Donnerstag, 7. Februar 2013

Die Transsexualität und das was man“ Wissen“ sollte!



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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2013

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Die Transsexualität und das was man“ Wissen“ sollte!

Die Transsexualität ist eine angeborene inverse sexuelle Orientierung, deren Vorkommen auf einen Promillebruchteil der männlichen sowie weiblichen Population begrenzt ist. Diese Menschen haben ein quälendes und nachhaltiges Gefühl, dass sie dem anderen sexuellen Geschlecht angehören, als in welches sie die natürliche gebürtige körperliche Ausstattung zwingt. Sie sind mit ihren Geschlechtsorganen nicht zufrieden und möchten mit den körperlichen Merkmalen des umgekehrten Geschlechtes ausgestattet sein. Ebenfalls sehnen sie sich nach der sexuellen Rolle des anderen Geschlechtes. Die Ätiologie der Transsexualität ist unklar. Diese Erkrankung entsteht wahrscheinlich in den pränatalen Lebensetappen und es handelt sich um einen irreversiblen Zustand. Die Transsexualität stellt daher ein lebenslängliches Problem des Individuums dar.

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Laut den international gebräuchlichen Klassifikationssystemen der Krankheiten, ICD 10 und DSM-IV, bezeichnet Transsexualität eine besondere und klinisch relevante Form der Geschlechtsidentitätsstörungen.

Deshalb ist Transsexualität in der ICD-10 auch unter „F64 Störungen der Geschlechtsidentität“ kodiert. 1979 wurde dieses Krankheitsbild das erste Mal als eigenständige Diagnose in der ICD-9 aufgeführt. 

Dabei besteht bei den Patienten der konstante und persistierende „Wunsch, als Angehöriger des anderen anatomischen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden“

(ICD-10), wobei eine hormonelle oder chirurgische Behandlung angestrebt wird, „um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen“ (ICD-10).

Zusätzlich löst das eigene Geschlecht starkes Unbehagen und ein Gefühl der Nichtzugehörigkeit aus, wobei neben Verstecken von Brust (Frau) oder Penis (Mann), auch Kastrationen beschrieben sind.

Epidemiologie

Die Angaben über die Prävalenz der Transsexualität sind sehr  unterschiedlich. Die Zahlen reichen von 1:8300 bis 1:130000 bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen (M-F Transsexuellen) und 1:27000 bis 1:130000 bei  Frau-zu-Mann-Transsexuellen  geben einen Überblick über verschiedene Studien, die Angaben zu Prävalenzen bei Transsexualität machen.

Auch dabei wird deutlich, dass die Spannbreite der Angaben sehr groß ist (1:2900 bis 1:100000 bei M-F-Transsexuellen und 1:8300 bis 1:400000 bei F-M Transsexuellen).

Obwohl die Angaben zur Prävalenz der Transsexualität sehr variabel sind, fällt als Gemeinsamkeit auf, dass alle Studien berichten, dass Männer mehr als zweimal  so häufig betroffen sind wie Frauen.

Ätiologie und Pathogenese

Eine genaue Ursache der  Transsexualität ist nicht bekannt. Es werden aktuell verschiede Faktoren diskutiert, die im Zusammenhang mit der Transsexualität stehen könnten. Außerdem wird angenommen, dass nicht nur ein bestimmter Faktor, sondern ein Zusammenspiel von psychologischen und biologischen Faktoren die Geschlechtsidentitätsstörung  (GIS) im Sinne einer Transsexualität bewirkt.

Biologische Faktoren

Weder familiäre Häufungen, noch somatische oder endokrine Abweichungen sind bis heute bei transsexuellen Patienten beobachtet worden. Abgesehen von somatischen Unauffälligkeiten gibt es einige Untersuchungen, die morphologische Besonderheiten bestimmter Gehirnstrukturen bei transsexuellen Patienten gesehen haben.

Auffälligkeiten wurden im bed nucleus der Stria terminalis gefunden. Dieser Kern ist bei Männern 44% größer als bei Frauen. Bei M-F-Transsexuellen beträgt seine Größe 52% weniger als bei Männern, was eher der Größe dieses Kerns bei Frauen entspricht.

 Analog dazu ist die Anzahl somatostatinerger Neurone  des bed nucleus der Stria terminalis von M-F-Transsexuellen ähnlich der von Frauen, während F-M-Transsexuelle eine Neuronenzahl aufweisen, die in der Spannweite derer von Männern liegt.

Pränatale Hormonschwankungen in einer kritischen Entwicklungsphase stehen im Verdacht sowohl auf die geschlechtliche Differenzierung des Gehirns als auch auf die spätere Geschlechtsidentität Auswirkungen zu haben.

Psychosoziale Faktoren

Berger (2004) und Möller et al. (2003) berichten in ihren Büchern über die Diskussion, dass Transsexualität die Endstrecke verschiedener psychopathologischer Verläufe ist, die durch verschiedene frühkindliche Traumatisierungen entstehen.

Hierbei soll das physische Erscheinungsbild oder die Ängstlichkeit als Temperamentmerkmal ebenfalls eine Rolle spielen.

Eine weitere Theorie beinhaltet die Hypothese, dass „Medizin und Recht mit ihrer Definitionsmacht und Technik Geschlechtsidentitätsstörungen und Transsexualität erst hervorgebracht haben“.
  
Des Weiteren soll das Geschlechterverhältnis der Geschwister ebenfalls im Zusammenhang mit der Entstehung einer Transsexualität stehen.  Hierbei besteht die Hypothese, dass ein „später Platz in der Geburtsreihenfolge wie eine große Zahl an Brüdern für die Entwicklung von Geschlechtsproblemen von Bedeutung sind.

Diagnostik 

Für die Diagnose müssen folgende Kriterien erfüllt sein (DSM IV):

- starke und tief greifende gegengeschlechtliche Identifikation, die dauerhaft besteht nach ( ICD 10 muss die Symptomatik mindestens zwei Jahren bestehen).

- andauerndes Unbehagen bezüglich des eigenen biologischen Geschlechtes, sowie
das Gefühl der Inadäquatheit der zugehörigen Geschlechtsrolle

- Ausschluss eines Intersex-Syndroms (z.B. Androgen-Insensivitäts-Syndrom, kongenitales Adrenogenitales-Syndrom)

- klinisch relevanter Leidensdruck oder  Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen

Im Rahmen der Diagnostik muss eine biographische Anamnese (Schwerpunkt: Geschlechtidentitätsentwicklung), eine körperliche Untersuchung (gynäkologisch, andrologisch/urologisch, endokrinologisch), sowie eine gründliche psychiatrische bzw. psychologische Beurteilung erfolgen 


(„Standards der Behandlung und Begutachtung von Transsexuellen“).


Differentialdiagnostik

Die Symptomatik einer Transsexualität kann  auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten und nur zeitweise bestehen. Hierbei darf nicht eine Transsexualität diagnostiziert werden, da die damit verbundenen möglichen Therapieformen tief greifende körperliche Veränderungen bewirken.

Folgende Differentialdiagnosen sind laut den „Standards der Behandlung und  Begutachtung von Transsexuellen“ zu beachten:

- Schwierigkeiten mit der eigenen Geschlechtsrollenerwartung, ohne eigentliche Störung der geschlechtlichen Identität

- Adoleszenzkrisen mit kurzzeitiger Störung der Geschlechtsidentität

- Kurzzeitiger Wunsch zur Geschlechtsumwandlung im Rahmen des Transvestitismus

- Probleme mit dem eigenen Geschlecht aufgrund von Ablehnung einer homosexuellen Orientierung

- Psychotisch bedingte Geschlechtsidentitätsstörung

- Geschlechtsidentitätsstörung im Rahmen schwerer Persönlichkeitsstörungen.

Symptomatik

Neben den oben aufgeführten Symptomen, die schon in der Pubertät oder frühen Kindheit beginnen, fallen transsexuelle Patienten durch weitere psychische Belastungen auf, die von Suizidgedanken und Sversuchen begleitet werden.

Bei M-F-Transsexuellen bestehen zusätzlich erhöhte Depressionsniveaus, vermehrte Angstzustände, Minderung des eigenen Wertegefühls und agoraphobische Verhaltensweisen. Dabei ist eine Reduktion des positiven Affektes zu beobachten, der durch eine Vermehrung negativer Gefühle  begleitet wird.

Dementsprechend ist das gesamte Verhalten durch eine generalisierte Anhedonie geprägt.

Verlauf und Prognose 

Die Symptomatik wird gewöhnlich erst nach der Pubertät manifest, wobei F-M Transsexuelle den Arzt durchschnittlich fünf bis sieben Jahre eher aufsuchen als M-F Transsexuelle.

Dabei wird der drängende Operationswunsch von etwa einem Drittel der Patienten dauerhaft aufgegeben. Die Prognose ist größtenteils abhängig von der Reaktion des Umfeldes. Ergänzend dazu können psychotherapeutische, hormonelle und chirurgische Therapie den Leidensdruck mindern. Einige Patienten sehen sich danach sogar als geheilt.

Therapie 

(vgl. „Standards der Behandlung und Begutachtung von Transsexuellen“)

Die Stufentherapie besteht aus Psychotherapie, hormoneller und chirurgischer Therapie.

Psychotherapie und Alltagstest

Die Psychotherapie soll die Diagnose der Transsexualität sichern und neutral dem transsexuellen Wunsch gegenüber stehen. Sie soll helfen, mit Schwierigkeiten, die im Rahmen des Alltagstests (engl: full-time real-life experience) auftreten, umzugehen und diese zu verarbeiten.

Während des Alltagstests lebt der Patient in der gewünschten Geschlechtsrolle, wobei Kleidung, Verhalten  und Mimik darauf abgestimmt werden.
 
Dies soll dem/r Betroffenen zeigen, wie die soziale Ausgestaltung der angestrebten Geschlechtsrolle aussehen kann. Da hier der Grundstein für eine somatische  Behandlung gelegt wird, haben die Psychotherapie und der Alltagstest eine zentrale Bedeutung.

Somatische Therapie

Wenn eine innere Stimmigkeit und Konstanz des Identitätsgeschlechts besteht, eine Lebbarkeit der gewünschten Geschlechtsrolle möglich ist und die Einschätzungen der Möglichkeiten und Grenzen somatischer Behandlungen realistisch sind, kann eine organmedizinische Behandlung, die aus gegengeschlechtlicher hormoneller Therapie und geschlechtsangleichender Operation besteht, eingeleitet werden.
Um die Indikation für eine hormonelle Therapie stellen zu können, muss der Therapeut, zusätzlich zu den oben genannten Kriterien, den Patienten seit mindestens einem Jahr psychotherapeutisch behandeln, wobei auch der Alltagstest seit mindestens einem Jahr durchgeführt worden sein muss.

 Das Ziel einer Hormontherapie (HRT) ist die möglichst weitgehende Eliminierung der eigenen  sekundären Geschlechtsmerkmale und die Induktion der Geschlechtsmerkmale des gewünschten anderen Geschlechts.
Die HRT wird nicht unterbrochen, um die Veränderung der sekundären Geschlechtsmerkmale zu erhalten.
Diese gegengeschlechtliche Therapie setzt sich bei M-F-Transsexuellen aus der Einnahme von Östrogenen, in der Regel Ethinylestradiol, einem künstlichen Östrogen, und Antiandrogenen, in der Regel Cyproteronacetat, zusammen.

Als Voraussetzung für eine geschlechtskorrigierende Operation, die in der Regel nicht vor dem 18. Lebensjahr durchgeführt wird, muss der Patient seit mindestens eineinhalb Jahren in psychotherapeutischer Behandlung  sein, sowie seit mindestens eineinhalb Jahren im Rahmen des Alltagstests in der gewünschten Geschlechtsrolle leben.
Die Einnahme gegengeschlechtlicher Hormone  sollte seit mindestens sechs Monaten erfolgen. Es ist in jedem Fall darauf zu achten, dass hormonelle und chirurgische Maßnahmen mit irreversiblen Veränderungen einhergehen.

Nachbehandlung

Eine psychotherapeutische Betreuung sollte auch nach der Operation weiter bestehen.
Da eine hormonelle Substitution lebenslang durchgeführt wird, muss auch eine endokrinologische Überwachung erfolgen.

Denke jetzt Wisst Ihr alle kurz und Bündig von was wir hier Reden!

Zurzeit denken die meisten ja es ist die beste Seite im Internet 400 Berichte einer Spannender als der andere!
Nein es gibt keine Pornographie das überlassen wir anderen und ist nicht unser Anliegen!

Coaching

Transgender, transsexuell, transident, Transvestit, Crossdresser, DragKing, DragQueen … All diese Begriffe bezeichnen Personen, die in unterschiedlichster Weise nicht den gängigen Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechtsidentität folgen, sondern einen anderen Weg gehen.

Unsere Gesellschaft gibt sich bezüglich der Vielfalt von Lebensweisen liberal und offen.

Die Alltagserfahrungen zeigen jedoch, dass es noch immer nicht einfach ist, jenseits der gängigen Geschlechtermodelle zu leben.

Vor allem für junge Menschen, die sich nicht den gängigen Geschlechtermodellen zuordnen können oder wollen, stellen sich oft vielerlei Fragen:

Wer bin ich? Wie komme ich zu dem, was ich meine zu sein? Welche Gefühle habe ich dazu? Wodurch (be)hindere ich mich, meine wahre Identität / Geschlechtsrolle zu leben? Welches Körperbild habe ich? Welche Körperwahrnehmung habe ich? Wie reagiert meine Umgebung? Wie kann ich damit umgehen? Welche Unsicherheiten und Ängste habe ich?

 Coaching

Coaching ist ein Prozess, der die vorhandenen Ressourcen aktiviert und damit effektive Veränderungen und Möglichkeiten eröffnet.

* Sie können während des Prozesses ihre kreativen Fähigkeiten sowie neue Perspektiven erarbeiten
* Sie erreichen zielgerichtete Ergebnisse
* Sie erhöhen ihre Flexibilität und bleiben somit weiterhin leistungs- und wettbewerbsfähig.
Ich mache mit Dir Coaching für:
* soziale Bereiche
* medizinische Bereiche
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Transidentität Behandlungsprozess

Empfehlungen für den Behandlungsprozeß von Transsexuellen aus dem Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

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Mittwoch, 6. Februar 2013

Um Transsexuelle nicht lebenslang zu diskriminieren, soll die medizinische Geschlechtsumwandlung bald auch gesetzlich anerkannt werden.



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TRANSSEXUELLE
Neues Geschlecht
Um Transsexuelle nicht lebenslang zu diskriminieren, soll die medizinische Geschlechtsumwandlung bald auch gesetzlich anerkannt werden.

Immer wenn der Hamburger Taxifahrer Martin Schlörmann in eine Polizeikontrolle geriet, endete sein Dienst mit einem Verhör auf der Wache. Denn laut Führerschein heißt der bärtige Mann mit der kernigen Stimme Marianne. Und das, so fanden die Beamten immer wieder, könne ja wohl nicht stimmen.

Martins Freundin Helga trägt den Namen Herbert im Ausweis -- Grund genug für einen Hamburger Sparkassen-Angestellten, ihr, so Helga, mit "der Überheblichkeit eines Mannes, der eben nicht Christa heißt", Kreditschwindel vorzuwerfen.

Das Vergehen des Paares: Martin und Helga sind Transsexuelle, Menschen also, die nach der Definition des Frankfurter Sexualwissenschaftlers Volkmar Sigusch "die innere Gewissheit (haben), dem Geschlecht anzugehören, das ihnen körperlich nicht gegeben ist", und deshalb mit medizinischen Mitteln eine Geschlechtsumwandlung herbeigeführt haben.

Bundesweite Aufmerksamkeit für diese Gruppe erkämpfte 1976 die Ärztin Gerda Hoffmann in einer TV-Talkshow mit Hansjürgen Rosenbauer.
Nach der überzeugend weiblichen Plauderei im Fernsehen demonstrierten auch noch Oben-ohne-Fotos in der Boulevard-Presse, daß der Arzt Gernot Hoffmann, wie sich die Medizinerin weiter ausweisen muss, unwiderruflich der Vergangenheit angehörte.

Doch was die Medizin immer perfekter ermöglicht, konnten und wollten die Behörden in der Bundesrepublik bisher nicht nachvollziehen: Juristisch blieben Martin Marianne, Helga Herbert, Gerda Gernot.

Rund 3000 bis 5000 Transsexuelle, schätzt Innen-Staatssekretär Andreas von Schoeler, leben so am Rande der Gesellschaft -- mit diskriminierenden Folgen:

Bei Arbeits- und Wohnungssuche, Ausweiskontrollen und Grenzübertritten, Versicherungsansprüchen und Krankenschutz stoßen sie auf hartnäckiges Unverständnis.

Denn, so erklärte das Oberlandesgericht Hamm 1973 unter Berufung auf ein Bundesgerichtsurteil: "Die deutsche Rechtsordnung ist in ihrer Gesamtheit von dem Grundsatz der geschlechtlichen Unwandelbarkeit des Menschen bestimmt."

Das soll nun endlich aufhören. Fast sechs Jahre nachdem die Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Claus Arndt und Rolf Meinecke sieh erstmals um eine gesetzliche Regelung für die Transsexuellen bemühten, und gut eineinhalb Jahre nach einem einstimmigen Beschluss des Bonner Parlaments hat die Bundesregierung den Ländern jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Stellungnahme zugesandt.

Im April soll er vom Kabinett verabschiedet werden.
Kernpunkt der geplanten Neuregelung·. "Wer sich dem Geschlecht, das der Angabe in seinem Geburtseintrag entspricht, seit längerer Zeit nicht mehr zugehörig empfindet, kann die gerichtliche Feststellung beantragen, daß er dem anderen Geschlecht zuzurechnen ist." Nach einer Gutachter-Stellungnahme kann ein Amtsgericht danach die neue Geschlechtszugehörigkeit verfügen sowie den Vornamen und alle Dokumente entsprechend ändern.

Als Voraussetzung für eine solche Entscheidung fordert der Entwurf, daß der Antragsteller

"mindestens einundzwanzig Jahre alt ist",

"sich einem sein Geschlecht verändernden operativen Eingriff unterzogen hat" und

"nicht mehr fortpflanzungsfähig ist".

In besonderen Fällen soll dem Antrag auch ohne vorausgegangene Operation stattgegeben werden -- wenn "die Irreversibilität der Geschlechtsumwandlung auf anderem Wege festgestellt" werden kann. Bonner Gesundheitspolitiker hatten von dem juristischen Zwang zu einem operativen Eingriff gewarnt, da die medizinische Notwendigkeit dazu -- etwa nach Hormonbehandlungen -- nicht immer bestehe und aus Alters- oder Krankheitsgründen auch unangebracht sein könnte. In diesem Fall muss das Gericht jedoch mehrere voneinander unabhängige Gutachten einholen.

Eine besondere Definition der Transsexualität sieht das Gesetz nicht vor. Sowohl in der medizinischen Wissenschaft als auch in der juristischen Praxis hält der Gesetzgeber eine Abgrenzung von oft fälschlich mit diesem Phänomen verwechselten Erscheinungsformen wie Transvestitismus und Homosexualität für leicht möglich.

Im Gegensatz zu einem ähnlichen Gesetz in Schweden fordert der deutsche Entwurf nicht die Ehelosigkeit des Antragstellers. Vielmehr wird jede bestehende Ehe automatisch ungültig, sobald das Gericht den Geschlechtswechsel festgestellt hat.

Unberührt davon bleibt ein bestehendes Eltern-Kind-Verhältnis: Für den Unterhalt, das Erbrecht und die Vaterschaftsfeststellung bleibt ein Transsexueller auch dann Vater, wenn das Gericht ihn nachträglich zur Frau macht. Um Diskriminierung für die betroffenen Kinder zu vermeiden, wird in ihren Urkunden ausnahmslos der Name des Elternteils vor der Geschlechtsumwandlung angegeben.
Obwohl die Länder kaum Widerstand gegen den Bonner Entwurf leisten werden, rechnen die Transsexuellen mit der Möglichkeit weiterer Verschleppung. Denn "Verzögerung", das hat auch Staatssekretär von Schoeler bei der bisherigen Behandlung des Entwurfs gespürt, ist die Form, in der "unterschwellig Protest geltend gemacht wird".


Transgender aus der Sicht einer Aktivistin für das Recht auf Selbstbestimmung!



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Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2013

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Transgender aus der Sicht einer Aktivistin für das Recht auf Selbstbestimmung!

Die deutschen Standards sind insgesamt so gestaltet, daß das Kongruenzgebot und das Unveränderlichkeitsgebot durch den Geschlechtswechsel Transsexueller nicht in Frage gestellt werden.
Zwangstherapie und Zwangsoperation schließen ein auf Lebenssituation, Biographie und Phantasie der betroffenen Person aufbauendes Auffinden individueller Lösung aus. Es ist nicht vorgesehen, in unterschiedlichem Ausmaß von Hormonen und operativen Veränderungen Gebrauch zu machen.
Dass es aber genau um das Auffinden solcher individueller Lösungen geht, wird durch die Transgenderbewegung deutlich, deren politisches coming out in den USA zu einer Reihe von Veränderungen geführt hat, die von manchen - vielleicht etwas voreilig - bereits als gender Revolution bezeichnet werden.

Doch selbst wenn das Ausmaß der Veränderung noch nicht einer Revolution gleichkommt:

Das Paradigma der zweigeschlechtlichen Ordnung wird durch Lebenspraxen und politische Forderungen von Transgenderisten in Frage gestellt.
Andere Möglichkeiten der Geschlechtsidentität werden somit denkbar, zum Beispiel, als Frau mit Penis zu leben, oder das Geschlecht mehrere Male zu wechseln. Oder auch, die Fruchtbarkeit im Ausgangsgeschlecht nicht aufzugeben und so vielleicht als Mann mit Gebärmutter und Eierstöcken gebärfähig zu sein.

Im Zentrum der Forderungen und Lebenspraxen steht die Subjektivität der Betroffenen, die ihre Geschlechtsidentität nicht länger dem "normalen" Verständnis von Mann- und/oder Frausein unterordnen.

Als ein erster Erfolg der politischen Transgenderbewegung kann die Abschaffung von Zwangstherapie und Zwangsoperation in der überarbeiteten Fassung der klassischen Behandlungsstandards, der "Standards of Care" von 1998 gewertet werden.

Mit dem Abrücken vom Kongruenz- und Unveränderlichkeitsgebot werden zwei zentrale Säulen der zweigeschlechtlichen Ordnung untergraben.

Die Benjamin-Standards tragen der Tatsache Rechnung, dass es ein Kontinuum von Geschlechtern gibt, in dem es auch zu ungewohnten Kombinationen von Genitalien und Geschlechtsidentität kommt.

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der deutschen Standards erschienen, stellt die fünfte überarbeitete Version der Standards of Care for Gender Identity Disorders (kurz: Benjamin-Standards) der Harry Benjamin International Gender Dysphoria Association (HBIGDA) einen entscheidenden Schritt vorwärts auf dem Weg hin zu mehr geschlechtlicher Selbstbestimmung dar.
Die bis 1998 gültige vierte Version der Benjamin-Standards von 1990 - inhaltlich den deutschen Standards von 1997 sehr ähnlich - war seit Beginn der 90er Jahre heftig diskutiert und kritisiert worden.

Die Kritik der Betroffenen richtete sich zum einen gegen die von den Standards unterstützte Definition von Transsexualität als Geisteskrankheit, zum anderen ging es um das körperliche Selbstbestimmungsrecht von Transsexuellen.

Zu Beginn der 90er Jahre argumentieren die Benjamin-Standards lediglich aus der Sicht der Medizin und stellen die Einhaltung von bestimmten professionellen Standards ähnlich wie die deutschen Standards von 1997 in den Mittelpunkt:

Auf der Grundlage einer genauen Diagnose erfolgt eine Behandlung und somit ein körperlicher Eingriff, der das Befinden der Patientinnen aller Voraussicht nach verbessern wird.
In der Version von 1998 dreht sich diese Perspektive in ersten Ansätzen um. Nun wird von den Patientinnen ausgegangen: Voraussetzung für jede Form von Eingriff ist deren Zustimmung, die auf der Grundlage ausreichender Information erfolgt.

Mit der 98er-Version der Benjamin-Standards kommt es zu einem Abrücken von der medizinzentrierten Begründungsform.

Diese Veränderung kann als Ergebnis der von Betroffenen geübten Kritik und als erster Erfolg einer Einmischung der Transgendergemeinschaft in den wissenschaftlichen Diskurs gewertet werden.

Zu den Veränderungen in der überarbeiteten Version gehört weiter, dass die Unterscheidung zwischen "echten" und "falschen" Transsexuellen aufgegeben wird.

Das Kriterium der Unterscheidung zwischen echten und nicht-echten Transsexuellen war der Operationswunsch, der in den deutschen Standards immer noch festgeschrieben ist. Durch den Verzicht auf eine Definition von Transsexualität umgehen die Benjamin-Standards das Problem der Vereinheitlichung und Homogenisierung von Transsexuellen.

Weiterhin sind Medizin und Psychiatrie nicht automatisch für die Behandlung von Unsicherheiten und Problemen in Bezug auf Geschlechtsidentität zuständig, sondern nur dann, wenn das Befinden einer Person dauerhaft beeinträchtigt ist.

Die Benjamin-Standards verweisen auf die vielen unterschiedliche Formen, in denen es zu solchen Beeinträchtigungen kommen kann. Unter denjenigen, die mit ihrer zugewiesenen Geschlechtsidentität unzufrieden sind, gibt es lediglich einige, die den dauerhaften Wunsch nach einer operativen Veränderung des Körpers besitzen.

Damit wird der in der Transgendergemeinschaft gelebten Vielfalt von Körpern und Geschlechtern Rechnung getragen. Die Operation ist nicht länger das ultimative Ziel jeder Geschlechtsumwandlung.

Und die therapeutische Begleitung ist nicht absolut notwendiger Bestandteil des Geschlechtswechsels.

Sie ist keine notwendige Voraussetzung für die Hormonvergabe und auch nicht für eine eventuelle Operation. Therapeutische Betreuung wird lediglich empfohlen.

Die Festschreibung einer bestimmten Dauer der Therapie, wie sie die deutschen Standards vornimmt (mindestens 1 Jahr vor der Vergabe von Hormonen, mindestens 11/2 Jahre vor einer Operation), wird abgelehnt, da eine solche Restriktion den individuellen Unterschieden keinen Raum lässt.

Das Ziel der Therapie ist nicht die Bestätigung der Diagnose wie in den deutschen Standards, sondern die Aufklärung der Betroffenen über verschiedene Möglichkeiten, das Leben im Wunschgeschlecht zu realisieren.
Auch damit, daß die Benjamin-Standards explizit nicht vom Alltagstest, sondern von der Alltagserfahrung sprechen, legen sie den Schwerpunkt auf die Perspektive der Betroffenen.

 Es geht nicht darum, die eigene Diagnose zu testen, sondern darum, dass Betroffene Erfahrungen mit dem Leben im neuen Geschlecht machen.

Ein Alltagstest wird abgelehnt, da er die Fähigkeit zur erfolgreichen Anpassung an das neue Geschlecht mit dem Vorhandensein einer Geschlechtsidentitätsstörung gleich setzt. Über den Zeitpunkt, an dem das Leben in der gewünschten Geschlechtsrolle auch im Alltag umgesetzt werden soll, entscheiden die Betroffenen selbst.

 Als Ziel der Behandlung insgesamt wird nicht die Übereinstimmung von Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität definiert, sondern die persönliche Zufriedenheit der behandelten Person.

Insgesamt orientieren sich die Benjamin-Standards stärker an den Lebensproblemen der Betroffenen als die deutschen Standards.

Sie schreiben weder Therapie noch Operation vor.

Damit wird zugelassen, dass es Abweichungen von den vorherrschenden Regeln über Geschlechtlichkeit gibt.

Transsexuelle, die ihr Geschlecht auch ohne Therapie und/oder Operation leben können, werden nicht dazu gezwungen, den Geschlechtswechsel durch den Bezug auf ein "eigentlich immer schon" ungeschehen zu machen und den Körper und das Wunschgeschlecht den gängigen Regeln nach miteinander zu kombinieren.

Seit 1997 ist die Transgendergemeinschaft durch die Wahl zweier ihrer Vertreterinnen in den Vorstand der Harry Benjamin International Gender Dysphoria Association (HBIGDA) auch institutionell verankert und offiziell dazu eingeladen, sich an der Diskussion über die endgültige Version der Benjamin-Standards zu beteiligen.

Damit findet die jahrelange Ignoranz und Abwertung der Meinungen Betroffener zumindest in ersten Ansätzen ein Ende.

Wie ist es zu dieser Anerkennung und dem Einfluss auf den medizinischen Diskurs gekommen?

Ein neues Verständnis von Geschlecht, besonders im Umgang mit Transsexualität, wurde im Verlauf der neunziger Jahre an verschiedenen Orten sichtbar. So entstand Mitte der Neunziger die International Bill of Gender Rights, die sich als Ergänzung zu den gängigen Menschen- und Bürgerrechten versteht und die allen Menschen das Recht zuspricht, ihre Geschlechtsidentität unabhängig von Chromosomen, Genitalien, Geschlechtszuweisung bei der Geburt oder ursprünglicher Geschlechtsrolle frei zu wählen.
Auch das Recht auf die Selbstbestimmung körperlicher Veränderungen wird hier eingeklagt.

Ebenfalls Mitte der Neunziger wurden die sogenannten "Health Law Standards of Care for Transsexualism" entworfen, die sich als Alternative zu den Benjamin-Standards verstehen und von einem Selbstbestimmungsrecht der geschlechtlichen Identität und der körperlichen Veränderungen ausgehen.
Weiterhin sorgen eine ganze Reihe von Organisationen für die Verbreitung der Transgender-Idee, so zum Beispiel der American Educational Gender Information Service AEGIS, die International Foundation of Gender Education, die Intersex Society of North America oder Press for Change aus England, um nur einige zu nennen.

Neu ist, daß seit Beginn der 90er Jahre in der Wissenschaft viele Beiträge von Leuten verfasst werden, die sich selbst zur Transgender-Gemeinschaft zählen.

Als akademisches Unterfangen haben die Transgender Studies sich zum Ziel gesetzt, anders als die gängigen medizinisch-juristischen oder moralisch-wertenden Diskurse mit dem Thema Geschlechtsidentität umzugehen.

Unter dem Label Transgender findet eine positive Identifikation mit der eigenen Geschichte statt.
Ziel ist nicht länger, den Geschlechtswechsel unsichtbar zu machen, um damit umso natürlicher als Mann bzw. Frau zu erscheinen.
Damit findet die jahrelange Praxis Transsexueller ein Ende, nach dem Geschlechtswechsel möglichst völlig in der neuen Geschlechtsrolle aufzugehen und die eigene Geschichte zu leugnen.
Der alte, zumindest die öffentliche Wahrnehmung bis vor kurzem dominierende Umgang mit Transsexualität ließ (und lässt) sich ohne Probleme in die zweigeschlechtliche Ordnung integrieren.

Selbst wenn es Leute gab, die anders mit ihrem Wunschgeschlecht umgegangen sind, so traten sie nicht an die Öffentlichkeit. Die offene Identifikation als Transgenderist ermöglicht es, auch nach dem erfolgreichen Geschlechtswechsel für die Überwindung der binären Geschlechterordnung einzutreten.

Neben die bislang erzählte Geschichte von Männern, die schon als kleine Jungs am liebsten mit Puppen spielten, sich heimlich die Kleider ihrer Mütter anzogen und für die eine Operation das Erreichen all ihrer sehnlichsten Wünsche darstellte, treten nicht nur Darstellungen des Übergangs in die andere Richtung, also von Mann zu Frau, sondern auch solche, die Ambiguität gegenüber Kontinuität betonen.

Damit wird auch außerhalb der Wissenschaft und Selbsthilfeorganisationen in den Medien eine andere Geschichte vom Übergang erzählt und somit sichtbar.
Das trans bleibt nicht länger auf die Phase des Übergangs von einem zum anderen Geschlecht beschränkt, es wird zu einer Identitätskategorie, in die Differenz und Diskontinuität von Anfang an eingeschrieben sind. Es gibt keine naturalistische Fundierung mehr von Geschlecht, und es gibt keine eindeutige und dauerhafte Zuordnung nach dem Raster der Hetero- bzw. Homosexualität.

… und der Rest?

Transgender ist eine politische Bewegung, deren Zeit gekommen ist.

Bislang allerdings noch nicht in Deutschland. Hier gibt es nur wenige Foren, wie http://trans-weib.blogspot.de/ in denen Transgenderisten für das Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung eintreten.

Besonders die Wahrnehmung von Transsexuellen ist nach wie vor von der Idee des "falschen Körpers" dominiert, den es auf jeden Fall zu korrigieren gilt.

Das zeigt sich u.a. auch daran, daß die Reaktion der Betroffenen auf die in den deutschen Standards festgeschriebene Operation und Therapie bestenfalls verhaltene Kritik (Transidentitas 1997), schlechtesten falls offene Zustimmung war.

Die Zwangsoperation wird kaum in Frage gestellt, und auch gegen eine Pathologisierung durch die Zwangstherapie sprechen sich bislang nur wenige Betroffene aus.

Die deutschsprachigen Webpages zum Thema Transsexualität sind dominiert von Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Geschlechtswechsel - erfolgreich im Sinne von im Nachhinein unsichtbar.

Ausnahmen wie http://trans-weib.blogspot.de/ sind rar, jedoch mit großer Wirkung auf die Bevölkerung!

Ein weiteres Problem scheint zu sein, dass im Deutschen der Begriff Transgender synonym mit Transsexualität verwendet wird.

Damit geht die Öffnung hin zu anderen Gruppen, die mit der zweigeschlechtlichen Ordnung zu kämpfen haben, und damit auch die grundsätzliche Infragestellung dieser Ordnung tendenziell verloren.
 Wenn über Möglichkeiten einer Transgenderbewegung in Deutschland nachgedacht wird, dann sollte von Anfang an das gesamte Spektrum der potentiellen Bewegung in all seinen Differenzen und Widersprüchen berücksichtigt werden.

So wird z.B. gerade am Umgang mit Intersexuellen oder Zwittern die Brutalität, mit der die Eindeutigkeit der zweigeschlechtlichen Ordnung immer wieder hergestellt wird, besonders deutlich.

Für die USA zeichnet Cheryl Chase in "Hermaphrodites With Attitude" (1998) anhand ihrer eigenen Geschichte nach, wie schmerzhaft Hermaphroditen die Anforderungen der zweigeschlechtlichen Ordnung zu spüren bekommen.

Bei Kindern, die mit Uneindeutigen äußeren Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommen, wird durch die Medizin die Zuweisung eines Geschlechts vorgenommen. In 90% der Fälle wird dabei das weibliche Geschlecht gewählt, da dieses medizintechnisch "leichter" herzustellen.

Der Körper wird operativ an das gewählte Geschlecht angepasst, und dabei wird in Kauf genommen, daß viele Patientinnen ihre sexuelle Empfindsamkeit einbüßen. Den Eltern wird normalerweise dazu geraten, gegenüber dem Kind Stillschweigen über den wahren Charakter der operativen und sonstigen medizinischen Eingriffe zu bewahren. Ab der Pubertät und im Erwachsenenalter auftretende körperliche oder sexuelle Probleme können so oft nur mit Mühe auf ihre eigentliche Ursache zurückgeführt werden, da die medizinischen Unterlagen meist nur sehr schwer zugänglich sind.

In der BRD setzt sich die Arbeitsgruppe gegen Gewalt in der Pädiatrie und Gynäkologie, kurz AGGPG, für die Beendigung geschlechtszuweisender Maßnahmen an Kindern ein.
Laut Michel Reiter, Mitbegründer der AGGPG, erfährt in Deutschland etwa jedes 2000ste Neugeborene mediatisierte Zuweisungen .

Die Politik der AGGPG zeigt insofern erste Erfolge, als dass es zur Zeit zu einer vermehrten Thematisierung der Existenz von Zwittern in den Medien und damit im öffentlichen Bewusstsein kommt.

 Die Forderung nach Selbstbestimmung tritt dabei bedauerlicherweise oft hinter die Beschreibung von spektakulären Einzelfallschicksalen zurück.

Auch im queeren Spektrum wird seit Anfang der 90er Jahre die Forderung nach geschlechtlicher Selbstbestimmung nicht nur in Bezug auf das Begehren, sondern auch auf den Körper, laut.
Es geht nicht mehr nur um die Anerkennung von Homosexualität, sondern um das Zulassen von Geschlechtern und Körpern, die innerhalb des homosexuellen Spektrums für Durcheinander sorgen.

 So thematisiert Halberstam (1998) mit dem Begriff der "Transgender Butch" die Schwierigkeiten, überhaupt zwischen Frau-zu-Mann-Transsexuellen und Frauen, die als Lesben mit einer männlichen Identität leben, zu unterscheiden.
Eine zunehmende Zahl von Lesben, die hart an der Grenze zum Passing leben, also auf den ersten Blick eher als Mann denn als Frau gelesen werden, treten mit ihrer Identität an die Öffentlichkeit.

Am Beispiel des Michigan Womyn's Music Festival, dem größten, vorwiegend lesbischen Frauenfestival der USA, lässt sich ebenfalls zeigen, wie trans und queer gängige Identiätsmuster unterwandern. Seit im Jahr 1991 Transsexuellen der Zugang zu diesem Festival verweigert wurde, gab es beständige Auseinandersetzungen um die Frage, wer wann wie eine richtige Frau sei und damit Zugang zum Festival hat. Aus Protest gegen ihren Ausschluss organisierten Transgenderisten 1995 ein Camp Trans vor den Eingangstoren des Festivals und protestierten damit gegen eine "womyn-born-womyn-only"-Türpolitk. Sehr schnell verliefen die Konfrontationslinien nicht mehr nur zwischen Festivalteilnehmerinnen und Camp-Aktivistinnen, die Spannungen zwischen verschiedenen Varianten des "Frauseins" kamen ebenfalls zu Tage.
So solidarisierten sich beispielsweise stone butches mit den Transgenderisten, da ihre Geschlechtsdarstellungen ebenfalls mit einer auf Weiblichkeit basierenden Ausschlusspolitik kollidieren.

Der Begriff queer trägt diesen Veränderungen und Spannungen innerhalb der schwul-lesbischen Szene Rechnung und ist damit nicht als einfaches Substitut für homosexuell zu verstehen. Er steht in beständiger Spannung und in theoretischer wie politischer Verbindung zu Transgender.

Es gibt also mindestens drei Perspektiven, die der Begriff Transgender umfasst: Transsexualität, Intersexualität und Queer.

 Die Gemeinsamkeit der verschiedenen Strömungen und Bewegungen der US-amerikanischen Transgenderbewegung liegt in der Kritik der hegemonialen zweigeschlechtlichen Ordnung. Trotz dieser Gemeinsamkeit müssen jedoch auch die Differenzen sichtbar bleiben:

Transsexualität ist nicht dasselbe wie Intersexualität, und das Verhältnis zwischen Transgender und Queer und der Lesben- und Schwulenbewegung wirft wiederum eigene Fragen auf.

Wenn es also um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer Transgenderbewegung in Deutschland gehen soll, wären diese Verbindungen und Spannungen sowohl theoretisch als auch praktisch von Anfang an zu reflektieren.
Auch hier wäre es an der Zeit, daß es zu einem Brüchig werden der zweigeschlechtlichen Ordnung kommt. Und dies nicht nur im Interesse von Mann-zz-Frau- und Frau-zu-Mann-Transsexuellen, drag kings und drag Queens, Zwittern oder Schwulen und Lesben im queeren Spektrum, sondern auch im "ganz normalen" Alltag.
Dies wird spätestens dann klar, wenn jede Frau und jedermann sich mit der Frage nach den eigenen geschlechtlichen und körperlichen Unstimmigkeiten im Vergleich zu dominanten Vorstellungen von "Frau" und "Mann" konfrontiert und darüber nachzudenken beginnt, wie es um die eigene geschlechtliche Identität und Praxis wohl bestellt sei, wäre es nie zu Abstrafungen für nonkonformes Verhalten gekommen.


Wird Transsexuellen Schaden zugefügt?



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Wird Transsexuellen Schaden zugefügt?
Wird Transsexuellen Schaden zugefügt?

Zu prüfen ist natürlich auch die umgekehrte Fragestellung: ob Transsexuellen durch die Gesellschaft in irgendeiner Weise Schaden zugefügt wird.

Es kommt leider immer wieder vor, dass Transsexuelle alleine wegen ihrem andersartigen Auftreten tätlich angegriffen werden. Darauf will ich aber nicht näher eingehen, weil ein tätlicher Angriff oder auch eine verbale Verunglimpfung für alle Menschen als Schaden zu betrachten ist und daher ohnehin eine Einschränkung der Freiheit rechtfertigt.

Mein Interesse richtet sich mehr darauf, ob Transsexuelle durch ihre spezielle Situation zu Schaden kommen, die andere Menschen vielleicht nicht so empfinden würden, und ob deshalb eine besondere Behandlung in gewissen Fällen angebracht sei.

Als  erstes  könnten  wir  die  Argumente,  die  gegen  Transsexuelle  vorgebracht  werden,  umkehren und behaupten, dass 99,9% der Bevölkerung „falsch“  leben und dass dies zu verbieten sei, weil das Transsexuelle in ihrer Identität verunsichert.

Die zuletzt genannte Verunsicherung ist sicher Tatsache, allerdings können  Argumente  dieser Art mit  den gleichen  Begründungen  zurückgewiesen werden, wie wir im vorigen Abschnitt Argumente zur Einschränkung der Äusserungsfreiheit Transsexueller zurückgewiesen haben. Dennoch ist dieses Gedankenexperiment sehr lehrreich, zeigt es doch klar, dass so gelagerte Argumente in erster Linie auf der Macht der Mehrheit basieren und geradezu grotesk wirken, wenn sie von einer kleinen Minderheit vorgebracht werden.

Es scheint mir aussichtsreicher, nach Anrechten zu suchen, die „normale“ Menschen ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen, die Transsexuellen aber auf Grund ihrer Situation versperrt sind.

Zum Beispiel: warum sollte man einem Menschen mit männlichem Körper das Recht versperren, als Frau anerkannt zu werden (und umgekehrt). Gemäß den Menschenrechten darf das Geschlecht ja in rechtlicher und ökonomischer Hinsicht kein Diskriminierungsgrund sein.

Konsequent zu Ende gedacht müsste die Nicht-Diskriminierung nach biologischem Geschlecht ja selbst für die soziale Geschlechtszugehörigkeit gelten.

Was spricht also dagegen, den Willen der Person zu respektieren, als dem selbst empfundenen Geschlecht zugehörig anerkannt zu werden?

In der Schweiz kann eine Person offiziell rechtlich im neuen Geschlecht anerkannt werden, wenn sie durch einen operativen Eingriff zeugungsunfähig gemacht wurde.

Aber auch schon dieser „Zwang“ verstößt im Allgemeinen gegen die Menschenrechte!

Offenbar erwartet der Gesetzgeber von der transsexuellen Person einen Beweis, dass sie wirklich nicht mehr ihrem Geburtsgeschlecht angehören will.
Übrigens – und erfreulicherweise – respektieren die meisten Menschen den Willen von transsexuellen Personen und sprechen sie gemäß deren selbst empfundenen  Geschlecht an.

Bewusste Ausnahmen davon  werden teils durch die Religion, teils durch die Gewohnheit begründet.
„Normale“ Menschen, die nicht an ihrer Geschlechtsidentität zweifeln, leben im Bewusstsein, dass es noch viele andere Menschen wie sie gibt und dass ihre Lebensweise akzeptiert wird.

Heißt es ist die Maße der Bevölkerung welche die “Normalität“ zur Normalität macht!
Demgegenüber fühlen sich Transsexuelle alleine, unverstanden und ausgeschlossen. Auch das Kamm als Leid oder Schaden bezeichnet werden.

Neben dem gesellschaftlichen  und juristischen Respekt vor der  Entscheidung,  im  anderen  Geschlecht zu  leben, scheint  mir  deshalb auch eine  nicht-tendenziöse  Aufklärung geboten.

Transsexuelle haben ein Recht darauf zu erfahren, dass noch andere Menschen ganz ähnliche Gefühle und Probleme haben, welche Möglichkeiten für das Leben zwischen oder jenseits der traditionellen Geschlechtergrenzen es gibt und dass ihre Lebensweise, für welche sie sich auch immer entscheiden, in Ordnung ist, so lange sie anderen kein Leid zufügen.

Zu bemerken ist, dass es sich bei den oben angeführten Beispielen nicht um Partikularrechte für Transsexuelle handelt, sondern die Abwesenheit dieser Rechte würde eine faktische Ungleichbehandlung bedeuten.

Die Gleichheit der Eheleute vor dem Gesetz ist nicht allein die einzige Art, dieses Verhältnis nach  beiden  Seiten  mit  der  Gerechtigkeit  in  Übereinstimmung  zu  bringen  und  zu  einer wahren Quelle  des Glücks für  beide  Seiten zu machen,  sondern  auch das einzige Mittel, das tägliche Leben der Menschheit im höheren Sinne des Wortes zu einer Schule moralischer Veredelung zu gestalten.

Verbleibe mit freundlichen Grüßen
Nikita Noemi

Wenn ich gefragt werde, ob mir http://trans-weib.blogspot.de/ 10 Euro wert ist, dann sage ich: Ja, klar!

Für mich ist http://trans-weib.blogspot.de/ ganz oft der erste Anlaufpunkt. Ich halte die Artikel für ausgewogen und oft deutlich besser als Informationen auf anderen Webseiten. Wenn ich mich über ein Thema informieren will und dabei auf einer Seite lande, die ich nicht kenne, dann weiß ich erst mal nicht, wie ich sie einschätzen soll. Ist diese Seite seriös? Soll ich ihr vertrauen? Bei http://trans-weib.blogspot.de/  habe ich diesen Vorbehalt nicht.

Ich habe da mittlerweile ein Grundvertrauen entwickelt.

Während der letzten Spendenkampagne habe ich natürlich den Spendenaufruf des http://trans-weib.blogspot.de/ Nikita Noemi Rothenbächer ein paar Mal gesehen:

Beim ersten Mal hab ich nicht reagiert. Beim zweiten Mal überlegte ich: Eigentlich wäre es nur richtig zu spenden. Und beim dritten oder vierten Mal habe ich mir dann gedacht: Nun spende halt endlich!
Weil mir http://trans-weib.blogspot.de/ viel wert ist, wollte ich etwas tun - und so ein kleiner Betrag tut mir nicht weh. Spenden ist eine einfache Art, sich für Freies Wissen zu engagieren.

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Montag, 4. Februar 2013

„Das Wandeln zwischen den Geschlechtern ist so alt wie die Menschheit“ „Transsexualität hat so viele Gesichter, wie es Transsexuelle gibt“



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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2013

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„Das Wandeln zwischen den Geschlechtern ist so alt wie die Menschheit“
„Transsexualität hat so viele Gesichter, wie es Transsexuelle gibt“
Die menschliche Sexualität, die natürlich einen integrierenden Teil des Transgender-Erlebens ausmacht, hatte im gesellschaftlichen Leben der bronzezeitlichen und antiken Gesellschaften allerdings einen ganz anderen Stellenwert als heute:

Sie wurde gelebt und nicht analysiert oder gar bewertet, wie dies heute (gerne) der Fall ist – es war ebenso...!
Und das vorgängig bereits angemerkte „Kästchendenken“ in Heterosexualität, Homosexualität, Intersexualität, Transsexualität, Transvestitismus, Travestie, Androgynität usw. gab es natürlich schon mal gar nicht.

Auch wenn die vier letztgenannten Ausgestaltungen neuerdings also unter dem Generalbegriff „Transgender“ firmieren, wird sich da auf absehbarer Zeit wohl nur allmählich etwas ändern – allzu sehr hat sich das christliche „Eindeutigkeitsdenken“ in die Köpfe einzementiert und zu einer katastrophalen „Vernebelung „der Ausgangspositionen geführt.

Es ist in der Folge vielfach überliefert, dass das Ausleben der Sexualität in jenen frühen Zeiten der Menschheit oft sehr zügellos und quer durcheinander erfolgte, sodass bereits in alttestamentarischen Zeiten gegen die damals offensichtlich weit verbreitete Freizügigkeit in der Sexualität vehement Stellung bezogen wurde. So heißt es in der Bibel im 5. Buch Mose (Deuteronium) 22,5:

„Eine Frau soll nicht Männersachen tragen und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen: Denn wer das tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel“

„Das Wandeln zwischen den Geschlechtern ist so alt wie die Menschheit“

 Allerdings müssen wir uns davon bewusst sein, dass diese vorgenannte Feststellung sich in erster Linie auf den sozialen oder religiösen Geschlechtswandel bezieht und weniger auf die körperlich-chirurgische Angleichung, wie diese heutzutage leider nur allzu dominierend in den Vordergrund gerückt worden ist – bis zur heutigen völligen Gleichstellung „künstlicher“ und biologischer Geschlechter.

Wobei die einfache Kastration des Mannes übrigens schon immer und zu allen Zeiten zu den unterschiedlichsten Zwecken instrumentalisiert worden ist – ab und zu werde ich nachfolgend kurz darauf aufmerksam machen.

In diesem Zusammenhang sei vorgängig nochmals darauf hingewiesen, dass wir zwar das Gefühl haben können, „im falschen Körper“ zu stecken, dies natürlich aber in Wirklichkeit nicht zutreffen kann, denn es gibt – logischerweise – nur „richtige Körper“ – man/frau hat nur den einen...!

Ich selber bevorzuge übrigens die „fremd im eigenen Körper“-Formulierung. Ebenso müssen wir wegkommen vom offensichtlich tief und fest eingeschliffenen Geschlechtsidentitäts-„Störung“-Begriff (dysphorie) und uns wieder darauf besinnen, dass wir es eher mit vielen möglichen Identitäts-„Varianten“ zu tun haben – oder wie die Frankfurter Seelendoktorin Dr. Inoszka Prehm es formuliert: „Transsexualität hat so viele Gesichter, wie es Transsexuelle gibt“.

„Der Mensch ist nicht Mann oder Weib sondern Mann und Weib“

Es ist dies ein (Glaubens-)Bekenntnis, das wunderbar anknüpft bei der bereits besprochenen „androgynischen Idee des Lebens“ und das auch deswegen zu meinem ganz persönlichen Credo geworden ist.

Denn diese Aussage ist wahrhaft  pures „Transgender-Denken “ und bestens geeignet das in unserem gesellschaftlichen Kontext so dominierende „männliche Prinzip“ der geschlechtlichen Eindeutigkeit in die Schranken zu weisen.

Magnus Hirschfeld wurde jedoch nicht nur hierdurch bekannt, sondern auch durch die Gründung 1919 des „Berliner Institutes für Sexualwissenschaft“, das 1933 im Rahmen der damaligen „Bücherverbrennung“-Aktionen von den Nazis geplündert und zweckentfremdet wurde. Seine dort angesammelten über 12'000 Schriften wurden öffentlich auf dem Scheiterhaufen in Brand gesteckt – damals munkelte man nicht zuletzt deswegen, da im Institut viele Nazis als Patienten geführt wurden...

Im Rahmen seiner vielschichtigen Sexualforschungsarbeiten waren besonders die von ihm herausgegebenen „Jahrbücher für sexuelle Zwischenstufen“ wegweisend. Bekannte Autoren darin waren u.a. „Professor L.S.M.A. von Römer“ (ein Pseudonym) mit seinem bekanntesten Beitrag „Über die androgynische Idee des Lebens“ in der Ausgabe 1903 II als auch Dr. F.Karsch-Haack 1901 mit seinem viel beachteten Aufsatz „Uranismus oder Päderastie und Tribadie bei den Naturvölkern“ (wobei – man höre und staune – Tribadie ein Euphemismus ist für Frauenliebe – Man(n interessierte sich also nicht nur für sich selbst damals!).

Im Jahre 1911 erschien dann übrigens sein Hauptwerk „Das gleichgeschlechtliche Leben der Naturvölker“, das wegweisend werden sollte für die gesamte Naturvölker-Forschung in Europa im Rahmen des blühenden weltweiten Kolonialismus jener Tage.

Magnus Hirschfeld entwickelte um die damalig Jahrhundertwende  seine sogenannte Zwischenstufen-Theorie, in welcher er erstmals die „Umkleidungstäter“ (ein herrliches Wort) von den Homosexuellen (in Krafft-Ebings „Psychopathia Sexualis“ noch „Konträr sexuellen“ genannt) löste und für sie die Bezeichnung „Transvestiten“ vorschlug – dies geschah in seinem bekanntesten Werk „Die Transvestiten“ (Berlin 1910). In seiner ca. 2'000 Seiten umfassende sexualwissenschaftliche Abhandlung „Geschlechtskunde“ sieht Hirschfeld dann erstmals den Wunsch nach Geschlechtsumwandlung (also den chirurgischen Geschlechtswandel) als eine Form des „Extremen Transvestitismus“.

Die Bezeichnung „Transsexualismus“ wurde 1923 zum ersten Mal von ihm verwendet, allerdings gekuppelt am Transvestitismus-Begriff und ohne eine nähere Definition zu benennen:

Es ging um die Frage ob der Transsexualismus die oberste Form des Transvestitismus darstelle oder der Transvestitismus die unterste Form des Transsexualismus...Letztere Form sollte dann nach dem Zweiten Weltkrieg vom amerikanischen Sexualforscher Harry Benjamin, einem Bekannten Hirschfelds, in seinem zu jener Zeit bahnbrechenden Werk „The transsexual phenomenon“ (New York 1966) zur bahnbrechenden „Erfindung“ der Transsexualität als eine neue Geschlechtlichkeit, weit weg von der Homosexualität – und damit weit vom sozusagen vor der Haustür liegenden indianischen Berdachentum -  hochstilisiert werden...Oder wie es der Berliner Sexualwissenschaftlicher Rainer Herrn  1995 in einem Aufsatz ausdrückte: „Vom Geschlechtsverwandlungswahn zur Geschlechtsumwandlung“.

Zurückgehend zu Hirschfeld möchte ich noch zitieren, was dieser zum sogenannten Transsexualismus seiner Couleur damals schrieb:

„Die stärksten Formen des totalen Transvestitismus finden wir bei denen, die nicht nur ihr künstliches, sondern auch ihr natürliches Kleid, ihre Körperoberfläche, andersgeschlechtlich umgestalten möchten (...). Den höchsten Grad dieser körper-transvestitischen Zwangszustände beobachten wir bei denen, die eine mehr oder weniger vollständige Umwandlung ihrer Genitalien anstreben, vor allem also ihre Geschlechtsteile nach ihrer Seele formen wollen. Voran steht bei transvestitischen Frauen die Beseitigung der Menstruation durch Entfernung der Eierstöcke, bei transvestitischen Männern die Kastration. Diese Fälle sind viel häufiger als man früher auch nur im Entferntesten ahnte...“ Wohlgemerkt: dies wurde bereits vor 100 Jahren gesagt...!

Zu Anfang der 20er Jahre wurden die im Hirschfeldschne Sinne als „Extreme Transvestiten“ bezeichnete Personen – zunächst auf eigenem Wunsch und unter Belehrung der Folgen – ein- oder zweiseitig kastriert – geübt in derartigen Eingriffen waren die Chirurgen der Berliner Charité bereits durch Genitaloperationen an verletzte Frontsoldaten im Ersten Weltkrieg.

Der damalige Kapazität auf dem Gebiet der Genitalchirurgie Richard Mühsam berichtete 1926 über einen von Magnus Hirschfeld an ihn überwiesenen Patienten, an dem ein erster Versuch zur jetzt auch plastischen Operation durchgeführt wurde – dies nachdem der Transsexuelle (damals noch Transvestit genannt) zuerst 1920 kastriert und dann 1921 gar Eierstöcke eingepflanzt bekommen hatte.

Auch dieser Auswuchs einer grenzenlosen „illusio virilis“-Hybris gab es also bereits damals...

Über die erste komplette Genitalumwandlung im Sinne des Transsexualismus-Credo unserer Tage berichtete Felix Abraham 1931 dann in seinem Aufsatz „ Genitalumwandlung an zwei männlichen Transvestiten“. Doch die wohl spektakulärste „Geschlechtsumwandlung“ fand im gleichen Jahr in Dresden statt, wo die Dänin Lili Elbe – vormals der dänische Dichter Einar Wegener – mit ihrer Biographie „Ein Mensch wechselt sein Geschlecht: eine Lebensbeichte“ viel Aufsehen erregte in den Medien – ein Jahr später war sie allerdings tot...!

Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte 1952 in Kopenhagen dann die weltweit für Aufregung sorgende „Geschlechtsumwandlung“ der (wiederum) Dänin Christine Jörgensen (ehemals der GI George Jörgensen) - die Schlagzeilen beispielsweise der „New York Daily News“ lauteten „EX-GI BECOMES BLONDIE“ und „Operation Transform Bronx Youth“.

Wobei Christine Jörgensen (1992 verstorben) sich übrigens äußerst geschäftstüchtig zeigte in der Vermarktung ihres in den Augen der Öffentlichkeit doch sensationellen Schrittes – sie war sozusagen fortwährend „on tour“ mit sich selbst und ihrer Geschichte.

Schließlich geriet 1974 noch die Engländerin Jan Morris mit ihrem Erlebnis-Buch „Conundrum“ in den Blickpunkt der Öffentlichkeit – darin berichtete die heute als Historikerin lebende Jan Morris (die einst als Mann den Mount Everest bestiegen hatte...) in ziemlich idealisierter Form über ihre Erlebnisse in der Casablanca-Klinik des Transsexer-Chirurgen Charles Burou, der Erfinder des „Stülp“- bzw. „Handschuh“-Prinzips bei der chirurgischen Anpassung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen. Merke:
Die Verwendung des (heutigen) Begriffes (Geschlechts-)Anpassung statt (Geschlechts-)Umwandlung kommt der Realität der Dinge schon viel näher.

Wer übrigens heute bei der Suchmaschine google.de den Begriff „Dr. Charles Burou“ eingibt bekommt etwa 5'100 Resultate, darunter ganz ausführliche hochinteressante Websites über die historische Entstehungsgeschichte der Transsexualität  ähnlich wie ich diese Euch hier in Kurzform zu vermitteln suche...

Ja, und anschließend setzte in den USA der heute als sagenhaft erscheinende „Umwandlungs-Boom“ ein:

Im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ („american dream“) stieg man (Mann!) Groß ein und Namen wie Harry Bejamin, John Money, Robert Stoller, G.W. und C. Socarides, John Hopkins Hospital in Baltimore, Mount-Sun-Rafael-Hospital in Trinidad (Colorado) mit dem Transsexer-Chirurgen Stanley Biber usw. wurden zu Synonymen einer dort einsetzenden, sprunghaften Ausuferung der transsexuellen Idee - und deren (nahtlose) Transformation in die chirurgische Wirklichkeit: „Anything goes“ war die wahrhaft schrankenlose Devise, wenn es um die (angebliche) „Auswechselbarkeit der Geschlechter“ ging.

Schließlich kam das auf Harry Benjamin basierende USA-Transsexualismus-Phänomen – sozusagen über den amerikanischen „Umweg“ – dann in den auslaufenden Wirtschaftswunder-Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zurück nach Deutschland bzw. Europa – es folgten die ersten transsexuellen Gesetzgebungen, u.a. in Schweden (1972), in der DDR (1974), in der BRD (1981 mit „kleiner Lösung“ (Vornamensänderung im Rahmen des sozialen Geschlechtswandels) und „großer Lösung“ (Personenstandsänderung im Rahmen der chirurgischen Anpassung)), Italien (!982), Holland (1984), Luxemburg (1989) usw..

Aber auch die Gründungen der verschiedensten Transsexuellen-Selbsthilfe-Organisationen waren die Folge – und damit auch der Umstand, dass dieselben meistens nicht die Lösung des (Beratungs-)Problem waren sondern das Problem selber ( falscher „Guru“-Aktionismus).

 Das ganze Hin und Her hat  inzwischen zu einem erheblichen Imageverlust in der Öffentlichkeit geführt (nicht zuletzt wegen der durchwegs schrecklichen „Talkshow“-Figuren aus der „TS-Büchse der Pandora“...) und sich – wie zu Anfang aufgezeigt – allmählich auch in die (Schein-)Welt des Internets verlagert.

Die in Thailand demnächst geplante Direktübertragung von „sex-change“-Operationen durch das Fernsehen dürfte in einem solchen Sinne gleichfalls zu einer weiteren Kommerzialisierung bzw. Stigmatisierung des Geschlechtswandel-Phänomens führen -  nicht zuletzt durch die bereits jetzt angebotenen (preiswerten) „all in“-Umwandlungs-Pakete....

Was soll ich Euch noch sonst erzählen über die Euch allen wahrscheinlich bestens bekannte Gegenwart?
Vielleicht im nachdenklichen Sinne hervorheben, was im Beitrag „Ein Traum von Mädchen“ in der Hamburger Zeitung „Die Zeit“ vom 27.05.2004 mit den ersten beiden Sätzen bereits vielsagend geunkt wird: „Mit Hilfe von Hormonen darf ein 13-järiger sein Geschlecht wechseln. Die Behandlung ist umstritten – und unumkehrbar“? Soll man/frau so einfach zur Kenntnis nehmen, dass jetzt auch an der Hamburger Universitätsklinik die „Quadratur des (Geschlechtswandel-)Kreises“ versucht wird, genauso wie solche hormonalen „Menschenversuche“ nun schon seit vielen Jahren vom Genderteam der Freien Universität von Amsterdam (Transsexerin Cohen-Kettenis als treibende Kraft) an niederländische Androgyn-Kindern im frühen Schulalter vorgenommen werden?

Oder soll ich von der großen Blamage des USA-Sexualforschers John Money erzählen, dessen damals für unerschüttlich gehaltenes Credo der „problemlosen“ Auswechselbarkeit des Geschlechter im Sinne des „nature“-Ansatzes durch den Freitod seines Paradepferdchens David Reimer Ende 2003 gnadenlos entlarvt worden ist?

Ein „Teiresias“-Schicksal, diesmal nicht von den alten Griechen-Göttern inszeniert sondern durch Zutun moderner „Götter in Weiß“ regelrecht „verschuldet“ als bedauernswerte ( Spät-)Folge einer unsagbaren „illusio virilis“-Hybris der (amerikanischen) Nachkriegsjahre?

Oder soll ich Euch erzählen von der großen amerikanischen Star-Fotografin Annie Leibovitz, die Ihre Karriere begann bei den Society-Blättern „Rolling Stone“, „Vanity Fair“ und „Vogue“, das Geschlecht wechselte und ihr letztes wunderbares Fotobuch „Annie Leibovitz: Women“ kurz nach dem Jahrtausendwechsel auf einem Empfang in Weißen Haus persönlich an „womanizer“ Bill Clinton abliefern durfte?

Aber wie gesagt, aus den USA kommen glücklicherweise im Rahmen des Transgender-Denkens nun endlich immer kritischere Töne herüber - sozusagen weg von der Chirurgie und wieder hin zur Tradition der „androgynischen Idee des Lebens“.

Oder anders gesagt „Couch statt Skalpell“, wobei nicht zuletzt 2003 erhebliche Unruhe in den USA entstanden ist durch das Buch „The Man Who Would Be Queen –The Science of Gender-Bending und Transsexualismus“ vom Autor Michael Bailey (Joseph Henry Press, Washington D.C. 2003) – die niederländische Zeitung „De Telegraf“ titelte hierzu „De hype van vandaag is het schandaal van morgen“ (der Hype von heute ist der Skandal von morgen)....

Denn wie zu Anfang bereits gesagt: „Das Wandeln zwischen den Geschlechtern ist so alt wie die Menschheit...!“- „und das ist gut so“ (frei nach Wowereit).

Allerdings wird die in Tausenden von Jahren entstandene männlich-patriarchalische Eindeutigkeits-Hybris nur schwer zu knacken sein, nicht zuletzt auch da im gesellschaftlichen Sinne allmählich ein (patriarchalisch-religiös initiierter) „Rechtsruck“, vor allem in den USA,  sich durchzusetzen beginnt - da kommt noch einiges auf uns zu ...!

Tröstlich in diesem Zusammenhang dürfte da allerdings  wieder sein, dass der bekannte amerikanische Sex-Aufklärer und Sexualforscher Alfred Kinsey (1894-1956)  im damaligen FBI-Chef Edgar J. Hoover direkt nach dem Zweiten Weltkrieg einen erbitterten Gegner besaß, der ihn gnadenlos verfolgen ließ und dicke Akten über ihn anlegte. Aber der gleiche Edgar J. Hoover – der im Büro den harten fundamentalistischen „Kerl“ gab – tanzte nachts in Frauenkleidern durch die Schwulenbars, sozusagen als „Rumpelstilzchen“-Bedache und als bester Beweis für den auch heute noch intakten sprichwörtlichen amerikanischen Doppelmoral..!

Nun meine Lieben Blog-Leser von http://trans-weib.blogspot.de/ hoffe ich das etwas Abwechslung in dieses ganze Phänomen über Transidentität gekommen ist, aber dadurch auch zeigen konnte das Transidentiät nicht eine Erscheinung der modernen Zeit ist!





Russland will Homosexuelle mundtot machen



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USA beenden Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Zivilgesellschaft

Nachdem die russische Duma einem Verbot von "Homosexuellen-Propaganda" zugestimmt hat, kündigen die USA das Ende eines Bürgerrechtsdialogs mit Russland an. Es wurde zwar kein ausdrücklicher Zusammenhang hergestellt, die Sprecherin des US-Außenamts Victoria Nuland sagte jedoch: "Niemand darf dafür diskriminiert werden, wen er liebt."

Nach der Zustimmung für ein Verbot von "Homosexuellen-Propaganda" durch die Staatsduma haben die USA das Ende eines Bürgerrechtsdialogs mit Russland angekündigt. Der Schritt sei eine Reaktion auf Moskaus Maßnahmen zur "wirklich starken Einschränkung" der Zivilgesellschaft in jüngster Zeit, sagte US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland in Washington. Den Rückzug der Amerikaner aus der Arbeitsgruppe begründete sie zwar nicht ausdrücklich mit dem schwulenfeindlichen Gesetzesentwurf in Russland. Sie drückte aber ihre klare Ablehnung dafür aus: "Niemand darf dafür diskriminiert werden, wen er liebt."
Die Arbeitsgruppe war ins Leben gerufen worden, nachdem sich US-Präsident Barack Obama und der damalige russische Amtskollege Dmitri Medwedew auf einen "Neustart" der Beziehungen beider Länder geeinigt hatten. Sie sollte Wege finden, wie die USA beim Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland helfen kann.
"Diese spezielle Arbeitsgruppe funktioniert nicht", urteilte Nuland nun. Moskau bewege die Rolle der Zivilgesellschaft in die falsche Richtung. Die Amerikaner würden künftig lieber direkt mit Bürgerrechts-Organisation in Russland arbeiten, die dafür offen seien.

Russland will Homosexuelle mundtot machen

Um Kinder besser zu schützen, sollen öffentliche Äußerungen über Homo-, Bi- und Transsexualität in Russland verboten werden. Die Staatsduma hat ein entsprechendes Gesetz in erster Lesung angenommen. Bei Protesten wurden Gegner des Gesetzes von orthodoxen Christen angegriffen.

Russland geht verschärft gegen Schwule und Lesben vor: Das russische Parlament hat ein höchst umstrittenes Gesetz zum Verbot von "homosexueller Propaganda" in erster Lesung angenommen. Es soll ihnen verbieten, öffentlich über ihre Homo-, Bi- oder Transsexualität zu reden.

Darüber hinaus sollen öffentliche Veranstaltungen, wie beispielsweise Paraden oder Demonstrationen, untersagt werden. Ein Verstoß könnte mit hohen Geldbußen von bis zu 125 Euro für Privatpersonen, bis zu 1250 Euro für Amtsträger und bis zu 12.500 Euro für Körperschaften, darunter auch Verbände bestraft werden. Damit das Gesetz verabschiedet werden kann, ist eine zweite und dritte Lesung im Parlament notwendig.

Vor der Staatsduma kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Gegnern des Gesetzes und konservativen Gruppen. Schwule und Lesben hatten sich aus Protest öffentlich geküsst. Orthodoxe Christen bewarfen sie daraufhin mit faulen Eiern und Farbe. Die Polizei habe die Angreifer entkommen lassen, aber stattdessen mindestens 20 Schwule und Lesben festgenommen, sagte die homosexuelle Aktivistin Jelena Kostjutschenko nach Angaben des Internetportals gay.ru. Aktivisten berichten von einem brutalen Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte.

In einigen Teilen Russland, darunter die Touristenmetropole St. Petersburg, gilt das Verbot bereits seit ungefähr einem Jahr. Dass es nun auch landesweit gelten soll, begründen die Initiatoren des Gesetzes mit einem verbesserten Kinderschutz. Kritiker befürchten hingegen, dass die weit verbreitete Tabuisierung des Themas zu einer schlechteren Aufklärung über HIV und Aids führt.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, zeigt sich empört über das Gesetz und fordert eine Reaktion der Bundesregierung. "Jetzt wird sogar das Reden über bestimmte Dinge verboten", sagte Beck in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Der Politiker kritisiert, mit dem Vorgehen gegen Andersdenkende in Russland werde "eine neue Qualität in der Beschneidung demokratischer Rechte" erreicht. Er forderte Außenminister Westerwelle dazu auf, den russischen Botschafter einzubestellen und Asylanträge von Russen in der EU genauer zu überprüfen.

Homosexuelle sind innerhalb der russischen Gesellschaft starker Diskriminierung ausgesetzt. Bis 1993 wurde Homosexualität als Straftat in Russland verfolgt und bis 1999 als psychische Krankheit eingestuft.

Heikler Auftritt für Westerwelle

Ungewöhnlich klare Worte: Im Gespräch mit dem russischen Botschafter soll Außenminister Guido Westerwelle einem Medienbericht zufolge deutliche Kritik geübt haben. Russland plant ein Gesetz, das Homosexuelle diskriminiert - davon sei er auch persönlich enttäuscht.

Für Außenminister Guido Westerwelle, mittlerweile mit seinem langjährigen Partner Michael Mronz verheiratet, ist ein Treffen mit Staatschefs oft heikel - nämlich dann, wenn in deren Ländern Homosexuelle diskriminiert werden.

Nun soll Westerwelle nach Informationen von Spiegel Online das Thema gegenüber dem russischen Botschafter Wladimir Grinin sehr direkt angesprochen haben: Beim Treffen mit dem Diplomaten im Auswärtigen Amt in Berlin habe Westerwelle sich kritisch zu dem russischen Gesetz geäußert, das "Propaganda für gleichgeschlechtliche Beziehungen" verbieten soll. Sollte es in Kraft treten, dürfte in Russland nicht mehr öffentlich über Homo-, Bi- oder Transsexualität geredet werden.

Dem Bericht zufolge habe Westerwelle im Gespräch klar gestellt, dass der Entwurf des Gesetzes aus deutscher Sicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt und betont, dass das vorgesehene Verbot die europäisch-russischen Beziehungen belasten würde. Außerdem sei Westerwelle als Freund Russlands auch persönlich enttäuscht, schreibt Spiegel Online.

Das Ministerium bestätigte das Treffen zwischen Westerwelle und Grinin, wollte zum Inhalt des Gesprächs aber keine Auskunft geben. Dass der deutsche Außenminister so deutlich Kritik übt, wie offenbar beim Treffen mit Grinin, ist eher ungewöhnlich. Bisher hat Westerwelle das Thema Menschenrechte zwar auch in Ländern wie Saudi-Arabien angesprochen - in denen auf Homosexualität sogar die Todesstrafe stehen kann - formulierte seine Kritik aber eher verklausuliert.

Die russische Regelung hatte international Empörung ausgelöst: Es soll öffentliche Äußerungen über Homo-, Bi- oder Transsexualität verbieten. Darüber hinaus sollen öffentliche Veranstaltungen, wie beispielsweise Paraden oder Demonstrationen, untersagt werden. Ein Verstoß könnte mit hohen Geldbußen von bis zu 125 Euro für Privatpersonen, bis zu 1250 Euro für Amtsträger und bis zu 12.500 Euro für Körperschaften, darunter auch Verbände bestraft werden.

Der russische Abgeordnete Sergej Dorofejew von der Regierungspartei Einiges Russland begründete das Gesetz damit, es solle Minderjährige "vor den Auswirkungen der Homosexualität" schützen. Bislang wurde das umstrittene Gesetz vom Parlament in erster Lesung angenommen. Damit das Gesetz verabschiedet werden kann, ist eine zweite und dritte Lesung im Parlament notwendig.

Das Menschliche

Und Sie wissen nicht, mit was Sie es zutun haben! Doch diese bekommen euch, ein Fakt!

Heute in den TV- Medien, die Massen - Vergewaltigung einer 15 jährigen Schülerin, angeblich "Gastarbeiter bzw. FLÜCHTLINGE auch Poliz...