Samstag, 14. Juni 2014

Gesellschaftsordnung Normen und Regeln!


Copyright © 2011-2021 Nikita Noemi Rothenbächer- Alle Rechte vorbehalten!
Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2014

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Krankmachende Gesellschaftsordnung – Normen und Regeln!

Diese Gesellschaft ist krank! Oder, Die westliche Gesellschaftsordnung ist untauglich! Solche, oder ähnliche Bemerkungen kann man in div. Medien vernehmen!
Auch ich kam im Laufe meines Lebens zu ähnlichen Erkenntnissen:
Für gesund (natürlich und kreativ) denkende und fühlende Menschen ist die westlich zivilisierte Gesellschaftsordnung mit ihren zum Teil dummen Normen und Regeln sowie mit ihren Moral- und Sittenvorstellungen teilweise untauglich!
Sie behindert (teilweise) nicht nur eine gesunde Entwicklung, sondern sie benachteiligt auch den Großteil der Bevölkerung gegenüber einzelnen Herrschern und Machthabern.
Sie ist teilweise dumm, schizophren (zwiespältig), scheinheilig, lustfeindlich und macht seelisch und körperlich krank!
Norm- und Autoritätsgläubigkeit, Norm- und Autoritätsabhängigkeit, Scheinaufklärung, Wahrheitsunterdrückung, dumme Regeln, Moral- und Sittenvorstellungen, dumme Tabu- und Sündenvorstellungen (u. desgl. m.) sind einige der Mitverursacher von Krankheiten
Wenn die Seele sich nicht entfalten kann, wird der Körper krank!
Ich bin mein ganzes Leben lang unglücklich gewesen, und habe mein ganzes Leben lang nie ein Wort darüber gesprochen, aus dem wohlerzogenen Empfinden heraus, dass sich so etwas nicht schicke. In der Welt, in der ich lebte, wusste ich, dass ich traditionellerweise um keinen Preis stören oder auffallen durfte. Ich wusste, dass ich korrekt und konform sein musste – und vor allem normal.
Tabus, Moralvorgaben, Normen, Verordnungen und Gesetze wurden und werden von fehlbaren, oft nach Macht und Reichtum strebenden Menschen und Organisationen (Kirche, Staat, etc.) vorgegeben und sind deshalb auch oft fehlerhaft und widernatürlich. Sie schränken oft unnötig die persönliche Freiheit und Entwicklung des Menschen ein.

Wenn du dein Inneres, dein Gefühl (Eingebungen – Intuitionen - Inspirationen) beobachtest dann würdest du oft gerne anders handeln. Warum wohl: „Weil dein Gefühl meist ein natürliches Empfinden ausdrückt“.

Erlaubt ist ALLES, solange du damit nichts und niemanden bewusst schadest!!!

Träume nicht dein Leben sondern lebe deine Träume – beginne ein neues, von dir bestimmtes Leben und du wirst zufriedener und gesünder sein - wenn die Seele sich nicht entfalten kann wird der Körper krank!!!
Was ist Überhaupt „Normalität“ frage, da ich meine „Normalität“ lebe und mich tag täglich mit einigen Konfrontationen herum schlagen muss, welche angeblich „Normal „ sind für viele, jedoch nicht für mich!
Ist diese „Normalität“ denn dieses was alle, oder die größte Mehrheit tut oder lässt, nur um nicht Aufzufallen?

Oder ist diese Norm von welchen ja „Normalität“ abgeleitet wird, das was ein Wesen bzw. Mensch tun und lassen muss?

Denn ansonsten bist Du nicht mehr „Normal“, was unterscheidet eine Transidentische Person von der anderen, das diese aus unterschiedlichen Beweggründen ihr eigenes und Betone ihr eigenes da sein Verändert ausbricht aus der so geschaffen Norm!
Künstler der Bildenden Kunst brechen auch aus vielen Klischees heraus, viele halten Sie für Verrückt andere für hervorragende Künstler mit Weitblick und werden hoch Bejubelt und gehandelt auf hohem Level mit Dotierungen und Auszeichnungen!

Ist diese Selbstbestimmung des Verstehens von der Kunst etwas anderes als dieses was Transmenschen machen oder versuchen zu machen, eine Veränderung der persönlichen und eigenen Wahrnehmung?
Eine "Geschlechtsidentität" bzw. "gender identity" gibt es aber nicht.

Ich will erklären, warum nicht. Es ist ganz einfach:

Jedes Coming Out ist eine persönliche Befreiung von äusseren geschlechtlichen Erwartungen und Normen.

Ein Mensch, der sich sozial wie seine Genitalien verhalten soll - zumindest wollen das ja stereotype Gesellschaften - erkennt: "da ist etwas anders. Ich muss ehrlich zu mir und meiner Umwelt sein". Er befreit sich von dem Glauben, dass die Genitalien oder andere Körpermerkmale immer eine Aussage über Sexualität oder Geschlecht eines Menschen treffen. Dass müssen sie nämlich nicht.

Ein Coming Out ist also der Prozess der Selbstbewusstwerdung gegen äussere Widerstände.
Zu diesen Widerständen gehört eben das Konzept einer "Gender Identity". Das muss deswegen so sein, da "gender" das soziale Geschlecht bedeutet und "Geschlechtsidentität" etwas mit der Umwelt zu tun haben soll.
Wenn ein homosexueller oder ein transsexueller Mensch ein Coming Out erleben, dann hat dies aber mit einem Sich-Annehmen, Sich-Akzeptieren und Sich-Selbst-Bewusstwerden gegen soziale Zwänge zu tun.

"Gender Identity" bzw. "Geschlechtsidentität" ist also ein Begriff, der nach wie vor dazu genutzt wird, geschlechtliche Normabweichungen zu psychopathologisieren. Die Begriffe stammen historisch von Psycho-Medizinern und werden heute noch verwendet, wenn es um die Verfügbarmachung von Geschlecht geht. Eine transsexuelle Frau wird von der Psycho-Sexologie als "biologischer Mann" mit "weiblicher Geschlechtsidentität" bezeichnet, um eine transsexuelle Frau nicht als biologische Normvariante, eben als transsexuelle Frau anerkennen zu müssen.
Begriffe wie "Transgender" und "Transidentität" kommen der Psychosexologie in ihrer psychopathologisierenden Sicht entgegen, da beide auch davon ausgehen, dass ein Mensch sich wie ein anderer fühlen oder zu einem anderen Menschen werden könne.
Betrachtet man die Realität ist beides Unsinn.

Ein Mensch ist, wer er ist.
Genau aus diesem Grund sollte jeder Mensch, der sich aktiv für die Anerkennung geschlechtlicher Normvarianten einsetzt, die ja in der Natur existieren, aber in vielen Gesellschaften immer noch staatlich verfolgt oder als nicht-existent definiert werden (eben auch in Deutschland), kritisch mit den Thesen der Psycho-Sexologie auseinandersetzen, die von einer "Geschlechtsidentität" sprechen.
Denn "Geschlechtsidentität" ist ein Begriff, der geschlechtliche Vielfalt unsichtbar machen will.

Der Begriff "Geschlechtsidentität" ist das Paradoxon, dessen Un-Logik der Hauptgrund für die Pathologisierung geschlechtlicher Normvarianten ist. Es ist deswegen ein Paradoxon, da ein Wissen über sich selbst etwas anderes ist, als ein Wissen über den geschlechtlichen Platz, den eine Gesellschaft für einen selbst zur Verfügung stellen will.

Eine "Gender Identity" kann also NIE das Wissen eines Menschen über sein eigenes Geschlecht bedeuten. Daraus folgt, dass so etwas wie eine "Geschlechtsidentität" als solche nicht existieren kann.
Danke für die Aufmerksamkeit mit freundlichen Grüßen


Dienstag, 10. Juni 2014

Diskriminierung im Berufsleben Transsexuellen droht häufiger Arbeitslosigkeit


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Diskriminierung im Berufsleben
Transsexuellen droht häufiger Arbeitslosigkeit

Im Rahmen der Hirschfeld-Tage 2014 wurde eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene "Studie zur Lebenssituation von Transsexuellen in Nordrhein-Westfalen" vorgestellt.

Das Erinnern ist bei den diesjährigen Hirschfeld-Tagen NRW ein zentrales Thema – in jeder Hinsicht. Der LSVD nutzte diese Gelegenheit, um in der vergangenen Woche die kaum bekannte "Studie zur Lebenssituation von Transsexuellen in Nordrhein-Westfalen" vorzustellen, die auf den Tag genau vor zwei Jahren veröffentlicht wurde. Die Rechtsanwältin und Mitautorin der Studie Deborah Reinert referierte vor zehn Interessierten über ihre Ergebnisse der ersten empirischen Studie über Transsexuelle in Deutschland.

In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA). Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) erhoffte sich von der Veröffentlichung, dass die Studie zu "mehr Sensibilität, Offenheit und Akzeptanz beiträgt – damit Transsexuelle als Teil der bereichernden Vielfalt unseres Landes überall dazu gehören und sich zugehörig fühlen können". So heißt es im Vorwort.

Befragt wurden insgesamt 98 Personen. Davon 30 in Interviews (jeweils 15 Transmänner und -frauen) und weitere 27 Transmänner und 41 Transfrauen per Fragebogen. Der Katalog umfasste stolze 89 Fragen. Nach Schätzungen Reinerts stellt die Anzahl der Befragten mindestens drei Prozent der transsexuellen Menschen in NRW dar.

Nur eine Minderheit hat keine Diskriminierungserfahrungen

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten Transsexuelle in verschiedenen Lebensbereichen mit "multiplen Belastungssituationen" konfrontiert werden. Nur jeder vierte befragte Transmann und etwa jede siebte Transfrau kennen Diskriminierungserfahrungen nicht aus eigener Hand. In den meisten Fällen fühlten sich die Befragten aufgrund ihres Geschlechts bzw. ihrer sexuellen Identität diskriminiert. Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung spielte lediglich bei vier Prozent der Transmänner und neun Prozent der Transfrauen eine Rolle.

Wie Transsexuelle mit Diskriminierungen umgehen, ist von Person zu Person unterschiedlich. Für fast alle Betroffenen ist die Stärkung des Selbstbewusstseins durch Kontakt mit anderen von großer Bedeutung. Dies geschieht etwa in Selbsthilfegruppen, durch Psychotherapien oder über die Aneignung von Wissen über rechtliche und medizinische Maßnahmen. Andere Strategien zum Umgang mit Diskriminierungserfahrungen sind eher defensiv – wie das Meiden von Menschen, Verdrängung oder der Umdeutung negativer Erfahrungen.
Doch auch der offensive und aufklärerische Umgang ist für viele eine wichtige Möglichkeit. Ein Transmann berichtete im Interview von einer Situation in einer Kantine: Neben ihm saß eine Gruppe von Auszubildenden, die sich abfällig über eine Transfrau aus ihrer Berufsschulklasse unterhielten. Begriffe wie "Mann im Rock" oder "blöde Transe" fielen. "Und da habe ich mich eingemischt und habe gesagt: 'Entschuldigung, dass ich mich da einmischen muss, aber ihr sitzt gerade auch an einem Tisch mit einer blöden Transe.' […] Die waren dann auch ganz neugierig und haben gefragt und ich habe dann halt, wie ich das so wollte, geantwortet."

Probleme im Berufsleben besonders signifikant

Ein weiteres auffälliges Ergebnis der Studie zeichnete sich im Bereich des Berufslebens ab. Trotz überdurchschnittlich guter Bildungsabschlüsse gaben 26 Prozent der Transmänner und 19 Prozent der Transfrauen an, zum Zeitpunkt der Befragung ALG II erhalten zu haben. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt, der zum damaligen Zeitpunkt bei knapp über 11 Prozent lag, waren die Ergebnisse unter Transsexuellen ungewöhnlich hoch. Hinzu kommt, dass nach einem Arbeitsplatzverlust viele Transsexuelle Schwierigkeiten haben, eine neue Anstellung zu finden. Die Folgeprobleme sind offensichtlich: Mangel an effektiver Altersvorsoge, sozialer Abstieg, Verarmung.

Zumindest in einem Punkt zeigte sich in der Untersuchung ein durchweg positives Zeichen. Alle Befragten, egal ob sie noch am Anfang ihrer Transition standen oder sie bereits abgeschlossen haben, gaben an, dass sich ihre Lebenssituation nachhaltig verbessert hat und den Schritt wieder gehen würden.

Um die Situation von Transsexuellen zu verbessern, schlugen die Autoren der Studie konkrete Schritte vor. Von zentraler Bedeutung sei dabei die Aufklärung. Transsexualität müsse sowohl in der Schule als Querschnittsthema eingeführt werden, ebenso müssen aber konkrete Leitfäden für Behörden erstellt und Anpassungen von Verwaltungsvorgängen eingeleitet werden.


Transsexualität und Gesellschaft wie Familienbande

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Transsexualität und Gesellschaft
Die Realität in der Beurteilung von Geschlechtsidentitätsstörungen durch den „recht und billig“ denkenden Mann auf der Straße ist nicht ermutigend. Nach wie vor wird Transsexualität als sündenhaft, als krankhaft oder sogar sittenwidrig beurteilt, weswegen Betroffene einer starken Stigmatisierung ausgesetzt sind. Transgenderpersonen sind in ihrer Psyche sehr labil und anfällig, weil sie ein Leben lang um Akzeptanz kämpfen müssen, häufig aber enttäuscht werden.

Im Jahre 2010 gab es in Österreich eine spektakulären Fall von Transsexualität, der an die Öffentlichkeit gelangte. Ein Lehrer ging als Mann in die Ferien und kam als Frau wieder. Das war den Schulbehörden offenbar kein Problem, dafür aber den Eltern der Schüler. Sie protestierten gegen die Vorgansweise der Behörden und sahen in deren Vorgangsweise eine Gefährdung der Sittlichkeit ihrer Kinder.
Kann es ein schlimmeres Zeichen geben für den Unverstand der Gesellschaft gegenüber dem Phänomen der Transsexualität?! Aufklärung tut Not! 

Der Umgang mit transsexuellen Personen verlangt eine hohe Sensibilität. Selbst für den Therapeuten ist es manchmal nicht einfach, sich auf das verletzliche Seelenleben von transsexuellen Personen einzustellen.

Das Leben Transsexueller ist geprägt von einem lebenslangen Kampf. Zuerst zielt das gesamte Bestreben auf Akzeptanz ihrer selbst entdeckten Transsexualität ab, auf die Durchsetzung geschlechtsanpassender Maßnahmen, deren Verwirklichung durch Gesetze und Restriktionen verhindert werden soll. Unverständnis gegenüber ihrem Bestreben ist an der Tagesordnung, selbst von Leuten, von denen Fachkompetenz erwartet werden könnte. Danach beginnt der Konflikt mit der Gesellschaft von neuem. Die Eingliederung in die Gesellschaft ist mit Hindernissen gepflastert, die berufliche Laufbahn wegen der Stigmatisierung gehemmt. Auch der Wunsch nach einer tragfähigen Beziehung wird häufig enttäuscht.

Transsexuelle Personen sind deshalb in einem besonders hohen Ausmaß von psychischen Erkrankungen und sogar Selbstmord betroffen.

Diese düstere Bild soll nicht bedeuten, dass Transsexuellen der von ihnen gewünschte und eingeschlagene Weg verweigert werden sollte, es ist vielmehr ein Appell an mehr Toleranz in der Gesellschaft, denn es ist die Gesellschaft, die krank macht, nicht die Transsexualität

Gelänge es, für die Bedürfnisse transsexueller Personen mehr Verständnis  auf zu bringen, aus ihrem „Anderssein“ kein Drama zu machen, würden sich viele Probleme von Personen mit GIS vermeiden lassen. 

Transsexuelle und Familienbande
Überraschenderweise müssen sich Transgenderpersonen gerade bei ihren „Liebsten“ in besonderer Weise behaupten. Deswegen sind nicht selten Eltern oder andere nahe Angehörige die letzten, die in das persönliche Geheimnis der Transsexualität eingeweiht werden, entweder um sie nicht zu enttäuschen oder aber um von Ihnen nicht kritisiert zu werden. Die von Menschen, von denen man sich geliebt wähnte, geäußerte Kritik wiegt besonders schwer und stürzt die betroffenen Personen noch weiter in Selbstzweifel. Gerade die eigene Familie, von der Rückhalt und Verständnis erwartet werden sollte, fällt dem Transsexuellen nicht selten in den Rücken, schämt sich für die zugefügte Schande, für das Versagen der Erziehung (das es natürlich nicht gibt!). Es gibt viele Beispiele aus der Praxis, die dies belegen und das Unverständnis selbst gebildeter Personen gegenüber transsexuellen Angehörigen zu Tage bringen.
„Transsexuelle Personen lehnen ihr Geburtsgeschlecht ab, dessen körperliche Merkmale und die an die biologische Geschlechtszugehörigkeit geknüpften Rollenanforderungen“. Sie empfinden das Leben in Ihrem biologischen Geschlecht als „Irrtum der Natur“ und haben den unabänderbaren Wunsch, ein gegengeschlechtliches Leben zu führen (Beier, Bosinski, Loewit 2005).                                                            

„Definitionsgemäß besteht der Wunsch, als Angehöriger des anderen anatomischen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach hormoneller und/oder chirurgischer Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen“. (F 64.0 nach ICD-10).

Die („echte“) transsexuelle Geschlechtsidentitätsstörung gilt als unveränderbar.

Sagt man nicht Lesen ist „Bildung und Wissen ist Macht“, bin davon Überzeugt!

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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2014

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Hey na alles Klar, alles Ok, schön es freut mich wenn Du diese Zeilen ließt!
Bin Nikita Noemi vom Blog: http://trans-weib.blogspot.de/
Danke für deine Anwesenheit und Aufmerksamkeit!

Sagt man nicht Lesen ist „Bildung und Wissen ist Macht“, bin davon Überzeugt!

Trotz all diesen wunderbaren Menschlichen Eigenschaften, gibt es sehr viele Menschen welche weder Lesen noch Schreiben können, obwohl Sie es gerne würden!
Deswegen ist es enorm Wichtig, denn wir sind auf deine Mithilfe angewiesen, Erzähle anderen von diesem Blog über die Nachrichten und Informationen, denn Glaube mir, es gibt noch sehr viele Menschen welche nicht Mensch sein können aus Angst und Verzweiflung!
Berechtigte Angst, denn von Säugling an geprägt an Kultur, Mentalität, Religion, Glaube mehr noch das Wissen in vielen Jahren hat sich kaum oder nichts geändert!
Es gibt Länder in welchen die Todesstrafe verhängt wird, nur weil man nicht der allgemeinen Norm entspricht, es wird als nicht  Normal definiert, ja Ihr habt richtig Gelesen!
Aber Normal wie auch Liebe oder Seele, Schmerz, Leid aber auch Freude, sind Eigenschaften welche nicht zu Definieren sind da Sie Subjektiv sind!
Transgender ist ein Überbegriff für Menschen welche andere Persönliche rechte Verfolgen, welche jedoch keinem Schaden, die Wissenschaft und Medizin jegliche Forschung welche gemacht wurde, hat wirklich nur eine Aussage, es gibt wo Möglich einige Gründe, aber Möglichkeiten sind keine Fakten! Und dieses ist Ausschlaggebend, nicht das blinde Wissen von Hören und sagen, was nicht belegt ist!
Fakt jedoch ist, es sind Menschliche persönliche Empfindungen und Gefühle, von Gott oder dem Propheten gegeben, denkt Ihr dieser an welche alle Glauben, hat es so gemacht das zwischen den Menschen Krieg und Gewalt, Hass und das Aufzwängen von Pflichten existiert?
Ob in der Bibel oder dem Koran, bei den Hindu oder Buddhisten,  wird Friede und Harmonie gepredigt, mehr noch wenn man weis, das Intersexuelle Menschen im Geringsten etwas dazu können da es medizinisch Bedingt ist!
Persönlich möchte ich nur Aufmerksam machen auf Missstände welche es nicht nur in Europa sondern Welt weit gibt, es kann jeden treffen, wo möglich Morgen eines deiner Kinder?
Ok wenn Ihr Helfen möchtet, nein will kein Geld sondern nur das Ihr den Link weiter leitet, redet über Ihn Vermittelt Ihn!
Das ist die größte Hilfe, wer mehr Helfen möchte setze sich in Kontakt mit uns  http://trans-weib.blogspot.de/
Dort ist auch die Mail Adresse
Danke
Nikita Noemi

Zwei Artikel zeigen die Konsequenzen strenger  Geschlechternormen in unserer Gesellschaft und beschäftigen sich mit den Folgen für Kinder, die nicht in klare Muster passen.
In der Taz geht es im Artikel ‘Wer wollte das rosa Einhorn?‘ von Heide Oestreich um den Fall des transsexuellen Mädchens Alexandra.”Ein Mädchen mit den Geschlechtsmerkmalen eines Jungen. Und deshalb droht dem Kind jetzt die geschlossene Psychiatrie. Das Jugendamt möchte es einweisen.”
Lesenswert ist auch ein Streitgespräch in der Zeit zur medizinischen Behandlung intersexueller Kinder, den den Titel ‘Wie eine Kastration‘ trägt.  Es fand zwischen der Intersex-Aktivistin Lucia Veith und dem Professor für Kinderheilkunde Olaf Hiort statt. Ein Auszug:
ZEIT: Gibt es denn Kinder, die sagen: »Ich bin nicht Junge oder Mädchen, ich bin beides?«
Hiort: Mittlerweile ja. Eine Familie, die ich seit zehn Jahren begleite, hat beschlossen, abzuwarten, bis das Kind selbst entscheiden kann. Es ist jetzt in der vierten Klasse, und als es kürzlich sein Geschlecht angeben musste, männlich oder weiblich, hat das Kind sein Kreuz in der Mitte gemacht.
ZEIT: Lucie Veith, wie reagieren Menschen, wenn Sie sagen, dass Sie weder Mann noch Frau sind?
Veith: Es gibt einen großen Informationsbedarf. Aber wenn ich es dann erkläre, höre ich: »Das ist ja spannend« oder »Okay, wie Sie meinen«. Es gibt ja alles heutzutage. Persönlich werde ich nicht diskriminiert. Nur beim Arzt bekomme ich eine falsche Auswertung meiner Blutwerte, weil auf der Krankenkassenkarte steht, dass ich weiblich bin.”
Der letzte Artikel ist auch deswegen wichtig, weil sich momentan der Ethikrat mit der Situation von intersexuellen Menschen in Deutschland beschäftigt. PS: In der Jungle World findet sich ein Interview mit Daniela Truffer und Markus Bauer, den Vorsitzenden der Menschenrechtsgruppe ‘Zwischengeschlecht’. Der Titel: ‘Die Grundrechte werden mit Füßen getreten‘.

»Die Grundrechte werden mit Füßen getreten«
Jedes Jahr kommen in Deutschland Hunderte intersexuelle Kinder auf die Welt. Die Vorstellung, man könne deren Geschlecht operativ festlegen, führt in einer Vielzahl von Fällen zu »genitalangleichenden Eingriffen« nach der Geburt. Eine Auseinandersetzung mit dieser medizinischen Vorgehensweise blieb bis in die neunziger Jahre hinein fast vollständig aus. Derzeit befasst sich der Deutsche Ethikrat im Auftrag der Bundesregierung mit der Situation von intersexuellen Menschen in Deutschland. Für die in Kürze erwartete Stellungnahme wurde auch die Menschenrechtsgruppe »Zwischengeschlecht« befragt. Sie betreibt die Seite zwischengeschlecht.org und setzt sich für die Beendigung der bisherigen Praxis in Kinderkliniken ein. Die Jungle World sprach mit der Vorsitzenden Daniela Truffer und Markus Bauer, der für Kampagnen verantwortlich ist.
INTERVIEW: REBEKKA EISNER UND HANNES SOLTAU
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Wie lange gibt es Ihre Organisation bereits und wie kam es zur Gründung?

Truffer: Auslöser war der »Zwitter-Prozess« am Kölner Landgericht im Jahr 2007, als die Betroffene Christiane Völling gegen ihren früheren Chirurgen klagte. Wir organisierten damals Demonstrationen, anfänglich aus Selbsthilfegruppen heraus, und machten Öffentlichkeitsarbeit mit Pressemitteilungen und einem Weblog. Um diese Arbeit weiterführen zu können, etwa mit Protesten gegen involvierte Kliniken und Standesorganisationen, gründeten wir 2010 die Gruppe »Zwischengeschlecht«.

Sie betonen oft, dass Ihre Arbeit eng mit persönlichen Erfahrungen verbunden ist.

Truffer: Ich selbst wurde mit »atypischen« körperlichen Geschlechtsmerkmalen geboren. Als Baby wurde ich kastriert, mit sieben wurde mein Genital verstümmelt, ab zwölf musste ich weibliche Hormone nehmen. Ich wurde zum Mädchen gemacht und in der Folge immer angelogen. Ich leide bis heute an den psychischen und physischen Folgen dieser menschenrechtswidrigen »Behandlung«. Seit elf Jahren engagiere ich mich in der Selbsthilfe. 2002 ging ich mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit, zunächst anonym.

Bauer: Als Nicht-Zwitter ging es mir wie den meisten anderen: Ich hatte keine Ahnung, was in den Kinderkliniken vor sich geht. Als ich davon erfuhr, war ich schockiert. Ich wollte nicht weiter tatenlos zusehen und solidarisierte mich.

Sie sprechen von »westlicher Genitalverstümmelung«. Wie ist das zu verstehen?

Bauer: Seit den neunziger Jahren bezeichnen Betroffene die kosmetischen Genitaloperationen an Zwittern als »Genitalverstümmelung« und kritisieren die vorherrschende Doppelmoral: Kulturell begründete Genitalverstümmelungen in Afrika etwa werden als barbarisch verurteilt, während vor der eigenen Haustür medizinisch unnötige Genitaloperationen an Kindern nicht nur ausgeblendet, sondern auch geleugnet werden. Erst seit wenigen Jahren konstatieren zunehmend auch Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, dass die Folgen gleich verheerend sind, und ziehen Parallelen.

Wie schätzen Sie die Situation von Intersexuellen in Deutschland derzeit ein?

Truffer: Den Medizinern zufolge kommt jedes tausendste Kind mit »atypischen« Genitalien auf die Welt. Bis heute werden 90 Prozent davon kosmetisch genitaloperiert, meist mehrfach und von klein auf. Ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung wird mit Füßen getreten. Seit 20 Jahren klagen Betroffene den Ärzten und der Öffentlichkeit ihr Leid. Bis heute reagieren die Verantwortlichen auf die stets gleiche Weise, mit Ablenkungsmanövern, Ausreden, Spott und Hohn – im Wissen, dass sie wegen der Verjährungsfristen und der Traumatisierung der Opfer juristisch kaum belangt werden können. Immerhin dringt das Thema nun vermehrt in die Öffentlichkeit, wodurch der Druck auf Ärzte und Politiker steigt.

Viele Betroffene scheiterten mit ihren Klagen an der Verjährungsfrist. Wie sind die juristischen Gegebenheiten, und gibt es Hoffnung auf eine Novellierung?

Bauer: Einfache Körperverletzung verjährt nach fünf, gefährliche nach zehn Jahren. Zivilrechtlich liegt die absolute Verjährung bei 30 Jahren. Nach wie vor ist Christiane Völling die Einzige, die ihren letzten behandelnden Arzt wenigstens noch zivilrechtlich verklagen konnte. Ihr gelang dies im letzten Monat vor Eintritt der absoluten Verjährung, und das auch nur, weil sie zum Zeitpunkt der betreffenden Operation bereits 18 Jahre alt war. Eine positive Entwicklung bei der Rechtsprechung sehen wir derzeit einzig im Bezug auf weibliche Genitalverstümmelungen und sexualisierte Gewalt an Kindern. In Bezug auf verstümmelte Zwitterkinder steht die Diskussion hingegen noch am Anfang.

Immerhin wurden Sie vor den deutschen Ethik­rat und vor die Schweizer »Ethikkommission im Bereich Humanmedizin« geladen.

Truffer: In beiden Fällen erkannten die Ethikgremien erst aufgrund von politischem Druck Handlungsbedarf. In Deutschland benötigte es dafür, nach 15 Jahren vergeblicher Vorstöße im Bundestag, den Umweg über die Uno. In der Schweiz, wo es von einer Vielzahl von Parlamentariern gestützte Vorstöße im Nationalrat gab, ging es deutlich schneller. Es ist als großer Erfolg zu bewerten, dass Betroffene und Eltern erstmals in ­einem solchen Rahmen angehört wurden. Der bisherige Verlauf der Anhörungen gibt Anlass zu großer Hoffnung. Die Stellungnahme des deutschen Ethikrates wird für den Februar erwartet, die der Schweizer Kommission für den Sommer.

Gibt es auch in anderen Ländern Entwicklungen in diesem Bereich, vielleicht auch Organisationen, mit denen Sie vernetzt sind?

Bauer: Es gibt einen globalen Trend zur Stärkung von Kinderrechten, des Grundsatzes der informierten Zustimmung und des Stellenwerts der Medizinethik. Das verleiht unserem Anliegen Rückenwind. Soweit wir wissen, ist »Zwischengeschlecht« derzeit die einzige Gruppe, die explizit auf ein gesetzliches Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern hinarbeitet und dabei Öffentlichkeitsarbeit, Realpolitik und gewaltfreie Aktionen zusammenbringt. Es gab allerdings Vorläufer, zum Beispiel die »Intersex So­ciety of North America« oder die »Arbeitsgruppe gegen Gewalt in der Pädiatrie und Gynäkologie«. Auch die US-Lobbyorganisation »Advocates for Informed Choice« geht zum Teil in eine ähnliche Richtung. Außerdem stehen wir international in Kontakt mit Selbsthilfegruppen, allgemeinen Menschenrechtsgruppen, Kinder- und Frauenrechtsorganisationen sowie Gruppierungen, die sich für die genitale Unversehrtheit einsetzen.

Und arbeiten Sie auch mit politischen Gruppierungen zusammen, die sich nicht speziell mit Themen der Sexualität beschäftigen?

Truffer: Um die schnellstmögliche Beendigung der Genitalverstümmelungen durchsetzen zu können, braucht es politische Mehrheiten. Realpolitik hat deshalb in unserer Arbeit einen großen Stellenwert, und wir suchen die Zusammenarbeit mit vielen politischen Kräften ebenso wie mit solidarischen LGBT-Gruppierungen. Leider benutzen jedoch viele dieser Gruppierungen Zwitteranliegen immer noch hauptsächlich in vereinnahmender Weise, zum Beispiel zur Abschaffung des behördlichen Geschlechtseintrags, während die konkrete Beendigung der Verstümmelungen für sie kein Thema ist. Hier besteht nach wie vor großer Diskussionsbedarf. Immerhin kommen aber zu praktisch allen unseren Aktionen Mitglieder von LGBT-Gruppen.

Wie sind eigentlich die öffentlichen Reaktionen auf ihr Engagement?

Bauer: Von den Menschen auf der Straße bekommen wir in der Regel positive Reaktionen. Den meisten ist sofort klar, was wir meinen: »Die sollen doch selber entscheiden dürfen.« Auch manche Mediziner stehen unseren Forderungen aufgeschlossen bis positiv gegenüber. Der harte Kern der Täter wirft uns dagegen vor, wir seien es, die ihre Menschenrechte verletzen würden, und droht uns zunehmend mit rechtlichen Schritten. In der Öffentlichkeit ist die Sensibilisierung sicher vorangeschritten, und auch einige Selbsthilfegruppen treten den Ärzten gegenüber entschiedener auf.


Truffer: Nach wie vor benötigen wir aber tatkräftige Unterstützung, durch sachdienliche Hinweise und Recherchen zu lokalen Genitalverstümmlern, durch Mithilfe und Unterstützung vor Ort bei Aktionen oder durch finanzielle Hilfe. Die Mitgliedschaft bei »Zwischengeschlecht« steht allen offen, die unsere Ziele teilen und etwas dazu beitragen möchten, diese zu erreichen.

Die Identität und sexueller Orientierung sind zwei verschiedene Dinge.

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Die Identität und sexueller Orientierung sind zwei verschiedene Dinge.

Die Identität zurück zu der Frage: wie sollen wir gesellschaftlich akzeptiert? Als ein Mann? Als Frau? Und wenn wir das eine oder andere gibt, müssen wir in Übereinstimmung mit unseren Sex und Gender zu handeln. Der Mann, der Männlichkeit? Die Frau, die Zartheit und Charme? Mit anderen Worten, eine Identität, die auf Ihre Haut klebt und diktiert das Verhalten des Lebens, erschüttert ein Mann eine Frau lieben und umgekehrt.

Sexuelle Orientierung ist weniger komplex, es heißt, wer wir sind sexuell angezogen und um ein paar zu bauen. Die sozial verträgliche Wesen angezogen, um das andere Geschlecht.

Sexualverhalten

Homosexualität Homosexuell homosexuelle bisexuelle Transgender Transgender Transsexuelle bisexuell seltsam SexualitätManche Menschen verweigern die Bilder und möchten nicht, einen Kurs Lebens alle vorgezeichnet zu folgen. Zum Beispiel Männer verweigern ihre feminisiert männlichen Körper und das soziale Verhalten oder durch eine Operation, während sie weiterhin die Frauen lieben. Oder Frauen sind nicht bereit, zu "Frauen als Objekte" groteske Phantasie der Menschen verbannt werden. Sie mag Männer, Frauen, aber noch wichtiger ist, nicht verhindern, ihre Verhältnisse zu leben, keinen Anstoß zu einigen und einigen.

Ohne Frage das "Standard"-Identität oder Orientierung gerade , sollte man andere Identitäten und sexuellen Orientierungen, die soziale Anerkennung für die Privilegien der Such betrachten "Norm". Bestimmte Vorteile als eine globale rechtliche Anerkennung, zum Beispiel. Wenn Homosexuell Ehe legal ist in Quebec, das ist nicht in vielen anderen Ländern der Fall ist. Darüber hinaus diejenigen, trans noch weit hinter der homosexuellen Sache; ihre Strukturen und Organisation verhandeln noch Rechtsklauseln gegen soziale Barrieren, wie die Bedingungen für die Geschlechtsumwandlung.

Sexuelle Vielfalt

Diese Identitäten und sexuellen Orientierungen suchen ein Forum, um sich auszudrücken. Sie sind zahlreich und die Botschaft von der sexuellen Vielfalt zu übertragen. Trotz der verschiedenen Ansprüche, die ähnlich wie ein "Kampf" diese Identität und sexuelle Vielfalt wünscht vor allem eine tiefgreifende Toleranz in unserer Gesellschaft gegenüber LGBT (Lesben, Homosexuell, Bisexuelle und Trans ).

Einige Definitionen ...

Die Transgender sind Menschen, deren Geschlecht (persönliche Selbstkonzept, die allgemein als männlich oder weiblich) übersteigt gesellschaftlichen Stereotypen und manchmal mit dem anderen Geschlecht identifiziert. Zum Beispiel kann eine Person mit männlichen Genitalien das weibliche Geschlecht zu identifizieren. Es ist eine leichte Abweichung bei der Entwicklung von einzigartigen Identität (zB ein Junge Magnetspiel Prinzessinnen).

Die Transsexuelle sind Menschen, die ein Bedürfnis, im Einvernehmen mit ihrer körperlichen Geschlechtsidentität sein müssen. Ein transsexueller Mensch wünscht, für den Wiederaufbau der Genitalien oder andere kleinere körperliche Veränderungen (Brustvergrößerung, die Hormone oder plastische Chirurgie) vorgenommen werden.

Die Queers wollen das Konzept des Gender-Identität neu zu definieren. Das sind Menschen (Homosexuell, bisexuell, transgender oder heterosexuell), die die sozialen Codes von Geschlecht und traditionelle Einstellungen von Mann und Frau nicht erkennen. Das sind Menschen, die nicht wollen, um mit ihrem biologischen Geschlecht und sexuelle Verhalten zu identifizieren. Sie lehnen die etablierte Ordnung.

Der androgyne Menschen, deren Aussehen nicht ihr Geschlecht zu identifizieren. Einige können sich selbst als Mann und Frau, und andere, im Gegenteil, keines dieser Genres zu identifizieren.

Freitag, 6. Juni 2014

Stelle Dir doch einfach mal vor?

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Stelle Dir doch einfach mal vor?

Für die meisten Menschen spielt das Geschlecht eine ganz zentrale Rolle in ihrem Selbstverständnis. Daher ist es für viele sicher recht schwierig, sich vorzustellen, dass jemand eindeutig die äußerlichen Merkmale des einen Geschlechts besitzt und sich trotzdem dem anderen Geschlecht zugehörig fühlt. Diejenigen, die so etwas empfinden, nennt man transsexuell. Ein häufiger Versuch, dieses Dilemma zu erklären ist: 'Stell' dir vor, du wachst eines morgens im Körper des anderen Geschlechts auf.' Es ist wohl kaum möglich, eine solche Erfahrung nachzuvollziehen, allerdings kann man erklären, wie es dazu kommt und wie man damit umgeht.
Es gibt keine Heilung, aber es gibt eine Behandlung

In der Vergangenheit haben Psychologen jahrzehntelang versucht, das Problem durch irgendeine Behandlung in den Griff zu bekommen und die betroffenen Menschen so zu 'heilen'. In keinem einzigen Fall ist dies nachweisbar gelungen. Deshalb kam in den 50iger Jahren der amerikanische Arzt Dr. Harry Benjamin auf die Idee, es von nun an andersherum zu versuchen: Anstatt den Geist dem Körper anzupassen, so folgerte er, sollte man doch vielmehr versuchen, den Körper dem Geist anzugleichen. Zum ersten Mal wurde damit transsexuellen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich in ihrem Körper 'zu Hause' zu fühlen.

Als Möglichkeiten dieser Behandlung stehen hormonelle und chirurgische Maßnahmen bereit. Auch der erwachsene Mensch wird durch Sexualhormone in seiner körperlichen Erscheinung noch maßgeblich beeinflusst. Erhält zum Beispiel eine Frau über längere Zeit das Hormon Testosteron verabreicht, bekommt sie recht bald erkennbaren Bartwuchs, eine tiefere Stimme und kräftigere Muskeln. Umgekehrt setzt bei Männern, die mit weiblichen Hormonen (Östrogenen) behandelt werden, das Brustwachstum ein und die Muskelmasse schwindet. Zusätzlich zur Hormontherapie nehmen vielen Transsexuelle auch chirurgische Hilfe in Anspruch, um das körperliche Erscheinungsbild möglichst natürlich werden zu lassen.

Da diese Eingriffe größtenteils nicht mehr umkehrbar sind, ist es dringend geboten, die Anwendung solcher Behandlungen zusammen mit den betroffenen Personen gründlich zu überdenken. Ein bestehender Bartwuchs, egal ob bei Frau oder Mann, kann nur in einer langwierigen und schmerzhaften Prozedur wieder entfernt werden. Die meisten operativen Maßnamen hingegen sind nicht rückgängig zu machen. Es ist Aufgabe einer psychologischen Betreuung, zu klären, ob alle möglichen Maßnahmen sinnvoll und angebracht sind. Zudem soll den Menschen dabei auch geholfen werden, die Probleme des Geschlechtsrollenwechsels zu meistern.

Zur Änderung des Vornamens gibt es in Deutschland das sog. Transsexuellengesetz. Auf Antrag und Vorlage von 2 Gutachten kann aufgrund eines richterlichen Entscheides der Vornamen geändert werden. Zudem kann nach einer angleichenden Operation der Geschlechtsmerkmale (Entfernen der Brüste und der Eierstöcke bei der Frau, bzw. Entfernen der Hoden und des Penis beim Mann) auch der Personenstand geändert und damit beispielsweise eine entsprechende Eheschließung ermöglicht werden.
Zum Schluss


Wenn sie einem transsexuellen Menschen begegnen, dann treffen sie jemanden, der viele Jahre versucht hat, es allen recht zu machen. Jemand, der viel über sich und andere nachgedacht hat und sich dann im Abwägen aller möglichen Folgen entschieden hat, ein Leben ohne Lüge vor sich selbst und den anderen zu leben. Jemand der gelernt hat, sich selbst zu verstehen und zu lieben und demzufolge auch andere Verstehen und lieben kann. Wie viele Menschen können das für sich in Anspruch nehmen?

Leben zwischen den Geschlechtern „ Intersexualität “!



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Geschrieben und Bearbeitet von Nikita Noemi Rothenbächer 2014

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Guten Tag meine Damen und Herren, bin Nikita Noemi , betreibe den Blog http://trans-weib.blogspot.de/


Denke vielen ist dieser Bekannt, das ist sehr gut so, hoffe Sie Erfahren vieles Neues oder dieses von „Hören und Sagen“ nichts Genaues aber für Sie wo möglich genug?
Aber bedenken Sie, das wenn Sie auch jetzt nicht Betroffen sind, kann es eines Ihrer Kinder werden, „Gott Schütze Sie“, aber wenn doch, nun hier finden Sie einiges an Wissenswertem!
Verbleibe Nikita Noemi

Leben zwischen den Geschlechtern

         „ Intersexualität


Bei meiner ersten bewussten Begegnung mit einem intersexuellen Menschen war ich etwas befangen und auch neugierig. Mein Gegenüber machte es mir aber leicht und so gelang es mir schnell, meine Befangenheit zu überwinden, verstand aber, dass Begegnungen dieser Art oft davon gekennzeichnet sind. Es geht - das ist meine persönliche Erfahrung und auch der Leitgedanke, den ich bei der Befassung des Themas durch den Deutschen Ethikrat hatte, - um Begegnung und um Dialog auf gleicher Augenhöhe. Es geht darum, das Thema aus der Tabuzone heraus zu holen, es dann aber nicht gleich in die Ecke der Sensation, sondern in den Bereich der Normalität zu bringen.

Einige Intersexuelle haben sich frühzeitig und schon vor der offiziellen Beauftragung durch die Bundesregierung an den Deutschen Ethikrat gewandt. Sie forderten, dass sich der Ethikrat mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Intersexuellen, insbesondere mit dem Umgang der Medizin mit den Betroffenen, beschäftigen solle. Erschreckende Schicksale wurden uns geschildert, die sich, als der Ethikrat sich dann nach der Beauftragung durch die Bundesregierung intensiv mit der Thematik befasst hat, immer wieder bestätigten. Viele der Betroffenen wurden frühzeitig, schon als Kind, geschlechtszuordnenden medizinischen Eingriffen unterzogen, deren Tragweite sie erst sehr viel später begreifen konnten. Des Weiteren schilderten sie immer wieder mangelnde Aufklärung, Fehldiagnosen, Missverständnisse, belastende Nachoperationen, Behandlungen mit vielen unerwünschten Nebenwirkungen und das Gefühl, allein damit fertig werden zu müssen. Diese Erfahrungen wurden und werden von vielen Betroffenen als eine Botschaft im Sinne von "Du bist verkehrt, du musst korrigiert werden" verstanden. Die Auseinandersetzung damit steht oft so stark im Vordergrund, dass für das Erkennen des eigenen Andersseins und die Annahme dieses Andersseins wenig Raum bleibt. Kurz: Intersexuelle leben bisher überwiegend in einem invalidierenden Umfeld aus einer zu schnell handelnden und bedrohlich erlebten Medizin, aus gesellschaftlicher Ignoranz und fehlender Unterstützung.
mpuls der Betroffenen und Auftrag der Bundesregierung

Auf internationaler Ebene haben sich Betroffene erstmals 1990 in der Intersex Society of North America zusammengeschlossen und das Thema Intersexualität in einer zweigeschlechtlich geprägten Gesellschaft zu einem öffentlichen Thema gemacht. Im deutschsprachigen Raum erfolgte die Gründung von Selbsthilfeorganisationen erst später: 2004 der Verein Intersexuelle Menschen und 2010 der Verein Zwischengeschlecht. Heute gibt es eine Vielfalt von Organisationen und Selbsthilfegruppen, die für die Anerkennung Intersexueller eintreten und trotz ihrer Unterschiedlichkeit in ihrer Kritik am medizinischen und rechtlichen Umgang mit Intersexuellen und an der Einordnung der Intersexualität als Krankheit übereinstimmen.

Der Deutsche Ethikrat hatte schon im Juni 2010 eines seiner in Berlin regelmäßig stattfindenden Bioethik-Foren dem Thema "Intersexualität - Leben zwischen den Geschlechtern" gewidmet, in dem die Betroffenen und ihre Selbsthilfeorganisationen sowie im Feld tätige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu Wort kamen. Im Dezember 2010 erfolgte der Auftrag der Bundesministerien für Bildung und Forschung und für Gesundheit, den Dialog mit den Betroffenen fortzuführen und, wie es wörtlich im Schreiben der Minister hieß, "ihre Situation und die damit verbundenen Herausforderungen umfassend und unter der Einbeziehung der ärztlichen, therapeutischen, sozialwissenschaftlichen und juristischen Sichtweisen aufzuarbeiten und dabei klar von Fragen der Transsexualität abzugrenzen".

Hintergrund war die Aufforderung des Ausschusses der Vereinten Nationen zur Überwachung des internationalen Abkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau an die deutsche Bundesregierung, in einen Dialog mit intersexuellen Menschen zu treten und wirksame Maßnahmen zum Schutz ihrer Menschenrechte zu ergreifen. Motor war auch hier wieder die Selbsthilfebewegung der Betroffenen. Der Verein Intersexuelle Menschen hatte 2008 an den UN-Ausschuss einen Bericht geschickt, in dem insbesondere von intersexuellen Frauen Verstöße gegen grundlegende Verpflichtungen der Konvention und Empfehlungen zur Vermeidung und Behebung von Konventionsverstößen dargelegt worden waren.

Der Doppelauftrag der Regierung, einen Dialog zu führen und eine Stellungnahme zu erarbeiten, hat sich als überaus produktiv und angemessen erwiesen. Der Dialog wurde mit einer umfangreichen Befragung der Betroffenen, an der sich rund 200 Personen beteiligt haben, eingeleitet und mit einer großen öffentlichen Anhörung im Juni 2011 sowie einem moderierten Online-Diskurs weitergeführt.[1] Hieraus haben sich unzählige Anregungen und Informationen, aber auch Kontroversen ergeben, die ebenso wie die Ergebnisse einer systematisierten Befragung von über 40 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen der Medizin, des Rechts, der Psychologie, der Ethik und der Philosophie in die öffentliche Stellungnahme eingingen.

Zum Begriff Intersexualität

Eine Schwierigkeit, der wir und wahrscheinlich jeder auf der politischen Ebene, der sich mit diesem Thema beschäftigt, begegneten, ist alleine schon in dem Begriff der Intersexualität angelegt. Intersexualität, zu Deutsch am besten mit "Zwischengeschlechtlichkeit" übersetzt, bezeichnet Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Merkmale weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können. Der Begriff lässt dabei offen, ob es sich um ein "sowohl als auch" oder ein "weder noch" handelt. Intersexualität soll ältere Begriffe wie "Zwitter" oder "Hermaphroditismus", die diskriminierenden Charakter haben können, ersetzen. Der Begriff "Intersexualität" ist aber weder eindeutig noch unstrittig.

So wird er zum Teil auch für Personen mit Adrenogenitalem Syndrom (AGS) verwendet, die genetisch eindeutig dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können, denen aber aufgrund hormoneller Störungen eine Vermännlichung der äußeren Geschlechtsorgane droht. Diese Gruppe lehnt den Begriff Intersexualität für sich überwiegend ab. Vor allem Eltern Betroffener haben uns berichtet, dass sie den Begriff für ihre Kinder als diskriminierend empfinden. Um dies zu würdigen, greift der Bericht des Deutschen Ethikrates auf den medizinischen Begriff DSD zurück, der ursprünglich zwar für disorders of sexual development stand, aber nach dem Vorschlag auch deutscher Ethiker und Mediziner als differences of sexual development übersetzt und verstanden werden sollte. Mit dieser rein phänomenologischen, die Unterschiedlichkeit beschreibenden Verwendung verliert der Begriff seine negative Zuschreibung im Sinne von Krankheit und Störung. Unter ihn können Menschen mit uneindeutigem Geschlecht, also intersexuelle Menschen im engeren Sinne,[3] ebenso gefasst werden wie die erwähnte Gruppe der AGS-Betroffenen, ohne diese zu diskriminieren.

Im Gegensatz zu DSD-Betroffenen sind Transsexuelle Menschen mit einem eindeutigen biologischen Geschlecht, die aber feststellen, dass sie psychologisch dem anderen Geschlecht zugehören oder sich zuordnen und die deshalb teilweise geschlechtsändernde medizinische Eingriffe wählen.
Jüngere Geschichte

Wie schwer es ist, die pathologische Sichtweise auf Intersexualität zu überwinden, zeigt ein Blick auf die jüngere Geschichte des Umgangs mit Intersexuellen, mit deren Folgen die meisten heute erwachsenen Betroffenen zu tun haben. Ab den 1950er Jahren hatte sich eine Vorgehensweise eingebürgert, die sich auf die Forschungen des amerikanischen Psychologen John Money berief. Money ging davon aus, dass die Geschlechtsidentität eines Menschen hauptsächlich sozial geprägt wird und man daher die Geschlechtlichkeit eines Kindes zumindest bis zum dritten Lebensjahr formen kann, ohne ihm Schaden zuzufügen. Die Geschlechtsidentität würde sich erst danach entwickeln. Diese Position verstand sich durchaus medizin- und biologiekritisch in dem Sinne, dass den Sozialisationseinflüssen ein höheres Gewicht als den biologischen Gegebenheiten zugemessen wurde. Moneys Theorie beeinflusste den Umgang mit intersexuell geborenen Kindern über mehrere Jahrzehnte. Er empfahl, ein intersexuell geborenes Kind durch Operation einem eindeutigen Geschlecht zuzuordnen und begründete damit die Praxis der "optimalen Geschlechtszuschreibung". Dabei wurden eher feminisierende Operationen vorgenommen, da diese chirurgisch einfacher sind als maskulinisierende. Über den Eingriff sollte das Kind auch später nicht aufgeklärt werden, um die sich dann festigende Identitätsbildung nicht zu stören. Konsequenterweise sollte dies auch noch im Erwachsenenalter beibehalten werden, was dann zu Praktiken wie die Verweigerung der Akteneinsicht oder Behauptungen, es gebe keine Akten, wovon Betroffene uns immer wieder berichtet haben, führte. In vielen Fällen kann auch die ausreichende Aufklärung der Eltern, die ihre Zustimmung zu solchen Eingriffen gaben, angezweifelt werden.

Erst 2005 wurde dieser Standpunkt innerhalb der Medizin revidiert. Auf der Chicago Consensus Conference von 2005 wurden chirurgische und hormonelle Eingriffe an Kindern mit uneindeutigem Geschlecht zwar nur noch unter bestimmten Bedingungen, wie vollständiger Aufklärung und bei bestimmten Diagnosen empfohlen, aber durchaus auch im Kindesalter, wie beispielsweise Klitoris-Resektionen ab einer bestimmten Größenabweichung und Keimdrüsenentfernungen vor der Pubertät bei atypischer Ausprägung.[4] Es gibt nicht nur von Betroffenengruppen, sondern auch innerhalb der Medizin zunehmend kritische Stimmen zu diesen Empfehlungen und einen beginnenden Wandel im Verständnis von Intersexualität. So fordern die "Ethischen Grundsätze und Empfehlungen bei DSD" der Arbeitsgruppe Ethik im Netzwerk Intersexualität eine "therapeutische Haltung der Offenheit und Akzeptanz" und betonen, dass "Maßnahmen, für die keine zufrieden stellende wissenschaftliche Evidenz vorliegt, sowie Maßnahmen, die irreversible Folgen für die Geschlechtsidentität oder negativen Auswirkungen auf Sexualität und Fortpflanzungsfähigkeit haben können (...) einer zwingenden medizinischen Indikation" bedürfen.[5] Kritisch werden dabei insbesondere die Entfernungen der Keimdrüsen im frühen Alter gesehen.

Die Frage, was in diesem Zusammenhang aber eine "zwingende medizinische Indikation" genau ist, wird unterschiedlich beantwortet. Strittig ist, ob sich eine solche nur auf Eingriffe beziehen kann, die zur Abwendung einer schwerwiegenden Gefahr für die physische Gesundheit oder das Leben des Kindes erforderlich sind, wie dies bei einem eindeutigen Tumorrisiko der Keimdrüsen gegeben wäre, oder ob eine medizinische Indikation auch auf psychischen Belastungen wie der prognostizierten sozialen Schwierigkeiten des Kindes und der Eltern gegründet werden kann. Damit ist sicherlich die früher vorherrschende allgemeine Pathologisierung der Intersexualität überwunden, zumal das Tumorrisiko der Keimdrüsen mittlerweile weniger groß und sehr viel differenzierter als früher eingeschätzt wird. Ob damit aber ein wirkliches Umdenken erreicht ist und operative Eingriffe nur noch in Notfällen stattfinden, ist zu bezweifeln.

Wissenschaftliche Langzeitstudien zu den Folgen medizinischer Eingriffe bei Intersexualität fehlen weitgehend. Insofern kommt der Erhebung der Lebensqualität, insbesondere der psychischen Gesundheit, der Behandlungszufriedenheit und der Zufriedenheit mit der Sexualität besonderes Gewicht zu, um den Erfolg der Eingriffe abzuschätzen.

Medizinische Behandlung und Lebensqualität

Dem Deutschen Ethikrat lagen zunächst nur zwei empirische Studien zur Lebensqualität vor: die Netzwerkstudie,[6] an der in den Jahren 2005 bis 2007 439 betroffene Personen teilnahmen, darunter 329 Kinder und Jugendliche und 110 Erwachsene, und die Hamburger Intersex-Studie,[7] an der in den Jahren 2007 und 2008 69 erwachsene Betroffene im Alter von 16 bis 60 Jahren teilnahmen. Hinzu kam die bereits erwähnte eigene Erhebung des Deutschen Ethikrates,[8] in der neben den Erfahrungen mit der medizinischen Behandlung und der Lebensqualität auch Daten zur gesellschaftlichen Situation der Betroffenen und ihren Einstellungen und Wünschen erhoben wurden. An der Befragung von Mai bis Juni 2011 nahmen 199 Personen im Alter von neun bis 67 Jahren teil.

Keine der drei Studien kann für sich den Anspruch der Repräsentativität erheben. Die Befunde sind zudem unter dem Vorbehalt zu sehen, dass für Kinder unter vier Jahren die Eltern stellvertretend geantwortet haben und in der Altersgruppe vier bis 16 Jahren die Antworten von den Betroffenen und den Eltern gemeinsam gegeben wurden. Dennoch können, auch mangels anderer Quellen, die Angaben dieser drei Studien wichtige Anhaltspunkte geben.

Die überwiegende Mehrheit der in diesen drei Studien erfassten DSD-Betroffenen wurde unabhängig von der jeweiligen Zugehörigkeit zu einer DSD-Untergruppe chirurgischen Eingriffen unterzogen (68 bis 81 Prozent), davon der größte Teil bereits im Alter bis zur Schulreife, also in einem nicht zustimmungsfähigen Alter (70 bis 86 Prozent). Wie die Ergebnisse der Netzwerk-Studie zeigen, in die auch die Daten von Kindern ab der Geburt aufgenommen wurden, sind diese Zahlen offensichtlich auch für die jüngste Zeit von Bedeutung, wenngleich die meisten vom Ethikrat befragten Mediziner und Medizinerinnen einen Wandel in der Grundeinstellung und eine größere Zurückhaltung bei frühen Eingriffen berichtet haben. Lediglich bei Betroffenen mit kompletter Androgeninsensitivität (cAIS) hat die Zahl der frühen Operationen etwas abgenommen. Hier findet offenbar das Wissen um das nur geringe Tumorrisiko der Keimdrüsen langsam Eingang in die Praxis.

Die Einwilligung der Betroffenen - in vielen Fällen der Eltern - wird nach den vorliegenden Auswertungen zwar überwiegend als formal gegeben angesehen, die Art und die Qualität der Aufklärung aber als unzureichend. Insbesondere wird der Umfang der Aufklärung bemängelt, der Zeitdruck der Entscheidung, die Nichterläuterung von Alternativen und die mangelnden Einbeziehung des Kindes beziehungsweise Heranwachsenden.

Zur allgemeinen, subjektiv geäußerten Lebensqualität sagen die drei Studien Folgendes: Unterscheidet man danach, in welcher Geschlechtsrolle die betreffende Person lebt, so stufen die in der weiblichen Geschlechtsrolle lebenden Menschen mit DSD ihre Lebensqualität durchschnittlich so hoch ein wie in den vergleichbaren Altersgruppen ohne DSD, die Personen mit DSD, die in der männlichen Rolle leben, aber niedriger als die Vergleichsgruppen. Unterscheidet man nach der DSD-Diagnose, so ergeben sich deutlichere Unterschiede: AGS-Betroffene schätzen ihre allgemeine Lebensqualität überwiegend positiv ein (86 bis 99 Prozent), die anderen DSD-Betroffenen nur leicht über dem Mittelmaß (55 bis 65 Prozent). Die Zufriedenheit mit der psychischen Gesundheit wird dabei allerdings sehr niedrig eingeschätzt. Nur 40 Prozent dieser anderen DSD-Betroffenen sind mit ihrer psychischen Gesundheit zufrieden. Behandlungsrelevante psychische Symptome wie Depression, Angst und reaktive Störungen wurden in der Hamburger Intersex-Studie bei 61 Prozent, in der Netzwerk-Studie bei 45 Prozent der Befragten festgestellt.

Abweichend von der allgemeinen Lebensqualität wird in allen drei Studien die sexuelle Lebensqualität in stärkerem Maße negativ eingeschätzt. Frauen mit AGS äußern zwar überwiegend noch eine mittlere Zufriedenheit mit ihrem Sexualleben im Allgemeinen, sind aber oft unzufrieden mit ihrem Aussehen oder der Funktion ihrer Genitalien. Sie empfinden sich als wenig sexuell aktiv und sind häufiger alleinstehend. Auch die anderen DSD-Betroffenen leben signifikant häufiger als die Normstichprobe als Single. Bei ihnen besteht darüber hinaus eine hohe Unzufriedenheit mit der sexuellen Lebensqualität. Sie erleben Angst und Unsicherheit in sozialen und sexuellen Situationen und leiden in erheblichem Ausmaß unter gravierenden sexuellen Problemen.

Während die ursprüngliche Geschlechtsrollenzuweisung nach der Geburt überwiegend als zufriedenstellend erlebt wird (70 Prozent laut Hamburger Intersex-Studie), zeigt fast die Hälfte der Betroffenen (48 Prozent) eine Verunsicherung der Geschlechtsidentität. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) zeigt eine ausgeprägte Transgender-Identität. 35 Prozent der in der weiblichen Rolle lebenden Personen zeigen auffällig niedrige Weiblichkeitswerte (Identifikation mit der weiblichen Rolle), 19 Prozent sogar hohe Männlichkeitswerte.

Während sich AGS-Betroffene eher zufrieden mit der erfolgten Behandlung und den Operationsergebnissen äußern, überwiegt bei den anderen DSD-Betroffenen die Unzufriedenheit. Insbesondere Betroffene mit partieller und in noch stärkerem Maße Betroffene mit kompletter Androgeninsensitivität äußern sich unzufrieden mit den chirurgischen Ergebnissen und den sexuellen Folgeproblemen. Zusammenhänge zwischen bestimmten Operationen an den äußeren Geschlechtsmerkmalen und psychosexuellen Störungen werden in allen Untersuchungen und Publikationen als gesichert angesehen.

Bei aller gebotenen Vorsicht lassen die bisherigen Befunde folgende Schlüsse zu: Die erfolgten medizinischen Maßnahmen können für die Gruppe der AGS-Betroffenen überwiegend als offensichtlich angemessen bezeichnet werden, wenngleich die Befunde zur sexuellen Zufriedenheit und zu den sexuellen Identitätsstörungen Zurückhaltung und sorgfältige Abwägung aller Vor- und Nachteile bei operativen Eingriffen sowie besondere Achtsamkeit bei der Aufklärung, Beratung und psychologischen Begleitung der Betroffenen und ihrer Eltern gebieten. Für die Gruppe der anderen DSD-Betroffenen können die angestrebten Ziele der Lebensqualität, der psychischen Gesundheit und der Sicherheit der Geschlechtsidentität aber offensichtlich mit den eingesetzten medizinischen Methoden nicht erreicht werden. Die Angehörigen dieser Gruppen leiden in hohem Maße unter einer psychischen Symptomlast, unter Einschränkungen ihrer sexuellen Lebensqualität und Unsicherheiten ihrer Geschlechtsidentität.

Zur sozialen Realität der Betroffenen

Die Verschiedenheit von AGS-Betroffenen und anderen DSD-Betroffenen zeigt sich auch in den Ergebnissen der Befragung des Ethikrates zu den Bereichen der gesellschaftlichen Erfahrungen und der persönlichen Einstellungen, weniger bei den Forderungen an die Gesellschaft.

DSD-Betroffene, die nicht unter die AGS-Diagnose fallen, geben an, häufig Diskriminierungen und Ausgrenzung zu erleben, unter der Tabuisierung des Themas zu leiden, Probleme mit der binären Geschlechtseinordnung zu haben und häufig körperliche Gewalt, Spott und Beleidigung sowie vielfältige Hürden im Alltag zu erfahren. AGS-Betroffene geben überwiegend an, solche Erfahrungen nicht zu machen und keine Hürden im Alltag zu haben. 87 Prozent der AGS-Betroffenen fühlt sich integriert in die Gesellschaft, aber nur 46 Prozent der anderen DSD-Betroffenen. AGS-Betroffene haben überwiegend keine Kontakte zu anderen gleich Betroffenen, wohingegen rund 80 Prozent der anderen DSD-Betroffenen solche Kontakte angeben.

85 Prozent der AGS-Betroffenen bewerten frühe geschlechtszuordnende Operationen durch die Zustimmung der Eltern als gerechtfertigt gegenüber nur sechs Prozent der anderen DSD-Betroffenen. Umgekehrt stimmen nur elf Prozent der AGS-Betroffenen der Aussage zu, dass mit Genitaloperationen außer in medizinischen Notfällen bis zum entscheidungsfähigen Alter gewartet werden soll, aber 97 Prozent der anderen DSD-Betroffenen. Nur 31 Prozent der AGS-Betroffenen stimmen für ein Offenlassen der geschlechtlichen Zuweisung eines Kindes gegenüber 92 Prozent der anderen DSD-Betroffenen. 70 Prozent der AGS-Betroffenen sprechen sich für eine Beibehaltung der Zweiteilung der Geschlechtskategorien aus, aber nur fünf Prozent der anderen DSD-Betroffenen.

Bei der Frage nach der Art einer anzustrebenden Neuordnung des Personenstandsrechts sprechen sich diejenigen AGS-Betroffenen, die nicht für eine Beibehaltung des binären Systems eintreten, eher für eine Öffnung um eine dritte Kategorie oder die Möglichkeit, den Eintrag im Kindesalter offen zu lassen, aus, die anderen DSD-Betroffenen eher für eine generelle Abschaffung des Geschlechtseintrags und nur ersatzweise für die Einführung weiterer Kategorien.

Keine Unterschiede zwischen den beiden DSD-Gruppen zeigen sich bei den Forderungen zur Verbesserung der Situation. 36 Prozent wünschen sich mehr Aufklärung in der Gesellschaft, 86 Prozent befürworten außerklinische Kontakt- und Beratungszentren. Im Online-Diskurs des Ethikrats haben Betroffene darüber hinaus finanzielle und strukturelle Hilfen für Selbsthilfegruppen zur Errichtung eines bundesweiten Hilfenetzwerks gefordert. Die befragten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen fordern interdisziplinäre Kompetenzzentren zur fachlich bestmöglichen Behandlung der Betroffenen mit mehr Zeit, weniger Entscheidungsdruck und größerer Beachtung der jeweils individuellen Umstände.

Die Ergebnisse zeigen eine große Übereinstimmung aller Betroffenen, aber auch der befragten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, in den Forderungen zur Verbesserung der Situation. In den Bereichen der gesellschaftlichen Erfahrungen und der persönlichen Einstellungen zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede zwischen AGS-Betroffenen und anderen DSD-Betroffenen, die auf die Unterschiedlichkeit der jeweiligen körperlichen Besonderheiten und Lebenswelten hindeuten. Für die Gruppe der DSD-Betroffenen, die nicht unter die Diagnose AGS fallen, weisen die Befragungsergebnisse ebenso wie die Zeugnisse im Online-Diskurs auf eine mangelhafte Integration und Teilhabe an der Gesellschaft hin.


Der Deutsche Ethikrat hat vor dem Hintergrund dieser Befunde eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Untergruppen von DSD vorgenommen und unterscheidet zwischen geschlechtsvereindeutigenden und geschlechtszuordnenden Eingriffen. Unter geschlechtszuordnend werden medizinische, meist chirurgische Eingriffe, verstanden, die bei uneindeutiger Geschlechtlichkeit, beispielsweise bei Menschen, bei denen sowohl männliche als auch weibliche körperliche Merkmale innerlich und äußerlich vorhanden sind, eine Zuordnung zu dem einen oder dem anderen Geschlecht herstellen. Solche Operationen bewertet der Ethikrat als einen Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Wahrung der geschlechtlichen und sexuellen Identität, über die grundsätzlich nur die Betroffenen selbst entschieden können. Der Ethikrat gibt die Empfehlung, mit solchen operativen Eingriffen bis in das entscheidungsfähige Alter des Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen abzuwarten, es sei denn, unabweisliche Gründe des Kindeswohls wie eine schwerwiegende Gefahr für die physische Gesundheit des Kindes durch ein nachgewiesenes erhöhtes Tumorrisikos stehen dagegen. Alle Erfahrung zeigt, dass eine bis in Kindheit und Jugend reichende Erziehung, die die Geschlechtseinordnung offen lässt, möglich, wenn auch nicht einfach ist, aber weniger Leid bedeutet als frühzeitig festlegende Operationen, welche die Betroffenen später als traumatisch erleben und von denen ihr Leben gekennzeichnet ist.

Anders schätzt der Ethikrat die Situation ein, wenn wie im Falle des Adrenogenitalen Syndroms das Geschlecht feststeht. Mit vereindeutigenden Eingriffen ist dann die Korrektur einer biochemisch-hormonelle Fehlfunktion gemeint, die potenziell einen gesundheitsschädigenden Charakter hat. Gegebenenfalls fällt hierunter auch ein operativer Eingriff (Klitorisresektion) zur Angleichung des äußeren Erscheinungsbildes an das genetische und durch die inneren Geschlechtsorgane feststehende Geschlecht. Diese Empfehlung hat von Seiten des AGS-Eltern- und Patienteninitiative e.V. große Zustimmung erhalten, ist aber auf harte Kritik des Vereins Intersexuelle Menschen gestoßen, weil er auch darin einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit sieht, der schwerwiegende psychische Folgen für die Betroffenen habe. Der Ethikrat hat solche Eingriffe zwar als weniger gravierend als geschlechtszuordnende Eingriffe (wie Gonodenentfernungen) angesehen, seinen Vorschlag aber dahingehend abgeschwächt, dass auch in diesen Fällen stets eine individuelle und umfassende Abwägung der medizinischen, psychologischen und psychosozialen Vor- und Nachteile im Sinne des Kindeswohls erfolgen muss und im Zweifel immer die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen abgewartet werden sollte.

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Befunde und Erfahrungsberichte bezüglich nicht ausreichender Information sollte in Zukunft die medizinische, psychologische und psychosoziale Kompetenz, die heute vorhanden ist, allen Betroffenen sowie betroffenen Eltern frühzeitig zur Verfügung stehen. Der Ethikrat empfiehlt deshalb, die medizinische Diagnostik und Behandlung von DSD-Betroffenen nur in einem speziell dafür qualifizierten, interdisziplinär zusammengesetzten Kompetenzzentrum von Ärzten, Psychologen, Sozialberatern und anderen Experten vorzunehmen. Die fortlaufende medizinische Betreuung sollte dann in unabhängigen qualifizierten Betreuungsstellen fortgeführt werden, in denen auch nach dem peer-Beratungsprinzip Betroffene andere Betroffene beraten.

Die Frage, ob es zulässig ist, dass Menschen mit uneindeutigem Geschlecht gezwungen werden dürfen, sich entweder der Kategorie "weiblich" oder "männlich" zuzuordnen, bewertet der Ethikrat als nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und schlägt die Regelung vor, neben den Alternativen "weiblich" und "männlich" nach australischem Vorbild auch die Kategorie "anderes" einzuführen. Diese Kategorie soll von Menschen mit uneindeutigem Geschlecht gewählt werden können. Dies heißt, dass die Betroffenen sich keinesfalls in diese Kategorie einordnen müssen, sondern ihnen nur der Weg eröffnet werden muss, ihre andere Geschlechtlichkeit so zu dokumentieren. Die Entscheidung der Eintragung ins Personenstandsregister soll darüber hinaus für Menschen mit uneindeutigem Geschlecht offen bleiben können, damit diese ohne Druck und erst, wenn die Entscheidung herangereift ist, erfolgen kann. Der Gesetzgeber sollte ein Höchstalter festlegen, bis zu dem die betroffene Person sich entschieden haben soll. Denkbar ist das 21. oder das 25. Lebensjahr. Wichtig ist, dass für die Gruppe der Menschen mit uneindeutigem Geschlecht der Druck möglichst gering gehalten wird.

Auch zur Frage der Partnerschaft beziehungsweise Eheschließung von Menschen, die dann in der Kategorie "anderes" eingetragen sind, hat sich der Ethikrat Gedanken gemacht. Die Mehrheit der Mitglieder ist dafür, auf jeden Fall die Lebenspartnerschaft dafür zu öffnen. Ein Teil des Ethikrates schlägt auch vor, die Möglichkeit der Eheschließung in diesem Falle zu öffnen, ein anderer Teil ist dagegen. Völlig ungeklärt ist dann aber, was passiert, wenn ein zurzeit verheirateter intersexueller Mensch, der nach bisherigem Recht binär zugeordnet war, sich entscheidet, zur Kategorie "anderes" zu wechseln. Müsste diese Person sich dann scheiden lassen? Wenn man die Kategorie "anderes" einführt, muss man nach meiner Überzeugung Lebenspartnerschaft und Ehe dafür öffnen. Es wäre aber bedauerlich, wenn an dieser Frage die so wichtige Einführung der Kategorie "anderes" scheitern sollte.
Ausblick

Bei der Frage des Umgangs mit intersexuellen Menschen ist die gesamte Gesellschaft und jeder Einzelne sozial und kulturell gefordert, dieses Anderssein zu begreifen und nicht nur zu tolerieren, sondern mitten in unserer Gesellschaft willkommen zu heißen. Das ist mein Fazit aus der außerordentlich bereichernden Begegnung mit den Betroffenen und der Befassung mit dem Thema. Ich schließe deshalb mit einem für mich sehr wichtigen Satz aus unserer Stellungnahme: "Menschen mit DSD müssen mit ihrer Besonderheit und als Teil gesellschaftlicher Vielfalt Respekt und Unterstützung der Gesellschaft erfahren."







Das Menschliche

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