis vorerst nicht ändere und alle Angestellten mit Respekt behandeln werde.

Kompletter Einstellungsstopp und Entlassungsrunden

In dem Memo an den Verteidigungsminister, eine Art Vorab-Warnung, heißt es nun, in den noch nicht abgesegneten Richtlinien werde ein kompletter Einstellungsstopp für Transpersonen verkündet. Auch dürfe das Militär bei aktuellen Armeeangehörigen kein Geld mehr für geschlechtsangleichende Operationen oder ähnliche medizinische Leistungen ausgeben.

Zu den sich bereits im Dienst befindlichen Transpersonen, Schätzungen variieren zwischen 2.000 und 15.000, heißt es weiter, Mattis müsse rechtlich festlegen, in welchen Bereichen und unter welchen Bedingungen Transpersonen "einsatzfähig" seien – wer das nicht sei, müsse aus dem Dienst ausscheiden. Für die Umsetzung der gesamten Richtlinien habe das Ministerium sechs Monate Zeit.

Fünf transsexuelle Soldaten, darunter Veteranen des Irak- und Afghanistankriegs, hatten bereits aufgrund der Tweets aus dem Juli bei einem Gericht in der Hauptstadt Washington D.C. Klage eingereicht – die Ankündigung verstoße gegen das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechtes und basiere auf keiner "rationalen Basis". Mehrere LGBTI-Organisationen wollen die Richtlinien nach Erlass gerichtlich zu Fall bringen.

Mit Tränengas gegen Transgender-Demo in Istanbul

Istanbul - Die türkische Polizei hat einen Marsch von Transsexuellen in der Millionenmetropole Istanbul mit Tränengas aufgelöst. Elf Menschen seien festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Der Marsch fand im Rahmen der sogenannten «Pride Week» - einer Veranstaltungsreihe von Homo-und Transsexuellen - statt. Der Istanbuler Gouverneur hatte Demonstrationen anlässlich der «Pride Week» für die gesamte Woche verboten.

Der Beschluss zielt vor allem auf die Abschlussveranstaltung, der jährlichen Schwulen und Lesbenparade am kommenden Sonntag, ab. Sie findet seit mehr als zehn Jahren statt und wurde vergangenes Jahr erstmals verboten. Damals verwies der Gouverneur auf den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan. Dennoch gingen Tausende auf die Straße. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die friedlichen Demonstranten ein. Auch dieses Jahr fällt der Termin in den Ramadan.

Zur Begründung für das Verbot in diesem Jahr führte das Gouverneursamt die Sicherheit von Teilnehmern und Bürgern sowie den Schutz der öffentlichen Ordnung an. Eine ultrarechte nationalistische Gruppe hat den diesjährigen Schwulenmarsch bedroht.

Erdogan plant Sondergefängnis für Homosexuelle
Die Regierung in Ankara spricht von "Schutz der Verurteilten": Inhaftierte Schwule, Lesben und Transsexuelle sollen in der Türkei künftig in einem speziellen Gefängnis untergebracht werden. Die Opposition ist empört.
Könnt Ihr auf diesem Blog nachlesen!

Der russische Präsident verbietet ein Foto und das Netz hat die beste Reaktion
Wladimir Putin zeigt sich gerne als starker und „echter“ Mann. Eine Fotomontage von ihm als schwulen Clown treibt dem 64-Jährigen dagegen die Zornesröte ins Gesicht. Deshalb hat der russische Präsident in seinem Land ein Foto verboten, das ihn als Gay-Clown zeigt.






Dienstag, 22. August 2017

Alle Parteien dafür: Die Reform des Transsexuellengesetzes wird kommen


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Alle Parteien dafür: Die Reform des Transsexuellengesetzes wird kommen

Nun sind auch CDU/CSU für eine Reform des veralteten Gesetzes. Das ergibt eine Umfrage des Lesben- und Schwulenverbandes. Die AfD äußert sich als einzige Partei nicht.
Nach Informationen von BuzzFeed News sind alle großen Parteien für eine Reform oder Ersetzung des geltenden Transsexuellengesetzes. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Umfrage des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) zu den queerpolitischen Positionen aller Parteien. Einzig die AfD äußerte sich nicht zum Thema.

Unter dem Motto „Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte“ erhebt der LSVD sieben Forderungen zur Bundestagswahl und hat alle Parteien dazu befragt. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht. 

Dem Bundesverbandes Trans*
 zufolge haben alle Parteien außer der CDU und AfD die Reform des Transsexuellengesetzes ins Wahlprogramm aufgenommen. Nun aber spricht sich auch die Union für eine Reform aus. In den Antworten auf die Wahlprüfsteine des LSVD heißt es, im Ergebnis unterstützten CDU und CSU das Vorhaben, das Transsexuellengesetz auf eine neue und zeitgemäße Grundlage zu stellen.

Zentrale Punkte der Kritik am Transsexuellengesetz (TSG) sind etwa, dass für eine Personenstandsänderung „Transsexualismus“ als Krankheit diagnostiziert werden muss. Außerdem müssen Trans*Personen für eine Änderung des Vornamens und die Änderung des Geschlechtseintrags im Personalausweis zwei langwierige psychologische Gutachten durchlaufen und sind von einer gerichtliche Entscheidung abhängig. Mehrere Teile des TSG wurden vom Bundesverfassungsgericht bereits in der Vergangenheit für rechtswidrig, etwa Zwangsoperationen für die Anerkennung des Geschlechts.

In vielen europäischen Ländern wurden bereits Gesetze verabschiedet, so dass Trans*Personen ihren Namen und Passeintrag ohne umfangreiche Verfahren rechtlich anerkennen lassen können, etwa in Schweden, Dänemark, Malta, Irland oder Norwegen.

Die Grünen legten bereits im Mai 2017 einen Gesetzentwurf für ein sogenanntes Selbstbestimmungsrecht vor, der das Transsexuellengesetz ersetzen soll. Renate Künast bestätigte gegenüber BuzzFeed News auf dem Lesbisch-Schwulen Straßenfest in Berlin Mitte Juli, dass ihre Partei den Gesetzentwurf in der neuen Legislaturperiode wieder einbringen wird.

Volker Beck von den Grünen gegenüber BuzzFeed News:
Es ist Zeit für ein Selbstbestimmungsgesetz. Das TSG gehört in den Papierkorb. Schluss mit Gutachteritis und Schikanen gegen Trans*. Statt Wahlkampfversprechen hätten Union und SPD das längst haben können, denn wir Grüne haben ein neues Gesetz vorgelegt: Das Selbstbestimmungsgesetz.

Auf ihre Wahlversprechen müssen die Parteien nach der Wahl festgenagelt werden. Das TSG braucht aber mehr als nur ein bisschen Herumgedoktore und gehört auf den Müllhaufen der Gesetzesgeschichte.

Mit der überraschenden Entscheidung für die Ehe für alle ist eines der wichtigsten queerpolitischen Themen aus dem Wahlkampf gefallen. Das Transsexuellengesetz dürfte nun zu einer der zentralen Reformen für LGBT* in der kommenden Legislatur gehören
.
Das sind die Aussagen der Parteien zur Reform des Transsexuellengesetzes:

CDU/CSU
Das geltende Transsexuellengesetz ist in seinen wesentlichen Grundzügen inzwischen fast dreißig Jahre alt. Es entspricht nicht mehr in jeder Hinsicht aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen. Deshalb wurde im September 2014 eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Situation von trans- und intersexuellen Menschen eingerichtet. Diese hat zu den Themenfeldern zwei Gutachtenin Auftrag gegeben [...]. Der Abschlussbericht ist für den Sommer 2017 vorgesehen.

Nach der Überzeugung von CDU und CSU sollte das Ergebnis des noch ausstehenden Abschlussberichtes abgewartet werden, zumal sich ggf. personenstandsrechtliche Folgefragen ergeben werden.

Im Ergebnis unterstützen CDU und CSU jedoch das Vorhaben, das Transsexuellengesetz, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes, auf eine neue zeitgemäße Grundlage zu stellen.


SPD
Wir werden die Lage von trans- und intergeschlechtlichen Menschen verbessern und gewährleisten, dass sie selbst über ihr Leben bestimmen können. Das betrifft medizinische, gesundheitliche, soziale und rechtliche Aspekte. Wir werden daher das Transsexuellengesetz und weitere Gesetze reformieren.
Eine punktuelle Änderung des aktuell gültigen Transsexuellengesetzes ist angesichts des bestehenden dringenden Reformbedarfes bei weitem nicht ausreichend. Wir wollen eine grundsätzliche Novellierung des Gesetzes. [...] Dabei ist insbesondere die teure und unnötige Begutachtungsplicht vor einer Vornamens- bzw. Personenstandsänderung abzuschaffen und durch ein unbürokratisches Verfahren zur Anerkennung der Geschlechtsidentität zu ersetzen.

Linke
Die Linke strebt an, dass alle Menschen frei ihren Vornamen und ihr Geschlecht ohne jegliche Form von Begutachtung rechtlich wählen können. Neben den Kategorien männlich und weiblich sind mit den Betroffenenverbänden weitere Kategorien zu entwickeln. Das bisherige Transsexuellengesetz wird überflüssig, wenn umfassende gesetzliche Regelungen in den bestehenden Gesetzen geschaffen werden.

Grüne
Seit Jahren fordern wir eine Abschaffung des veralteten Transsexuellengesetzes, das nach über 30 Jahren nicht dem Stand der Wissenschaft entspricht und die Menschenrecht von Trans*Personen mit Füßen tritt. Daher haben wir ein modernes Selbstbestimmungsrecht vorgeschlagen, dessen Leitbild die persönliche Freiheit und nicht irgendwelche Ordnungsvorstellungen über die Geschlechter ist. Es ist höchste Zeit, dass die tatsächliche Vielfalt von Identitäten akzeptiert wird, anstatt Trans*Menschen in vorgegebene Raster zu pressen und ihnen das Leben schwerzumachen.
Der Gesetzesvorschlag für ein neues Selbstbestimmungsrecht der Grünen.

FDP
Wir Freie Demokraten setzen uns für eine Fortentwicklung des Transsexuellen-Gesetzes ein. Die Personenstands- und Namensänderung sind heute gutachterpflichtig und langwierig. Diese Verfahren halten wir für überflüssig. [...]. Einen Zwang zu medizinischen Maßnahmen lehnen wir ab. Daneben treten wir aber dafür ein, dass Krankenkassen einheitlich die Kosten für alle geschlechtsangleichenden Behandlungen bei Transsexualität übernehmen.

AfD
Die AfD hat keine Haltung zum Transsexuellengesetz. BuzzFeed News hat die AfD für ein Statement zum Transsexuellengesetz angefragt, die Antworten werden hier nachgetragen. In den Antworten im Bericht des LSVD heißt es:
Die Bürgerrechte von Schwulen, Lesben und Transgendermenschen werden nur in einem finanz- und wirtschaftspolitisch verantwortungsvoll geführten Staat langfristig geschützt werden können. [...]
Für uns ist besonders wichtig, dass unsere abendländlische Wertegemeinschaft und unsere deutsche Leitkultur respektiert, akzeptiert und auch gelebt wird! Religiöse und persönliche Befindlichkeiten haben sich dem unterzuordnen.

Neben allen großen Parteien, ausgenommen der AfD, sprachen sich bereits der Deutsche Bundesrat sowie der Europarat für eine Reform des Transsexuellenrechts aus.

Der Bundesrat forderte von der Bundesregierung am 2. Juni 2017 mit einem Antrag die Abschaffung des Transsexuellengesetzes.

Eine Resolution des Europarates vom April 2015 fordert alle europäischen Länder dazu auf, eine Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags „schnell, transparent und leicht zugänglich“ zu gestalten.
Auch der Bundesverband Trans* setzt sich für eine Reform beziehungsweise Ablösung des Transsexuellengesetzes ein. Dazu hat der Verband zusammen mit Trans*Personen sogenannte Policy Papers erarbeitet, in denen Forderungen aus der Community gebündelt als politische Forderungen formuliert wurden.


Ich bin Transgender, aber keine Witzfigur! /// I am a transgender, but not a joke!


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„Ich bin Transgender, aber keine Witzfigur!"

„Mein bunter Schatten: Lebensweg einer Transgender-Frau" so heißt das neue Buch von Pari Roehi. Wie der Titel schon andeutet, gibt es viel zu erzählen: Mit vier Jahren ist Pari aus dem Iran in die Niederlande geflohen, mit 19 hat sie sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen – bei Facebook Live haben wir mit ihr über ihr Leben & Transgender-Identität gesprochen. Wer das verpasst hat, der kann sich das Video hier nochmal anschauen:

Ganz berührend war auch der Text, den uns Pari im letzten Herbst geschrieben hat. Sie hat sich beteiligt an unserer Reihe: „Schluss mit Stereotypen – 29 Frauen über die Klischees ihres Lebens". Auch das wollen wir an dieser Stelle noch einmal bringen:

„Immer, wenn ich einen Raum betrete, haben Menschen Vorurteile. Ich finde, dass eine Transfrau in den Medien häufig als Witzfigur hingestellt wird und nicht wie eine starke Frau, die ganz normale Sachen macht, wie jede andere auch.

Wir werden oft so in die Jerry-Springer-sie-hat-mit-einem-Fußballer-geschlafen-Prostituierte-Ecke gestellt und so sind wir nicht alle.

Das ist ja auch nichts Schlimmes. Aber unter uns sind auch sehr kluge Frauen, sehr passionierte Frauen, sehr intelligente Frauen und ich hoffe, dass die Leute das durch meine Geschichte sehen können, dass wir ganz normale Frauen sind, die ganz normal funktionieren in dieser Gesellschaft.

Ich möchte die Vorurteile bekämpfen. Wie oft Menschen zu mir sagen ‚Du bist doch wie Conchita Wurst!‘ Nein! Er ist eine Kunstfigur, ein Mann, der als Frau auftritt. Die Leute kennen die Unterschiede meistens nicht zwischen Dragqueen, Transgender, Transvestiten und so weiter. Deshalb müssen wir für Aufklärung sorgen. Wenn wir nicht darüber reden, dann wird es nie normal sein.

Und gerade bei Kindern muss man anfangen und nicht nur sagen, dass es Mann und Frau und Heterosexualität gibt. Es gibt noch viel mehr: transsexuell, bisexuell, homosexuell, asexuell, intersexuell...“

Ich wurde zur Frau , doch meine Vagina ist nicht das, was ich erwartet habe! /// I became a woman - but my vagina is not what I expected!


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„Ich wurde zur Frau – doch meine Vagina ist nicht das, was ich erwartet habe“

Ich möchte hier über Vaginen sprechen. Über Trans-Vaginen, um ganz genau zu sein. Über meine Vagina, die ich in meinen späten Vierzigern bekam. 

Ich möchte darüber sprechen, wie sie aussieht, wie sie sich anfühlt, wie es sichwirklich anfühlt zwischen meinen Beinen. 

Und ich möchte über meine Vagina als Ort der Lust sprechen.

Wenn Menschen erfahren, dass ich transsexuell bin, lauten die ersten Fragen meistens:

„Hast du eine?“

„Funktioniert sie?“

„Hast du Sex?“

Ich beantworte diese Fragen nie, außer natürlich mein Gesprächspartner und ich sind im Bett und gerade dabei, intim zu werden. Weil das selten der Fall ist, finden solche Gespräche nie oder zumindest nicht in einem vertrauten Rahmen statt.

Ich finde, es ist eine Schande, dass ich selten die Möglichkeit habe, über meine Vagina zu sprechen und dass andere Transfrauen nicht über ihre reden können. Es sollte „Post-OP-Vagina“-Gesprächskreise geben und „prä-vaginale“ Klassen. 

Unsere Vaginen sind anders, unentdeckt, kreiert, operiert, magisch, mystisch und viel zu oft von Außenstehenden unberührt. Ich habe viele Jahre damit verbracht, von meiner Vagina zu träumen. Ich stellte mir vor, nach unten zu greifen und eine Öffnung zu fühlen – mich richtig anzufühlen. Bereits seit meiner Teenagerzeit hatte ich sexuelle Träume davon, wie es ist, eine Vagina zu haben.

Ich träumte, dass eine Hand in mein Höschen gleiten und einen feuchten Spalt ertasten würde. Dass erst ein Finger eindringen würde und dann ein Phallus – aus Plastik oder echt – langsam und tief und mir ein Stöhnen entlocken würde.

Bis zur Nacht vor meiner Operation träumte ich immer wieder diesen Traum. Genauso, wie ich mir etwas naiv vorstellte, dass meine Vagina exakt so funktionieren würde, wie die einer Geburtsfrau.

Mein Chirurg sagte mir, er würde mich echt aussehen lassen. Mit einer vaginalen Öffnung, einer empfindsamen Klitoris sowie inneren und äußeren Schamlippen. Mir wurde gesagt, dass ich für mindestens drei Monate nach der OP keinen Sex haben könne.

Ich finde, es ist eine Schande, dass ich selten die Möglichkeit habe, über meine Vagina zu sprechen und dass andere Transfrauen nicht über ihre reden können. Es sollte „Post-OP-Vagina“-Gesprächskreise geben und „prä-vaginale“ Klassen. 

Unsere Vaginen sind anders, unentdeckt, kreiert, operiert, magisch, mystisch und viel zu oft von Außenstehenden unberührt. Ich habe viele Jahre damit verbracht, von meiner Vagina zu träumen. Ich stellte mir vor, nach unten zu greifen und eine Öffnung zu fühlen – mich richtig anzufühlen. Bereits seit meiner Teenagerzeit hatte ich sexuelle Träume davon, wie es ist, eine Vagina zu haben.

Ich träumte, dass eine Hand in mein Höschen gleiten und einen feuchten Spalt ertasten würde. Dass erst ein Finger eindringen würde und dann ein Phallus – aus Plastik oder echt – langsam und tief und mir ein Stöhnen entlocken würde.

Bis zur Nacht vor meiner Operation träumte ich immer wieder diesen Traum. Genauso, wie ich mir etwas naiv vorstellte, dass meine Vagina exakt so funktionieren würde, wie die einer Geburtsfrau.

Mein Chirurg sagte mir, er würde mich echt aussehen lassen. Mit einer vaginalen Öffnung, einer empfindsamen Klitoris sowie inneren und äußeren Schamlippen. Mir wurde gesagt, dass ich für mindestens drei Monate nach der OP keinen Sex haben könne.

Vier Tage nach dem Eingriff, mit einem vom Morphium betäubten Bewusstsein, war ich von Sexträumen weit entfernt. Ich fragte mich nur, wie meine Vagina wohl aussähe, wenn der Verband abgenommen würde. Es gibt Leute, die Fotos posten, aber diese Vaginen erinnern in ihrer Form meistens an Schmetterlinge. 
„Schau mich an, ich bin eine wunderschöne Pussy!“, sagen sie. „Fick mich.“

Am fünften Tag nach meiner OP kam der füllende Verband raus und eine Krankenschwester gab mir einen kleinen Handspiegel, mit dem ich die Arbeit der Spezialisten begutachten konnte.

„Zufrieden?“, fragte sie mich.

„Das sieht aus wie der Arsch eines wütenden Affen!“, heulte ich.

„Die Schwellung wird abklingen“, antwortete sie.

Die Schwellung klang ab, aber ich hatte monatelang Probleme. Verengung, Weitung, vernarbtes Gewebe, erektiles Gewebe, Pinkeln, Infektionen. Die Liste geht weiter. 

Aber sie zeigt bei Weitem nicht das ganze Bild, denn ich liebe meine Vagina. Ich meine, ich liebe meine Vagina wirklich. Ein Glück, denn sie ist einmalig. 

Aber ich habe mich mit ihr nie selbstbewusst genug gefühlt, um Sex zu haben. Jahre nach der Operation ist es immer noch schmerzhaft, sie zu weiten. 

Sie ist mit der Zeit viel enger geworden und nicht mehr so tief. Manchmal blutet sie und meine Träume vom einfachen, unkomplizierten Sex gehören der Vergangenheit an. 

Manchmal masturbiere ich, dann fühlt sie sich feucht an. Aber woher kommt das? Und warum hat mir niemand von der Feuchtigkeit erzählt? Warum wird die Mitte meiner Vagina so hart, dass mir eine Penetration unmöglich vorkommt?

Ich vereinbarte einen Termin mit meinem Chirurgen und das Team schaute sich meine Vagina nochmal an. Dafür spreizten sie sie auf und ich fühlte mich wie eine alte Kuh, ein Rind also, bei dem gecheckt wird, ob es trächtig ist.

Ich habe keine Sexträume von meiner schönen, weichen Vagina mehr, die um einen Finger oder einen Penis herum anschwillt.

Stattdessen gebe ich jetzt zu viel Geld für Handtaschen aus – wahrscheinlich als Ersatz und bestimmt ist es nur eine Zwischenlösung.

Dennoch wir lieber über uns, unsere Vaginen und unser Sexleben sprechen und ehrlich davon erzählen, anstatt etwas vorzutäuschen. Und zwar in einer Art und Weise, die zu einem besseren Verständnis für unsere Körper, die Operationen, unsere Wünsche und den Möglichkeiten und Grenzen bezüglich Sex führt. Ich denke es ist unsere Pflicht, die Diskussion für eine jüngere Transgender-Generation zu eröffnen, die zu uns aufblicken und sich auf die immer länger werdenden Wartelisten für diese Operation setzen lassen. Sie tun das, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was es bedeutet, keinen Orgasmus zu haben. 

Was es bedeutet, seine Vagina jede Woche aufs Neue zu weiten und sich von ungezählten Menschen – auch medizinischem Personal – sagen zu lassen, dass sie sich mit deiner Vagina nicht auskennen. 

Es mag merkwürdig klingen, aber es scheint keine Landkarte unserer Sexuallandschaft zu geben, kein gemeinsames Wissen, das einfache Fragen beantworten könnte.

Zum Beispiel die Frage, was passiert, wenn jemand zu tief eindringt – reißt die Vagina? 

Kann sie reißen? 

Wird sie zuwachsen, wenn ich aufhöre, sie zu weiten? Und woher kommt die Feuchtigkeit?

Schon lange denke ich, dass wir ein besseres System haben sollten, in dem wir unsere Vaginen kennenlernen können, bevor wir sie bekommen. Ein System, das Fragen beantwortet und in dessen Rahmen Probleme besprochen werden. Das Bedürfnis, ein auf Schranken aufgebautes System schnellstmöglich zu befriedigen, lässt uns niemals innehalten, um uns zu fragen, wie es sich anfühlen wird, wenn sich Träume zu erfüllen.
Ich muss nochmal wiederholen, dass ich meine Vagina liebe. 

Ich meine, ich liebe meine Vagina wirklich. Ein Glück, denn sie ist einmalig. 

Ich muss das immer wieder sagen, denn die Wahrheit ist, dass wir als Transfrauen in größtenteils transphobischen Chatrooms und in von Cis-Männern und Frauen dominierten Sozialen Medien lernen, dass wir uns unser Geschlecht nicht zugestehen dürfen, nicht einmal unsere Vaginen. Wir müssen beweisen, dass wir eine brauchen; beweisen, dass wir eine verdienen, und dann müssen wir belegen, dass uns die Vagina eine Authentizität in Bezug auf unsere Weiblichkeit gibt. Und weil es so stressig ist, sich durch dieses Minenfeld zu bewegen, sollten wir niemals aufhören, uns einen guten, gesunden Raum zu schaffen, in dem wir unser Sexleben, unsere Wünsche und unsere Operationen diskutieren können. 

Auf jeder Station, auf der Geschlechtsumwandlungen durchgeführt werden, sprechen Frauen über ihre Ängste, ihre Hoffnungen und Wünsche. Sie lachen, weinen und unterstützen sich gegenseitig. Sie hören zu und werden gehört.

Und dann werden wir entlassen und kämpfen um unser Existenzrecht. Wir gehen ins Schweigen und schämen uns, keinen Sex und eine schwierige Zeit zu haben.

Anfang des Jahres habe ich angefangen zu recherchieren. Ich habe Transfrauen einige Fragen über ihre Vaginen gestellt (Teil einer Arbeitsreihe namens „Den T-Spot finden“), eine atemberaubende Zahl von Frauen hat mir öffentlich (in den Soziale Medien) gesagt, ganz und gar glücklich zu sein, dass sie zahlreiche, tief gehende Orgasmen haben und Gefühle erleben, die sie nie zuvor erlebt haben – eine Menge Sex.
Damals dachte ich, nur ich hätte ein Problem. Die Studie würde zutage fördern, dass nur meine Erfahrung so sei, dass nur ich eine harte Zeit habe.

Aber dann begannen dieselben Frauen anonym Geschichten von stillem Leid und so niedrigen Erwartungen zu erzählen, davon, dass sie das Gefühl hätten, sich nicht beschweren zu dürfen. Frauen, unheimlich viele Frauen, sprachen davon, nur wenig zu spüren und von Problemen mit der Weitung ihrer Vaginen. Sie erzählten von Schmerzen, Ausfluss und endlos vielen Nachuntersuchungen.
Letztendlich hatte also nicht nur ich solche Erfahrungen gemacht, trotzdem waren wir alle alleine und isoliert mit unseren Gefühlen. 

Ich wiederhole es noch einmal: Ich liebe meine Vagina. Ich liebe sie wirklich. Ein Glück, denn sie ist einmalig. 

Ich weiß oder habe zumindest sehr stark das Gefühl, dass meine Erfahrung weit verbreitet sein muss, dass meine Träume, die auf einer angeborenen Vagina basierten und die Worte des Chirurgen vor der OP (Sie wird so echt wie möglich aussehen), mich nicht auf die Realität meiner eher einzigartigen Pussy vorbereitet haben. 

Meine Pussy (Seht ihr ich „owne“ sie jetzt auch umgangssprachlich) braucht Weitung und operative Dehnung, sie sondert Feuchtigkeit von einem mir unbekannten Ort ab und sie tut ein bisschen weh, wenn ich stehe – das könnten innen wachsende Haare sein oder vernarbtes Gewebe. 

Ich sage all das in der Hoffnung, dass wir uns nicht mehr so sehr schämen oder uns so isoliert fühlen, wenn unsere Träume Realität werden. 

Ich habe einfach das Gefühl, dass diese Worte laut ausgesprochen werden müssen.

Aber ich wiederhole es noch einmal: Ich liebe meine Vagina. Ich liebe sie wirklich. Ein Glück, denn sie ist einmalig. Und ich will noch meinen T-Punkt finden.


Donnerstag, 17. August 2017

Wenn man die Texte der beiden Bilder verstehen will, erkennt die Aussagen, wie auch die bittere Realität des allgemeinen Welt geschehen! /// If one wants to understand the texts of the two pictures, the statement recognizes how the bitter reality of the general world also happens!

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Wenn man die Texte der beiden Bilder verstehen will, erkennt die Aussagen,  wie auch die bittere Realität des allgemeinen Welt geschehen!

If one wants to understand the texts of the two pictures, the statement recognizes how the bitter reality of the general world also happens!

Vieles, ja sehr vieles was wir in dieser sehr schnell Lebigen- Zeit als „ normal“ betrachten, genau weil wir es nicht Betrachten, löst so langsam Empörung aus nicht nur im Land der Geschehnisse!
Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.
Albert Einstein

Nein, am Anfang ein Lächeln oder belachen von vielen Partnerländern und Verbündeten, momentan Welt weit fast das Entsetzen über das Verhalten eines Präsidenten welcher gewählt wurde genau von diesem Volk! Volk welches so langsam Bemerkt, das Mitschwimmen im Rudelverhalten oder Massenschwärme wie die Sardinen, anders gesagt, aus Zeitmangel oder Unwissenheit zu wenig Interesse oder auch Angst, gebe ich mein Recht auf Selbstbestimmung ab, lasse mich Fremdbestimmen, denn dabei muss ich ja gar nicht mehr denken!

Wenn man es liest, ertappt man sich beim Gedanken, „Scheiße“, die hat ja Recht, die Konsequenzen einfach seine eigene Stimme bei Wahlen noch Sympathie zu vergeben, bringt zum Vorschein was die USA nun hat!
Ein Land welches man als mehr als Gespalten bezeichnen darf, auf der einen Seite noch immer eine Vielzahl welchen mit Honig die Augen verschmiert werden, somit weiterhin in Ihrer eigen Ignoranz darauf hoffen der Plan von Donald Trump geht auf!

Er muss, einen anderen gibt es nicht!

Ob Sie aus dem bislang geschehenen Ihre Lehren gezogen haben?

Aber da wo Politik scheitert, fängt meist der Krieg an!   

Auch der schleichend, meist mit falsch Informationen dem diskreditieren der „Freien Presse bzw. Medien“, Trump kann nicht verstehen, dass diese die „freie Presse“ frei interpretieren und nicht kuschen wie der Präsident will!

„Wahrheiten“, sind immer schwer zu akzeptieren, komischer Weise haben wir schon vor einigen Tagen bzw. Wochen so einiges Voraus gesagt, was Ihr ja alles Nachlesen könnt!
Seht Ihr in der Politik wie auch an der Börse ist alles Erlaubt, selbst das nicht Erlaubte, denn es sind diese Herren welche die Fäden in der Hand halten!

Als erstes muss man an das Ziel kommen, das erlangen von Macht!
Jede Lüge jede Intrige jeder Vorwurf kann eine Waffe sein oder eine Offenbarung der wahren Persönlichkeit dieser welche die maximale Macht repräsentieren!

Einmal an der Macht, ist es Scheiß egal was man zuvor gesagt bzw. Versprochen hat!
Das Vertrauen missbrauchen was Ihr doch alle Gewöhnst sein müsstet, ist im Fall der USA sehr ersichtlich, Herr Präsident D. Trump hat für die größte „Massen Diskriminierung“ von Menschen, als Staatsakt eingeführt, die Minderheit von „Transgendern“ der gesamten USA wurden als Menschen zweiter Klasse deklariert!

Und das vom maximalen Repräsentanten vom Volk gewählten Präsidenten Herrn D. Trump!
Das Er keine feste oder geschlossene Position zum Thema „Rassismus“ abgibt, war zu erwarten, denn diese übermächtige Gruppe von Menschen, welche den Absprung von Vergangenheit zur Gegenwart versäumt haben, somit kaum eine Zukunft haben werden, ist groß! Eine Maße von Menschen welche leicht zu manipulieren ist, denn in Ihrem Gehirn kreist meist das eine Thema, „Rassismus“!
 "Niemand hasst von Geburt an jemanden aufgrund dessen Hautfarbe, dessen Herkunft oder dessen Religion."

 Rassismus ist eine Geisteskrankheit gegen alle Kinder dieser Welt von Geburt an immun sind- bis die Erziehung beginnt! Das war der Titel eines Berichtes vor einigen Tagen, lange bevor Barac Obama Ihn Veröffentlichte und Weltmeister der gefällt mir Symbole wurde!

Da durch fühlt man sich geehrte, auch wenn man die Gedanken schon vorher hatte!
Minderheiten wie diese der Transgender welcher Widerstand ist zu erwarten? Mit Sicherheit keiner mit Gewalt oder Waffen!

Der einzige Vorteil der Transgender ist, selbst Trump kann Menschliche-Evolution nicht aufhalten!
Welcher Widerstand ist zu erwarten von „rechts Radikalen und Neo-Nazi Gruppen“? 

Ich weiß es Ihr Wisst es, der Widerstand könnte bis hin zur Waffengewalt ausarten, denn man höre nur in die Medien, „Schwarze, Ladinos, Juden, also Mexikaner und alle welche der Moslemischen Religion angehören, wären praktisch Ihre Feinde!

Deswegen kann Trump nur so „Reden“!

Auch über all dieses haben wir in der Vergangenheit berichtet, meist ist im Nachhinein das Eingetreten was wir Berichtet haben!

Keiner verdient es wegen Äußerlichkeiten schlecht oder anders behandelt zu werden. Dies zu tun, ist eines der größten menschlichen Versagen.

Und zu dem ein Zeichen erheblichen Mangels an Bewusstsein, an Intellekt und Geist.
Wenn zwei Männer oder zwei Frauen sich darauf versteifen, denselben Fehler zu machen wie die Heterosexuellen, sollen sie das tun können.

Die Menschlichkeit stirbt nicht nur, weil wir zwischen Rassen unterscheiden, sondern auch zwischen Schichten.

Ob es sich um muslimische Einwanderer, Schwule oder um gefüllten Saumagen handelt,
der deutsche Bürger weiß, wovor er sich fürchtet. Die Feindseligkeit der Gesellschaft gegenüber der Homosexualität ist lediglich ein Sonderfall ihrer grundsätzlichen Feindseligkeit gegenüber dem adoleszenten Geist.
Nein, ich bin nicht homosexuell aber, hey, es ist nichts verkehrt daran schwul zu sein.
Es zu leugnen bedeutet es zu verurteilen.

Die Diskriminierung Homosexueller halte ich für eine der größten Verfehlungen der Gesellschaft.
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.

Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

Wenn man nun die geschriebenen Zeilen noch mal überdenkt, stellt man schnell fest das es Diskriminierung so auch Homophile, Zeit Anbeginn der Menschheit gibt! Einiges was Diskriminierung betrifft konnte im Verlauf der Jahre abgebaut werden!

Einiges konnte man fast vergessen machen, jedoch dieser Rassismus welcher vor und insbesondere in der USA herrscht und von welchem jeder weiß jedoch allzu gerne die Augen verschließt!


Genau dieses Augen verschließen, das Weglaufen vor der grausamen Realität des alltäglichen Geschehens der angeblich sozialen Gesellschaft, dieses Augen verschließen ist die Abgabe der „Selbstbestimmung hinein in diese uns allen bekannten Fremdbestimmung oder „Moderne Sklaverei“!

Dienstag, 15. August 2017

Aus dir sollte wohl eher ein Junge werden!

Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2017
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Menschen deren Geschlecht unspezifisch ist  gehören zur Normalität dazu auch wenn sie Exoten sind.
Das darf man bei aller "Normalität" eben nicht vergessen. Gleichwohl bedeutet es für alle Beteiligten immensen Stress, eben nicht "normal" zu sein. Einfach weil Normalität das Leben vereinfacht, weil Ausnahmen von der Regel, eben auch Sonderregeln brauchen, die es nicht immer geben kann, weil sie anders sind. Das überfordert häufig viele normale Menschen, die kaum mit dem eigenen Leben klar kommen und die Betroffenen allemal. Wer das Beste für alle will, darf niemals nur die eine oder andere Seite sehen. Denn sowohl die Betroffenen selbst, wie auch die die damit nicht umgehen können, sind Opfer der Umstände sein. wir leben merkwürdigen in Zeiten, in denen diejenigen, die zu Opfern einer Straftat werden medial weniger Aufmerksamkeit als Tätern gewidmet wird, wenn es um Ausgrenzung geht, verhält es sich genau umgekehrt. Rational ist weder das eine noch das Andere.


Aus dir sollte wohl eher ein Junge werden!
Auf dem Papier wurde viel getan für Kinder, die nicht eindeutig als Mädchen oder Junge zur Welt kommen. In der Praxis und für ihren Platz in der Gesellschaft bleibt es aber schwierig.

Schon von frühester Kindheit an hat Sandrao gespürt, dass es ein Es war: kein Junge und auch nicht das Mädchen, zu dem seine Eltern es machen wollten. Es widersetzte sich, es sagte: „Ich bin kein Mädchen.“ Doch die Eltern zwangen Sandrao, das damals noch Sandra hieß, Röcke und lange Haare zu tragen, und verboten ihm, mit Autos zu spielen. Sandrao gehorchte, so wie es immer gehorcht hatte. Dennoch sagten Verwandte oft zu ihm: „Aus dir sollte wohl doch eher ein Junge werden.“

Freunde hatte es keine, es war so anders als alle anderen Kinder, dass es sich nicht für sie interessierte und sie sich nicht für Sandrao. Heute noch passt es in keine der beiden Geschlechtskategorien, daher will es ganz bewusst nicht mit den Pronomen „sie“ oder „er“ bezeichnet werden, sondern mit dem für ein drittes Geschlecht. Und weil es das im Deutschen nicht gibt, erduldet Sandrao, 37, das „es“ als Pronomen für sich. Eine Erleichterung ist dieses „es“ trotz allem für Sandrao, weiß es doch überhaupt erst seit zweieinhalb Jahren, dass es ein zwischengeschlechtlicher Mensch ist. Durch Zufall kam das heraus, weil eine Gynäkologin seine Operationsnarben im Genitalbereich entdeckte.

Diese Enthüllung war ein Schock und gleichzeitig auch ein Glücksgefühl: „Mein ganzes Leben lang habe ich gedacht, ich sei ein Monster, das sich verstecken müsse. Und dann war da plötzlich die Erkenntnis: Ich bin ein ganz normaler Mensch, ich bin von der Natur so gemacht worden, wie ich war, bevor die Ärzte an mir herumgepfuscht haben. Auf einmal hatte ich Worte für mein Gefühl“, sagt Sandrao.

Sandrao wäre lieber so geblieben, wie es geboren wurde

Herumpfuschen, das ist ein hartes Wort. Ist es gerechtfertigt? Sandrao sagt: Ja. Als es fünf war, wurde es kastriert, das heißt, ihm wurden ein Hoden und ein Eierstock entfernt, weil es eben von jedem eins hatte. Dann wurde das Mittelteil des ebenfalls vorhandenen kleinen Penis herausgeschnitten. Der Rest wurde umgeformt, so dass er nun einer Klitoris ähnelt, und dann die Spitze wieder aufgenäht. Warum man das alles gemacht hat – ob es dafür eine medizinische Notwendigkeit gab, das weiß Sandrao nicht genau, weil seine Eltern ihm als Kind lediglich gesagt haben, es habe „da unten“ mal zwei „Hubbel“ gehabt, und die habe man wegmachen müssen. Seitdem konnte es nie wieder mit ihnen darüber reden, weil sein Vater gestorben ist und seine Mutter sich weigert und die Klinik, in der das alles passiert ist, Sandraos Unterlagen nicht alle herausrückt.

Sicher ist nur, dass Sandrao – wie etwa jedes zweitausendste Kind, das in Deutschland geboren wird – weder Junge noch Mädchen war, als es auf die Welt kam. So haben die Ärzte entschieden, was Sandrao sein würde: eine Sandra. Warum? Es sei eben einfacher, ein Loch zu graben, als einen Stab aufzubauen, so hat das kürzlich mal ein Arzt erklärt, mit dem Sandrao sprach.

Sandrao selbst aber wäre lieber so geblieben, wie es geboren wurde. Es findet, es sei nicht nur kastriert, sondern auch verstümmelt worden. Sehr viele Nerven wurden bei den Operationen zerstört. „Jetzt gleicht das da unten einem toten Stück Fleisch. Es gibt nur eine ganz kleine Stelle, an der ich ein bisschen was spüre.“ Sexuelle Lust verspürt Sandrao nur unter Schmerzen.

Noch immer wird viel zu oft zu früh operiert

Olaf Hiort, Professor für Endokrinologie am Hormonzentrum für Kinder und Jugendliche der Uniklinik Schleswig-Holstein, ist betroffen von Sandraos Fall. Aber er liege weit in der Vergangenheit. Heutzutage sei man zumindest an seiner Klinik sehr viel zurückhaltender, wenn es ums Operieren gehe. Schließlich gibt es seit 2005 entsprechende internationale und seit kurzem auch deutsche Leitlinien, an deren Fassung Selbsthilfegruppen mitgearbeitet haben. Darin steht, dass die Ärzte Kinder wie Sandrao nur dann operieren sollten, wenn es aus medizinischen Gründen absolut notwendig sei.

Für andere Kliniken als die seine mag Hiort allerdings nicht sprechen, denn auch er kennt Untersuchungen wie die von Ulrike Klöppel, Mitarbeiterin am Zentrum für interdisziplinäre Geschlechterstudien der Berliner Humboldt-Universität. Sie hat ausgerechnet, dass es, seit es die neuen Leitlinien gibt, nicht viel weniger kosmetische Operationen an intergeschlechtlichen Kindern gibt. „Es ist nicht in allen Kliniken die entsprechende Kompetenz vorhanden, auch mal von einer Operation abzuraten“, sagt Hiort.

Auch ein vor wenigen Wochen erschienener Bericht von Amnesty Internationalbestätigt dies. In Deutschland sei es noch weitverbreitet, zwischengeschlechtliche Kinder an den Genitalien zu operieren. So sollen sie schnellstmöglich „normalisiert“ werden, also eindeutig männlich oder weiblich werden. Oft haben diese Operationen aber gar keinen medizinischen Sinn, sondern sind reine Kosmetik. „Es werden alltagsweltliche Argumente herangezogen, um die Notwendigkeit einer Vereindeutigung zu begründen“, so Katja Sabisch, Professorin für Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum. Ärzte wie Eltern seien überzeugt, dass ein zwischengeschlechtliches Kind gesellschaftliche Diskriminierung erfahren werde, und legitimierten so – unter Bezugnahme auf das „Kindeswohl“ – die Eingriffe. „Statt zu sagen, dieses Kind ist normal und wird sich gesund entwickeln, sagen sie, dass etwas nicht stimmt und sie es mit einer Operation richten können“, heißt es in der Studie von Amnesty International.

Selbst wenn dies sicher nicht auf alle Ärzte zutrifft, so stimmt es doch für weite Teile der restlichen Gesellschaft. Neulich zum Beispiel war eine Familie aus einer sehr katholischen Gegend bei Endokrinologe Hiort, und Hiort riet dieser Familie, ihr Kind noch nicht auf eines der beiden Geschlechter festzulegen. „Aber die Eltern spürten einen wahnsinnigen sozialen Druck, es doch zu tun: Der Priester weigerte sich, ihr Kind zu taufen. Und der Standesbeamte weigerte sich, das Geschlecht des Kindes in der Geburtsurkunde offenzulassen“, sagt der Arzt.

Malta ist weiter als Deutschland

Dabei ist das genau das, was der Gesetzgeber fordert: Seit 2013 soll ein zwischengeschlechtlicher Mensch in amtlichen Dokumenten wie zum Beispiel dem Pass weder als Mann noch als Frau bezeichnet werden, sondern als gar nichts, weil im Personenstandsgesetz seitdem steht: „Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen.“

Da offensichtlich Theorie und Praxis bei diesen Fällen immer noch weit auseinanderliegen, fordert Amnesty International in seinem Bericht, dass mehr Druck auf Ärzte ausgeübt wird. Das Gesundheitsministerium solle endlich dafür sorgen, dass die Ärzte mit diesen kosmetischen Operationen aufhörten. 
Zwischengeschlechtliche Kinder sollten nur noch dann operiert und mit Hormonen behandelt werden, wenn sie sonst in Lebensgefahr gerieten. Hormonbehandlungen seien beispielsweise angebracht, wenn ein Mensch lebensbedrohliche Hormondefizite aufweise. Ansonsten solle man abwarten, bis diese Kinder selbst entscheiden könnten, was sie wollten.

Dass es hier für das Handeln der Bundesregierung tatsächlich noch Luft nach oben gibt, kann man am Beispiel Malta sehen: Dort ist es seit zwei Jahren verboten, zwischengeschlechtliche Babys oder Kinder operativ einem Geschlecht zuzuordnen. Die Ärzte dort müssen warten, bis diese Menschen so alt sind, dass sie der Operation zustimmen können.

Die Eltern von Gerda, 12, sind vor einer Operation zurückgeschreckt. Gerda hat einen XY-Chromosomensatz, aber der Penis ist nur schwach ausgebildet, man kann genauso gut vergrößerte Klitoris dazu sagen. Die Hoden befanden sich nach der Geburt im Bauchraum, einer ist nicht vollständig entwickelt, der zweite nur als Gewebestrang ausgebildet. Das Kind hat zudem eine Gebärmutter und eine Vagina. 

Geschlechtsfestlegung erst in der Pubertät

„Gonadendysgenesie“ heißt diese Abweichung von der Norm, und die Gefahr, die damit einhergeht, ist, dass sich in den Hoden Tumore bilden. Um das Risiko zu minimieren, haben die Eltern den Ärzten erlaubt, Gerdas Hoden aus dem Bauchraum in die Leistengegend zu verlegen, als sie zwei war. Mehr aber auch nicht, obwohl die Ärzte darauf drangen. Eine kluge Entscheidung war das: Gerdas Hoden produzieren, seit er in der Pubertät ist, so viele Hormone, als sei er ein Junge. Von seinen Mitschülern wird er auch eher als Junge wahrgenommen, von Erwachsenen indes eher als Mädchen. „Unser Kind will momentan beides sein und bleiben. Bisher ist alles gut gelaufen“, sagt seine Mutter. Und Gerda gehe ganz natürlich mit seiner Zwischengeschlechtlichkeit um. Vor einiger Zeit hat er sogar ein Referat zu dem Thema in der Schule gehalten.

Tatsächlich erweist sich erst in der Pubertät, ob sich zwischengeschlechtliche Menschen einem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen oder, wie Sandrao, sich eher zwischen ihnen verorten. Fatal, wenn dann durch eine Operation irreversible Fakten geschaffen wurden, die dem Gefühl des Menschen zuwiderlaufen, der mit dem ihm aufoktroyierten binären Geschlecht leben muss. Ganz davon zu schweigen, dass Menschen, denen die Keimdrüsen, also Hoden oder Eierstöcke, entnommen wurden, ihr Leben lang Hormone schlucken müssen, weil sie diese nicht mehr selbst bilden können. Doch wie viele und welche? „Sie werden Ihr Leben lang ein Menschenversuch bleiben“, sagte kürzlich ein Professor zu Sandrao, als er nicht wusste, welche Hormondosen er Sandrao verschreiben sollte. Es ist zurzeit aufgrund seines Hormonmangels und der daraus resultierenden körperlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig.

Entsprechend bitter fällt seine Bilanz aus: „Mein Leben wurde zerstört. Mein ganzes Potential wurde mir genommen. Wenn man mir meinen Körper gelassen hätte, hätte ich vielleicht Kinder zeugen und gebären und ein erfülltes Sexualleben haben können.“ Das geht aus den etwa hundert Seiten seiner Krankenakte hervor, die seine damalige Klinik ihm bis jetzt eher widerwillig überlassen hat. So aber ist an beides nicht einmal zu denken, und auch eine gut funktionierende Partnerschaft hatte Sandrao noch nie. Hinzu kommen jahrelange Depressionen, die aus dem Gefühl resultierten, etwas sein zu müssen, was andere in ihm sehen wollten. „Ich war in einem Gedankengefängnis“, sagt Sandrao. Erst seit es weiß, dass es alles sein kann – Mann und Frau und alles dazwischen –, hat Sandrao Zukunftspläne: Sandrao will herausfinden, welchen Hormoncocktail sein Körper braucht. Es will dafür kämpfen, dass zwischengeschlechtliche Kinder nicht mehr operiert werden. Und es will einen Bus kaufen und um die Welt fahren, um einen Ort zu suchen, wo es sich zu Hause fühlt.


Dienstag, 8. August 2017

Die Leute müssen verstehen, dass es keine Normalität gibt


Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2017
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Hey Du hast es und brauchst es, deswegen Spende Blut, denn es fehlt in der ganzen Welt!
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"Die Leute müssen verstehen, dass es keine Normalität gibt"

Sich als Frau fühlen und als solche akzeptiert werden: Dafür hat Stella Glitter ihr Leben lang gekämpft. Die 68-Jährige ist transgender und queer und träumt von einer freien Gesellschaft, wo auch Menschen, die nicht ins Schema passen, sich selbst sein können.

Ein Bild an der Wohnzimmerwand symbolisiert die Verwandlung einer Puppe in einen Schmetterling. "Dies habe ich auch durchgemacht," meint Stella Glitterexterner Link und lacht. Auf der Fotocollage ist ein junger Bursche in Anzug und Krawatte mit einem etwas unbeholfenen Blick zu sehen. Unterdessen hat er einer nonkonformistischen Frau Platz gemacht. Einer Frau, die sich ihr Leben lang dafür eingesetzt hat, als solche akzeptiert zu werden. "Dieses Selbstbildnis ist eine Art Erklärung: Ich bin hier, ich bin eine Frau, ich bin transgender."

Aus ihrem Küchenfenster in La Motte, einem Dorf im Kanton Jura nahe der Grenze zu Frankreich, sieht Stella Glitter den Horizont. "Meine Präsenz ist verworren. Der weibliche Aspekt, die männliche Stimme…'was für ein Lebewesen ist das?', fragen sie. Und dann folgt Ablehnung, Feindseligkeit. Die Leute sollten verstehen, dass es keine Normalität gibt." Ihre Hände greifen nach einer Zigarette, während ihre Gedanken zurück in die Kindheit schweifen.

Etwa im Alter von fünf Jahren, wenn die Kinder die Sexualität entdecken, merkte Glitter, dass sie "anders" war. Ihr Körper kam ihr fremd vor, sie konnte ihre Gefühle aber nicht in Worte ausdrücken. Mit der Pubertät kamen die Zweifel, das Gefühl, "daneben zu sein, eine Sünde begangen zu haben. Ich fühlte mich total unsicher und durcheinander, konnte mich aber nicht wehren".

Als Tochter eines Pfarrers und Älteste von sieben Geschwistern musste sie mit dem guten Beispiel voran. Also versuchte sie mit aller Kraft, in die Haut eines Mannes zu schlüpfen. In Schöftland, einem kleinen Dorf im Kanton Aargau, trat sie einem Fussballclub bei, arbeitete auf den Feldern und lernte Trabpferde zu dressieren, eine Leidenschaft, die sie noch heute begleitet. "Ich füllte meine Tage aus, um mich nicht mit meinem inneren Aufruhr befassen zu müssen." Ihre Mutter wusste, was vorging, stellte sich aber taub, war unfähig, sich mit etwas Unbekanntem auseinanderzusetzen.

Rebellion auf der Strasse, Schweigen im Innern

Mit 20, nach der Matura, zog Stella Glitter nach Zürich, um Veterinärmedizin zu studieren. Das war Anfang der 1970er-Jahre, als die Stadt ihre kleine Revolution erlebte. Die Jugend debattierte über eine freiere Gesellschaft, auf der Strasse demonstrierte sie gegen die Repression des Staates. Glitter war von diesem rebellischen Geist fasziniert und schloss sich der Autonomiebewegung an. Das Universitätsstudium liess sie sausen, um sich voll dem politischen Kampf zu widmen. Sie arbeitete in einer Fabrik, aus Solidarität mit der Arbeiterklasse, und machte den Taxiführerschein, um etwas Geld zu verdienen.

In den Zürcher Nächten suchte die Jugendliche in den wenigen Bars, wo Transsexuelle verkehrten, nach Gleichgesinnten. "Damals gab es noch keine LGBT-Szene. Dank Büchern lernte ich, dass ich nicht allein war." Stella Glitter fand in David Bowie ein Vorbild, mit dem sie sich identifizierte, und in der Liebe zu einer Frau einen Freiraum. "An ihrer Seite konnte ich zum ersten Mal aus meiner männlichen Rolle schlüpfen und mich selbst sein."

Im Umfeld der linksextremen Szene war das Thema Transsexualität noch ein Tabu, wie übrigens auch die Homosexualität. Auch wenn ihre Freunde sie nun Stella nannten, so blieb sie für sie doch immer ein "Kumpel". Und auch bei den Feministinnen gab es keinen Platz für sie. "Ich glaube, sie sahen in mir eine Bedrohung und wussten nicht, wo sie mich hintun sollten. Und damals zählte nur die Revolution. Im Grunde genommen waren die Leute viel angepasster, als sie dachten." Stella Glitter blieb diskret und suchte in der Kunst ein Ausdrucksmittel. "Ich lernte Gitarre spielen, hatte eine Punk- und später eine Rock'n'Roll-Band. Ich machte Theater, tanzte, schrieb…Meine Transsexualität lebte ich aber weiterhin im Geheimen, mit meiner Gefährtin."

Übergang zur "Neugeburt"

Der Wendepunkt kam mit 31 Jahren. 1980 wurde Stella Glitterexterner Link wegen eines Banküberfalls zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Sie kam in einen Männerknast, wo sie wohl oder übel ihre wahre Identität kaschieren musste. "Ich hing nie besonders am Leben, aber in dieser Zeit konnte ich mich nicht mehr selber im Spiegel anschauen, ohne zu denken, dass ich ein falsches Leben lebte."

Als sie freikam, begann die lange Übergangsphase. Ein dreitägiger psychologischer Test in Brüssel, eine erste Hormonkur, die scheiterte, und dann eine zweite. Mit der Zeit wurde ihr Körper weicher, der Bartwuchs stoppte, der Busen wuchs. Anderes war nicht so einfach zu verändern, wie etwa ihre gebrochene und tiefe Stimme, mit welcher sie Elvis interpretierte. Auf die Freude folgte bald Ernüchterung. "Jahrelang hatte ich von der Frau geträumt, die ich sein wollte - und war vom Resultat schlicht und einfach enttäuscht. Die Idee, plastische Chirurgie zu beanspruchen und meine Stimmbänder zu operieren, lehnte ich ab, es war eine Grenze, die ich nicht überschreiten wollte."

Mit der Zeit begann Glitter, ihren neuen Körper zu lieben, merkte aber, dass sie noch weitere Schritte tun musste, um wirklich "neu geboren" zu werden. Nämlich die Brücke zu alten Freunden abbrechen, die nicht fähig waren, sie als Frau anzuerkennen. Und sich zudem einer Geschlechtsumwandlungs-Operation unterziehen – auch wenn dieser Entscheid sie von ihrer ersten grossen Liebe distanzierte.
"Ich hatte immer ein Problem mit meinem Penis gehabt, er fühlte sich wie ein Fremdkörper an. Deshalb entschied ich mich für eine Operation und hatte das Glück, auf einen Spezialarzt zu treffen, der mir helfen konnte." Stella Glitter breitete die Flügel aus und flog los. "Endlich konnte ich in den Spiegel schauen, ohne Ekel zu empfinden, eine Frau lieben und mich als Frau geliebt fühlen. Im Vergleich mit anderen Transgender-Personen konnte ich meinen Weg problemlos weitergehen. Auch deshalb erzähle ich heute hier meine Geschichte."

Highheels und Rock in der Schublade

In einer Gesellschaft, die jenen misstraut, die nicht ins Schema passen, musste sich Stella Glitter arrangieren und darauf verzichten, ihre Weiblichkeit in vollen Zügen auszuleben. "Nach der Operation trug ich zwar Stöckelschuhe und Röcke, aber die Leute hielten mich für eine Transvestitin." "Ich wollte mit den Regeln und Konventionen brechen, aber man ist nie völlig frei vom Urteil anderer."

Für Glitter gibt es dennoch gewisse Fortschritte. Das Thema Transgender ist kein Tabu mehr, die Medien berichten darüber, und auch auf rechtlicher Ebene ist einiges passiert: Die Schweiz gibt langsam Praktiken auf, die als unmenschlich gelten, wie etwa die Sterilisationspflicht für Personen, welche ihr Geschlecht ändern wollten. Im Alltag aber begegnet sie noch immer Angst und Misstrauen. "Bis vor zwei Jahren wurde ich jeweils auf der Frauentoilette beschimpft. Heute kann ich mich mit ein paar Lachern und einem sarkastischen Kommentar begnügen."

Stella Glitter bezeichnet sich als avantgardistisch, denn in ihrer idealen Welt gibt es keine Kategorien, sondern viele verschiedene Möglichkeiten, die eigene Geschlechtsidentität und Sexualität zu leben. Eine Welt, in der man eine männliche Stimme und feminine Züge haben kann und deshalb nicht als Bedrohung für die Gesellschaft wahrgenommen wird. "In diesem Sinne bin ich 100% queer, das heisst Teil dieser Bewegung, welche die Aufteilung in nur zwei Geschlechter (Binarismus) klar ablehnt."

Freiheit um jeden Preis

Mit einem melancholischen Blick zündet sich Glitter eine letzte Zigarette an. Ihr Gesicht zeugt von Reife, aber ihren rebellischen Geist hat sie keineswegs verloren. Noch immer suchen ihre Augen am Horizont nach Freiheit. Vor einem knappen Jahr verliess sie die Hektik der Metropole Zürich und liess sich im ländlichen Jura nieder – in einer "Künstler-Residenz".

Die Rentnerin verbringt ihre Tage mit Malen, Musik, Schreiben und langen Spaziergängen in den Wäldern. "Ich habe immer nach dem Weg der grösstmöglichen Freiheit gesucht und ihn in der Kunst gefunden." Ab und zu kehrt sie in ihre Stadt zurück, um Rock'n'Roll zu spielen oder ihre Bilder auszustellen. "Ich habe eine lange Liste gemacht mit allem, was ich malen möchte. An der Zeit fehlt es mir sicher nicht."
Angst vor dem Altern hat sie nicht. Sie ist ruhiger geworden. "Ich habe eine gewisse Harmonie gefunden. Ich weiss, was ich von den Leuten erwarten kann. Und mit 68 lasse ich mich nicht mehr verletzen und beleidigen. Nehmt mich, wie ich bin, oder lasst mich in Ruhe."


Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

Heute in den TV- Medien, die Massen - Vergewaltigung einer 15 jährigen Schülerin, angeblich "Gastarbeiter bzw. FLÜCHTLINGE auch Poliz...